Begrüßung
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun die Patientin Frau Iris Berner vorstellen.
Sie ist 27 Jahre alt, 174 cm groß und wiegt etwa 75 kg. Der Körpermassindex (BMI) beträgt 24,7 (Normalbereich).
Aktuelle Anamnese
Die Patientin stellte sich notfallmäßig aufgrund seit etwa zwei Stunden bestehender, progredienter, dumpfer und stechender Cephalgie sowie Schmerzen im rechten Arm und im rechten Oberbauch nach einem Fahrradunfall vor.
Die Patientin gibt die Schmerzintensität mit 6/10 im Abdominalbereich, 7/10 im Oberarmbereich und 7/10 im Kopfbereich an.
Es besteht eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung im rechten Arm.
Zudem berichtet die Patientin über in die Schulter ausstrahlende Armschmerzen sowie über eine Parästhesie/ Hypästhesie mit Ausstrahlung in den zweiten und dritten Finger.
Als Begleitsymptome fielen der Patientin Schwindel, Nausea sowie zwei Episoden von Emesis mit Nahrungsresten auf. Zudem kam es zu einem Bewusstseinsverlust von etwa fünf Minuten mit konsekutiver anterograder Amnesie. Weiterhin bestehen Nackenverspannungen, Exkoriationen von etwa halber Handflächengröße in der Temporalregion sowie an der Ohrmuschel, ein Hämatom an der rechten Schulter in Clementinengröße und ein weiteres an der rechten Hüfte von etwa Handflächengröße.
Folgendes wurde verneint: Hinweise auf eine Störung der Atemwege oder der Atmung (z. B. Dyspnoe, Stridor), Sehstörungen, Epistaxis, Hinweise auf eine Schädelbasisfraktur wie zum beispiel racconaugen, Zahnverletzungen, Tachykardie, Hämaturie, Lazerationen, sichtbare Malpositionen, Luxationen oder Frakturen sowie Fieber.
Unfallhergang
Die Patientin berichtet, vor etwa zwei Stunden mit dem Fahrrad unterwegs gewesen zu sein, als sie plötzlich stark bremsen musste, um einem Hund auszuweichen. Infolge dessen kam es zum Sturz mit Aufprall des Kopfes gegen den Bordstein, wobei sie zusätzlich auf die rechte Körperseite fiel. Nach eigenen Angaben habe sie nach der Universität ein Glas Bier gemeinsam mit ihrem Freund konsumiert, was möglicherweise zu einer Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit und in der Folge zum Kontrollverlust über das Fahrrad beigetragen haben könnte.
Sie habe keinen Helm getragen.
Der Zeitpunkt der letzten Tetanusimpfung ist der Patientin nicht bekannt.
Sie berichtet, auf Asphalt gestürzt zu sein; der Untergrund sei nicht verschmutzt gewesen.
Die Patientin berichtet, vor etwa vier Stunden in der Kantine zu Mittag gegessen zu haben.
Die vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer Insomnie in Form von Durchschlafstörungen im Rahmen von Prüfungsstress und nächtlichen Wadenkrämpfen, einer seit drei Jahren bestehenden Obstipation sowie einer glutenfreien Ernährung aufgrund einer bekannten Zöliakie.
Vorerkrankungen
Anamnestisch besteht seit zwei Jahren eine Hypothyreose, wahrscheinlich im Rahmen einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Seit etwa vier Jahren treten gelegentlich nächtliche Wadenkrämpfe auf, die sich durch Bewegung oder Massage rasch bessern. Zur Linderung wurden bereits Eisenpräparate und andere Maßnahmen ausprobiert, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg.
Vor einem Jahr entwickelte sich eine rechtsseitige Osteitis pubis, vermutlich begünstigt durch langes Sitzen während des Studiums.
Zudem bestehen rezidivierende beidseitige Otitiden externa („Schwimmerohr“).
Voroperationen
——–
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Untersuchung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel durch sichtbare Narben – ist der Indikativ angebracht. (In der Fachsprachprüfung findet keine körperliche Untersuchung statt.)
Gynäkologie
Die Patientin berichtet über prämenstruelle Beschwerden (PMS) in Form von Stimmungsschwankungen, Cephalgien und gelegentlichen Unterbauchschmerzen. gelegentlich nimmt sie Diclofenac (Voltaren) gegen die Kopfschmerzen; Bewegung und Entspannung lindern die Stimmungsschwankungen. Unter der Einnahme von Jaz zeigten sich positive Effekte.
Medikamente
Euthyrox, 75 einmal morgens
Jaz seit 3 Jahren
Baldrian-Dragees zur Beruhigung
Otalgan
wasserlösliches Voltaren bei Bedarf
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Beobachtung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel anhand eines Rezepts – ist der Indikativ angebracht.
Allergien
Es bestehen Allergien gegen Wespenstiche mit Auftreten von Urtikaria und Angioödem sowie gegen Krustentiere mit abdominellen Schmerzen.
Noxen
Die Patientin ist Nichtraucherin.
Sie konsumiert gelegentlich ein Glas Wein oder Bier.
In der Vergangenheit rauchte sie gelegentlich Joints.
Sozialanamnese
Die Patientin studiert Informatik und befindet sich im letzten Semester. Sie lebt in einer Partnerschaft und wohnt mit ihrem Freund zusammen. Kinder hat sie keine.
Familienanamnese
Der Vater der Patientin wurde im Alter von 70 Jahren aufgrund einer koronaren Herzkrankheit operiert (Bypass-Operation unter Verwendung einer Vena saphena magna aus dem rechten Bein).
Bei der Mutter trat im Alter von 63 Jahren ein rechtsseitiger Gesichtsfeldausfall auf, zudem wurde vor zehn Jahren ein Mammakarzinom rechts diagnostiziert und operiert. Seit etwa einem Jahr erhält sie erneut eine Chemotherapie.
Verdachts- und Differentialdiagnose
Meiner Einschätzung nach deuten die anamnestischen Angaben auf ein Polytrauma mit mehreren Verletzungen hin. Im Hinblick auf die Cephalgien sollte differenzialdiagnostisch an eine Commotio cerebri sowie an eine intrakranielle Hämorrhagie gedacht werden. Aufgrund der abdominellen Schmerzen müssen intraabdominelle Organverletzungen, insbesondere der Milz oder der Leber, ausgeschlossen werden. Bei den Armschmerzen sind insbesondere Frakturen oder Luxationen differenzialdiagnostisch zu berücksichtigen. Zudem sollten weitere Körperregionen, wie die Wirbelsäule, der Thorax, das Becken sowie die unteren Extremitäten, sorgfältig klinisch untersucht werden.
Diagnostische Abklärung
Da die Patientin ein Polytrauma erlitten hat, ist eine stationäre Aufnahme zur Durchführung weiterer diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen erforderlich. Es sollten Zwei großlumige Venenkatheter gelegt, der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen sowie Blutgruppe und Rhesusfaktor bestimmt und Blutkonserven zur eventuellen Transfusion bereitgestellt werden.
körperliche Untersuchung
Zunächst sollten, wie bei jedem Trauma, das ABC-Schema durchgeführt werden, um die Atemwege (Airway), die Atmung (Breathing) und die Kreislaufstabilität (Circulation) sicherzustellen.
Danach erfolgt eine gezielte Untersuchung. Bei der Inspektion können Hämatome, Schürfwunden (Abrasionen), Lazerationen, Zyanosen, Ödeme, eine asymmetrische Bauchdecke infolge eines Hämatoperitoneums sowie Zeichen einer Hypovolämie, wie blasse Haut, oder Probleme bei den Atembewegungen auffallen.
Bei der Palpation können Druckschmerzen, Krepitationen, Instabilitäten, subkutane Emphyseme sowie Abwehrspannung auffallen.
Bei der Perkussion können ein hypersonorer Klopfschall als Hinweis auf einen Pneumothorax oder ein gedämpfter Klopfschall bei Hämatothorax bzw. Pleuraerguss auffallen. Im Abdominalbereich kann eine Klopfschmerzhaftigkeit oder eine veränderte Tympanie auf intraabdominelle Verletzungen hinweisen.
Bei der Auskultation können Symptome wie Tachykardie, abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche (z. B. bei Pneumothorax oder Hämatothorax) sowie zusätzliche Nebengeräusche wie Rasselgeräusche oder Stridor auffallen.
Zudem sollten spezifische Untersuchungen durchgeführt werden. Hierzu zählen die Prüfung der Hirnnerven, der Seitenvergleich der beiden Körperhälften sowie die Untersuchung der Extremitäten hinsichtlich Sensibilität und Motorik (aktiv, passiv, Bewegungsumfang, Reflexstatus) sowie der Durchblutung mittels Pulsstatus und Kapillärfüllungszeit.
• N. olfactorius (I): Riechnerv
• N. opticus (II): Sehnerv
• N. oculomotorius (III), N. trochlearis (IV), N. abducens (VI): Augenbewegungsnerven
• N. trigeminus (V): Gesichtssensibilität und Kaumuskulatur
• N. facialis (VII): Gesichtsmuskulatur, Geschmack
• N. vestibulocochlearis (VIII): Hören und Gleichgewicht
• N. glossopharyngeus (IX): Geschmack, Schluckreflex
• N. vagus (X): Parasympathische Innervation der Eingeweide
• N. accessorius (XI): Schulter- und Nackenmuskulatur
• N. hypoglossus (XII): Zungenbewegung
Laboruntersuchungen
Im Rahmen der initialen Diagnostik sollten zur weiteren Abklärung folgende Laborparameter bestimmt werden: Blutbild, Gerinnungsparameter, Blutgruppenbestimmung sowie Rhesusfaktor, Kreatinin und Elektrolyte, Amylase, Lipase, β-hCG !! sowie Leberwerte (einschließlich Alanin-Aminotransferase (ALT, GPT), Aspartat-Aminotransferase (AST, GOT) und Gamma-Glutamyltransferase (γ-GT)).
Elektrokardiogramm
Ausschluss traumatisch bedingter kardialer Verletzungen oder Erkennen von Herzrhythmusstörungen
Anatomische Diagnose
FAST-Sono (Focused Assessment with Sonography for Trauma)
FAST-Sono ist eine schnelle Ultraschalluntersuchung, die bei Traumapatienten durchgeführt wird, um freie Flüssigkeit (z. B. Blut) in Körperhöhlen nachzuweisen.
Es umfasst vier standardisierte Schallbereiche:
rechter Oberbauch (Morison-Pouch: Leber – Niere),
linker Oberbauch (Milz – Niere),
kleines Becken (Douglas-Raum),
Perikard (subxiphoidaler Blick aufs Herz bei Herzbeuteltamponade).
Sie müssen dabei ruhig auf dem Rücken liegen – wir tragen etwas Gel auf die Haut auf und untersuchen mit dem Schallkopf gezielt vier Bereiche des Körpers. Die Untersuchung ist schmerzfrei, erfordert keine spezielle Vorbereitung und ist völlig risikofrei – Komplikationen sind nicht zu erwarten.
Röntgenuntersuchung:
Bei einem Polytrauma sollten im Rahmen der Traumaserie folgende Röntgenaufnahmen durchgeführt werden:
• Halswirbelsäule in anterior-posteriorer (AP) und lateraler Projektion
• Thorax in anterior-posteriorer (AP) Projektion, Ausschluss eines Pneumothorax/Hämatothorax oder Rippenfrakturen
• Becken in anterior-posteriorer (AP) Projektion,
• Schulter- und Armaufnahmen in zwei Ebenen.
(Aufnahmen von Gelenken oder Knochen, die deformiert erscheinen oder schmerzhaft sind.)
Eine Röntgenuntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem innere Strukturen wie Knochen, die Lunge und andere Gewebe mithilfe von Röntgenstrahlen dargestellt werden. Der Patient entfernt Schmuck und Kleidung im Bereich der zu untersuchenden Körperregion und stellt sich frontal zur Röntgenplatte. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und ist völlig schmerzfrei.
Computertomografie
Die Traumaserie an Röntgenaufnahmen wird zunehmend durch die CT-Untersuchung von Halswirbelsäule, Thorax, Abdomen und Becken ersetzt. Diese stellt ein schnelles und effektives Verfahren dar, um offensichtliche Frakturen und Organverletzungen bei mehrfachverletzten Patientinnen und Patienten zu identifizieren, die häufig bewusstlos oder intubiert und daher klinisch nur schwer zu untersuchen sind.
Im Kopf-CT bei Polytrauma sind vor allem intrakranielle Blutungen, Schädelbasisfrakturen und Hirnkontusionen relevant. Ein Epiduralhämatom zeigt sich typischerweise als linsenförmige, scharf begrenzte Hyperdensität, ein Subduralhämatom als sichelförmige, flächig ausgebreitete Blutung entlang der Hirnoberfläche.
Wenn der Patient auf Kontrastmittel allergisch reagiert, kann eine CT ohne Kontrastmittel durchgeführt werden.
Die Computertomographie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Röntgenstrahlen detaillierte Schnittbilder der inneren Organe erstellt. Dabei wird der Patient in einen röhrenförmigen Scanner geschoben und muss während der Untersuchung still liegen. Manchmal wird ein Kontrastmittel verabreicht, um eine genauere Darstellung zu ermöglichen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Vor der Untersuchung mit Kontrastmittel ist es wichtig, dass Sie ausreichend Flüssigkeit trinken. Bestimmte Medikamente wie Metformin sollten vorher pausiert werden – das klären wir mit Ihnen. In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion auf das Kontrastmittel kommen, (aber keine Sorge: Wir sind darauf vorbereitet und haben alle notwendigen Medikamente und Maßnahmen vor Ort.)
MRT (Magnetresonanztomographie)
In einem Notfall wie dem Verdacht auf ein Polytrauma wird MRT normalerweise nicht bevorzugt, da es zeitaufwendiger ist und nicht so schnell wie eine CT-Untersuchung durchgeführt werden kann. Ein MRT ohne Kontrastmittel bietet möglicherweise nicht die gleiche Detailgenauigkeit bei der Beurteilung von Blutungen oder Organverletzungen wie eine CT mit Kontrastmittel.
Mit dem MRT können Rückenmarkverletzungen sowie Weichteilverletzungen, wie Bandrupturen, Muskelverletzungen oder Meniskusschäden, beurteilt werden.
Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen detaillierte Bilder von Organen, Geweben und Strukturen im Körper erstellt. Der Patient muss zunächst Schmuck und andere metallische Gegenstände entfernen sowie über Implantate informieren. Anschließend wird er in einen röhrenförmigen Scanner geschoben. Während der Untersuchung, die etwa 20 bis 60 Minuten dauert, muss der Patient still liegen. In einigen Fällen kann Kontrastmittel verabreicht werden, um bestimmte Strukturen besser darzustellen
Konsile
Neurochirurgie/ Chirurgie / Unfallchirurgie / Orthopädie, Anästhesiologie
Behandlung:
• Monitoring (EKG, Blutdruck, O₂-Sättigung, Temperatur)
• Schmerztherapie
• Volumen- und Blutersatz
• Beatmung, falls erforderlich
• ggf. Blutstillung
• ggf. Thoraxdrainage bei Hämatothorax oder Pneumothorax
• Frakturversorgung nach orthopädischunfallchirurgischen Prinzipien (zunächst Schienung/Stabilisierung, später definitive operative Versorgung)
• Die Behandlung der Gehirnerschütterung ist überwiegend symptomatisch und unterstützend.
• Bei proximalen Humerusfrakturen ist häufig eine konservative Therapie möglich. Entscheidend ist dabei der Winkel des Humeruskopfes sowie seine Stellung über dem Schaft, die bestimmen, ob eine weitere Reposition erforderlich ist. Operative Optionen umfassen die offene Reposition mit interner Fixation oder den prothetischen Gelenkersatz.
• Die anteriore Schulterluxation ist die häufigste Form und entsteht typischerweise nach einem Sturz auf den abduzierten Arm. Sie äußert sich durch starke Schmerzen, Bewegungsunfähigkeit und eine sichtbare Deformität im Schulterbereich. Liegt zusätzlich eine Fraktur vor, sollte die Reposition mit besonderer Vorsicht erfolgen, um keine weitere Dislokation der Fraktur zu verursachen
• Thromboseprophylaxe ist in der Regel erforderlich bei Schenkelhalsfraktur (Hüftfraktur), Oberschenkelfraktur (Femurschaftfraktur), Tibia- und Fibulafraktur sowie bei Knöchelfrakturen (Sprunggelenkfraktur) mit Immobilisation oder operativer Versorgung.
Extra
Namen:
Vera Fischer, Franziska Feil, Monika Müller, Matheus Kühn, Haiko Maas, Markus Linder, Clemens Fischer
Anamnese:
Er habe eine Wunde am Hinterkopf.
Die Patientin ernährt sich Vegan seit 1.5 Jahren.
Umfallshergang:
Sie ist von der Party (Schulabschlussparty) gefahren und betrunken gewesen. Dann ist sie nach Hause angekommen und ihre Mitbewohner hat sie ins Krankenhaus gebracht.
Der Patient, von Beruf Gerüstbauer, war während der Arbeit aus dem ersten Stockwerk eines Gebäudes gestürzt und stellte sich mit einer rechtsseitigen Kopfverletzung sowie Schmerzen in der rechten Schulter und im rechten Hüftgelenk vor.
Unfall mit Skateboard auf der linken Seite gegen Kasten gestoßen.
Er habe eine Baustelle übersehen.
Die Patientin war auf dem Weg zur Universität, als im Englischen Garten plötzlich ein Eichhörnchen auf den Weg sprang. Daraufhin bremste sie stark und stürzte auf die rechte Seite.
Vorerkrankungen:
Rechtsseitige Pyelonephritis. Auf Nachfrage gab die Patientin an, hierfür vier Tage im Krankenhaus geblieben zu sein.
Hundebisswunde
abdominale Gradivität
Phimoseoperation
Achiliessehnenentzündung
Tinnitus
Allergien:
Bienenstiche
Laktoseintoleranz mit Meteorismus.
Braunes Pflaster mit Erythem
Sozialanamnese:
Lehrer (Englisch, Geschichte) am Gymnasium
studiert Erziehungswissenschaft
Fragen
1. Welche Indikationen und Komplikationen sind mit der Anlage einer Thoraxdrainage verbunden?
Die Thoraxdrainage wird bei Pneumothorax, Hämatothorax, Pleuraergüssen oder Empyem eingesetzt.
Bei den meisten Patienten kann sie problemlos unter lokaler Analgesie und leichter Sedierung im Wachzustand gelegt werden.
Die Thoraxdrainage wird typischerweise im fünften Interkostalraum in der vorderen Axillarlinie platziert.
Da die vordere Thoraxwand bis zu 1 cm dicker ist als die laterale, ist eine Nadeldekompression (z. B. im Notfall bei Spannungspneumothorax) in lateraler Position effektiver.
Zu den häufigsten Komplikationen zählen:
• unzureichende Schmerz- oder Sedierungskontrolle
• unvollständiges Durchdringen der Pleura mit Bildung eines subkutanen Drainagekanals
• Lazerationen der Lunge oder des Zwerchfells
• intraabdominelle Fehllage der Drainage bei Durchtritt durch das Zwerchfell
• Blutungen
(Wir möchten bei Ihnen eine sogenannte Thoraxdrainage legen. Das bedeutet, dass wir einen dünnen Schlauch durch die Brustwand in den Raum zwischen Lunge und Rippen einführen. Damit können wir Luft, Blut oder Flüssigkeit aus dem Brustkorb ableiten.
Der Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung und Beruhigungsmitteln durchgeführt.)
2. Was ist ein Adrenalin-Pen und wie wird er angewendet?
Ein Adrenalin-Pen ist ein Notfall-Autoinjektor zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen (Anaphylaxie). Er wird intramuskulär, meist in den Oberschenkel, injiziert.
3. Welche Anfangsdosis von Levothyroxin wird beispielsweise bei jüngeren Patientinnen und Patienten empfohlen?
Etwa 1,5 µg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag.
4. Was machen Sie, wenn unter Levothyroxin-Therapie Symptome einer Thyreotoxikose auftreten?
In diesem Fall wird die Dosis von Levothyroxin reduziert oder die Einnahme vorübergehend pausiert. Zusätzlich sollte eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) erfolgen.
5. Nennen Sie zwei wichtige Essstörungen.
Zwei wichtige Essstörungen sind die Anorexia nervosa (Magersucht), die durch selbstinduziertes Untergewicht infolge restriktiven Essverhaltens und einer Körperschemastörung gekennzeichnet ist, sowie die Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht), die sich durch wiederholte Essanfälle mit anschließendem kompensatorischem Verhalten wie Erbrechen, Abführmittelgebrauch oder exzessivem Sport äußert.
6. Was versteht man unter Hyposensibilisierung und wann ist sie indiziert?
Unter Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie, SIT) versteht man eine Behandlungsmethode, bei der dem Patienten über einen längeren Zeitraum wiederholt geringe, ansteigende Dosen des auslösenden Allergens verabreicht werden, um eine Toleranzentwicklung zu erreichen.
Indikationen sind vor allem Pollenallergie, Hausstaubmilbenallergie, Bienen-, Wespenstiche
7. Warum ist es wichtig, dass der Patient den Unfall auf dem Rückweg von der Arbeit hatte?
Weil es sich dabei um einen Wegeunfall handelt, der rechtlich wie ein Arbeitsunfall gewertet wird und somit über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert ist.
8. Welche Krankenversicherungen kennen Sie in Deutschland?
In Deutschland gibt es die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV). Die gesetzliche Krankenversicherung ist für die Mehrheit der Bevölkerung verpflichtend, während die private Krankenversicherung vor allem für Beamte, Selbstständige und Arbeitnehmer mit höherem Einkommen infrage kommt.
9. Was ist der Unterschied zwischen einem Schweregefühl und einem Schwächegefühl?
Ein Schweregefühl beschreibt ein subjektives Empfinden von Belastung, Druck oder „schweren Gliedern“, wie es zum Beispiel bei venöser Insuffizienz auftreten kann. Ein Schwächegefühl hingegen bezeichnet eine verminderte Kraft oder Leistung, wie sie bei neurologischen oder muskulären Erkrankungen vorkommt.
10. In welcher Situation können wir eine Nackensteifigkeit identifizieren?
Eine Nackensteifigkeit tritt typischerweise bei Meningitis oder bei subarachnoidaler Blutung auf und wird durch einen passiven Beugeversuch des Kopfes geprüft, bei dem die Patientin oder der Patient den Nacken aufgrund starker Schmerzen und Muskelverspannung nicht beugen kann.
11. Welche anderen Situationen können eine Verhärtung und Nackenschmerzen bei Drehbewegung verursachen?
Neben einer Meningitis können Nackenschmerzen und Verhärtungen bei Drehbewegungen auch durch degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule (z. B. zervikale Spondylose), muskuläre Verspannungen infolge Fehlhaltung oder Stress, Traumata (z. B. Schleudertrauma) sowie Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule verursacht werden.
12. Was ist die häufigste Verletzung bei Menschen, die Tennis spielen?
Die häufigste Verletzung beim Tennisspielen ist die Epicondylitis humeri radialis, auch bekannt als Tennisellenbogen. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Überlastung der Sehnenansätze der Unterarmstrecker am lateralen Ellenbogen.
13. Was versteht man unter einer Osteosynthese und welches Ziel verfolgt sie?
Unter Osteosynthese versteht man die operative Stabilisierung einer Fraktur durch Implantate wie Schrauben, Platten, Drähte oder Nägel. Ziel ist die Wiederherstellung der Knochenstabilität, eine korrekte Achsenstellung und eine rasche Mobilisierung des Patienten.
14. Was machen Sie, wenn das Blutbild eine Anämie mit einem Hämoglobinwert von 7 g/dl zeigt?
Bei einer Anämie mit Hb = 7 g/dl ist eine stationäre Aufnahme erforderlich. Es sollte die Ursache der Anämie abgeklärt und gleichzeitig eine Transfusion von Erythrozytenkonzentraten erwogen werden.
15. Was ist der Recessus costodiaphragmaticus?
Der Recessus costodiaphragmaticus ist der spatiale Reserveraum zwischen Rippenfell (Pleura costalis) und Zwerchfellfell (Pleura diaphragmatica), der sich bei tiefer Inspiration mit Lunge füllt. Er stellt den tiefsten Punkt der Pleurahöhle dar und ist klinisch wichtig, da sich dort häufig Flüssigkeit (Pleuraerguss) sammelt.
16. Was ist der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan?
Der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan liegt darin, dass Vegetarier auf Fleisch und Fisch verzichten, aber noch tierische Produkte wie Milch, Eier und Honig konsumieren. Veganer hingegen meiden alle tierischen Produkte, einschließlich Milch, Eier, Honig und alles, was von Tieren stammt.
17. Wie viel Blutalkohol ist in Deutschland beim Fahrradfahren erlaubt und warum hat die Polizei den Führerschein entzogen?
In Deutschland gilt beim Fahrradfahren eine Promillegrenze von 1,6 ‰. Ab diesem Wert spricht man von absoluter Fahruntüchtigkeit, was eine Straftat darstellt. Es drohen eine hohe Geldstrafe (etwa ein Monatsgehalt), drei Punkte in Flensburg sowie eine medizinischpsychologische Untersuchung (MPU). Wird diese nicht bestanden, kann der Führerschein dauerhaft entzogen werden.
Bereits ab etwa 0,3 ‰ können Verkehrsbehinderungen („relative Fahruntüchtigkeit“) vorliegen – etwa Schlangenlinien, Gleichgewichtsstörungen oder ein Unfall –, die ebenfalls Bußgelder und Punkte nach sich ziehen können
18. Warum wurde der Führerschein eingezogen?
Falls der Patient mit dem Fahrrad mehr als 1,6 ‰ Alkohol im Blut hatte, werteten Polizei und Fahrerlaubnisbehörde dies als schwerwiegendes Verkehrsdelikt. Damit ist eine MPU erforderlich und meist der Entzug der Fahrerlaubnis verbunden, auch wenn er mit dem Fahrrad unterwegs war
19. Welche Komplikation hat ein Ohrmuschelhämatom und wie wird es behandelt?
Ein Ohrmuschelhämatom kann zur „Cauliflower ear“ (Blumenkohlohr, Othematom) führen. Dabei kommt es durch Fibrosierung und Knorpelveränderung zu einer dauerhaften Deformierung der Ohrmuschel.
Die Behandlung besteht in der frühzeitigen Entlastung des Hämatoms (Inzision oder Punktion), anschließender Druckverbandanlage zur Vermeidung einer erneuten Blutansammlung sowie ggf. Gabe von Antibiotika, um eine Perichondritis zu verhindern.
20. Aufklärung über Volleyballspiel
Notizen
BMI
Körpermassenindex (BMI)
Definition und Berechnung:
Der BMI ist ein empirischer Kennwert zur Einordnung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße. Er ergibt sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern (kg/m²).
Parästhesie/
Parästhesie
Beschreibung:
Parästhesien sind störende, nicht-schmerzhafte Missempfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen, Prickeln oder leichtes Brennen auf der Haut.
Hypästhesie
Hypästhesie
Beschreibung:
Hypästhesie bezeichnet eine herabgesetzte Empfindung gegenüber Berührung, Temperatur oder Schmerz. Betroffene Bereiche reagieren abgeschwächt auf taktile Reize.
Nausea
Nausea
Beschreibung:
Nausea ist das subjektive Empfinden von Übelkeit bzw. das bedrückende Gefühl, als müsste man sich übergeben.
Emesis
Emesis (Erbrechen)
Beschreibung:
Emesis bezeichnet den forcierenden Ausstoß von Mageninhalt durch Mund und Rachen als Ergebnis koordinierter motorischer Vorgänge.
Amnesie
Amnesie
Allgemeine Definition:
Amnesie bezeichnet einen teilweisen oder vollständigen Verlust von Erinnerungen oder die Störung der Fähigkeit, Erinnerungen zu bilden.
Typen und kurze Abgrenzung:
Retrograde Amnesie: Verlust von Erinnerungen, die vor einem auslösenden Ereignis vorhanden waren.
Anterograde Amnesie: Beeinträchtigte Fähigkeit, nach einem auslösenden Ereignis neue Erinnerungen dauerhaft zu speichern.
Hämatom
Hämatom
Ein Hämatom ist eine örtlich begrenzte Ansammlung von Blut im Gewebe infolge einer Gefäßverletzung. Äußerlich zeigt es sich meist als Bluterguss oder „blauer Fleck“; im Verlauf verändern sich Farbe und Konsistenz.
Dyspnoe
Dyspnoe
Definition:
Dyspnoe bezeichnet das subjektive Empfinden von Atemnot oder erschwerter Atmung. Sie ist ein Symptom, keine Diagnose.
Epistaxis
Epistaxis
Was es bedeutet:
Epistaxis ist der medizinische Begriff für Nasenbluten, also das Austreten von Blut aus den Nasenhöhlen.
Typische Ursachen und Hinweise:
Ursachen reichen von lokalen Verletzungen und trockener Schleimhaut über entzündliche Prozesse bis zu Störungen der Blutgerinnung. Verlauf, Menge und Begleitumstände geben Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache.
racconaugen
racconaugen
Begriffserklärung:
„racconaugen“ bezeichnet periorbitale Hämatome, also Blutergüsse rund um die Augenhöhlen. In deutscher Fachsprache spricht man von periorbitalen Hämatomen.
Klinische Relevanz:
Solche Befunde können nach Trauma, bei Frakturen der Schädelbasis oder bei bestimmten systemischen Erkrankungen auftreten und dienen als wichtiger diagnostischer Hinweis in der weiteren Abklärung.
Tachykardie
Tachykardie
Definition:
Tachykardie bezeichnet eine beschleunigte Herzfrequenz im Vergleich zum Ruhepuls; es handelt sich um ein klinisches Zeichen, keine eigenständige Krankheit.
Hämaturie
Hämaturie
Was wird verstanden:
Hämaturie bezeichnet das Vorhandensein von Blut im Urin; es kann makroskopisch (sichtbar) oder mikroskopisch (nur im Labor nachweisbar) auftreten.
Lazerationen
Lazeration
Eine Lazeration ist eine durch Fremdeinwirkung entstandene Hautverletzung mit einem randständigen Gewebeverlust; umgangssprachlich wird sie auch als Platzwunde bezeichnet. Maßgeblich sind Tiefe und Ausdehnung der Wunde sowie das Ausmaß der Blutung. Bei tiefen Lazerationen können neben Haut auch subkutanes Gewebe, Sehnen, Nerven oder Gefäße betroffen sein, was funktionelle Beeinträchtigungen und Infektionsrisiken erhöhen kann.
Malpositionen
Malposition
Eine Malposition bezeichnet eine sichtbare oder fühlbare Fehlstellung eines Körperteils gegenüber der anatomisch erwarteten Lage. Sie kann angeboren oder durch Verletzungen und Erkrankungen entstehen und geht oft mit eingeschränkter Funktion oder Deformität einher. Sichtbare Fehlstellungen sind klinisch wichtig, da sie Hinweise auf knöcherne oder weichteilige Schädigungen liefern können.
Bordstein
Bordstein
Ein Bordstein ist der erhöhte Randstreifen zwischen Fahrbahn und Gehweg, meist aus Beton, Naturstein oder Asphalt gefertigt. Er trennt Verkehrsflächen und dient der Abgrenzung sowie der Entwässerung und stellt bei Zusammenstößen oder Stürzen eine harte Aufprallfläche dar.
Insomnie
Insomnie
Insomnie bezeichnet eine Störung des Schlafes mit Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen beziehungsweise einem nicht erholsamen Schlaf. Sie kann vorübergehend durch belastende Lebensphasen oder chronisch auftreten und zeigt sich häufig durch Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und verminderte Leistungsfähigkeit. Ursachen sind vielfältig und reichen von psychischen Belastungen bis zu somatischen Erkrankungen oder medikamentösen Effekten.
Obstipation
Obstipation
Obstipation bezeichnet eine veränderte Stuhlentleerung mit seltenerem Stuhlgang, erschwerter Darmentleerung oder hartem Stuhl. Betroffene berichten oft über Verstopfungsgefühl, Pressen oder unvollständige Entleerung. Ursachen können Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel, Medikamente oder organische Erkrankungen sein; länger bestehende Obstipation kann die Lebensqualität beeinträchtigen.
Zöliakie
Zöliakie
Zöliakie ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten zu einer entzündlichen Schädigung der Dünndarmschleimhaut führt. Diese Schädigung beeinträchtigt die Nährstoffaufnahme und kann sich durch gastrointestinale Beschwerden, Gewichtsverlust, Mangelerscheinungen oder bei Kindern durch Wachstumsstörungen äußern. Die langfristige Behandlung besteht in einer lebenslangen Vermeidung von Gluten, wodurch sich Beschwerden und Schleimhautschädigung in der Regel zurückbilden. Unbehandelt können Mangelzustände, Knochenstoffwechselstörungen, Fertilitätsprobleme und seltene malignere Komplikationen auftreten.
Hashimoto
Hashimoto-Thyreoiditis
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, bei der körpereigene Abwehrzellen das Schilddrüsengewebe schädigen. Diese Zerstörung führt häufig zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose).
Klinik
Typische Beschwerden sind ausgeprägte Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, brüchiges Haar bis Haarausfall, depressive Verstimmungen und Obstipation.
Diagnostik
Die Abklärung umfasst laborchemische Bestimmungen der Schilddrüsenhormone und des TSH sowie den Nachweis autoimmuner Antikörper gegen Schilddrüsengewebe; bildgebend kann ein Ultraschall der Schilddrüse ergänzend eingesetzt werden.
Therapie
Die Behandlung zielt auf den Ausgleich des Hormonmangels ab; hierfür wird in der Regel eine lebenslange Substitution mit levothyroxin durchgeführt. Weitere Maßnahmen richten sich nach klinischem Verlauf und Begleiterkrankungen.
nächtliche Wadenkrämpfe
Nächtliche Wadenkrämpfe
Definition
Nächtliche Wadenkrämpfe sind plötzliche, meist schmerzhafte, unwillkürliche Kontraktionen der Wadenmuskulatur, die typischerweise im Schlaf oder in Ruhephasen auftreten.
Charakteristik
Die Krämpfe dauern Sekunden bis wenige Minuten und lassen sich häufig durch Dehnen oder Massage lindern.
Mögliche Auslöser und Zusammenhänge
Auslösend können Flüssigkeitsmangel, Elektrolytstörungen (z. B. Störungen der Magnesium- oder Kaliumbilanz), Durchblutungsstörungen, Nervenkompressionen oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sein. Bei wiederkehrenden oder sehr schmerzhaften Episoden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Osteitis pubis
Osteitis pubis
Definition
Die Osteitis pubis ist eine nicht-infektiöse Entzündungsreaktion der Schambeinfuge und der angrenzenden Weichteile, die durch wiederholte Belastung oder Mikrotraumen begünstigt wird.
Klinik
Typische Beschwerden sind dumpfe bis stechende Schmerzen im Schambereich oder in der Leiste, die bei Belastung und bestimmten Bewegungen zunehmen; Druckempfindlichkeit über der Schambeinfuge kann vorhanden sein.
Ursachen und Diagnostik
Häufige Auslöser sind Überlastung, sportliche Belastung, Fehlstellungen oder Eingriffe im Beckenbereich; bildgebende Verfahren können zur Bestätigung und zum Ausschluss anderer Ursachen eingesetzt werden.
Therapie
Die Behandlung umfasst vor allem Belastungsreduktion, gezielte Physiotherapie und schmerztherapeutische Maßnahmen. Bei anhaltenden Beschwerden können lokale Injektionen oder in ausgewählten Fällen operative Eingriffe erwogen werden.
Otitiden externa
Otitiden externa
Definition
Die Otitis externa ist eine Entzündung der Haut des äußeren Gehörgangs, die akut oder chronisch auftreten kann.
Ursachen
Auslöser sind häufig Feuchtigkeit und lokale Hautschäden; krankheitserregende Mikroorganismen wie bestimmte Bakterien oder Pilze können beteiligt sein.
Symptome
Typische Beschwerden sind Ohrenschmerz, Juckreiz, Rötung und Schwellung des Gehörgangs sowie gegebenenfalls sekretartiger Ausfluss und vorübergehende Hörminderung.
Behandlung
Wesentliche Maßnahmen sind das Trocknen und Schonen des Ohres sowie eine lokale Therapie, die sich nach der verursachenden Erregergruppe richtet (topische antibakterielle bzw. antimykotische Präparate). In ausgeprägten Fällen sind fachärztliche Reinigung und weitergehende Behandlung erforderlich.
prämenstruelle Beschwerden
Prämenstruelle Beschwerden (PMS)
Definition
Prämenstruelle Beschwerden umfassen körperliche und psychische Symptome, die in der lutealen Phase des Zyklus auftreten und gewöhnlich mit Einsetzen der Menstruation wieder abklingen.
Klinik
Typische Beschwerden reichen von Kopfschmerzen, Brustspannen und Völlegefühl bis zu Müdigkeit und Stimmungsschwankungen wie Reizbarkeit oder depressiver Verstimmung.
Management
Zur Linderung werden Maßnahmen des Lebensstils wie regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und Stressreduktion empfohlen; bei belastenden Symptomen kommen zusätzlich symptomatische Schmerzmittel, hormonelle Kontrazeptiva oder bei ausgeprägten psychischen Beschwerden spezifische medikamentöse Therapien in Betracht, die individuell zu prüfen sind.
Euthyrox
Gruppe: Synthetisches Schilddrüsenhormon (Levothyroxin).
Wirkung: Ersetzt oder ergänzt das körpereigene Thyroxin (T4) und sorgt so für Normalisierung des Stoffwechsels, den Schilddrüsenhormonspiegel und indirekt für Senkung des TSH.
Anwendung: Einsatz bei Schilddrüsenunterfunktion sowie zur Verkleinerung von Strumen; darüber hinaus wird Levothyroxin in bestimmten Therapiekonzepten bei Schilddrüsenkarzinomen zur Unterdrückung des TSH verwendet.
Wichtige Risiken: Bei zu hoher Dosierung können Symptome einer Überfunktion auftreten (z. B. Herzrhythmusstörungen, Gewichtsverlust, Nervosität) und langfristig das Osteoporoserisiko steigen; bei bestehenden Herzkrankheiten ist Vorsicht geboten. Über genaue Dosierungen und Anpassungen entscheidet die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt.
Baldrian
Begriffserklärung: Baldrian ist eine Heilpflanze, deren Zubereitungen traditionell zur Linderung von Einschlafproblemen und zur Abschwächung leichter Unruhezustände verwendet werden.
Wirkungsaspekte: Baldrianpräparate werden eine beruhigende Wirkung zugeschrieben, die vor allem das Einschlafen fördern kann.
Hinweise: Bei gleichzeitiger Einnahme anderer zentral dämpfender Mittel können Wechselwirkungen möglich sein. Bei anhaltenden oder schweren Schlafstörungen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Voltaren
Gruppe: Nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID), Wirkstoff Diclofenac.
Wirkung: Diclofenac hemmt die Cyclooxygenase‑Enzyme (COX‑1 und COX‑2) und reduziert damit die Bildung von Prostaglandinen, was schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt.
Anwendung: Zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen und entzündlichen Beschwerden.
Wichtige Risiken: Häufige Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt (z. B. Beschwerden, Ulzera) und können Nierenfunktion und Blutdruck beeinträchtigen. Es besteht ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall) insbesondere bei längerem Gebrauch. Allergische Reaktionen sind ebenfalls möglich. Bei bestehenden Magen-, Nieren- oder Herzkrankheiten sowie bei gleichzeitiger Einnahme anderer Risikomedikamente ist Rücksprache mit einer Ärztin/einem Arzt erforderlich.
Otalgan
Gruppe: Ohrentropfen zur lokalen Schmerzlinderung bei otischen Beschwerden.
Wirkung und Einsatz: Lokal angewendet lindern solche Präparate Ohrenschmerzen, etwa bei Problemen des äußeren Gehörgangs; Anwendung nur, wenn das Trommelfell intakt ist.
Wichtige Risiken: Bei perforiertem Trommelfell oder unklaren Mittelohrproblemen ist die Anwendung kontraindiziert. Es können lokale Reizungen oder allergische Reaktionen auftreten. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wespenstiche
Wespenstiche
Wespenstiche entstehen durch den Stich von Wespen, die zu den stechenden Insekten gehören. Klinisch zeigen sich meist sofort lokale Symptome wie Schmerz, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle. Bei sensibilisierten Personen können hingegen überempfindliche Reaktionen auftreten, die sich als generalisierte Nesselausschläge, Gewebeschwellungen (Angioödem) oder in schweren Fällen als systemische allergische Reaktionen mit Atem- oder Kreislaufbeteiligung manifestieren. Solche schweren Reaktionen erfordern medizinische Abklärung und Behandlung.
Krustentiere
Krustentiere
Krustentiere sind eine Gruppe wirbelloser Meerestiere, zu der beispielsweise Garnelen, Krabben, Hummer und Flusskrebse gehören. Sie zählen zu den häufigen Nahrungsmittelallergenen und können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen, die unterschiedlich ausgeprägt sein können und gelegentlich auch Magen-Darm-Beschwerden einschließen.
Informatik
Informatik
Informatik ist die Wissenschaft und Technik der Informationsverarbeitung mithilfe formaler Methoden und elektronischer Systeme. Zu ihren zentralen Bereichen gehören Algorithmen und Datenstrukturen, Programmierung, Rechnerarchitekturen, Datenbanken, Netzwerke sowie Anwendungen wie Künstliche Intelligenz und Softwareentwicklung. Ziel ist das Verstehen, Entwerfen und Anwenden von Systemen zur effizienten Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen.
Partnerschaft
Partnerschaft
Eine Partnerschaft bezeichnet eine enge Beziehung zwischen zwei Personen, die auf gegenseitiger Bindung, Vertrauen und wechselseitiger Unterstützung beruhen kann. Sie kann private Formen annehmen, etwa als Liebes- oder Lebensgemeinschaft, oder rechtlich ausgestaltete Formen wie die Ehe. Wesentliche Aspekte sind emotionale Nähe, gemeinsame Verantwortlichkeit und oft auch rechtliche oder wirtschaftliche Regelungen zwischen den Partnern.
Gesichtsfeldausfall
Gesichtsfeldausfall
Ein Gesichtsfeldausfall beschreibt den teilweisen oder vollständigen Verlust von Wahrnehmung in einem Abschnitt des normalen Blickfeldes. Solche Ausfälle können punktuell (Skotom) oder großflächig auftreten und verschiedene Ursachen haben, etwa Erkrankungen der Netzhaut, Schädigungen des Sehnervs, erhöhter Augeninnendruck oder Läsionen im Sehnervenbahnzentrum bis hin zu Schäden im Gehirn (z. B. durch Gefäßereignisse). Die genaue Ausprägung und Lokalisation des Ausfalls geben Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache.
Mammakarzinom
Begriff: Mammakarzinom
Definition: Bösartiger Tumor des Brustgewebes, der überwiegend aus Drüsen- oder Gallengangsepithelen der Brust entsteht.
Risikofaktoren: Erhöhtes Risiko besteht bei familiärer Belastung, hormonellen Einflüssen und bestimmten Lebensstilfaktoren; weitere Faktoren können das Erkrankungsrisiko modulieren.
Klinische Hinweise: Mögliche Zeichen sind ein tastbarer Herd in der Brust, Veränderungen der Hautoberfläche (z. B. Einziehungen oder texturveränderte Haut), Verlagerung oder Inversion der Mamille sowie selten Sekretion aus der Brustwarze; Schmerzen sind nicht typisch als alleiniges Symptom.
Diagnostik: Basis ist die klinische Untersuchung ergänzt durch bildgebende Verfahren wie Mammographie und Ultraschall; histologische Sicherung erfolgt mittels Biopsie; bei Fragestellung kann MRT ergänzend eingesetzt werden.
Therapieprinzipien: Behandlungsoptionen umfassen operative Verfahren (brusterhaltende Operationen oder Mastektomie), medikamentöse Systemtherapien (z. B. Chemotherapie, endokrine und zielgerichtete Therapien) und Strahlentherapie; die Wahl richtet sich nach Tumorbiologie, Stadium und Patientenfaktoren.
Chemotherapie
Begriff: Chemotherapie
Definition und Gruppe: Chemotherapie bezeichnet den Einsatz zytotoxischer oder zellteilungshemmender Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen.
Wirkprinzip: Die Wirkstoffe zielen auf schnell teilende Zellen ab und hemmen Prozesse der Zellteilung oder induzieren Zelluntergang.
Anwendungsbereiche: Chemotherapie kann kurativ, adjuvant, neoadjuvant oder palliativ eingesetzt werden, je nach Tumorart und Krankheitsstadium.
Wichtige Risiken: Nebenwirkungen resultieren aus der Schädigung gesunder schnell teilender Zellen (z. B. Knochenmark, Schleimhäute, Haarfollikel) und können Infektionsrisiko, Übelkeit, Fatigue und Organtoxizitäten umfassen; Monitoring und supportive Maßnahmen sind wichtig.
Commotio cerebri
Begriff: Commotio cerebri
Definition: Vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns nach einer Kopfverletzung, ohne zwingend nachweisbare strukturelle Schädigung im Bildgebungsbefund.
Typische Symptome: Häufig treten Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Bewusstseinsstörungen in unterschiedlicher Ausprägung auf.
Verlauf und Diagnostik: Die Beschwerden entwickeln sich unmittelbar oder kurz nach dem Trauma und bilden sich in der Regel innerhalb von Tagen bis Wochen zurück; klinische Beurteilung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren dienen zur Abgrenzung gegenüber schwereren Kopfverletzungen.
intrakranielle Hämorrhagie
Begriff: intrakranielle Hämorrhagie
Definition und Einteilung: Unter intrakraniellen Blutungen versteht man Blutungen innerhalb des Schädels; wichtige Typen sind intrazerebrale, subarachnoidale, subdurale und epidurale Blutungen.
Ursachen: Häufige Auslöser sind arterieller Hypertonus (bei intrazerebraler Blutung), rupturierte zerebrale Aneurysmen (bei Subarachnoidalblutung) und Traumata (bei sub- oder epiduralen Blutungen).
Klinische und bildgebende Merkmale: Symptome variieren je nach Lokalisation und Ausmaß und reichen von Kopfschmerz und Bewusstseinsstörung bis zu fokalen neurologischen Ausfällen. In der CT sind akute Blutungen typischerweise hyperdens; subdurale Hämatome erscheinen oft sichelförmig, epidurale Hämatome eher linsenförmig.
Relevanz: Intrakranielle Blutungen erfordern in vielen Fällen rasche Diagnostik und spezifische Therapieentscheidungen abhängig von Ort, Größe und klinischem Zustand.
Milz
Begriff: Milz
Funktion und Verletzungsarten: Die Milz ist ein parenchymatöses Organ mit immunologischer und blutbildender Bedeutung; bei stumpfem Bauchtrauma kann es zu einer akuten Ruptur oder zu einer verzögerten (zwei‑phasigen) Ruptur kommen.
Klinische Präsentation: Eine Milzverletzung äußert sich typischerweise durch Schmerzen im linken Oberbauch, Zeichen innerer Blutung wie Tachykardie oder Hypotonie und gelegentlich referierte Schulterschmerzen (Kehr-Zeichen).
Diagnostik und Management: Die Abklärung umfasst klinische Beurteilung und bildgebende Verfahren wie FAST-Ultraschall und CT; die Therapie reicht von konservativer Beobachtung bei hämodynamisch stabilen Patienten bis zur operativen Versorgung oder Splenektomie bei anhaltender Blutung oder Kreislaufinstabilität.
Zwei großlumige Venenkatheter
Zwei großlumige Venenkatheter
Zweck: Großlumige venöse Zugänge ermöglichen die schnelle Gabe von Flüssigkeiten, Blutprodukten und Medikamenten sowie wiederholte Blutentnahmen bei schwerverletzten Patienten.
Mögliche Zugangsorte: Oft werden gut zugängliche, relativ große periphere Venen verwendet, beispielsweise Vena brachialis am Oberarm oder Vena femoralis in der Leistenregion; die Auswahl richtet sich nach Erreichbarkeit und Dringlichkeit.
Wesentliche Risiken: Infektion an der Punktionsstelle, Hämatom, Gefäß- oder Nervenverletzung sowie Thrombose; Anlage und Versorgung der Katheter erfolgen nach klinischer Einschätzung und Hygienestandards.
Flüssigkeitshaushalt
Flüssigkeitshaushalt
Begriff: Der Flüssigkeitshaushalt beschreibt das Gleichgewicht von Wasser und gelösten Elektrolyten im Körper sowie deren Verteilung auf die Körperkompartimente.
Klinische Bedeutung: Abweichungen beeinflussen Blutdruck, Organperfusion und Stoffwechsel; klinisch werden sie anhand von Vitalzeichen, Urinausstoß, Hautbefund und Laborparametern abgeschätzt.
Therapieprinzipien: Störungen werden gezielt korrigiert, z. B. durch angepasste Flüssigkeitszufuhr, diuretische Maßnahmen oder Elektrolytausgleich; die Auswahl der Infusionslösungen richtet sich nach Ursache und individueller Situation.
Blutgruppe und Rhesusfaktor
Blutgruppe und Rhesusfaktor
Definition: Die Blutgruppe wird im AB0-System als A, B, AB oder 0 klassifiziert; der Rhesusfaktor bezieht sich vor allem auf das D-Antigen und wird als Rh-positiv oder Rh-negativ angegeben.
Klinische Relevanz: Die korrekte Bestimmung ist für sichere Bluttransfusionen und für die Beurteilung von Immunisierungsrisiken in der Schwangerschaft entscheidend.
Blutkonserven
Blutkonserven
Begriff: Blutkonserven sind aufbereitete und gelagerte Blutprodukte aus Blutspenden, die für therapeutische Zwecke verwendet werden.
Bestandteile und Einsatz: Übliche Komponenten sind Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenkonzentrate und Plasma; die Auswahl richtet sich nach dem konkreten Bedarf des Patienten (z. B. zur Behandlung von Anämie, Gerinnungsstörungen oder Thrombozytopenie).
Organisation: Blutprodukte werden unter definierten Lagerbedingungen verwaltet und vor Anwendung auf Verträglichkeit geprüft.
Transfusion
Transfusion
Begriff und Indikation: Unter einer Transfusion versteht man die Verabreichung von Blutprodukten zur Behandlung von Blutverlust, Anämie oder Gerinnungsstörungen.
Sicherheitsmaßnahmen: Vor jeder Transfusion sind Blutgruppentest und Kreuzprobe erforderlich; während und nach der Gabe werden Vitalparameter überwacht und das Transfusionsprodukt sowie seine Kennzeichnung kontrolliert.
Risiken: Transfusionen können immunologische Reaktionen, febrile oder allergische Ereignisse und weitere Komplikationen nach sich ziehen; entsprechende Vorsichtsmaßnahmen und Überwachung gehören zum Standard.
Abwehrspannung
Abwehrspannung
Definition: Eine Abwehrspannung ist die unwillkürliche Anspannung der Bauchmuskulatur beim Abtasten des Bauches und gilt als klinisches Zeichen für eine Reizung des Peritoneums.
Klinische Bedeutung: Das Vorliegen einer Abwehrspannung deutet auf eine mögliche Peritonitis oder andere schwerwiegende intraabdominelle Erkrankungen hin und erfordert in der Regel weiterführende diagnostische Abklärung.
Perkussion
Perkussion
Technik: Mit dem distalen Phalangenknochen eines aufliegenden Fingers wird mit einem kurzen Schlag des Zeigefingers der anderen Hand auf darunterliegende Strukturen geschlossene Schallereignisse erzeugt.
Bedeutung: Die dabei entstehenden Klänge unterscheiden sich je nach Luft‑, Flüssigkeits‑ oder Gewebeanteil unter der Körperoberfläche. Ein vermehrt klingender, luftgefüllter Klopfschall (hyperrezonant) kann auf einen Pneumothorax oder große Luftansammlungen hinweisen, ein gedämpfter Klang deutet auf Flüssigkeitsansammlungen oder dichte Gewebe wie Pleuraerguss, Hämatothorax oder Konsolidierung hin.
Abdomen: Im Bauchraum liefert die Perkussion Hinweise auf vermehrte Tympanie bei Gasansammlungen oder auf Dämpfung bei Flüssigkeit beziehungsweise ausgedehnter Organvergrößerung; klopfschmerzartige Reize können auf eine peritoneale Reizung hinweisen.
Reflexstatus
Reflexstatus
Zweck: Die Prüfung der tiefen Sehnenreflexe dient der Beurteilung der Reflexbogenintegrität, der spinalen Segmente und zur Unterscheidung zentraler von peripherer Schädigung.
Wichtige Reflexe und zugeordnete Segmente:
– Bizepssehnenreflex: weitgehend C5–C6, vermittelt über den N. musculocutaneus.
– Radiusperiost-/Brachioradialisreflex: überwiegend C5–C6, über den N. radialis.
– Trizepssehnenreflex: vornehmlich C6–C7, über den N. radialis.
– Patellarsehnenreflex (Kniereflex): L2–L4.
– Achillessehnenreflex (Wadenreflex): S1–S2.
Beurteilung: Seitenvergleich, Verstärkung oder Abschwächung sowie das Auftreten von Spastizität oder Muskeltonusveränderungen sind klinisch relevant.
Pulsstatus
Pulsstatus
Definition und Ziel: Beim Pulsstatus werden Pulsfrequenz, Rhythmus, Schlagvolumen/Amplitudenunterschiede und Seitenvergleich durch Palpation der peripheren Arterien beurteilt.
Übliche Taststellen: Dazu gehören unter anderem die Arteria radialis im Handgelenk und die Arteria dorsalis pedis am Fußrücken; weitere Stellen sind bei Bedarf zu untersuchen.
Klinische Relevanz: Auffälligkeiten wie fehlender oder stark abgeschwächter Puls, Asymmetrie oder unregelmäßiger Rhythmus geben Hinweise auf Durchblutungsstörungen, Gefäßverschluss oder Kreislaufprobleme.
Kapillärfüllungszeit
Manuelle Prüfung erforderlich: Die übliche Aussage, die Kapillärfüllungszeit müsse «weniger als 2 Sekunden» betragen, ist kontextabhängig und methodisch variabel (Alter, Temperatur, Messmethode). Daher ist die medizinische Aussage zu Grenzwerten hier unsicher und kann ohne weitere Spezifikation irreführend sein.
Blutbild
Blutbild
Allgemeines: Das Blutbild gibt Aufschluss über die zelluläre Zusammensetzung des Blutes und liefert Hinweise auf verschiedene pathologische Prozesse.
Wesentliche Parameter und ihre Bedeutung:
– Hämoglobin: Spiegelt die Sauerstofftransportkapazität des Blutes wider und kann bei akutem oder chronischem Blutverlust beziehungsweise bei Anämien erniedrigt sein.
– Leukozytenzahl: Erhöhte Werte deuten häufig auf Infektionen oder entzündliche Prozesse hin; Abweichungen können aber auch durch Stress, Medikamente oder hämatologische Erkrankungen bedingt sein.
Einschränkung: Veränderungen im Blutbild müssen immer im klinischen Kontext und gegebenenfalls mit weiteren Laboruntersuchungen interpretiert werden.
Kreatinin
Kreatinin
Bedeutung: Kreatinin ist ein Biomarker zur Abschätzung der Nierenfunktion, da es im Wesentlichen glomerulär filtriert wird und seine Konzentration mit abnehmender Nierenleistung ansteigt.
Interpretation: Ein erhöhter Kreatininwert weist auf eine reduzierte glomeruläre Filtrationsleistung hin, kann jedoch durch unterschiedliche Ursachen entstehen, darunter prärenale Faktoren (z. B. verminderte Durchblutung), renale Schädigung oder postrenale Obstruktion. Daher ist die Ursache eines Kreatininanstiegs gesondert abzuklären.
β-hCG
β-hCG
β-hCG ist ein von der Plazenta produziertes Hormon, dessen Nachweis im Blut als Marker für eine bestehende Schwangerschaft dient. In der initialen Abklärung von Patientinnen wird es routinemäßig bestimmt, wenn eine Schwangerschaft ausgeschlossen oder bestätigt werden soll, da es früh im Verlauf ansteigt und im Serum gut messbar ist.
Rippenfrakturen
Rippenfrakturen
Rippenbrüche entstehen meist durch direkte Gewalteinwirkung auf den Thorax und können lokale Schmerzen sowie eine Schonatmung verursachen. Bei betroffenen Personen tritt häufig eine flache, atemvermeidende Atmung auf; bei Frakturrandkontakt kann man bei der Untersuchung knirschende oder reibende Geräusche (Krepitation) tasten oder hören. Diagnostik und Verlauf richten sich nach Ausmaß, Verschiebung und begleitenden Verletzungen.
Patient/ inAnrede: Herr/Frau Oberarzt/Oberärztin ……….., Hiermit möchte ich Ihnen die Patientin Frau Iris Berner vorstellen. |
Datum05/08/2025 |
| Alter27 Jahre | Gewicht75 kg | Größe174 cm |
Allergien (Stichwörter)
Wespenstich → Urtikaria und Angioödem
Krustentiere → abdominelle Schmerzen
Genussmittel / Drogen (Stichwörter)
Nichtraucherin
Gelegentlich Alkohol (Wein/Bier)
In der Vergangenheit gelegentlich Joints
Sozialanamnese (Stichwörter)
Studium der Informatik (letztes Semester)
Lebt in Partnerschaft, wohnt mit dem Freund zusammen
Keine Kinder
Familienanamnese (Stichwörter)
Vater: KHK, Bypass-Operation mit V. saphena magna, im Alter von 70 Jahren
Mutter: rechtsseitiger Gesichtsfeldausfall (mit 63 Jahren), Mammakarzinom rechts (OP vor 10 Jahren, seit 1 Jahr erneute Chemotherapie)
Medikamente (Stichwörter)
Euthyrox® 75 µg einmal morgens
Jaz® seit 3 Jahren
Baldrian-Dragees zur Beruhigung
Otalgan® bei Bedarf
Voltaren® (Diclofenac, wasserlöslich) bei Bedarf
Anamnese (Vollsätze)
Die Patientin stellte sich notfallmäßig nach einem vor etwa zwei Stunden erlittenen Polytrauma infolge eines Fahrradsturzes vor.
Die Schmerzintensität wurde mit 6/10 im Abdominalbereich, 7/10 im Oberarmbereich und 7/10 im Kopfbereich angegeben.
Es besteht eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung des rechten Arms.
Die Armschmerzen strahlen in die Schulter aus, und zudem bestehen Parästhesien/Hypästhesien im zweiten und dritten Finger.
Begleitsymptome: Schwindel, Nausea, zwei Episoden von Emesis mit Nahrungsresten, ca. 5-minütiger Bewusstseinsverlust mit antegrader Amnesie, Nackenverspannungen.
Es zeigten sich Exkoriationen von etwa halber Handflächengröße im Bereich der Temporalregion und der Ohrmuschel sowie Hämatome an der rechten Schulter, etwa clementinengroß, und an der rechten Hüfte, etwa handflächengroß.
Folgendes wurde verneint: Dyspnoe, Stridor, Sehstörungen, Epistaxis, Hinweise auf Schädelbasisfraktur, Zahnverletzungen, Tachykardie, Hämaturie, Lazerationen, sichtbare Malpositionen, Luxationen, Frakturen, Fieber.
Zum Unfallhergang gab die Patientin an, sie sei beim Ausweichen vor einem Hund mit dem Fahrrad gestürzt, habe dabei mit dem Kopf gegen den Bordstein aufgeschlagen und sei auf die rechte Seite gefallen. Sie habe keinen Helm getragen und vor dem Unfall ein Glas Bier konsumiert. Der Tetanus-Impfschutz sei unklar. Der Sturz sei auf sauberem Asphalt erfolgt. Die letzte Mahlzeit habe sie etwa vier Stunden zuvor im Rahmen eines Mittagessens in der Kantine eingenommen.
Vegetative Anamnese: Unauffällig außer Insomnie (Prüfungsstress, Durchschlafstörungen), nächtliche Wadenkrämpfe seit Jahren, Obstipation (seit 3 Jahren), glutenfreie Ernährung (Zöliakie).
Vorerkrankungen: Hypothyreose (wahrscheinlich Hashimoto), wiederkehrende nächtliche Wadenkrämpfe, Osteitis pubis rechts (vor 1 Jahr), rezidivierende Otitiden externa („Schwimmerohr“).
Gynäkologie: PMS (Stimmungsschwankungen, Cephalgien, Unterbauchschmerzen). Besserung durch Bewegung, Entspannung und OCP (Jaz).
Verdachtsdiagnose – Differentialdiagnose (Vollsätze)
Polytrauma nach Fahrradsturz
Cephalgien: Commotio cerebri, intrakranielle Hämorrhagie
Abdominalschmerzen: intraabdominelle Organverletzung (Milz, Leber)
Armschmerzen: Frakturen oder Luxationen
Weitere Untersuchung: Wirbelsäule, Thorax, Becken, untere Extremitäten
Weiteres Vorgehen – Therapie (Vollsätze)
Klinische und bildgebende Abklärung (cCT, Sonographie Abdomen, Röntgen Arm/Schulter, ggf. CT Thorax/Becken)
Überwachung der Vitalparameter
Analgesie nach Bedarf
Abklärung Tetanus-Impfschutz, ggf. Auffrischimpfung
Stationäre Aufnahme zur weiteren Diagnostik und Überwachung
Unterschrift
Vorname Nachname
Mit freundlichen Grüßen
1. Unfallhergang
Verkehrsunfall:
• Fahrrad / E-Scooter / Skateboard
Plötzlich starkes Bremsen (Hund ausgewichen)
Sturz mit Kopfaufprall gegen Bordstein/ Kasten
Aufprall zusätzlich auf rechte/ linke Körperseite
• Motorradfahrer
Ungeschützt, v. a. bei höherer Geschwindigkeit
• Fußgänger
Aufprall auf Motorhaube, anschließend Sturz auf Fahrbahn
1. Unfallhergang
Sturz aus großer Höhe:
• Sturz bei der Arbeit (1. Stockwerk, Baugerüst)
Rechtsseitige/ Linksseitige Kopfverletzung
• Bauarbeiter vom Dach / Fenster / Leiter
• Reiter(in) vom Pferd
2. Symptome
• Kopf/Hals: Cephalgie, Schwindel, Nausea, Episoden von Emesis, Bewusstseinsverlust (für X Minuten), Amnesie (meist anterograd), Nackenverspannungen
• Neurologisch: Parästhesien / Hypästhesien,
• Thorax/Abdomen/Extremitäten: Schmerzen im Arm (mit Ausstrahlung), Schmerzen im Oberbauch (häufig), Schmerzbedingte Bewegungseinschränkung
• Haut/Weichteile: Exkoriationen, Hämatome
3. Wichtige Negationen
Keine Hinweise auf Störung der Atemwege oder Atmung (kein Stridor, keine Dyspnoe), Keine Sehstörungen, Keine Epistaxis, Keine Hinweise auf Schädelbasisfraktur (z. B. Raccoon eyes, Hämatotympanon, Liquorrhoe), Keine Zahnverletzungen, Keine Tachykardie, Keine Hämaturie, Keine Lazerationen, Keine sichtbaren Malpositionen, Luxationen oder Frakturen, Kein Fieber
4. Erste Maßnahmen
A – Airway: Atemwege sichern (frei halten, ggf. Absaugen, Intubation)
B – Breathing: Atmung überprüfen und sicherstellen (O₂-Gabe, Beatmung bei Insuffizienz)
C – Circulation: Kreislauf stabilisieren (Zugang legen, Volumengabe, Blutungskontrolle)
D – Disability: Neurologischer Status (Bewusstsein, Pupillen, GCS)
E – Exposure/Environment: Patient vollständig entkleiden, Untersuchung auf weitere Verletzungen, Wärmeerhalt
5. Körperliche Untersuchung
Inspektion: Hämatome, Schürfwunden, Lazerationen, Zyanose, Ödeme, asymmetrische Bauchdecke, blasse Haut, auffällige Atembewegungen
Palpation: Druckschmerzen, Krepitationen, Instabilitäten, subkutanes Emphysem, Abwehrspannung
Perkussion: hypersonorer Klopfschall (Pneumothorax), gedämpfter Klopfschall (Hämatothorax/Pleuraerguss)
Auskultation: Tachykardie, abgeschwächte/fehlende Atemgeräusche, Rasselgeräusche, Stridor
5. Körperliche Untersuchung
• Hirnnervenprüfung
• Extremitäten: Seitenvergleich der Körperhälften
Sensibilität
Motorik (aktiv/passiv, Bewegungsumfang)
Reflexstatus
Durchblutung: Pulsstatus, Kapillärfüllungszeit
6. Labor
6.
Blutbild, Gerinnungsparameter, Blutgruppenbestimmung, Rhesusfaktor, Kreatinin, Elektrolyte, Amylase, Lipase, β-hCG, Leberwerte (ALT/GPT, AST/GOT, γ-GT), Urinanalyse
7. Weiteres Vorgehen
• EKG
• FAST-Sono: Morison-Pouch, linker Oberbauch, Douglas-Raum, Perikard
• Röntgen: HWS, Thorax, Becken, betroffene Extremität (in zwei Ebenen)
• CT: Kopf-CT (bei V. a. SHT), ggf. Ganzkörper-CT (Trauma-CT)
8. Therapie
• Monitoring (EKG, Blutdruck, O₂-Sättigung, Temperatur)
• Schmerztherapie
• Volumen- und Blutersatz
• Beatmung, falls erforderlich
• ggf. Blutstillung
• ggf. Thoraxdrainage bei Hämatothorax oder Pneumothorax
8. Therapie
• Frakturversorgung: Schienung/Stabilisierung → definitive operative Versorgung
• Gehirnerschütterung: symptomatisch, unterstützend
• intraabdominelle Organverletzungen, insbesondere der Milz, der Leber oder des Uterus
• Proximale Humerusfraktur: oft konservativ; abhängig von Winkel/Stellung; ggf. ORIF oder Prothese
8. Therapie
• Anteriore Schulterluxation: häufigste Form; nach Sturz auf abduzierten Arm; Symptome: starke Schmerzen, Bewegungsunfähigkeit, sichtbare Deformität; Reposition mit Vorsicht bei begleitender Fraktur
• Thromboseprophylaxe: erforderlich bei Schenkelhalsfraktur, Femurschaftfraktur, Tibia-/Fibulafraktur, Sprunggelenkfraktur (bei Immobilisation/OP)
9. Stellen Sie sich vor: Wie würden Sie einen Patienten mit Polytrauma typischerweise beschreiben?
Die Patientin stellte sich notfallmäßig aufgrund seit ca. 2 Stunden bestehender, progredienter, dumpfer und stechender Kopfschmerzen sowie Schmerzen im rechten Arm und rechten Oberbauch nach Fahrradsturz vor.
Die Schmerzintensität wurde mit 6/10 im Abdominalbereich, 7/10 im Oberarmbereich und 7/10 im Kopfbereich angegeben. Es besteht eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung des rechten Arms.
9. Stellen Sie sich vor: Wie würden Sie einen Patienten mit Polytrauma typischerweise beschreiben?
Zudem in die Schulter ausstrahlende Armschmerzen sowie Parästhesien/Hypästhesien mit Ausstrahlung in den zweiten und dritten Finger.
Begleitsymptome: Schwindel, Nausea, zwei Episoden von Emesis mit Nahrungsresten, ca. 5-minütiger Bewusstseinsverlust mit antegrader Amnesie, Nackenverspannungen.
Läsionen: Exkoriationen an Temporalregion und Ohrmuschel, Hämatome an rechter Schulter und rechter Hüfte.
Allgemeinbegriff:
1. der Kopfschmerz
2. die Übelkeit
3. das Erbrechen
4. der Gedächtnisverlust / die Erinnerungslücke
5. das Kribbeln / das Taubheitsgefühl
6. die Schürfwunde
7. die Platzwunde
8. der Bluterguss
Fachbegriff:
1. die Cephalgie
2. die Nausea
3. die Emesis
4. die Amnesie
5. die Parästhesie
6. die Hypästhesie
7. die Exkoriation
8. die Lazeration
Allgemeinbegriff:
9. die Atemnot / die Luftnot
10. das pfeifende Atemgeräusch
11. die Nasenblutung
12. die Verrenkung / die Auskugelung
13. der Knochenbruch
14. das Herzrasen / der schnelle Herzschlag
15. das Blut im Urin
16. die Fehlstellung
Fachbegriff:
9. das Hämatom
10. die Dyspnoe
11. der Stridor
12. die Epistaxis
13. die Luxation
14. die Fraktur
15. die Tachykardie
16. die Hämaturie
Allgemeinbegriff:
17. die Atemnot / die Luftnot
18. das pfeifende Atemgeräusch
19. die Nasenblutung
20. die Verrenkung / die Auskugelung
21. der Knochenbruch
22. das Herzrasen / der schnelle Herzschlag
23. das Blut im Urin
24. die Fehlstellung
Fachbegriff:
17. die Dyspnoe
18. der Stridor
19. die Epistaxis
20. die Luxation
21. die Fraktur
22. die Tachykardie
23. die Hämaturie
24. die Malposition
Allgemeinbegriff:
25. die Blauverfärbung (der Haut/Lippen)
26. die Schwellung / die Wassereinlagerung
27. der harte Bauch / die Bauchverkrampfung
28. die Luft im Brustkorb
29. das Blut im Brustkorb
30. das Wasser im Brustkorb
Fachbegriff:
25. die Zyanose
26. das Ödem
27. die Abwehrspannung
28. der Pneumothorax
29. der Hämatothorax
30. der Pleuraerguss
10. Schultergelenk (Articulatio humeri)
Knochen: Humeruskopf, Cavitas glenoidalis (Scapula)
Gelenkpfanne: Glenoid mit Labrum glenoidale
Gelenkkapsel & Bänder: Kapsel, Ligamentum glenohumerale, Ligamentum coracohumerale
Weitere Strukturen: Bursa subacromialis, Bursa subdeltoidea, Rotatorenmanschette
11. Ellenbogengelenk (Olecranon)
Knochen: Humerus (Trochlea, Capitulum), Ulna (Incisura trochlearis, Olecranon), Radius (Caput radii)
12. Hüftgelenk (Articulatio coxae)
Knochen: Caput femoris, Acetabulum (Os ilium, Os ischii, Os pubis)
Gelenkpfanne: Acetabulum mit Labrum acetabulare
Gelenkkapsel & Bänder: Lig. iliofemorale, Lig. pubofemorale, Lig. ischiofemorale, Lig. capitis femoris
Weitere Strukturen: Gelenkkapsel, Gelenkknorpel
13. Zusätzliche Fragen
• Tetanusstatus
• Verschmutzung der Unfallstelle
• Letzte Mahlzeit
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ARZT: Guten Tag,
Mein Name ist Doktor Feil.
Ich bin heute als Assistenzarzt auf der Station tätig.
Ich würde gerne ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen.
Zuallererst möchte ich gern in Erfahrung bringen, ob Sie die Schmerzen als erträglich empfinden.
PATIENTIN: Guten Tag Herr Doktor, Die Schmerzen sind ziemlich heftig, deshalb hätte ich gerne ein Schmerzmittel.
ARZT: Wir schauen uns das gleich zusammen an, und ich stelle Ihnen ein paar Fragen.
Danach bekommen Sie etwas zur Linderung.
Falls Sie etwas nicht richtig verstanden haben oder Fragen haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
Zunächst benötige ich einige persönliche Informationen, danach können wir fortfahren.
Wie heißen Sie?
PATIENTIN: Ich heiße Iris Berner.
ARZT: Könnten Sie bitte Ihren Vornamen und Nachnamen langsam buchstabieren?
PATIENTIN: Natürlich,
Mein Vorname: I, R, I, S
und mein Nachname: B, E, R, N, E, R
ARZT: Wie alt sind Sie, Frau Berner?
PATIENTIN: Ich bin siebenundzwanzig Jahre alt.
ARZT: Wann genau sind Sie geboren?
PATIENTIN: Ich habe am dritten Oktober 1998 Geburtstag.
ARZT: Wie groß sind Sie?
PATIENTIN: Ich bin hundertvierundsiebzig Zentimeter groß.
ARZT: Wie viel wiegen Sie?
PATIENTIN: Ich wiege ungefähr fünfundsiebzig Kilogramm.
ARZT: Wie heißt Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihre Hausärztin?
PATIENTIN: Meine Hausärztin heißt Doktor Karla Scholz.
ARZT: Was führt Sie heute zu uns?
PATIENTIN: Ich bin mit dem Fahrrad gestürzt und habe jetzt Schmerzen im Arm, im Kopf und auch im Bauch.
ARZT: Haben Sie Atemprobleme oder bekommen Sie schlecht Luft?
PATIENTIN: Nein, ich kann ganz normal atmen.
ARZT: Ist Ihnen etwas an der Stimme aufgefallen?
Oder haben Sie ein pfeifendes Atemgeräusch bemerkt?
PATIENTIN: Nein, meine Stimme ist wie immer, und beim Atmen höre ich auch kein Pfeifen.
ARZT: Hatten Sie Brustschmerzen, Engegefühl, Herzrasen oder Schwindel seit dem Unfall?
PATIENTIN: Mir ist irgendwie schwindelig.
ARZT: Ist Ihnen aufgefallen, ob irgendetwas gebrochen oder verrenkt aussieht?
Also ob etwas komisch steht, wie eine Fehlstellung?
PATIENTIN: Nein, ich glaube nicht.
Ich habe nichts Ungewöhnliches bemerkt.
ARZT: Gab es bei Ihnen früher schon mal Magen- oder Darmgeschwüre?
Oder Probleme mit den Nieren?
PATIENTIN: Nein, sowas hatte ich bisher noch nie.
ARZT: Könnte es sein, dass Sie schwanger sind?
PATIENTIN: Nein, ich nehme Verhütungsmittel.
ARZT: Ist Ihnen übel?
Ich frage, ob Sie ein Schmerzmittel einnehmen können oder ob wir lieber etwas anderes geben sollten.
PATIENTIN: Ja, mir ist jetzt übel, und ich habe mich schon zweimal übergeben.
ARZT: Was genau haben Sie erbrochen?
PATIENTIN: Das waren Essensreste und Magensäure.
ARZT: Dann informiere ich jetzt die Krankenschwester – Sie bekommen gleich ein Schmerzmittel und auch etwas gegen Übelkeit und Erbrechen.
Könnten Sie mir bitte erzählen, wann, wo und wie der Unfall passiert ist?
PATIENTIN: Ich war vor etwa zwei Stunden mit dem Fahrrad unterwegs, als ich plötzlich stark bremsen musste, um einem Hund auszuweichen.
Dabei bin ich gestürzt und mit dem Kopf gegen den Bordstein geschlagen.
Ehrlich gesagt habe ich nach der Uni mit meinem Freund ein Glas Bier getrunken.
Wahrscheinlich habe ich deshalb beim Bremsen die Kontrolle über das Rad verloren.
ARZT: Was ist dann passiert?
PATIENTIN: Ich bin umgekippt.
Als ich wieder zu mir gekommen bin, habe ich das Martinshorn der Ambulanz gehört und gesehen, dass der Notdienst zu mir kommt.
Ein Passant hat wohl den Rettungsdienst gerufen.
ARZT: Wissen Sie, wie lange Sie nicht bei Bewusstsein waren?
PATIENTIN: Nicht genau, aber wahrscheinlich so etwa fünf Minuten.
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ARZT: Erinnern Sie sich an alles?
PATIENTIN: Nicht genau.
Nach dem Unfall war ich etwas verwirrt, und die Bilder und Geräusche waren für mich nicht ganz klar.
ARZT: Wohin waren Sie unterwegs?
PATIENTIN: Ich war auf dem Heimweg.
ARZT: Hatten Sie einen Helm und Schutzkleidung getragen?
PATIENTIN: Nein, ich hatte nichts dabei.
ARZT: In welche Richtung sind Sie gefallen?
Nach vorne, nach hinten, nach rechts oder nach links?
PATIENTIN: Ich bin auf die rechte Seite gefallen.
ARZT: Mit welcher Körperregion sind Sie auf dem Boden aufgetroffen?
PATIENTIN: Ich bin mit der rechten Seite auf den Boden gestürzt.
ARZT: Haben Sie sich beim Sturz mit der Hand abgestützt?
PATIENTIN: Nein, ich konnte mich nicht abstützen.
ARZT: Wo genau tut es weh?
PATIENTIN: Ich habe Schmerzen im ganzen Kopf.
Außerdem tut mir der rechte Arm und der Bauch weh.
ARZT: Haben sich die Schmerzen im Zeitverlauf verbessert, verschlimmert oder sind sie unverändert geblieben?
PATIENTIN: Die Schmerzen sind etwas stärker geworden.
ARZT: Wie würden Sie die Schmerzen beschreiben?
PATIENTIN: Die Schmerzen sind dumpf und stechend.
ARZT: Strahlen die Schmerzen irgendwohin aus?
PATIENTIN: Die Armschmerzen ziehen bis in die Schulter.
ARZT: Wie würden Sie die Intensität Ihrer Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten, wobei 1 für leichte und 10 für unerträgliche Schmerzen steht?
PATIENTIN: Ich würde die Schmerzen im Bauch mit 6 von 10, im Arm mit 5 bis 7 von 10 und am Kopf ebenfalls mit 7 von 10 bewerten.
ARZT: Haben Sie Wunden oder Haarausfall am Kopf?
PATIENTIN: Ja, ich habe eine Schürfwunde am Kopf.
ARZT: Wo genau ist es und wie groß ist es?
PATIENTIN: Im Schläfenbereich und an der Ohrmuschel, etwa so groß wie die halbe Handfläche.
ARZT: Haben Sie Sehprobleme wie Doppelbilder oder verschwommenes Sehen?
PATIENTIN: Nein, ich sehe normal.
ARZT: Haben Sie Nasenbluten?
PATIENTIN: Nein, ich habe kein Nasenbluten.
ARZT: Haben Sie Auffälligkeiten wie blaue Flecken hinter den Ohren oder um die Augen herum bemerkt?
PATIENTIN: Nein, ich habe nichts Auffälliges hinter den Ohren gesehen.
ARZT: Sind Ihre Zähne intakt?
PATIENTIN: Ja, ich habe keine Zahnverletzungen.
ARZT: Haben Sie Hörprobleme oder einen Ausfluss aus dem Ohr bemerkt?
PATIENTIN: Nein, gar nichts.
ARZT: Haben Sie Nackenschmerzen oder eine Nackensteifigkeit?
Können Sie den Kopf problemlos in verschiedene Richtungen bewegen?
PATIENTIN: Ja, wenn ich den Nacken drehe, spüre ich Schmerzen.
ARZT: Haben Sie Husten oder atmen Sie schneller oder langsamer als sonst?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine Atemprobleme.
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ARZT: Wann haben Sie zuletzt etwas verzehrt?
PATIENTIN: Vor etwa vier Stunden habe ich in der Kantine zu Mittag gegessen.
ARZT: Haben Sie Beschwerden beim Stuhlgang oder Wasserlassen, zum Beispiel Schmerzen oder Blut?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine Beschwerden.
Aber ich habe seit etwa 3 Jahren Verstopfung.
Es dauert oft lange, bis ich auf die Toilette kann, und ich habe das Gefühl, dass der Darm nicht ganz entleert ist.
PATIENTIN: Meine Hausärztin meinte, das könnte auch von meiner Schilddrüsenunterfunktion kommen.
ARZT: Das heißt, Sie leiden an einer Schilddrüsenunterfunktion.
Nehmen Sie dagegen ein Medikament, zum Beispiel Euthyrox?
PATIENTIN: Ja, Euthyrox, 75 einmal morgens – schon seit zwei Jahren.
ARZT: Erinnern Sie sich noch an die genaue Diagnose der Schilddrüsenunterfunktion?
PATIENTIN: Ja, meine Ärztin meinte, das war so eine dauerhafte Entzündung von der Schilddrüse.
ARZT: Leiden Sie vielleicht auch an anderen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder Weißfleckenkrankheit?
PATIENTIN: Nein
ARZT: Ein kleiner Hinweis noch: Am besten hilft gegen Verstopfung eine Ernährung mit genügend Flüssigkeit und Ballaststoffen.
Das heißt, mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag, das sind ungefähr 6 bis 8 Gläser Wasser, und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst und Gemüse.
Außerdem Bewegung – ideal wären etwa 2- bis 3-mal pro Woche mindestens 30 Minuten.
Haben Sie Schmerzen oder Blut beim Stuhlgang bemerkt?
PATIENTIN: Nein, nichts.
ARZT: Haben Sie Schürfwunden oder Platzwunden an anderen Körperregionen?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine weiteren Verletzungen bemerkt.
ARZT: Sind Ihnen blaue Flecken oder Blutergüsse aufgefallen?
PATIENTIN: Ja, ich habe blaue Flecken an der rechten Schulter und an der rechten Hüfte.
ARZT: Wie groß sind sie?
PATIENTIN: An der Schulter etwa so groß wie eine kleine Clementine und an der rechten Hüfte ungefähr so groß wie eine Handfläche.
ARZT: Haben Sie Schwellungen?
PATIENTIN: Nein, nichts Auffälliges.
ARZT: Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihr Bauchumfang größer geworden ist?
PATIENTIN: Nein, das habe ich nicht bemerkt.
ARZT: Bestehen Bewegungseinschränkungen?
In welchen Bewegungsrichtungen treten diese auf?
PATIENTIN: Ich kann meinen rechten Arm nicht bewegen – die Schmerzen hindern mich daran.
ARZT: Haben Sie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche bemerkt?
PATIENTIN: Ich habe ein Schweregefühl und so ein pelziges Gefühl im Arm, das bis in den Zeige- und Mittelfinger ausstrahlt.
ARZT: Ist Ihnen irgendeine Schiefstellung, Verrenkung oder ein Bruch aufgefallen?
PATIENTIN: Nein, da habe ich nichts bemerkt.
ARZT: Gibt es irgendetwas Auffälliges an Ihren Beinen?
Zum Beispiel blaue Flecken, Wunden oder Verfärbungen?
PATIENTIN: Nein, da ist nichts Auffälliges.
ARZT: Sind Sie in der Lage zu stehen und zu gehen?
PATIENTIN: Ja, das ist problemlos möglich.
ARZT: Haben Sie so ein Klicken oder Knirschen gespürt, zum Beispiel beim Bewegen?
PATIENTIN: Nein, da habe ich nichts gemerkt.
ARZT: Gibt es Verletzungen an den Nägeln?
PATIENTIN: Nein
ARZT: Wann haben Sie sich zuletzt gegen Wundstarrkrampf impfen lassen?
PATIENTIN: Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber Sie können gern meine Hausärztin anrufen und nachfragen – ich gebe Ihnen die Kontaktdaten.
ARZT: Gerne, War die Stelle, an der Sie gestürzt sind, sauber – zum Beispiel Asphalt – oder eher schmutzig, zum Beispiel mit Erde oder Müll?
PATIENTIN: Ich bin auf Asphalt gefallen.
Der Boden war nicht schmutzig.
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ARZT: Haben Sie Fieber, Nachtschweiß, Schüttelfrost oder Schweißausbrüche?
PATIENTIN: Nichts
ARZT: Wie ist Ihr Appetit?
PATIENTIN: Ich esse gerne fast alles.
ARZT: Wie ernähren Sie sich?
Veganer, Vegetarier oder Allesfresser?
PATIENTIN: Wissen Sie Herr Doktor, Ich vertrage kein Gluten – also Sachen mit Weizen, Roggen oder Gerste.
Wenn ich sowas esse, krieg ich Bauchschmerzen, Blähungen und manchmal auch Durchfall.
Ich muss da echt aufpassen, sonst geht es mir richtig schlecht.
Deshalb muss ich mich glutenfrei ernähren.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit ungewollt abgenommen oder zugenommen?
PATIENTIN: Nein, mein Gewicht ist gleich geblieben.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen?
PATIENTIN: Ich schlafe meistens schlecht durch, besonders wenn Prüfungen anstehen.
Ich denke, das liegt am Stress.
Zudem kriege ich seit 4 Jahren manchmal nachts so heftige Krämpfe in der Wade – das zieht richtig rein.
Ja, das kenne ich – war bei mir auch so.
ARZT: Haben Sie denn schon etwas dagegen unternommen?
PATIENTIN: Ja, ich nehme Baldrian-Dragees zur Beruhigung – das finde ich hilfreich.
Gegen die Krämpfe habe ich schon Eisen und andere Mittel ausprobiert, aber leider hat nichts wirklich geholfen.
ARZT: Wie lange halten die Krämpfe denn meistens an?
PATIENTIN: Nur ein paar Sekunden, manchmal auch eine Minute oder so.
ARZT: Gibt es was, das die Krämpfe besser macht?
PATIENTIN: Ja, wenn ich das Bein bewege oder jemand die Wade massiert, wird es schnell besser.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Wasserlassen?
PATIENTIN: Nein, beim Wasserlassen habe ich keine Probleme.
ARZT: Erinnern Sie sich noch an die genaue Diagnose der Schilddrüsenunterfunktion?
PATIENTIN: Ja, meine Ärztin meinte, das war so eine dauerhafte Entzündung von der Schilddrüse.
ARZT: Leiden Sie vielleicht auch an anderen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder Weißfleckenkrankheit?
PATIENTIN: Nein
ARZT: Haben Sie noch andere chronische Krankheiten, zum Beispiel Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte – außer der Schilddrüsenunterfunktion?
PATIENTIN: Ja, ich habe seit einem Jahr eine Schambeinentzündung auf der rechten Seite.
Die macht sich vor allem durch Schmerzen beim längeren Sitzen und beim Aufstehen bemerkbar.
Mein Arzt meinte, das könnte auch durch langes Sitzen während des Studiums entstanden sein.
Außerdem gehe ich oft schwimmen.
Danach jucken manchmal beide Gehörgänge, und Außerdem gehe ich oft schwimmen, und danach habe ich manchmal Juckreiz und eine Rötung in beiden Ohren.
Meine Ärztin meinte, das sei ein Schwimmerohr.
Dann nehme ich immer Ohrentropfen dagegen.
ARZT: Am besten sollten Sie beim Schwimmen Ohrstöpsel tragen.
Wie heißt der Tropfen?
PATIENTIN: Der heißt, glaube ich, Otalgan.
ARZT: Nehmen Sie noch andere Medikamente?
PATIENTIN: Ich nehme die Verhütungspille und gelegentlich so ein wasserlösliches Voltaren gegen Schmerzen.
ARZT: Wie heißt Ihre Verhütungspille und wie nehmen Sie sie ein?
PATIENTIN: Die Pille heißt Jaz. Ich nehme sie seit 3 Jahren täglich zur gleichen Uhrzeit ein, jeweils eine Tablette.
Ich hätte noch eine Frage: Was soll ich machen, wenn ich die Verhütungspille vergesse einzunehmen?
ARZT: Wenn Sie nur eine Pille vergessen, nehmen Sie sie sofort ein, sobald Sie es merken – auch wenn Sie an diesem Tag dann zwei Pillen nehmen müssen.
Danach machen Sie ganz normal weiter.
PATIENTIN: Und wenn ich zwei Pillen hintereinander vergesse?
ARZT: Es kommt darauf an, in welcher Woche Sie sind.
Wenn es in der ersten oder zweiten Woche passiert, nehmen Sie an dem Tag, an dem Sie es merken, zwei Pillen und am nächsten Tag nochmal zwei.
Danach geht es wieder normal weiter.
Warum nehmen Sie genau die wasserlösliche Form von Voltaren?
PATIENTIN: Weil es einfach schneller hilft.
ARZT: Bitte beachten Sie, dass Voltaren nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden sollte, weil es sonst zu Magenbeschwerden wie ein Geschwür führen kann.
Haben Sie ein Rezept für Ihre Medikamente?
PATIENTIN: Ja, habe ich.
ARZT: Sind Sie vollständig geimpft, also haben Sie alle Impfungen seit Ihrer Kindheit erhalten?
PATIENTIN: Ja, ich bin vollständig geimpft.
ARZT: Wann hatten Sie das letzte Mal Ihre Periode?
Kommt sie regelmäßig?
PATIENTIN: Vor etwa zwei Wochen, kommt alle 30 Tage.
ARZT: Haben Sie bekannte Probleme im Bereich der Frauengesundheit?
Zum Beispiel sehr starke Schmerzen oder ungewöhnlich starke Blutungen?
PATIENTIN: Also, ich habe oft Beschwerden vor der Periode.
Da bekomme ich Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und manchmal auch Unterleibsschmerzen.
Die Regelblutung selbst ist meistens normal, nicht besonders stark oder auffällig.
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ARZT: Wie lange dauern die Beschwerden?
Und welche Behandlungen haben Sie bisher ausprobiert?
PATIENTIN: Die Beschwerden fangen meistens ein paar Tage vor der Periode an, so drei bis fünf Tage, und hören dann mit Beginn der Blutung langsam wieder auf.
Gegen die Kopfschmerzen nehme ich manchmal Voltaren.
Bei den Stimmungsschwankungen hilft mir ein bisschen Bewegung oder Entspannung, zum Beispiel Spazierengehen oder Yoga.
Meine Ärztin hat mir außerdem empfohlen, auf genug Schlaf und eine ausgewogene Ernährung zu achten.
Darüber hinaus hat Jaz bei mir positive Effekte gezeigt
ARZT: Hatten Sie bisher schon einmal eine Schwangerschaft?
PATIENTIN: Nein.
ARZT: Haben Sie bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten, zum Beispiel gegen Lebensmittel, Medikamente, Tiere oder andere Substanzen?
PATIENTIN: Ich habe Probleme mit Wespenstichen, und Krustentiere vertrage ich auch nicht.
ARZT: Wie äußern sich Ihre Allergien?
PATIENTIN: Einmal war ich auf einem Ausflug, da wurde ich von einer Wespe gestochen.
Danach habe ich am ganzen Körper Ausschlag bekommen und meine Lippen sind angeschwollen.
Ich bin dann in die Notaufnahme gegangen und habe dort eine Spritze bekommen.
Seitdem habe ich immer einen EpiPen dabei.
Außerdem bekomme ich Bauchschmerzen, wenn ich Krustentiere esse.
ARZT: Rauchen Sie?
PATIENTIN: Ich bin keine Raucherin.
ARZT: Trinken Sie Alkohol?
Welche Art?
Wie viel?
PATIENTIN: Ja, zum Beispiel bei Festen und auf Partys trinke ich gelegentlich Alkohol – meistens ein Glas Wein oder Bier.
ARZT: Darf ich Sie fragen, ob Sie schon einmal Drogen konsumiert haben?
PATIENTIN: Gelegentlich habe ich auf Partys Joints geraucht.
ARZT: Was sind Sie von Beruf?
PATIENTIN: Ich studiere Informatik und bin jetzt im letzten Semester an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Wenn alles gut läuft, mache ich in ein paar Monaten meinen Abschluss.
ARZT: Informatik – das ist bestimmt ein sehr gefragtes Fach.
Da haben Sie nach dem Studium sicher gute Chancen.
Wie ist Ihr Familienstand?
PATIENTIN: Ich bin in einer Partnerschaft.
ARZT: Mit wem wohnen Sie zusammen?
PATIENTIN: Ich wohne mit meinem Freund zusammen.
ARZT: Gibt es in Ihrer Familie wichtige Erkrankungen, beispielsweise bei Ihren Eltern, Geschwistern oder anderen nahen Verwandten?
PATIENTIN: Mein Vater wurde im Alter von 70 Jahren im Krankenhaus am Herzen operiert.
Ihm haben sie sozusagen eine neue Ader aus dem rechten Bein gelegt, weil die Durchblutung nicht mehr richtig funktioniert hat.
Bei meiner Mutter ist mit 63 Jahren plötzlich das rechte Gesichtsfeld ausgefallen.
Die Ärzte konnten keinen genauen Grund dafür finden.
Außerdem wurde bei ihr vor zehn Jahren rechts Brustkrebs festgestellt, der damals operiert wurde.
Seit etwa einem Jahr bekommt sie nun wieder eine Chemotherapie.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit eine Reise gemacht?
PATIENTIN: Nein, ich habe in letzter Zeit keine Reise unternommen.
ARZT: Haben Sie Haustiere?
PATIENTIN: Ich habe keine Haustiere.
ARZT: Wir sind mit der Anamnese fertig.
Sagen Sie bitte: Wie stark haben sich Ihre Symptome gebessert?
PATIENTIN: Mir ist nicht mehr schlecht, und die Schmerzen sind viel besser geworden.
ARZT: Gut zu hören, Haben Sie noch Fragen?
PATIENTIN: Muss ich operiert werden?
ARZT: Das können wir im Moment noch nicht genau sagen.
Sie haben mehrere Verletzungen erlitten, und wir müssen jetzt mit Röntgenaufnahmen, CT und Ultraschall genau abklären, ob Knochenbrüche oder innere Verletzungen vorliegen.
Erst danach können wir entscheiden, ob eine Operation notwendig ist oder ob wir die Verletzungen auch ohne OP behandeln können.
Jetzt werde ich eine körperliche Untersuchung durchführen, um Ihren aktuellen Gesundheitszustand genauer zu beurteilen.
