Im Folgenden sehen Sie CT-Aufnahmen des Abdomens, die etwa fünf Stunden nach einem Trauma angefertigt wurden.
Beurteilen Sie die CT-Aufnahmen ohne weitere klinische Angaben. Beschreiben Sie die erkennbaren Befunde und formulieren Sie Ihre radiologische Beurteilung.
axiale CT-Schnittbilder im Weichteilfenster
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koronare CT-Rekonstruktionen im Weichteilfenster
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Gehen Sie die Bilder von kranial nach kaudal durch. Nutzen Sie axiale, koronare und sagittale Ansichten sowie Weichteil-, Lungen- und Knochenfenster.
Technik und Bildqualität: Vollständigkeit, Artefakte, Kontrastmittelgabe und vorhandene Kontrastmittelphasen prüfen.
Erster Überblick: Freie Flüssigkeit, freie Luft, größere Hämatome und aktiven Kontrastmittelaustritt suchen.
Lungenbasen und Zwerchfell: Pneumothorax, Hämatothorax, Lungenkontusion und Zwerchfellverletzung beachten.
Leber und Milz: Auf Einrisse, intraorganische oder subkapsuläre Hämatome, Perfusionsdefekte und aktive Blutungen achten.
Pankreas, Duodenum und Nebennieren: Einrisse, Hämatome, umgebende Flüssigkeit und retroperitoneale Luft suchen.
Nieren und Harnwege: Parenchymverletzungen, perirenale Hämatome, Perfusionsstörungen und – bei vorhandener Ausscheidungsphase – Urinleckagen prüfen.
Darm und Mesenterium: Freie Luft, Wandverdickung, Wandunterbrechung, verminderte Wandkontrastierung und mesenteriale Hämatome beachten. Freie Flüssigkeit ohne erkennbare Organverletzung ist ein Warnzeichen.
Gefäße und Retroperitoneum: Aktive Blutung, Pseudoaneurysma, Dissektion, Gefäßverschluss und retroperitoneales Hämatom suchen.
Knochen und Weichteile: Wirbelsäule, Rippen und Becken auf Frakturen prüfen; Bauchwand und Muskulatur auf Hämatome untersuchen.
Abschließende Beurteilung: Hauptverletzung mit Lokalisation und Ausmaß nennen, danach Blutung, Begleitverletzungen und Einschränkungen der Untersuchung zusammenfassen.
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