Begrüßung
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun die Patientin Frau Wally Geier vorstellen.
Sie ist 27 Jahre alt, ein Meter fünfundsechzig groß und wiegt etwa 71 kg. Der Body-Mass-Index (BMI) beträgt 26,07 kg/m² und liegt damit im Bereich des leichten Übergewichts.
Aktuelle Anamnese
Die Patientin stellte sich notfallmäßig bei uns aufgrund von seit dem Morgen bestehenden, zunehmenden, dumpfen und drückenden Oberbauchschmerzen links, die in die linke Schulter ausstrahlen, infolge eines Fahrradunfalls vor. Direkt nach dem Unfall hatte die Patientin gestern laut eigenen Angaben Oberbauchschmerzen mit einer Intensität von 4, die nach etwa zwei Stunden nachließen, sodass sie schlafen konnte. Seit dem Aufwachen am Morgen bestehen jedoch ausgeprägte Schmerzen mit einer Intensität von 8.
Begleitend hat die Patientin über folgende Symptome und Befunde berichtet: Hämaturie, Tachykardie, Schwindel sowie ein Hämatom auf der linken Seite unterhalb der Rippen, etwa fünf Zentimeter im Durchmesser.
Sie hat angegeben, dass der Bauchumfang zugenommen habe.
Folgende Beschwerden sind von der Patientin verneint worden: Kopfverletzung, Bewusstseinsverlust, Amnesie, Sehprobleme, Epistaxis, Dyspnoe, Nausea, Emesis , Abrasion , Lazerationen, vaginale Blutungen, Bewegungseinschränkungen, Parästhesien, Hypästhesie , sichtbare Malpositionen, Luxationen oder Frakturen sowie Fieber.
Zum Unfallhergang berichtete die Patientin Folgendes:
Um 21 Uhr sei sie auf dem Weg von der Arbeit am Bahnhof nach Hause gewesen. Am Plärrer, in der Nähe der Kreuzung, habe sie während der Fahrt auf WhatsApp geschaut und dabei einen Hydranten übersehen. Infolgedessen sei sie mit diesem zusammengestoßen und gegen ihn geprallt. Sie sei mit dem linken Oberkörper gegen den Hydranten gestoßen und habe dabei einen Helm getragen.
Sie kam in Begleitung ihres Partners.
Sie gab an, sie habe zuletzt gestern um 20 Uhr etwas gegessen.
Die vegetative Anamnese:
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer veganen Ernährung, Insomnie in Form von sowohl Einschlaf- als auch Durchschlafstörungen aufgrund von Pruritus durch Ekzem sowie Obstipation.
Vorerkrankungen
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
Seit einem Jahr leidet die Patientin an Hämorrhoiden Grad II.
Sie äußerte, seit etwa 5 Jahren leide sie an einer Neurodermitis mit Pruritus am Kopf, die sich durch emotionalen Stress und zu heißes Duschen verschlimmere.
Sie fügte hinzu, sie habe seit 3 Jahren Migräne mit etwa einer Attacke alle zwei Monate, die oft mit der Periode zusammenfalle.
Voroperationen
Bezüglich früherer Operationen teilte die Patientin Folgendes mit:
Vor drei Jahren sei eine Operation am rechten oberen Sprunggelenk nach einem Skateboardunfall erfolgt. Dabei seien Schrauben und Platten (Osteosynthese) zur Fixation eingesetzt worden. Zusätzlich sei eine Platzwunde an der Stirn mittels Nahtversorgung behandelt worden. Etwa ein Jahr später sei die Entfernung der Implantate erfolgt.
Gynäkologie:
Sie hat vor 4 Jahren nach eigenen Angaben eine natürliche Entbindung gehabt.
Sie hat angegeben, die letzte Menstruation sei vor etwa zwei Wochen eingetreten.
Der letzte Frauenarztbesuch habe vor sechs Monaten stattgefunden, ohne auffällige Befunde.
Medikamente
Derzeit nimmt die Patientin laut ihrem Rezept folgende Medikamente ein:
Aspirin 300 mg in Kombination mit einem Koffeinpräparat.
Außerdem verwendet sie eine Lidocain-haltige Salbe sowie Linola-Fettsalbe.
Allergien
Die Patientin führte folgende Allergien bzw. Intoleranzen an:
Gegen Amoxicillin bestehe eine Allergie mit Auftreten von Urtikaria, zuletzt im Rahmen einer Angina tonsillaris nach Einnahme von 500 mg. Anschließend sei eine Therapie mit Azithromycin erfolgt.
Zudem liege eine Laktoseintoleranz mit Meteorismus und Diarrhö vor.
Noxen
Bei den Genussmitteln gab die Patientin an, seit 4 Jahren Nichtraucherin zu sein. Zuvor habe sie über einen Zeitraum von 5 Jahren täglich etwa 20 Zigaretten geraucht, entsprechend 5 Packungsjahren.
Gelegentlich trinke sie ein bis zwei Gläser Sekt.
Einen Drogenkonsum habe sie verneint.
Sozialanamnese
Bezüglich der Sozialanamnese berichtete die Patientin, sie schwimme etwa zwei- bis dreimal pro Woche und arbeite als Schaffnerin bei der Deutschen Bahn. Vor zwei Jahren habe sie sich scheiden lassen und befinde sich nun in einer Lebenspartnerschaft. Zurzeit lebe sie mit ihrem Partner und ihrer Tochter, die an Strabismus leide und eine Brille zur Behandlung trage, in einer Wohnung.
Familienanamnese
Bezüglich der Familienanamnese berichtet die Patientin Folgendes:
Ihr Vater habe vor zwei Jahren ein Larynxkarzinom erlitten und habe mittlerweile ein Tracheostoma, über welches er atme.
Ihre Mutter sei 62 Jahre alt und leide unter ausgeprägter Adipositas mit einem Körpergewicht von etwa 107 kg. Aufgrund des Übergewichts habe sie eine Arthrose der Hüftgelenke entwickelt und beidseitig eine Totalendoprothese (TEP) erhalten.
Sie habe keine Haustiere.
Verdachts- und Differentialdiagnose
Die anamnestischen Angaben deuten auf ein stumpfes abdominales Trauma hin. Der Schmerzverlauf spricht am ehesten für eine zweiseitige Milzruptur. Allerdings sollten auch Verletzungen anderer abdominaler Organe wie Pankreasruptur, Bauchwandverletzungen, Harnblasenruptur sowie mögliche Verletzungen des Uterus und angrenzender Strukturen ausgeschlossen werden. Zudem sollte eine mögliche Rippenfraktur sowie eine Verletzung der Wirbelsäule abgeklärt werden.
Diagnostische Abklärung
körperliche Untersuchung
Zunächst sollten, wie bei jedem Trauma, das ABC-Schema durchgeführt werden, um die Atemwege (Airway), die Atmung (Breathing) und die Kreislaufstabilität (Circulation) sicherzustellen. Da der Verdacht auf eine Milzruptur besteht und die Patientin Anzeichen einer Hypovolämie wie Tachykardie sowie eine orthostatische Hypotonie zeigt, sollte sie stationär aufgenommen werden. Zwei großlumige Venenkatheter sollten gelegt, ein Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen sowie Blutgruppe und Rhesusfaktor bestimmt und Blutkonserven zur eventuellen Transfusion reserviert werden.
Bei der Inspektion können Hämatome im Bereich des Oberbauchs oder der Flanke, eine asymmetrische Bauchdecke aufgrund von Blutansammlungen (hämoperitoneum), Zeichen der Hypovolämie wie blasse Haut auffallen.
Bei der Palpation können eine lokale Abwehrspannung auf eine Peritonealreizung hinweisen. Bei der Perkussion kann ein gedämpfter Klopfschall über dem betroffenen Bereich auf ein hämoperitoneum hindeuten. Bei der Auskultation können eine Tachykardie sowie Veränderungen der Atemgeräusche, wie zum Beispiel abgeschwächte Vesikulärgeräusche oder Rasselgeräusche, festgestellt werden. Zudem kann das Fehlen von Darmgeräuschen auf einen paralytischen Ileus oder eine schwerwiegende Verletzung des Abdomens hindeuten.
Im Anschluss sollten die Extremitäten auf Durchblutung (z. B. durch Puls und Kapillarfüllungszeit), Motorik (aktive und passive Bewegungen sowie Reflexe) und Sensibilität (z. B. durch Berührung oder leichte Druckreize) überprüft werden.
Laboruntersuchungen
Im Rahmen der initialen Diagnostik sollten zur weiteren Abklärung folgende Laborparameter bestimmt werden: Blutbild, Gerinnungsparameter, Blutgruppenbestimmung sowie Rhesusfaktor, Blutgasanalysen, Kreatinin und Elektrolyte, Amylase, Lipase, β-hCG sowie Leberwerte (einschließlich Alanin-Aminotransferase (ALT, GPT), Aspartat-Aminotransferase (AST, GOT) und Gamma-Glutamyltransferase (γ-GT)).
Anatomische Diagnose
FAST-Sono (Focused Assessment with Sonography for Trauma)
FAST-Sono ist eine schnelle Ultraschalluntersuchung, die bei Traumapatienten durchgeführt wird, um freie Flüssigkeit (z. B. Blut) in Körperhöhlen nachzuweisen.
Es umfasst vier standardisierte Schallbereiche:
rechter Oberbauch (Morison-Pouch: Leber – Niere),
linker Oberbauch (Milz – Niere),
kleines Becken (Douglas-Raum),
Perikard (subxiphoidaler Blick aufs Herz bei Herzbeuteltamponade).
Sie müssen dabei ruhig auf dem Rücken liegen – wir tragen etwas Gel auf die Haut auf und untersuchen mit dem Schallkopf gezielt vier Bereiche des Körpers. Die Untersuchung ist schmerzfrei, erfordert keine spezielle Vorbereitung und ist völlig risikofrei – Komplikationen sind nicht zu erwarten.
Röntgenuntersuchung:
Bei dieser Patientin wäre ein Röntgen-Thorax sinnvoll zur ergänzenden Beurteilung des Hämatoms und vor allem zum Ausschluss von Rippenfrakturen sowie Lungenkontusionen. Zudem können wir gleichzeitig den oberen Rücken beurteilen.
Eine Röntgenuntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem innere Strukturen wie Knochen, die Lunge und andere Gewebe mithilfe von Röntgenstrahlen dargestellt werden. Der Patient entfernt Schmuck und Kleidung im Bereich der zu untersuchenden Körperregion und stellt sich frontal zur Röntgenplatte. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und ist völlig schmerzfrei.
Computertomografie
eine CT-Abdomen mit Kontrastmittel ist bei Verdacht auf eine Milzruptur notwendig, da es eine schnelle und präzise Darstellung der Milz und des Bauchraums ermöglicht. Der Kontrast hilft, Blutansammlungen (hämoperitoneum) und die Ausdehnung der Verletzung besser zu erkennen und die Schwere der Ruptur zu beurteilen.
Wenn der Patient auf Kontrastmittel allergisch reagiert, kann eine CT-Abdomen ohne Kontrastmittel durchgeführt werden, um eine Milzruptur zu diagnostizieren.
Die Computertomographie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Röntgenstrahlen detaillierte Schnittbilder der inneren Organe erstellt. Dabei wird der Patient in einen röhrenförmigen Scanner geschoben und muss während der Untersuchung still liegen. Manchmal wird ein Kontrastmittel verabreicht, um eine genauere Darstellung zu ermöglichen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Vor der Untersuchung mit Kontrastmittel ist es wichtig, dass Sie ausreichend Flüssigkeit trinken. Bestimmte Medikamente wie Metformin sollten vorher pausiert werden – das klären wir mit Ihnen. In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion auf das Kontrastmittel kommen, (aber keine Sorge: Wir sind darauf vorbereitet und haben alle notwendigen Medikamente und Maßnahmen vor Ort.)
Milzruptur Grad IV nach AAST-Klassifikation + renales und adrenales Hämatom links
MRT (Magnetresonanztomographie)
In einem Notfall wie dem Verdacht auf eine Milzruptur wird MRT normalerweise nicht bevorzugt, da es zeitaufwendiger ist und nicht so schnell wie eine CT-Untersuchung durchgeführt werden kann. Ein MRT ohne Kontrastmittel bietet möglicherweise nicht die gleiche Detailgenauigkeit bei der Beurteilung von Blutungen oder Organverletzungen wie eine CT mit Kontrastmittel.
Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen detaillierte Bilder von Organen, Geweben und Strukturen im Körper erstellt. Der Patient muss zunächst Schmuck und andere metallische Gegenstände entfernen sowie über Implantate informieren. Anschließend wird er in einen röhrenförmigen Scanner geschoben. Während der Untersuchung, die etwa 20 bis 60 Minuten dauert, muss der Patient still liegen. In einigen Fällen kann Kontrastmittel verabreicht werden, um bestimmte Strukturen besser darzustellen
Konsile
Chirurgie / Unfallchirurgie-Konsil sowie Anästhesie-Konsil
Behandlung:
Nach der Stabilisierung der Patientin bei einer einseitigen oder zweiseitigen Milzruptur hängt die Behandlung von der Schwere der Verletzung ab:
Konservative Behandlung: Bei stabilen Patienten mit einer einseitigen Milzruptur kann eine konservative Therapie mit strikter Bettruhe und engmaschiger Überwachung (Blutdruck, Hämoglobinwerte) ausreichen. In einigen Fällen kann auch eine spontane Heilung erfolgen, insbesondere bei kleinen Rupturen.
Operative Behandlung: Bei zweiseitiger Milzruptur oder schweren einseitigen Rupturen ist eine Operation erforderlich. Diese kann eine Milzentfernung (Splenektomie) oder eine Milzrekonstruktion je nach Ausmaß der Verletzung umfassen.
Komplikationen
Blutungen, Infektionen: Besonders nach einer Splenektomie insbesondere durch Kapselkeime (z. B. Pneumokokken), Hämatome und Abszesse sowie Thrombosen und Embolien.
Vorsichtsmaßnahmen Nach einer Splenektomie
Impfungen gegen Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus influenzae
harte körperliche Aktivitäten oder Sportarten vermeiden
Milzruptur in der Schwangerschaft
Eine Milzruptur in der Schwangerschaft ist ein seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Krankheitsbild für Mutter und Kind. Meist entsteht sie nach einem stumpfen Bauchtrauma, beispielsweise infolge eines Verkehrsunfalls oder Sturzes. In seltenen Fällen kann auch eine spontane Milzruptur auftreten, etwa bei Infektionen, hämatologischen Erkrankungen oder einer ausgeprägten Splenomegalie.
Bei Schwangeren kann die Diagnostik erschwert sein, da Beschwerden zunächst gynäkologischen oder geburtshilflichen Ursachen zugeschrieben werden können.
Die Diagnostik erfolgt primär mittels Sonografie beziehungsweise FAST-Untersuchung zum Nachweis freier Flüssigkeit im Abdomen. Bei hämodynamisch stabilen Patientinnen kann ergänzend eine CT-Untersuchung durchgeführt werden. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Verletzung und dem Kreislaufzustand der Patientin. Während bei stabilen Patientinnen ein konservatives Vorgehen möglich sein kann, ist bei instabilen Verhältnissen meist eine notfallmäßige operative Versorgung erforderlich, gegebenenfalls mit Splenektomie.
Besonders wichtig ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie, Anästhesie und Neonatologie, um die Prognose für Mutter und Fetus zu verbessern.
Bei einer Milzruptur in der Schwangerschaft bestehen je nach Trimenon wichtige Unterschiede. Im ersten Trimenon ist die Diagnostik meist einfacher, da der Uterus noch klein ist; differenzialdiagnostisch müssen jedoch gynäkologische Ursachen wie eine Extrauteringravidität berücksichtigt werden. Im zweiten Trimenon erschwert der zunehmende Uterus die klinische Untersuchung und Bildgebung. Im dritten Trimenon ist die Situation besonders kritisch, da der große Uterus die Diagnostik und operative Versorgung deutlich erschwert und gleichzeitig ein erhöhtes Risiko für fetale Hypoxie, Frühgeburt und maternalen Schock besteht. Zudem können die Beschwerden gynäkologische Notfälle wie eine Plazentalösung imitieren.
Extra
Namen:
Lukas Bradl, Franziska Lehmann
Anamnese:
Zu Hause habe der Patient ASS 500 mg eingenommen, jedoch ohne Schmerzlinderung
Umfallshergang:
er will einen Hund ausweichen
Er hat einen Flaschencontainer übersehen.
Vorerkrankungen:
Espumisan-Kautabletten: Blähungen
8 Ligaturen wegen Hämorrhoiden
Familialanamnese:
Zwillingsbruder: Asthma bronchiale
Sozialanamnese:
Zugführer (Schichtenarbeit)
Fragen
1. Was ist der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan?
Der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan liegt darin, dass Vegetarier auf Fleisch und Fisch verzichten, aber noch tierische Produkte wie Milch, Eier und Honig konsumieren. Veganer hingegen meiden alle tierischen Produkte, einschließlich Milch, Eier, Honig und alles, was von Tieren stammt.
2. Welches Risiko besteht bei Pruritus bei Dermatitis?
Das Risiko, dass sich sekundäre Infektionen entwickeln, wird durch häufiges Kratzen erhöht.
3. Kann ich ein Schmerzmittel bekommen und nach Hause gehen?
Das ist eine ernsthafte Verletzung, die normalerweise intensive Behandlung und Beobachtung braucht. Schmerzmittel können Ihnen helfen, die Schmerzen zu lindern, aber wegen der möglichen Komplikationen müssen Sie im Krankenhaus bleiben, um sicherzugehen, dass keine weiteren Probleme auftreten. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass Sie nach Hause gehen können, ohne dass wir Sie weiterhin überwachen und behandeln. Außerdem sollten Sie auch eine Kochsalzlösung bekommen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und Ihren Kreislauf zu stabilisieren.
4. Was versteht man unter Hämoglobin und Hämatokrit?
Hämoglobin (Hb) ist ein Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff im Blut transportiert.
Hämatokrit (Hkt) ist der Anteil der roten Blutkörperchen am Gesamtvolumen des Blutes.
5. Wann ist eine Transfusion bei Hämorrhagien erforderlich?
Hämoglobinwert < 7 g/dl
6. Was versteht man unter Berufsgenossenschaften?
Die Berufsgenossenschaften sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Sie übernehmen die Kosten für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten und bieten den betroffenen Personen medizinische Behandlung, Rehabilitation sowie finanzielle Unterstützung.
(In Deutschland gilt in der Regel der Unfall auf dem direkten Weg zwischen der Arbeit und dem Wohnort als Arbeitsunfall, wenn keine privaten Umwege gemacht werden. Dieser sogenannte Wegeunfall ist durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt.)
7. Wie gehen wir vor, wenn der Patient einen stationären Aufenthalt ablehnt?
Wenn ein Patient einen stationären Aufenthalt ablehnt, erfolgt zunächst ein ausführliches Aufklärungsgespräch über die medizinische Notwendigkeit und mögliche Risiken. Dabei wird geprüft, ob der Patient einwilligungsfähig ist. Die Ablehnung wird sorgfältig dokumentiert, idealerweise mit einer schriftlichen Erklärung. Wenn vertretbar, können ambulante Alternativen angeboten werden.
8. Welche Arten von Schock gibt es?
• Hypovolämischer Schock
• Kardiogener Schock
• Septischer Schock
• Anaphylaktischer Schock
• Neurogener Schock
9. Wie funktioniert die Ligaturbehandlung bei Hämorrhoiden?
Die Ligatur bei Hämorrhoiden ist ein Verfahren zur Behandlung von vergrößerten oder geschwollenen Hämorrhoiden. Dabei wird mit einem speziellen Gummiband die Hämorrhoide abgebunden (ligiert), wodurch die Blutzufuhr unterbrochen wird. Infolgedessen schrumpft die Hämorrhoide und fällt nach einigen Tagen oder Wochen ab.
Notizen
BMI
Body-Mass-Index (BMI)
Der BMI ist ein dimensionsloser Kennwert zur Einordnung des Körpergewichts. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern dividiert wird. Ein BMI von 26,07 entspricht damit einer Einordnung oberhalb des Normalbereichs und wird als Übergewicht gewertet.
m²
Quadratmeter (m²)
m² ist die SI-Einheit für Flächen und bezeichnet einen Bereich von einem Meter Länge mal einem Meter Breite. In der BMI-Formel steht m² im Nenner, weil die Körpergröße in Metern zum Quadrat eingeht.
Hämaturie
Blut im Urin
Mögliche Verletzung des Harntrakts
Tachykardie
Tachykardie
Tachykardie bezeichnet eine pathologisch erhöhte Herzfrequenz, die sich klinisch oft als Herzrasen oder beschleunigter Puls bemerkbar macht. Sie kann durch körperliche Belastung, Stress, Fieber, Blutverlust oder kardiale Erkrankungen verursacht werden und sollte hinsichtlich Ursache und hämodynamischer Bedeutung abgeklärt werden.
Hämatom
Hämatom
Ein Hämatom ist eine örtlich begrenzte Ansammlung von Blut in Weichteilgewebe, die durch Verletzung kleinerer oder größerer Gefäße entsteht. Klinisch zeigt es sich meist als schmerzhafte Schwellung mit livider Verfärbung der Haut und kann je nach Ausmaß Druckgefühl verursachen.
Bedeutung: Größe und Lage geben Hinweise auf das Ausmaß der Blutung und mögliche Begleitverletzungen; eine Zunahme der Schwellung oder starke Schmerzen erfordern diagnostische Abklärung.
Amnesie
Amnesie
Amnesie bezeichnet einen teilweisen oder vollständigen Verlust von Erinnerungen oder eine gestörte Fähigkeit, neue Erinnerungen zu bilden. Man unterscheidet retrograde Amnesie (Verlust bereits gespeicherter Erinnerungen) von anterograder Amnesie (Einschränkung der Gedächtnisbildung für Neues).
Epistaxis
Epistaxis
Epistaxis bezeichnet eine Blutung aus der Nasenhöhle, die von geringfügigen, selbstlimitierenden Blutungen bis zu stärkerem Nasenbluten reichen kann. Ursachen sind unter anderem lokale Schleimhautverletzungen, trockene Nasenschleimhäute oder systemische Störungen der Blutgerinnung.
Dyspnoe
Dyspnoe
Dyspnoe bezeichnet das subjektive Empfinden von Atemnot oder erschwerter Atmung. Sie kann akut oder chronisch auftreten und qualitativ sowie im Schweregrad variieren.
Bedeutung: Die Beurteilung umfasst Auslöser, Begleitsymptome (z. B. Zyanose, Tachypnoe) und den Einfluss auf die Belastbarkeit, um mögliche kardiale, pulmonale oder andere Ursachen zu differenzieren.
Nausea
Nausea bezeichnet das subjektive Gefühl von Übelkeit mit dem typischen Empfinden von Unwohlsein und Brechreiz, ohne dass es zwangsläufig zum Erbrechen kommen muss.
Emesis
Emesis bezeichnet das tatsächliche Erbrechen, also die aktive Auswurfreaktion von Mageninhalt durch den Mund.
Abrasion
Abrasion beschreibt eine oberflächliche Verletzung der Hautschichten, typischerweise eine Schürfwunde infolge von Reibung oder Abschürfung der Epidermis.
Lazerationen
Lazerationen bezeichnen tiefergehende Riss- oder Schnittverletzungen der Haut und des Unterhautgewebes, die meist sichtbare Wundränder und Blutungen aufweisen.
Parästhesien
Parästhesien
Parästhesien bezeichnen fehl- oder krankhaft veränderte Empfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder prickelnde Missempfindungen ohne äußere Reize. Solche Symptome weisen häufig auf eine Irritation oder Schädigung peripherer Nerven oder zentraler Leitungsbahnen hin und sind in klinischen Kontexten weiter abzuklären.
Hypästhesie
Hypästhesie
Hypästhesie beschreibt eine verminderte Empfindungsfähigkeit gegenüber Berührung, Druck, Temperatur oder Schmerz. Sie kann auf lokale Nervenläsionen, neurophysiologische Störungen oder zentrale Ursachen hinweisen und erfordert gegebenenfalls neurologische Untersuchung zur Abklärung.
Malpositionen
Malpositionen
Als Malpositionen werden sichtbare Fehlstellungen von Körperteilen oder Gliedmaßen bezeichnet, die nach Trauma, Fraktur oder Luxation auftreten können. Sie sind häufig mit Deformität, Funktionsverlust und Schmerz verbunden und bilden einen Hinweis auf mögliche strukturelle Schädigungen.
Luxationen
Luxationen
Luxationen sind Verrenkungen, bei denen die Gelenkflächen ihre regelmäßige Lage zueinander verlieren. Sie führen typischerweise zu ausgeprägter Funktionsstörung, Schmerzen und sichtbarer Fehlstellung und erfordern meist eine ärztliche Versorgung.
Frakturen
Frakturen
Eine Fraktur ist eine Unterbrechung der Kontinuität eines Knochens. Typische Befunde können lokaler Schmerz, Schwellung, Fehlstellung, eingeschränkte Beweglichkeit und Druckschmerz sein.
Hydranten
Hydranten
Hydranten sind fest installierte Anschlusspunkte im öffentlichen Raum zur Entnahme von Löschwasser, erkennbar als oberirdische Säulen oder als Einfüllöffnungen im Straßenniveau. Sie dienen der Feuerwehr und Rettungskräften bei der Brandbekämpfung. Im beschriebenen Unfallbericht kollidierte die Patientin mit einem solchen Hydranten.
Insomnie
Insomnie
Insomnie beschreibt anhaltende Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen beziehungsweise häufiges nächtliches Erwachen, was die Tagesfunktion beeinträchtigen kann. Bei der Patientin bestehen sowohl Einschlaf- als auch Durchschlafprobleme, die sie im Bericht auf den durch ein Ekzem ausgelösten Juckreiz zurückführt.
Pruritus
Pruritus
Pruritus bezeichnet das Empfinden von starkem Juckreiz auf der Haut. Häufige Ursachen sind dermatologische Erkrankungen wie ein Ekzem; der Juckreiz kann die Schlafqualität beeinträchtigen und zu sekundären Problemen führen. In der vorliegenden Anamnese wird der Pruritus als Folge eines Ekzems beschrieben und als Ursache von Schlafstörungen genannt.
Obstipation
Obstipation
Obstipation bezeichnet einen verminderten oder erschwerten Stuhlgang mit seltenerer Defäkation und oft hartem Stuhl.
Hämorrhoiden
Hämorrhoiden
Einteilung und Definition: Hämorrhoiden sind gefäßreiche Polster im Analbereich, die sich innerlich oder äußerlich vergrößern können.
Ursachen: Häufige Auslöser sind wiederholtes starkes Pressen bei Verstopfung, Durchfall, Schwangerschaft und langes Sitzen.
Klinik: Typische Beschwerden sind Juckreiz, Schmerzen, Schwellungsgefühl am After und Blut im Stuhl bei der Defäkation.
Therapieansätze: Konservative Maßnahmen wie Ernährungsumstellung, lokale Pflege und Sitzbäder kommen zuerst in Betracht; bei persistierenden oder fortgeschrittenen Befunden bestehen interventionelle oder operative Optionen.
Neurodermitis
Neurodermitis
Krankheitsbild: Die atopische Dermatitis ist eine chronisch-rezidivierende Hauterkrankung mit trockener, entzündeter und stark juckender Haut.
Typische Lokalisation und Verlauf: Bei Erwachsenen treten Läsionen häufig an Beugeflächen sowie im Gesichts- und Kopfbereich auf; hier berichtet die Patientin über juckende Kopfhautbefunde.
Auslösende bzw. verschlechternde Faktoren: Psychischer Stress und zu heiße Duschen wurden als Verstärker der Beschwerden genannt.
Migräne
Migräne
Charakteristik: Migräne ist durch wiederkehrende, oft einseitige, pulsierende Kopfschmerzattacken gekennzeichnet.
Begleitsymptome: Übelkeit, Erbrechen sowie gesteigerte Licht- und Geräuschempfindlichkeit treten häufig auf; gelegentlich geht eine Aura mit visuellen oder sensorischen Symptomen voraus.
oberen Sprunggelenk
Kurzdefinition und Anatomie
Das obere Sprunggelenk (OSG) verbindet den Unterschenkel mit dem Sprungbein und bildet das Gelenk für Dorsal- und Plantarflexion.
Bestandteile
Anatomisch setzen sich die knöchernen Anteile aus dem distalen Schienbein (Tibia), dem distalen Wadenbein (Fibula) und dem Talus (Sprungbein) zusammen.
Funktionelle Bedeutung
Das OSG überträgt die Gewichtsbelastung vom Unterschenkel auf den Fuß und ermöglicht die Bewegungen im oberen Bereich des Sprunggelenks.
Aspirin
Gruppenzugehörigkeit
Aspirin ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR).
Wirkmechanismus
Es hemmt Cyclooxygenase-Enzyme und reduziert dadurch die Synthese von Prostaglandinen, was zu schmerzlindernder, entzündungshemmender und fiebersenkender Wirkung führt. Zusätzlich hemmt es die Thrombozytenaggregation irreversibel.
Wichtige Anwendungsbereiche
Aspirin wird symptomatisch gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen eingesetzt; aufgrund der blutgerinnungshemmenden Wirkung kommt es auch prophylaktisch bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum Einsatz.
Risiken und Nebenwirkungen
Häufige unerwünschte Wirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt (z. B. Beschwerden und erhöhte Blutungsneigung). Weiterhin sind verstärkte Blutungsneigung und gelegentlich allergische Hautreaktionen möglich.
Linola
Produktart und Indikation
Bei Linola handelt es sich um eine rückfettende Fettsalbe beziehungsweise ein emollientes Hautpflegepräparat zur Behandlung und Vorbeugung trockener und gereizter Haut.
Wirkung und Einsatz
Topisch angewendet bildet die Salbe einen Fettfilm, der Feuchtigkeitsverlust reduziert und die Hautbarriere unterstützt; sie dient der regelmäßigen Pflege trockener Hautpartien.
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
Systemische Nebenwirkungen sind bei topischer Anwendung selten; lokal können allerdings Hautreizungen oder Kontaktallergien auftreten. Bei unklaren Hautveränderungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Packungsjahren
Definition und Berechnung
Ein Packungsjahr berechnet sich, indem die täglich gerauchten Zigaretten durch 20 (eine Schachtel) geteilt und mit den Jahren des Rauchens multipliziert werden: (Zigaretten/Tag ÷ 20) × Jahre.
Beispiel
Wer täglich 20 Zigaretten über 5 Jahre geraucht hat, hat 5 Packungsjahre (20/20 × 5 = 5).
Klinische Relevanz
Die Angabe der Packungsjahre dient der Einschätzung von Risikoexpositionen für rauchassoziierte Erkrankungen.
Schaffnerin
Eine Schaffnerin arbeitet im Zugverkehr und ist für die Kontrolle von Fahrscheinen sowie die Durchsetzung von Beförderungsbedingungen zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören die Auskunftserteilung gegenüber Fahrgästen, die Unterstützung bei Ein- und Aussteigevorgängen sowie die Überwachung der Sicherheit an Bord. Im Störungs- oder Notfall koordiniert sie Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und setzt betriebliche Regelungen durch.
Lebenspartnerschaft
Eine Lebenspartnerschaft bezeichnet eine dauerhafte partnerschaftliche Beziehung zwischen zwei Personen. Sie kann rein privat organisiert sein, häufig beinhaltet sie jedoch ein gemeinsames Zusammenleben und gegenseitige Unterstützung im Alltag. In vielen Fällen bestehen dabei auch rechtliche oder finanzielle Verflechtungen, etwa durch gemeinsame Haushaltsführung oder gegenseitige Sorgepflichten.
Strabismus
Strabismus (Schielen)
Strabismus ist eine Fehlstellung der Augenachsen, bei der die Blickrichtung der beiden Augen nicht parallel verläuft. Dadurch kann die räumliche Wahrnehmung gestört sein und es droht die Entwicklung einer Schwachsichtigkeit (Amblyopie), wenn eine Seite dauerhaft unterdrückt wird. Ursachen sind vielfältig und reichen von angeborenen muskulären Anomalien über unterschiedliche Brechungsfehler bis hin zu neurologischen Störungen. Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Alter des Patienten und umfasst nichtoperative Maßnahmen wie Brillenkorrektur und Okklusionstherapie sowie gegebenenfalls operative Eingriffe an den Augenmuskeln.
Larynxkarzinom
Larynxkarzinom (Kehlkopfkarzinom)
Ein Larynxkarzinom ist ein maligner Tumor des Kehlkopfes, häufig vom Plattenepitheltyp. Klinische Hinweise können anhaltende Heiserkeit, Schluckbeschwerden, kronischer Husten, Schmerzen im Halsbereich, Gewichtsverlust und bei fortgeschrittener Erkrankung Atemnot sein. Die Therapie besteht je nach Stadium aus operativen Eingriffen, Strahlentherapie, Chemotherapie und gelegentlich immunmodulierenden Verfahren. Die Prognose hängt wesentlich vom Tumorstadium ab. Bei ausgeprägter Tumorausdehnung oder nach bestimmten Operationen kann ein Tracheostoma erforderlich sein; Betroffene atmen in diesem Fall über die Luftröhrenöffnung.
Tracheostoma
Ein Tracheostoma ist eine chirurgisch erzeugte Öffnung in der vorderen Halsregion, die den luftleitenden Weg zur Luftröhre eröffnet.
Indikationen:
Es wird angelegt, wenn die normale Atemwegspassage nicht ausreicht oder langfristig gesichert werden muss, etwa nach Eingriffen im Halsbereich, bei anhaltender Atemwegsverlegung oder nach langdauernder Intubation.
Wichtige Aspekte der Versorgung:
Die Pflege umfasst regelmäßige Reinigung der Stomaöffnung, Sicherung der Kanüle und Überwachung auf Sekretprobleme, Infektionen oder Luftwegsobstruktionen. Mögliche Komplikationen sind Stenosen, Infektionen, Blutungen oder Dislokation der Kanüle; bei Verdacht auf Komplikationen ist eine fachärztliche Abklärung erforderlich.
Adipositas
Definition:
Adipositas bezeichnet ein dauerhaft erhöhtes Körperfett und wird in der Regel mit einem Body‑Mass‑Index (BMI) von 30 oder höher definiert.
Folgen und Risiken:
Übermäßiges Körpergewicht erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Typ‑2‑Diabetes sowie mechanische Probleme der Gelenke und weitere Begleiterkrankungen.
Therapieprinzipien:
Die Behandlung verfolgt Änderungen des Lebensstils (Ernährungsanpassung, körperliche Aktivität) und kann bei geeigneten Patienten durch medikamentöse Verfahren oder operative Eingriffe ergänzt werden; Therapieplanung sollte individualisiert und interdisziplinär erfolgen.
Milzruptur
Klinische Einordnung:
Eine Milzruptur ist ein Riss der Milz, der zu inneren Blutungen führen kann. Man unterscheidet akute, unmittelbar nach einem Trauma auftretende Risse von verzögerten Einblutungen, bei denen die Verschlechterung erst Stunden bis Tage nach dem Ereignis eintritt.
Ursachen und typische Symptome:
Häufige Ursache sind stumpfe Bauchtraumata wie Stürze oder Verkehrsunfälle. Klinische Warnzeichen sind Schmerzen im linken Oberbauch, strahlennder Schulterschmerz links (Kehr‑Zeichen), Blässe und Zeichen eines Volumenmangels bis hin zum Schock.
Diagnostik und Therapie:
Die Abklärung erfolgt klinisch und durch bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall/FAST, CT). Bei hämodynamischer Stabilität kann konservatives Management mit Beobachtung infrage kommen; bei anhaltender Blutung oder Kreislaufinstabilität ist eine operative Versorgung bis zur Splenektomie erforderlich.
Wirbelsäule
Aufbau und Funktion:
Die Wirbelsäule ist die knöcherne Achse des Rumpfes und schützt das Rückenmark. Sie besteht aus den Hals-, Brust‑ und Lendenwirbeln, dem Kreuzbein (Sakrum) und dem Steißbein.
Anatomische Gliederung und Bedeutung:
In der Regel setzt sie sich aus 7 Hals‑, 12 Brust‑ und 5 Lendenwirbeln zusammen; Sakrum und Steißbein folgen kaudal. Die Wirbelsäule trägt Lasten, ermöglicht Bewegungen des Rumpfes und dient als Ansatzpunkt für Bänder und Muskeln.
Klinischer Bezug:
Bei Traumapatienten sollte eine mögliche Verletzung der Wirbelsäule ausgeschlossen werden, da Schäden am knöchernen Kanal oder am Rückenmark ernsthafte neurologische Folgen haben können.
Hypovolämie
Hypovolämie – Definition und klinische Bedeutung
Hypovolämie bezeichnet einen verminderten zirkulierenden Blut- bzw. Plasmavolumen, das zu einer eingeschränkten Organperfusion führen kann. Häufige Ursachen sind akuter Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen oder Durchfall, Medikamenteneinfluss (z. B. Diuretika) und vor allem Blutverluste bei Verletzungen.
Klinische Zeichen und Bedeutung im Trauma
Typische Befunde sind Tachykardie, Blutdruckabfall bis hin zur Orthostase, reduzierte Harnproduktion und zunehmende Zeichen der Minderdurchblutung. Bei Verdacht auf eine Milzruptur ist hämorrhagische Hypovolämie eine mögliche Erklärung der Symptome.
Relevante Maßnahmen (Kurzüberblick)
Im Notfallkontext stehen die Sicherung von Atemweg, Atmung und Kreislauf im Vordergrund. Zur Stabilisierung werden in der Regel großlumige intravenöse Zugänge etabliert, das intravaskuläre Volumen ausgeglichen und Blutgruppe sowie Rhesusfaktor bestimmt mit Bereitstellung von Blutkonserven für eine mögliche Transfusion.
orthostatische Hypotonie
Orthostatische Hypotonie – Begriff und Ursachen
Orthostatische Hypotonie bezeichnet einen signifikanten Blutdruckabfall beim Wechsel in die aufrechte Körperlage, was Schwindel, Schwächegefühle oder Synkopen auslösen kann. Pathophysiologisch liegt meist ein unzureichendes rasches Vasokonstriktions- und Tachykardieresponse vor.
Ursachen und klinische Relevanz
Auslöser sind unter anderem Volumenmangel (Dehydration, Blutverlust), bestimmte Medikamente, kardiovaskuläre Erkrankungen oder Störungen des autonomen Nervensystems. Im Rahmen eines Traumas kann ein orthostatisches Muster ein Hinweis auf einen relevanten Volumenmangel sein, ist aber situationsabhängig zu bewerten.
Zwei großlumige
Oberarmvene (z.B. Vena brachialis) oder in der Vena femoralis (Leiste)
Flüssigkeitshaushalt
Flüssigkeitshaushalt – Bedeutung und Beispiele für Infusionslösungen
Der Flüssigkeitshaushalt beschreibt das Gleichgewicht von Wasser und Elektrolyten im Körper sowie deren Verteilung zwischen den Kompartimenten. Eine Störung dieses Gleichgewichts kann die Gewebeperfusion und die Organfunktion beeinträchtigen.
Blutgruppe und Rhesusfaktor
Blutgruppe und Rhesusfaktor
Die Blutgruppe beschreibt die Zuordnung des Blutes nach Antigenmustern auf den Erythrozytenoberflächen, vornehmlich im AB0-System (A, B, AB, 0). Der Rhesusfaktor bezieht sich vor allem auf das D‑Antigen und wird als Rh‑positiv oder Rh‑negativ angegeben. Beide Angaben sind entscheidend für die Verträglichkeit bei Bluttransfusionen und für die Beurteilung von Risiko-Konstellationen wie der hämolytischen Erkrankung des Neugeborenen.
In Notfallsituationen, etwa bei traumatischen Blutungen, ist die rasche Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor wichtig, um benötigte Blutprodukte korrekt zuzuordnen oder sofort kompatible Spenderprodukte zu reservieren.
Blutkonserven
Blutkonserven
Blutkonserven sind aus Spenderblut hergestellte, für die klinische Anwendung aufgearbeitete Blutprodukte. Übliche Aufteilungen sind Erythrozytenkonzentrate zur Behandlung signifikanter Anämie oder Blutverluste, Plasmazubereitungen für Gerinnungsstörungen und Thrombozytenkonzentrate bei relevanter Thrombozytopenie.
Bei akuten Blutverlusten oder geplanter Transfusion werden Blutkonserven anhand von Blutgruppen- und Verträglichkeitsprüfungen ausgewählt und gegebenenfalls vorrätig gehalten.
Transfusion
Transfusion
Eine Bluttransfusion umfasst die Verabreichung von aufbereiteten Blutprodukten zur Behandlung von Blutverlusten, schwerer Anämie oder Gerinnungsstörungen. Vor jeder Transfusion sind Zweck und mögliche Nebenwirkungen mit der Patientin bzw. dem Patienten zu besprechen und die Einwilligung einzuholen.
Vorbereitung und Durchführung beinhalten die Blutgruppenermittlung und Verträglichkeitsprüfung, die Überprüfung des Transfusionsprodukts, das Erfassen von Ausgangsvitalwerten sowie eine kontinuierliche Überwachung während und nach der Gabe, um frühzeitig mögliche Komplikationen zu erkennen.
Peritonealreizung
Peritonealreizung
Peritonealreizung bezeichnet eine schmerzhafte Reizung oder Entzündung des Bauchfells. Ursachen können lokale Entzündungsprozesse, perforierende Erkrankungen oder traumatische Verletzungen sein.
Klinisch äußert sich dies häufig durch lokalisierte Druckschmerzhaftigkeit, Abwehrspannung oder peritonitische Zeichen wie Loslassschmerz; Begleitsymptome können Übelkeit, Erbrechen oder Fieber sein. Bei Perkussion und Untersuchung kann das Auffinden eines gedämpften Klopfschalls auf freie Flüssigkeit im Abdomen hindeuten. Peritonealzeichen erfordern in der Regel zügige weiterführende Diagnostik und Therapieplanung.
Perkussion
Perkussion
Technik: Durch wiederholtes, gezieltes Beklopfen einer Körperstelle mit dem Finger eines Hands wird ein Schallereignis erzeugt. Üblicherweise dient ein aufgesetzter Finger als Auflage (Pleximeter), der mit einem anderen Finger oder speziellen Instrumenten beklopft wird.
Befundinterpretation: Die entstehenden Klopfschallqualitäten reichen von tympanitisch bis gedämpft. Ein dumpfer oder gedämpfter Klopfschall deutet darauf hin, dass sich unter der Oberfläche dichteres Gewebe oder Flüssigkeit befindet; ein tympanitischer Klang spricht eher für luftgefüllte Räume.
Einschränkungen: Die Aussagekraft hängt von Lokalisation, Patientenbau, Muskeltonus und Untersuchungstechnik ab. Ergebnisse sollten stets im klinischen Zusammenhang mit Palpation und Auskultation bewertet werden.
Puls
Puls
Definition und Ziel: Der Puls beschreibt die tastbare Druckwelle in Arterien infolge des Herzschlags. Er wird zur Beurteilung von Durchblutung und Herz-Kreislauf-Funktion genutzt.
Palpationsstellen: Häufige Stellen zur Tastung sind unter anderem die Arteria radialis am Handgelenk und die Arteria dorsalis pedis am Fußrücken.
Untersuchungsaspekte: Erfasst werden Schlagfrequenz, Rhythmus, Kraft (Amplitude) und Seitenvergleich. Fehlender oder stark abgeschwächter Puls am distalen Punkt kann auf eine arterielle Minderdurchblutung hinweisen und erfordert weitere Abklärung.
Kapillarfüllungszeit
Kapillarfüllungszeit
Messung: Nach kurzzeitigem Ausüben von Druck auf ein Nagelbett bis zur Entfärbung wird die Zeit gemessen, bis die normale Farbe zurückkehrt. Die Messung erfolgt unmittelbar nach Freigabe des Drucks.
Interpretation und Einflussfaktoren: Eine rasche Rückkehr der Blutfüllung spricht für ausreichende periphere Perfusion; eine verzögerte Rückkehr kann auf eine Minderdurchblutung hindeuten. Messwerte werden jedoch durch Umgebungs- und Patienteneigenschaften wie Temperatur, Durchblutungssituation, Alter und Messmethode beeinflusst und sind daher nicht immer spezifisch.
Blutbild
Blutbild
Bestandteile und Zweck: Das Blutbild umfasst Parameter wie Hämoglobin, Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten und dient der Orientierungsdiagnostik bei Blutverlust, Infektionen, Anämien oder Gerinnungsstörungen.
Bedeutung einzelner Parameter: Hämoglobin spiegelt die Sauerstofftransportkapazität und kann bei relevanten Verlusten oder chronischen Erkrankungen erniedrigt sein. Eine erhöhte Leukozytenzahl deutet auf eine Reaktion des Immunsystems hin, beispielsweise bei Infektionen oder Entzündungen, ist aber nicht spezifisch.
Einschränkung: Abweichungen im Blutbild sind Hinweise, aber keine eindeutigen Beweise für eine einzelne Diagnose; Befunde sind immer im klinischen Gesamtbild zu interpretieren.
Blutgasanalysen
Blutgasanalysen
Zweck: Beurteilung der Atemfunktion, des Säure-Basen-Haushalts und der Oxygenierung sowie ergänzend Hinweise auf die Gewebeperfusion.
Gemessene Parameter: Typischerweise werden pH, pCO2, pO2, Bicarbonat (HCO3-) und die Sauerstoffsättigung erfasst; in vielen Situationen wird zusätzlich das Laktat bestimmt, um aufgestaute anaerobe Stoffwechsellage bzw. Hypoperfusion zu erkennen.
Bedeutung: Die Kombination der Werte erlaubt die Unterscheidung respiratorischer und metabolischer Störungen des Säure-Basen-Haushalts sowie die Abschätzung von Oxygenierungs- und Ventilationsproblemen im Rahmen der initialen Diagnostik.
Kreatinin
Kreatinin
Bedeutung: Kreatinin ist ein laborchemischer Parameter, der als grober Indikator für die Nierenfunktion und die glomeruläre Filtrationsleistung verwendet wird.
Klinische Interpretation: Erhöhte Kreatininwerte deuten auf eine Einschränkung der Nierenfunktion hin, können sowohl bei akuten als auch chronischen Nierenschäden auftreten und entstehen unter anderem durch beeinträchtigte Nierendurchblutung (z. B. Hypovolämie oder Schock) sowie durch strukturelle Nierenerkrankungen.
Einsatz im Kontext: Im Rahmen der Erstdiagnostik dient Kreatinin zur Abschätzung der Nierenfunktion vor weiteren diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen.
β-hCG
β-hCG
Zweck: Der Nachweis von β-hCG dient primär dem Ausschluss oder dem Nachweis einer Schwangerschaft.
Anwendung in der Erstdiagnostik: Bei Frauen im gebärfähigen Alter wird β-hCG routinemäßig bestimmt, um eine Schwangerschaft vor weiteren Untersuchungen oder Behandlungsmaßnahmen auszuschließen.
Hinweis: Ein positiver Nachweis erfordert weitere Abklärung entsprechend der klinischen Situation.
Patient/ inAnrede: Herr/Frau Oberarzt/Oberärztin ……….., Hiermit möchte ich Ihnen die Patientin Wally Geier vorstellen. | Datum12/06/2025 |
| Alter 27 Jahre | Gewicht 71 kg | Größe 165 cm |
Allergien (Stichwörter)
Amoxicillin (Urtikaria), Laktoseintoleranz (Meteorismus, Diarrhöe)
Genussmittel / Drogen (Stichwörter)
Nichtraucherin seit 4 Jahren, zuvor 5 Packungsjahre
Gelegentlich 1–2 Gläser Sekt
Drogenkonsum verneint
Sozialanamnese (Stichwörter)
Schaffnerin bei der Deutschen Bahn
Schwimmt regelmäßig (2–3x pro Woche)
Geschieden, lebt in Lebenspartnerschaft mit Freund und Tochter (Strabismus, Brillenträgerin)
Keine Haustiere, keine Reisen kürzlich
Familienanamnese (Stichwörter)
Vater: Larynxkarzinom, Tracheostoma
Mutter: Adipositas (107 kg), Hüft-TEPs wegen Arthrose
Medikamente (Stichwörter)
Aspirin 300 mg + Koffeinpräparat
Linola-Fettsalbe
Lidocain-haltige Salbe
Anamnese (Vollsätze)
Die Patientin stellte sich notfallmäßig aufgrund seit dem Morgen bestehender, zunehmender, dumpf-drückender Oberbauchschmerzen links mit Ausstrahlung in die linke Schulter nach Fahrradunfall vor. Direkt nach dem Unfall hat sie zunächst Schmerzen (VAS 4/10) angegeben, die nach etwa zwei Stunden nachließen. Seit dem Aufwachen bestehen jedoch starke Schmerzen (VAS 8/10). Begleitend berichtete sie über Hämaturie, Tachykardie, Schwindel sowie ein etwa 5 cm großes Hämatom unterhalb der linken Rippen. Sie äußerte, zudem habe der Bauchumfang zugenommen.
Verneint wurden Kopfverletzung, Bewusstseinsverlust, Amnesie, Dyspnoe, Nausea, Emesis, Haut- oder Schleimhautverletzungen, vaginale Blutungen, Bewegungseinschränkungen, Sensibilitätsstörungen, Malpositionen, Frakturen sowie Fieber.
Zum Unfallhergang gab die Patientin an, sie sei gegen 21 Uhr auf dem Heimweg von der Arbeit mit einem Hydranten kollidiert, nachdem sie während der Fahrt auf WhatsApp geschaut habe. Dabei sei sie mit dem linken Oberkörper gegen den Hydranten gestoßen; einen Helm habe sie getragen.
Die letzte Nahrungsaufnahme sei am Vorabend um 20 Uhr gewesen.
Sie kam in Begleitung ihres Partners.
Die vegetative Anamnese ist bis auf Insomnie (Ein- und Durchschlafstörungen aufgrund eines juckenden Ekzems), chronische Obstipation und eine vegane Ernährung unauffällig gewesen.
An Vorerkrankungen sind bei ihr bekannt:
Hämorrhoiden Grad II seit einem Jahr
Neurodermitis seit 5 Jahren mit Kopfhautpruritus, der sich durch emotionalen Stress und heißes Duschen verschlechtere
sowie Migräne mit durchschnittlich einer Attacke alle zwei Monate seit ebenfalls 3 Jahren.
An Voroperationen ist vor drei Jahren eine osteosynthetische Versorgung des rechten oberen Sprunggelenks nach einem Skateboardunfall erfolgt, einschließlich Nahtversorgung einer Platzwunde an der Stirn. Die Implantate sind nach Angaben der Patientin ein Jahr später entfernt worden.
Gynäkologisch gab sie an, sie habe vor drei Jahren eine Spontangeburt gehabt. Die letzte Regelblutung sei vor etwa zwei Wochen aufgetreten. Der letzte Frauenarztbesuch sei vor sechs Monaten erfolgt und unauffällig gewesen.
Verdachtsdiagnose – Differentialdiagnose (Vollsätze)
Die klinische Symptomatik und der Unfallmechanismus sprechen für ein stumpfes Bauchtrauma mit Verdacht auf zweiseitige Milzruptur. Differenzialdiagnostisch sind zudem Verletzungen anderer intraabdomineller Organe (z. B. Pankreasruptur, Harnblasenruptur), der Bauchwand, des Uterus oder angrenzender Strukturen zu erwägen.
Weiterhin sind Rippenfrakturen sowie eine Beteiligung der Wirbelsäule differenzialdiagnostisch auszuschließen.
Weiteres Vorgehen – Therapie (Vollsätze)
Im Mittelpunkt steht die Sicherstellung des ABC-Schemas.
Es erfolgt eine bildgebende und laborchemische Diagnostik, einschließlich Blutbild, Blutgruppenbestimmung sowie Rhesusfaktor. Zusätzlich werden eine Sonographie und eine abdominelle CT durchgeführt, um eine mögliche Milzverletzung zu beurteilen und weitere intraabdominelle Organbeteiligungen auszuschließen.
Die Patientin wird stationär aufgenommen und unter engmaschiger klinischer Überwachung geführt.
Ein chirurgisches Konsil muss dringend eingeholt werden.
Unterschrift
Vorname Nachname
Mit freundlichen Grüßen
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ARZT: Guten Tag,
Mein Name ist Doktor Bradl.
Ich bin heute als Assistenzarzt auf der Station tätig.
Ich würde gerne ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen.
Falls Sie etwas nicht richtig verstanden haben oder Fragen haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
Zunächst benötige ich einige persönliche Informationen, danach können wir fortfahren.
Wie heißen Sie?
PATIENTIN: Ich heiße Wally Geier.
ARZT: Könnten Sie bitte Ihren Vornamen und Nachnamen langsam buchstabieren?
PATIENTIN: Natürlich,
mein Vorname: W, A, L, L, Y
und mein Nachname: G, E, I, E, R
ARZT: Wie alt sind Sie, Frau Geier?
PATIENTIN: Ich bin 27 Jahre alt.
ARZT: Wann genau sind Sie geboren?
PATIENTIN: Ich habe am fünften Dezember 1998 Geburtstag.
ARZT: Wie groß sind Sie?
PATIENTIN: Ich bin eins fünfundsechzig groß.
ARZT: Wie viel wiegen Sie?
PATIENTIN: Ich wiege ungefähr 71 Kilogramm.
ARZT: Wie heißt Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihre Hausärztin?
PATIENTIN: Meine Hausärztin heißt Doktor Karla Scholz.
ARZT: Was führt Sie heute zu uns?
PATIENTIN: Ich bin mit dem Fahrrad hingefallen und jetzt tut mir der Bauch richtig weh.
ARZT: Wie haben sich die Schmerzen im Verlauf entwickelt?
PATIENTIN: Direkt nach dem Unfall hatte ich Schmerzen, die aber nach etwa zwei Stunden nachgelassen haben.
Danach konnte ich schlafen gehen.
Am Morgen bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass die Schmerzen deutlich stärker geworden sind.
ARZT: Wo genau tut es weh?
PATIENTIN: Im linken Oberbauch, direkt unter dem Rippenbogen.
ARZT: Wie würden Sie die Schmerzen beschreiben?
PATIENTIN: Es ist ein dumpfer, drückender Schmerz im linken Oberbauch.
Manchmal fühlt er sich auch stechend an, besonders bei Bewegung oder tiefem Einatmen.
ARZT: Meinen Sie, dass der Schmerz bei bestimmten Bewegungen stärker wird?
Bei welchen genau?
PATIENTIN: Ja, der Schmerz wird stärker, wenn ich mich bücke oder tief einatme.
ARZT: Strahlen die Schmerzen irgendwohin aus?
PATIENTIN: Die Schmerzen ziehen manchmal bis in die linke Schulter.
ARZT: Wie würden Sie die Intensität Ihrer Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten, wobei 1 für leichte und 10 für unerträgliche Schmerzen steht?
PATIENTIN: Am Anfang waren die Schmerzen eher mild, vielleicht bei 3 oder 4 – aber jetzt würde ich sie mit 8 von 10 bewerten.
ARZT: Haben Sie Atemnot oder ein Engegefühl in der Brust?
PATIENTIN: Nein, da habe ich keine Beschwerden.
ARZT: Ist Ihnen etwas an der Stimme aufgefallen?
Oder haben Sie ein pfeifendes Atemgeräusch bemerkt?
PATIENTIN: Nein, meine Stimme ist wie immer, und beim Atmen höre ich auch kein Pfeifen.
ARZT: Wird Ihnen schwarz vor Augen?
PATIENTIN: Ja, Besonders wenn ich aufstehe, wird mir kurz schwarz vor Augen.
ARZT: Ist Ihnen sonst noch etwas aufgefallen?
PATIENTIN: Ich habe heute früh Blut im Urin gesehen.
Und mein Herz klopft schneller als sonst – ich merke das richtig.
ARZT: Wie sah das Blut aus – dunkel, hell oder als Gerinnsel?
PATIENTIN: Das Blut war vor allem hellrot und flüssig, ich konnte keine größeren Gerinnsel entdecken.
ARZT: Frau Geier, Ihre Beschwerden deuten auf einen möglichen medizinischen Notfall hin.
Wir müssen Sie daher umgehend hier behalten und weitere Untersuchungen durchführen – darunter die Kontrolle der Vitalzeichen sowie eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs.
Bitte machen Sie sich keine Sorgen – wir kümmern uns jetzt um alles und leiten die nötigen Schritte ein.
PATIENTIN: Vielen Dank Herr Doktor.
ARZT: Könnten Sie mir den Unfall bitte etwas genauer beschreiben?
PATIENTIN: Ich war gestern Nacht mit dem Fahrrad unterwegs.
Kurz vor dem Sturz war ich abgelenkt und habe ein Hindernis zu spät bemerkt. Ich bin dagegen gefahren und gestürzt.
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ARZT: Um wie viel Uhr war der Unfall genau?
PATIENTIN: So ungefähr um 21 Uhr.
ARZT: Wo genau ist der Unfall passiert?
PATIENTIN: Am Plärrer, in der Nähe der Kreuzung.
ARZT: Wohin waren Sie unterwegs?
PATIENTIN: Ich war auf dem Weg von der Arbeit am Bahnhof nach Hause.
ARZT: Was machen Sie beruflich?
PATIENTIN: Ich arbeite als Schaffnerin bei der Deutschen Bahn.
ARZT: Hatten Sie einen Helm und Schutzkleidung getragen?
PATIENTIN: Nur einen Helm, sonst nichts.
ARZT: In welche Richtung sind Sie gefallen?
Nach vorne, nach hinten, nach rechts oder nach links?
PATIENTIN: Ich bin auf die linke Seite gestürzt.
ARZT: Mit welcher Körperregion sind Sie dabei gestoßen?
PATIENTIN: Mit der linken Brust- und Bauchseite.
ARZT: Haben Sie sich beim Sturz mit der Hand abgestützt?
PATIENTIN: Nein, ich konnte mich nicht abstützen.
ARZT: Haben Sie sich am Kopf verletzt?
PATIENTIN: Nein, ich habe mir den Kopf nicht verletzt.
ARZT: Erinnern Sie sich an alles während des Unfalls?
PATIENTIN: Ja, an alles.
ARZT: Haben Sie das Bewusstsein verloren?
PATIENTIN: Nein, ich war die ganze Zeit bei Bewusstsein.
ARZT: Haben Sie am Unfallort keinen Notdienst oder die Polizei gerufen?
PATIENTIN: Nein, ich habe niemanden angerufen.
ARZT: Haben Sie Wunden oder Haarausfall am Kopf?
PATIENTIN: Nein, da ist nichts.
ARZT: Haben Sie Sehprobleme wie Doppelbilder oder verschwommenes Sehen?
PATIENTIN: Nein, ich sehe normal.
ARZT: Haben Sie Nasenbluten?
PATIENTIN: Nein, ich habe kein Nasenbluten.
ARZT: Sind Ihre Zähne intakt?
PATIENTIN: Ja, ich habe keine Zahnverletzungen.
ARZT: Haben Sie Husten oder atmen Sie schneller oder langsamer als sonst?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine Atemprobleme.
ARZT: Wann haben Sie zuletzt etwas verzehrt?
PATIENTIN: Gestern gegen 20 Uhr habe ich eine Pizza gegessen.
Danach habe ich lediglich Wasser getrunken.
ARZT: Haben Sie Übelkeit oder sich erbrochen?
PATIENTIN: Nein, bisher keine Übelkeit und kein Erbrechen.
ARZT: Haben Sie Beschwerden beim Stuhlgang, zum Beispiel Schmerzen oder Blut?
PATIENTIN: Etwas Neues habe ich nicht bemerkt, aber ich leide seit einem Jahr an Hämorrhoiden.
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ARZT: Sind sie ständig da oder kommen und gehen sie?
PATIENTIN: Sie sind nicht immer da – sie treten nur manchmal auf, vor allem wenn ich stark pressen muss oder Verstopfung habe.
Dann bemerke ich sie, und manchmal jucken sie.
ARZT: Haben Sie seit dem Unfall irgendwelche Blutungen aus der Scheide bemerkt?
PATIENTIN: Nein, solche Blutungen habe ich seit dem Unfall nicht festgestellt.
ARZT: Haben Sie Schürfwunden oder Platzwunden bemerkt?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine sichtbaren Hautverletzungen.
ARZT: Sind Ihnen blaue Flecken oder Blutergüsse aufgefallen?
PATIENTIN: Ja, auf der linken Seite unterhalb der Rippen ist ein Bluterguss entstanden.
Ich habe ihn nach dem Sturz bemerkt – er ist druckempfindlich.
ARZT: Wie groß ist er?
PATIENTIN: Ungefähr fünf Zentimeter im Durchmesser.
ARZT: Haben Sie Schwellungen?
PATIENTIN: Ja, ich habe bemerkt, dass mein Bauch dicker geworden ist.
Meine Hose sitzt auch etwas enger als sonst.
ARZT: Bestehen Bewegungseinschränkungen?
In welchen Bewegungsrichtungen treten diese auf?
PATIENTIN: Nein, ich kann mich normal bewegen, allerdings verstärken sich die Schmerzen bei Bewegung.
ARZT: Haben Sie Nackenschmerzen?
Können Sie den Kopf problemlos in verschiedene Richtungen bewegen?
PATIENTIN: Nein, keine Schmerzen – ich kann den Kopf ohne Probleme bewegen.
ARZT: Haben Sie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche bemerkt?
PATIENTIN: Nein, nichts dergleichen.
ARZT: Ist Ihnen irgendeine Schiefstellung, Verrenkung oder ein Bruch aufgefallen?
PATIENTIN: Nein, da habe ich nichts bemerkt.
ARZT: Sind Sie in der Lage zu stehen und zu gehen?
PATIENTIN: Ja, das ist problemlos möglich.
ARZT: Haben Sie so ein Klicken oder Knirschen gespürt, zum Beispiel beim Bewegen?
PATIENTIN: Nein, da habe ich nichts gemerkt.
ARZT: Haben Sie eine Begleitperson mitgebracht?
PATIENTIN: Ja, mein Lebensgefährte hat mich mit dem Auto begleitet.
ARZT: Haben Sie Fieber, Nachtschweiß, Schüttelfrost oder Schweißausbrüche?
PATIENTIN: Nichts
ARZT: Wie ist Ihr Appetit?
PATIENTIN: Ganz normal
ARZT: Ernähren Sie sich vegan, vegetarisch oder mit Mischkost?
PATIENTIN: Ich ernähre mich vegan. Direkt nach der Geburt meiner Tochter habe ich beschlossen, meine Ernährung umzustellen und keine tierischen Produkte mehr zu essen. Das war eine spontane Entscheidung, aber heute bin ich sehr froh darüber, weil es mir damit richtig gut geht.
ARZT: Super. Haben Sie in letzter Zeit ungewollt abgenommen oder zugenommen?
PATIENTIN: Nein, mein Gewicht ist gleich geblieben.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen?
PATIENTIN: Nicht immer, aber ich leide seit etwa 5 Jahren an einem Ekzem.
Wenn sich die Erkrankung verschlimmert, bekomme ich starken Juckreiz am Kopf – und dann kann ich schlecht einschlafen oder wache nachts immer wieder auf.
ARZT: In welchen Situationen verschlimmert sich Ihr Ekzem?
PATIENTIN: Bei emotionalem Stress und wenn ich zu heiß dusche.
ARZT: Haben Sie denn schon etwas dagegen unternommen?
PATIENTIN: Ja, ich habe es mit einer Fettsalbe behandelt – das hilft meistens ganz gut gegen den Juckreiz.
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ARZT: Wissen Sie noch, wie die Salbe heißt?
PATIENTIN: Ich habe Linola-Fettsalbe benutzt – die hilft meistens ganz gut.
ARZT: Haben Sie vielleicht auch Asthma oder Heuschnupfen?
PATIENTIN: Nein, so etwas habe ich nicht.
ARZT: Hatten Sie in letzter Zeit Probleme beim Wasserlassen?
PATIENTIN: Nein, nichts Besonderes.
ARZT: Leiden Sie an chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit?
PATIENTIN: Das sind keine normalen Kopfschmerzen, sondern richtig starke, hämmernde Schmerzen, meistens nur auf einer Kopfseite. Sie setzen oft ganz plötzlich ein und dauern dann mehrere Stunden, manchmal sogar bis zu zwei Tage. Währenddessen reagiere ich extrem empfindlich auf Licht und Geräusche, mir wird übel und manchmal muss ich mich sogar übergeben.
ARZT: Seit wann leiden Sie darunter?
PATIENTIN: Ich habe das schon seit 3 Jahren.
ARZT: Wie oft haben Sie Kopfschmerzen?
PATIENTIN: Im Durchschnitt bekomme ich alle zwei Monate eine Attacke.
ARZT: Kennen Sie bestimmte Auslöser dafür?
PATIENTIN: Die Kopfschmerzen bekomme ich besonders während der Periode und wenn ich gestresst bin.
ARZT: Welche Behandlungen wurden bereits durchgeführt?
PATIENTIN: Ich nehme ein Mittel mit Aspirin und Koffein – das hilft meistens gut.
ARZT: In welcher Dosierung nehmen Sie das Medikament?
PATIENTIN: 300 Milligramm Aspirin.
ARZT: Bitte beachten Sie, dass Schmerzmittel bei Migräne nicht unkontrolliert eingenommen werden sollten.
Ein übermäßiger Gebrauch kann zur Zunahme von Häufigkeit, Dauer oder Intensität der Anfälle führen. Wenn die Schmerzen Ihren Alltag stark beeinträchtigen, gibt es auch Möglichkeiten zur Vorbeugung, über die wir gemeinsam sprechen können.
PATIENTIN: Vielen Dank für ihren Hinweis.
ARZT: Haben Sie sich einer Operation oder einem medizinischen Verfahren unterzogen?
PATIENTIN: Ja, vor 2 Jahren wurde ich am rechten oberen Sprunggelenk operiert – nach einem Skateboardunfall.
Dabei wurden Schrauben und Platten eingesetzt.
Zusätzlich musste eine Platzwunde an der Stirn genäht werden.
ARZT: Wann wurden die Schrauben und Platten entfernt?
PATIENTIN: Etwa ein Jahr später wurden die Implantate entfernt.
ARZT: Ist die Operation komplikationslos verlaufen?
PATIENTIN: Ja, der Eingriff verlief ohne Probleme.
ARZT: Haben Sie aktuell noch Beschwerden oder Probleme?
PATIENTIN: Nein, ich habe derzeit keine Probleme.
ARZT: Haben Sie spontan entbunden oder wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt?
PATIENTIN: Es war eine natürliche Geburt.
ARZT: Wann war die Entbindung?
PATIENTIN: Das ist jetzt etwa 4 Jahre her.
ARZT: Hatten Sie während der Schwangerschaft irgendwelche Probleme?
PATIENTIN: Nein, es gab keine Probleme.
ARZT: Bekommen Sie Ihre Regelblutung zurzeit regelmäßig?
PATIENTIN: Ja, es ist alles in Ordnung.
ARZT: Wann hatten Sie das letzte Mal Ihre Periode?
PATIENTIN: Vor etwa zwei Wochen.
ARZT: Haben Sie bekannte Probleme im Bereich der Frauengesundheit?
Zum Beispiel sehr starke Schmerzen oder ungewöhnlich starke Blutungen?
PATIENTIN: Nein, nichts Besonderes.
ARZT: Wann haben Sie zuletzt einen Frauenarzt aufgesucht?
PATIENTIN: Vor sechs Monaten war ich beim Frauenarzt, es wurden keine auffälligen Befunde festgestellt.
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ARZT: Nehmen Sie derzeit noch andere Medikamente, zum Beispiel die Antibabypille oder etwas zur Behandlung von Hämorrhoiden?
PATIENTIN: Ja, ich benutze eine Lidocain-haltige Salbe gegen Hämorrhoiden.
ARZT: Haben Sie ein Rezept für Ihre Medikamente?
PATIENTIN: Ja, habe ich.
ARZT: Sind Sie vollständig geimpft, also haben Sie alle Impfungen seit Ihrer Kindheit erhalten?
PATIENTIN: Da mein Vater ebenfalls Ihr Kollege ist, würde ich es bejahen.
ARZT: Haben Sie bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten, zum Beispiel gegen Lebensmittel, Medikamente, Tiere oder andere Substanzen?
PATIENTIN: Ja, ich habe eine Allergie gegen Amoxicillin und vertrage Milchzucker nicht.
ARZT: Wie äußern sich denn bei Ihnen die Allergie und die Unverträglichkeit?
PATIENTIN: Wenn ich Amoxicillin nehme, kriege ich überall Hautausschlag und es juckt stark.
Bei Milchzucker bekomme ich oft Blähungen und Durchfall.
ARZT: Warum haben Sie Amoxicillin eingenommen und in welcher Dosierung?
PATIENTIN: Vor einem Jahr hatte ich eine Mandelentzündung, und mein Hausarzt hat mir Amoxicillin 500 Milligramm verschrieben.
ARZT: Welches Antibiotikum haben Sie anschließend eingenommen?
PATIENTIN: Anschließend habe ich Azithromycin eingenommen – das habe ich gut vertragen.
ARZT: Rauchen Sie?
Wie viele Zigaretten rauchen Sie täglich und seit wann?
PATIENTIN: Ich rauche nicht mehr, ich habe vor der Schwangerschaft aufgehört.
ARZT: Es ist großartig, dass Sie sich entschieden haben, mit dem Rauchen aufzuhören.
Wie viele Zigaretten haben Sie täglich geraucht – und über welchen Zeitraum?
PATIENTIN: Ich habe seit meinem neunzehnten Lebensjahr täglich etwa eine Schachtel Zigaretten geraucht.
ARZT: Trinken Sie Alkohol?
Welche Art?
Wie viel?
PATIENTIN: Ja, aber nur selten – vielleicht 1 oder 2 Gläser Sekt ab und zu.
ARZT: Darf ich Sie fragen, ob Sie schon einmal Drogen konsumiert haben?
PATIENTIN: Niemals.
ARZT: Treiben Sie regelmäßig Sport?
Welche Art und wie häufig?
PATIENTIN: Ja, insbesondere Schwimmen – etwa 2 bis 3 Mal pro Woche.
ARZT: Wie ist Ihr Familienstand?
PATIENTIN: Ich habe mich vor zwei Jahren scheiden lassen.
Ich bin jetzt in einer Lebenspartnerschaft.
ARZT: Mit wem wohnen Sie zusammen?
PATIENTIN: Ich wohne mit meinem Partner und meiner Tochter in einer Wohnung.
ARZT: Ist Ihre Tochter gesund?
PATIENTIN: Mir ist aufgefallen, dass Anjas Augen nicht immer in die gleiche Richtung schauen. Wir waren deswegen beim Augenarzt, und der hat gesagt, dass sie schielt. Deshalb trägt sie jetzt eine Brille.
ARZT: Welches Auge ist betroffen?
PATIENTIN: Soweit ich es sehe, betrifft es meistens das linke Auge.
ARZT: Seit wann haben Sie das Schielen bemerkt?
PATIENTIN: Ungefähr seit dem dritten Lebensjahr.
ARZT: Gibt es in Ihrer Familie wichtige Erkrankungen, beispielsweise bei Ihren Eltern, Geschwistern oder anderen nahen Verwandten?
PATIENTIN: Mein Vater hatte vor zwei Jahren Kehlkopfkrebs und hat jetzt so ein Loch im Hals – er atmet darüber.
Meine Mutter ist 62 Jahre alt und stark übergewichtig – sie wiegt etwa 107 Kilo. Der Arzt meinte, das habe mit ihrem Übergewicht und ihrem Alter zu tun, also mit Gelenkverschleiß in den Hüften. Deshalb hat sie vor zwei Jahren beidseitig ein künstliches Hüftgelenk bekommen.
ARZT: Haben Sie Haustiere?
PATIENTIN: Ich habe keine Haustiere.
ARZT: Wir sind mit der Anamnese fertig.
Haben Sie noch Fragen?
PATIENTIN: Kann ich ein Schmerzmittel bekommen und nach Hause gehen?
ARZT: Das ist eine ernsthafte Verletzung, die normalerweise intensive Behandlung und Beobachtung braucht. Schmerzmittel können Ihnen helfen, die Schmerzen zu lindern, aber wegen der möglichen Komplikationen müssen Sie im Krankenhaus bleiben, um sicherzugehen, dass keine weiteren Probleme auftreten. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass Sie nach Hause gehen können, ohne dass wir Sie weiterhin überwachen und behandeln. Außerdem sollten Sie auch eine Kochsalzlösung bekommen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und Ihren Kreislauf zu stabilisieren.
Jetzt werde ich eine körperliche Untersuchung durchführen, um Ihren aktuellen Gesundheitszustand genauer zu beurteilen.
Falls nötig, werden wir weitere diagnostische Maßnahmen wie Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren veranlassen.
Anschließend besprechen wir gemeinsam das weitere Vorgehen und mögliche Behandlungsschritte.


