Begrüßung
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun die Patientin Frau Laura Hack vorstellen.
Sie ist 18 Jahre alt, 174 cm groß und wiegt etwa 70 kg. Der Körpermassindex (BMI) beträgt 23,1 (Normalbereich).
Aktuelle Anamnese
Die Patientin stellte sich mit seit zwei Tagen bestehender Pyrexie bis 38,4 °C (axillär gemessen), zervikaler Lymphadenopathie sowie stechenden Odynophagien und Myalgien vor. Prodromal bestanden bereits seit etwa einer Woche leichtes Fieber, Inappetenz und Cephalgien .
Die Patientin wies eine beidseitige zervikale Lymphadenopathie auf, die im posterioren Bereich stärker ausgeprägt ist als im anterioren Halsbereich und sich palpatorisch weich, verschieblich sowie druckdolent darstelle.
Als Begleitsymptome bestanden Xerostomie, zweimaliger Schüttelfrost, Pharyngitis (weißliche Tonsillenbeläge und Pharyngealentzündung), Foetor ex ore insbesondere morgens sowie trockener Reizhusten.
Zudem berichtete die Patientin über ein Druckgefühl im Epigastrium.
Folgende Beschwerden wurden von der Patientin verneint: Konjunktivitis, Rhinitis, Hypogeusie, neue otologische Befunde, Tachypnoe, Tachykardie, Dyspnoe, Heiserkeit, Nausea, Emesis, abdominelle Schmerzen, Diarrhö, kutane Exantheme, Wiederholte Infekte in letzter Zeit sowie Hämatome.
Zwar hat die Patientin zweimal Paracetamol 500 mg eingenommen, jedoch ohne Besserung der Beschwerden.
Nach ihren Angaben habe ihr Freund vor etwa zwei Wochen ähnliche Symptome entwickelt und nach der Gabe von Ampicillin ein Exanthem gezeigt.
Zudem gab die Patientin an, vor etwa zwei Monaten das Oktoberfest besucht zu haben.
Der Patient habe sich vollständig gegen COVID-19 impfen lassen.
(Die Patientin ist gerade 18 Jahre alt geworden und kann deshalb nicht mehr zu ihrer bisherigen Kinderärztin gehen. Aus diesem Grund stellt sie sich heute bei uns vor. Einen neuen Hausarzt hat sie bislang noch nicht gefunden.)
Die vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig bis auf eine vegane Ernährung, unter der es bei Knoblauch- und Zwiebelkonsum zu Meteorismus kommt, sowie eine Insomnie in Form von Ein- und Durchschlafstörungen seit dem Tod ihres Vaters vor knapp einem Jahr und in den letzten Tagen zusätzlich bedingt durch die aktuellen Symptome.
Vorerkrankungen
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
Die Patientin leidet seit der Kindheit an einer Neurodermitis der Hände, getriggert durch Kälte im Winter und durch wiederholte Anwendung alkoholhaltiger Desinfektionssprays, wobei gelegentlich Rhagaden auftreten.
Seit zehn Jahren besteht ein gut eingestellter Diabetes mellitus Typ I. Die Patientin verwendet eine Insulinpumpe am Abdomen, an der Einstichstelle zeigen sich keine Hautveränderungen. Folgekomplikationen sind bislang nicht aufgetreten.
Vor einem Monat erlitt die Patientin beim Joggen eine Achillessehnenruptur, die konservativ mit Bandage und Ibuprofen behandelt wurde und bisher eine deutliche Besserung zeigt.
Vor etwa eineinhalb Jahren erlitt die Patientin beim Snowboarden eine Rippenfraktur der dritten und vierten Rippe rechts, die konservativ mit Analgetika, körperlicher Schonung und Ruhe behandelt wurde und folgenlos ausheilte.
Voroperationen
Vor fünf Jahren erlitt die Patientin beim Volleyballspielen eine Nasenfraktur durch einen Balltrauma; die operative Versorgung verlief komplikationslos.
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Untersuchung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel durch sichtbare Narben – ist der Indikativ angebracht. (In der Fachsprachprüfung findet keine körperliche Untersuchung statt.)
Gynäkologie
Die letzte Menstruation bestand vor etwa einer Woche. Seit ungefähr einem Jahr zeigt sich eine Zyklusstörung mit Schwankungen zwischen 20 und 40 Tagen (Polymenorrhoe bzw. Oligomenorrhoe). Prämenstruell treten Kopfschmerzen auf, die etwa 3–4 Tage vor Einsetzen der Blutung beginnen und 2–3 Tage anhalten. Die Menstruationsblutung variiert in der Intensität mit Episoden einer Hypermenorrhoe (4–5 Tampons pro Tag) und Phasen einer Hypomenorrhoe (1 Tampon pro Tag ausreichend).
Medikamente
Cortisonsalbe lokal
Ibuprofen 400 mg bei bedarf
Johanniskraut-Kapseln zur Behandlung der Insomnie
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Beobachtung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel anhand eines Rezepts – ist der Indikativ angebracht.
Allergien
Seit einigen Monaten besteht eine Photosensibilisierung in Form vom Sonnenbrand, vermutlich im Zusammenhang mit der Einnahme von Johanniskraut.
Es besteht eine Pollenallergie, vor allem im Frühjahr, mit allergischer Rhinokonjunktivitis. Zudem liegt eine Nahrungsmittelallergie gegen Mandeln und Erdnüsse vor, die sich durch Parästhesien der Zunge manifestiert.
Noxen
Nichtraucherin
Die Patientin konsumiert gelegentlich helles Bier.
Drogenanamnese: dreimaliger Cannabiskonsum
Sozialanamnese
Die Patientin ist als technische Zeichnerin tätig, lebt mit ihrer Mutter zusammen, ist ledig, befindet sich jedoch in einer festen Partnerschaft.
Familienanamnese
Der Vater verstarb im Alter von 62 Jahren an einer Struma maligna, das mittels Strahlentherapie behandelt worden war.
Die Mutter ist 58 Jahre alt, leidet an einem insulinpflichtigen Diabetes mellitus und zeigt seit etwa fünf Jahren eine Visusminderung am linken Auge aufgrund einer diabetischen Retinopathie.
Der Bruder ist 21 Jahre alt und an Mukoviszidose erkrankt, mit chronischem produktivem Husten, rezidivierender Dyspnoe, erhöhter Infektanfälligkeit und wiederholten Krankenhausaufenthalten; er inhaliert regelmäßig Medikamente.
Verdachts- und Differentialdiagnose
Meines Erachtens deuten die anamnestischen Angaben – insbesondere Halsschmerzen, Fieber und eine diffuse zervikale Lymphadenopathie – auf ein Mononukleose-Syndrom im Sinne einer wahrscheinlichen EBV-Infektion hin. Unterstützend wirken die ähnlichen Beschwerden des Freundes, das vorausgehende Prodrom sowie der Oktoberfestbesuch vor etwa zwei Monaten.
Allerdings lässt sich der Erreger anhand der Klinik allein nicht identifizieren, zumal eine infektiöse Mononukleose insbesondere mit einer bakteriellen Tonsillitis verwechselt werden kann. Daher sind weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich, um eine gezielte Therapie zu ermöglichen.
Eine Primärinfektion mit dem humanen Cytomegalievirus (CMV) verläuft bei Gesunden meist asymptomatisch, kann jedoch Mononukleose-ähnliche Symptome verursachen. Exsudative Pharyngitis, Lymphadenopathie, Hepatitis und Splenomegalie sind dabei weniger häufig zu erwarten.
Es bestehen keine Hinweise auf ein Lymphom.
Pathogen/ Errerger
Viren:
• Epstein-Barr-Virus (EBV):
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist weltweit in der menschlichen Bevölkerung nahezu allgegenwärtig und überwiegend bei Erwachsenen nachweisbar.
Das Virus wird nicht durch beiläufigen Kontakt übertragen, sondern meist in der frühen Kindheit über Speichel-haltige Gegenstände oder in der Adoleszenz durch Küssen erworben.
Die Inzidenz der infektiösen Mononukleose ist am höchsten in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen.
EBV infiziert B-Lymphozyten.
Die Inkubationszeit zwischen Exposition und Symptombeginn beträgt in der Regel 30 bis 50 Tage.
Das Syndrom der infektiösen Mononukleose ist charakterisiert durch die klinische Trias aus Fieber, Halsschmerzen und Lymphadenopathie im Bereich des Waldeyer-Rachenrings in Kombination mit einer atypischen Lymphozytose sowie dem vorübergehenden Nachweis heterophiler Antikörper.
Bei der körperlichen Untersuchung sind die Patienten meist febril. Typische Befunde sind ein pharyngeales Erythem und eine Tonsillenhyperplasie. Mitunter kann ein mildes periorbitales Ödem beobachtet werden. Abdominell können sich eine Splenomegalie, eine Hepatomegalie oder beide Befunde zeigen.
Es kann ein Exanthem auftreten, insbesondere nach Gabe von Ampicillin wie Ampicillin
Bisher wurde noch kein Impfstoff entwickelt.
• SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2):
Typische Symptome sind Fieber, Husten sowie gastrointestinale Beschwerden wie Diarrhö und Erbrechen.
• Influenza-Virusinfektion:
Typischerweise verlaufend ohne Lymphadenopathie. Fieber, Myalgien und trockener Husten stehen im Vordergrund.
Bakterie:
• Die häufigste bakterielle Ursache einer Pharyngitis bei Erwachsenen ist Streptococcus pyogenes der Gruppe A (β-hämolysierend). Typisch ist der rasche Beginn mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, ggf. leichter Nackensteifigkeit. Klinisch zeigen sich hypertrophe Tonsillen mit Exsudat, Foetor ex ore sowie druckschmerzhafte, vergrößerte vordere zervikale Lymphknoten. Rhinorrhoe (Coryza) fehlt typischerweise.
Diagnostische Abklärung
Bei klinischem Verdacht auf eine infektiöse Mononukleose bei jüngeren Patientinnen und Patienten erfolgt in der Regel eine ambulante Behandlung.
körperliche Untersuchung
Zu Beginn erfolgt die Erhebung der Vitalparameter, einschließlich Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur.
Anschließend erfolgt eine gezielte körperliche Untersuchung, beginnend mit der Inspektion. Hierbei wird auf typische Auffälligkeiten geachtet, wie etwa ein Exanthem (z. B. bei infektiöser Mononukleose nach Aminopenicillin-Gabe), Zeichen einer Rhinokonjunktivitis, Tonsillenschwellung mit Exsudat, eine gerötete und geschwollene Uvula, Petechien am weichen Gaumen (z. B. bei Streptokokkeninfektion) oder die sogenannte „Erdbeerzunge“ (Strawberry tongue) bei Scharlach.
Im Rahmen der Palpation erfolgt die Beurteilung der zervikalen Lymphknoten hinsichtlich Schmerzhaftigkeit, Verschiebbarkeit und Konsistenz sowie das Abtasten auf eine mögliche Hepato- oder Splenomegalie, wie sie etwa bei einer EBV-Infektion vorkommen kann. Zudem werden Hautveränderungen wie Rötung berücksichtigt.
Die Perkussion kann bei pulmonaler Beteiligung (z. B. bei Verdacht auf Pneumonie) einen gedämpften Klopfschall ergeben.
Bei der Auskultation können – abhängig vom klinischen Bild – bronchiale Atemgeräusche (z. B. bei viralen Atemwegsinfektionen) oder feinblasige Rasselgeräusche im Rahmen einer bakteriellen Pneumonie nachweisbar sein. Ein inspiratorischer Stridor kann auf eine supraglottische Beteiligung, etwa im Sinne einer Epiglottitis, hinweisen.
(Bitte beachten Sie, dass die Patientin an einem Diabetes mellitus leidet. Daher sind eine Ophthalmoskopie, die Untersuchung des diabetischen Fußes sowie die Bestimmung des HbA1c indiziert.)
Laboruntersuchungen
Laborchemisch würden wir ein Differentialblutbild, CRP, Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) sowie die Nierenretentionsparameter (Harnstoff und Kreatinin) bestimmen.
Im Blutbild findet sich häufig eine Leukozytose mit mononukleären Zellen. Im Blutausstrich (Abbildungen) zeigen diese einen unregelmäßig geformten Zellkern und werden als Lymphoid- bzw. Pfeiffer-Zellen bezeichnet, also aktivierte T-Lymphozyten.
Der EBV-Schnelltest (Nachweis heterophiler Antikörper gegen Schafserythrozyten) wird klassischerweise zur Diagnostik der durch EBV verursachten infektiösen Mononukleose eingesetzt. Bei etwa 90 % der symptomatischen akuten Infektionen sind diese Antikörper nachweisbar, jedoch zum Zeitpunkt der Erstvorstellung nur bei rund zwei Dritteln der Patienten. Fällt der Test initial negativ aus und besteht weiterhin ein hoher klinischer Verdacht, sollte die Untersuchung in der zweiten oder dritten Krankheitswoche wiederholt werden.
Der Nachweis EBV-spezifischer Antikörper ist der Goldstandard zur Diagnostik der akuten EBV-Infektion. Besonders wichtig ist VCA-IgM, während VCA-IgG lebenslang bestehen bleibt und nicht zur Akutdiagnose geeignet ist. EBNA-Antikörper entstehen später; eine Serokonversion weist auf eine frische Infektion hin.
Bei Verdacht auf eine bakterielle Tonsillitis durch Streptococcus pyogenes (GAS) sollte zunächst ein Rachenabstrich für einen Antigenschnelltest (RADT) erfolgen. Ist dieser negativ, wird ergänzend eine kulturelle Anzucht durchgeführt, die weiterhin den diagnostischen Goldstandard darstellt.
Bei klinischem Verdacht auf COVID-19 sollte ein Rachenabstrich zum PCR-Nachweis von SARS-CoV-2 durchgeführt werden.
Anatomische Diagnose
Bei Verdacht auf eine Hepato- bzw. Splenomegalie im Rahmen einer EBV-Infektion ist eine Sonographie indiziert.
Behandlung
Der klinische Verlauf ist in der Regel selbstlimitierend und erfordert meist keine spezifische therapeutische Intervention.
• Körperliche Schonung / Ruhe
• Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
• Analgetika / Antipyretika: Paracetamol, Ibuprofen
• Ggf. Husten: Dextromethorphan
• Nach Abklingen der Symptome sollte bei klinisch signifikanter Splenomegalie für 3 bis 4 Wochen auf körperlich belastenden Sport verzichtet werden.
Komplikationen
Ein tödlicher Verlauf der infektiösen Mononukleose ist selten. Wenn er auftritt, ist er meist mit neurologischen Komplikationen, einer Milzruptur oder dem X-chromosomal vererbten lymphoproliferativen Syndrom assoziiert.
• Orale Haarleukoplakie
• Posttransplantations-lymphoproliferative Erkrankung (PTLD)
• Autoimmunhämolytische Anämie
• Neutropenie
• Thrombozytopenie
• Burkitt-Lymphom
• Subtyp der Hodgkin-Lymphome
• ZNS-Lymphom (Zentralnervensystem-Lymphom)
|
Zusatzwissen |
|
Häufigste Erreger sind humane Rhinoviren, RNA-Viren, die das obere Respirationsepithel infizieren und bis zur Hälfte aller Erkrankungen verursachen. Darüber hinaus können auch Coronaviren, Influenzaviren, Parainfluenzaviren oder das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) dieses Krankheitsbild hervorrufen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2 bis 8 Tage. |
|
|
Extra
Namen:
Herr Anders, Herr Conrad, Herr Kühn, Marianne Koch, Matthäus Bauer, Anna-Maria Schön
Einzelheiten:
Sie war weder auf Reisen noch bestanden Kontakte zu erkrankten Personen in ihrem Umfeld.
Ihre Mutter lebt in einer anderen Stadt, sodass sie sich nicht häufig sehen können.
Der Patient absolvierte eine Ausbildung zum Gärtner.
Der Hausarzt (Herr Glock) befand sich während der Osterferien im Urlaub.
Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA).
Der Patient ist Gymnasiast und möchte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Computertechniker absolvieren.
Vorerkrankungen:
Sonnenlichtdermatose mit vesikulärer Hautreaktion.
Bei Urticaria solaris verwendet sie Sonnenschutzcreme (LSF 50) und trägt beim Beachvolleyball eine Kopfbedeckung.
Beidseitige Achillessehnen-Tendinitis seit drei Wochen im Zusammenhang mit dem Tragen inadäquaten Schuhwerks.
Phimose-Operation vor sieben Jahren.
Zöliakie
Familialanamnese:
Ihr Vater verstarb an einem Kolonkarzinom.
Die Patientin lebt mit ihrer an Long-Covid erkrankten Mutter zusammen; der Vater verstarb an einem Pankreaskarzinom.
Medikamente:
Sie nimmt ein orales Kontrazeptivum zur Empfängnisverhütung ein.
Baldrian-Dragees
Symbicort® 300/9 µg bei Bedarf
Aquacort® Spray bei Bedarf
Allergie:
Hausstauballergie mit Dyspnoe und Husten.
Noxen:
Alkoholintoxikation: Nach einer Party kam es zu einem Kreislaufzusammenbruch, der eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich machte. Seitdem besteht Alkoholkarenz.
Fragen
1. Wie schützen Sie sich bei der Arbeit mit infektiösen Patientinnen und Patienten?
Ich halte mich strikt an die Hygienerichtlinien. Dazu gehören das konsequente Tragen von Schutzkleidung wie Handschuhen und Mund-Nasen-Schutz, die Händedesinfektion vor und nach jedem Patientenkontakt sowie – je nach Erreger – zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Schutzbrille oder Isolation.
2. Was versteht man unter Phytotherapie?
Unter Phytotherapie versteht man die Behandlung von Erkrankungen mit Arzneimitteln, die aus Pflanzen oder Pflanzenteilen gewonnen werden, wie Extrakten, Tees oder ätherischen Ölen.
3. Was versteht man unter Long-COVID?
Unter Long-COVID versteht man das Fortbestehen oder Wiederauftreten von Symptomen über mehr als 4 Wochen nach einer akuten SARS-CoV-2-Infektion, zum Beispiel Fatigue, Dyspnoe oder kognitive Einschränkungen.
4. Was ist Volleyball?
Volleyball ist eine Mannschaftssportart, bei der zwei Teams durch ein Netz getrennt gegeneinander spielen und versuchen, den Ball so über das Netz zu schlagen, dass er im gegnerischen Feld den Boden berührt.
5. Wie behandelt man Phobien?
Phobien werden in erster Linie psychotherapeutisch behandelt, vor allem durch kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionsverfahren. Dies geschieht schrittweise, das heißt, die Patientin oder der Patient wird allmählich und kontrolliert mit der angstauslösenden Situation konfrontiert, bis die Angstreaktion nachlässt.
6. Darf man bei einer EBV-Infektion (Pfeiffer-Drüsenfieber) andere küssen?
Nein, während einer akuten EBV-Infektion sollte man auf Küssen verzichten, da das Virus über Speichel übertragen wird. Erst nach Abklingen der Symptome und wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, ist Küssen wieder unbedenklich.
7. Wer war Robert Koch in der Medizin?
Robert Koch (1843–1910) war ein deutscher Arzt und Mikrobiologe. Er entdeckte die Erreger von Milzbrand, Tuberkulose und Cholera und gilt als einer der Begründer der Bakteriologie. Für seine Arbeiten erhielt er 1905 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
8. Wie untersuchen Sie die Lunge?
Inspektion (Betrachten): Atemfrequenz und Atemtyp, Atembewegungen, Zyanose Palpation (Tasten): Stimmfremitus, Schmerzempfindlichkeit
Perkussion (Klopfen)
Auskultation (Abhören)
9. Welche Instrumente benötigen Sie für die Rachenuntersuchung?
Einen Spatel und eine Lichtquelle, z. B. eine Stirnlampe oder eine Taschenlampe.
10. Warum haben Sie trotz erfolgter Impfungen eine COVID-19-Infektion oder Influenza in Betracht gezogen?
Notizen
BMI
Begriff und Berechnung
Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein relatives Maß für das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Er wird ermittelt, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird.
Bedeutung und Einordnung
Der BMI dient als grober Indikator zur Abschätzung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße und wird in der Praxis zur Einteilung in Kategorien wie Untergewicht, Normalgewicht und Übergewicht verwendet. Er berücksichtigt jedoch nicht Körperzusammensetzung oder Verteilung von Fett und Muskelmasse.
Pyrexie
Definition und Bedeutung
Pyrexie bezeichnet das klinische Phänomen erhöhter Körpertemperatur, das meist ein Ausdruck einer Entzündungs- oder Infektionsreaktion ist.
Odynophagien
Definition
Odynophagie bezeichnet Schmerzen oder ein schmerzhaftes Empfinden beim Schlucken.
Ursachen und klinische Hinweise
Schmerzhaftes Schlucken tritt häufig bei Erkrankungen des Rachens oder der Speiseröhre auf, zum Beispiel bei Pharyngitis, Tonsillitis oder Ösophagitis. Das Symptom ist ein wichtiger Hinweis auf entzündliche Prozesse im oberen Verdauungs- bzw. Atemtrakt und sollte zusammen mit Begleitsymptomen bewertet werden.
Prodromal
Begriffserklärung
Prodromal beschreibt ein Frühstadium einer Erkrankung mit unspezifischen Vorläufersymptomen, die noch nicht das volle Krankheitsbild zeigen.
Cephalgien
Cephalgien
Begriffserklärung: Cephalgien beschreiben schmerzhafte Empfindungen im Kopfbereich, die in Intensität, Lokalisation und Charakter variieren können.
Inappetenz
Inappetenz
Begriffserklärung: Inappetenz bezeichnet einen verminderten oder fehlenden Appetit und damit eine reduzierte Nahrungsaufnahme.
Xerostomie
Xerostomie
Begriffserklärung: Xerostomie bezeichnet subjektiv wahrgenommene Mundtrockenheit infolge erniedrigter Speichelmenge oder veränderter Speichelqualität.
Schüttelfrost
Schüttelfrost
Begriffserklärung: Schüttelfrost beschreibt ein plötzliches, starkes Kälteempfinden, das von ausgeprägtem Muskelzittern begleitet sein kann.
Pharyngitis
Pharyngitis — Rachenentzündung
Definition und typische Merkmale: Entzündung des Rachens mit Halsweh und Schluckbeschwerden. Oft ist die Schleimhaut gerötet; bei bakterieller Beteiligung können Beläge auf den Tonsillen sichtbar sein.
Ursachen und Verlauf: Meist virale Infektionen, seltener bakterielle Erreger wie Streptokokken. Begleiterscheinungen können Fieber, geschwollene Lymphknoten und ein allgemeines Krankheitsgefühl sein.
Reizhusten
Reizhusten — trockener Husten
Definition und Charakteristik: Ein nicht-produktiver, reizender Husten ohne nennenswerte Schleimproduktion, oft als kratzend oder quälend beschrieben.
Epigastrium
Epigastrium — obere mittlere Bauchregion
Lokalisation und Beschreibung: Als Epigastrium bezeichnet man den Bereich oberhalb des Nabels und unterhalb des Brustbeins in der Mitte des Oberbauchs, oft als “Magengrube” bezeichnet.
Konjunktivitis
Konjunktivitis — Bindehautentzündung
Klinische Merkmale: Entzündung der Bindehaut mit Rötung, Fremdkörpergefühl, vermehrtem Tränenfluss und je nach Ursache unterschiedlicher Sekretion (wässrig bis eitrig) sowie Juckreiz bei allergischer Genese.
Rhinitis
Rhinitis
Entzündung oder Reizung der Nasenschleimhaut, typischerweise begleitet von erhöhter Nasensekretion, Nasenverstopfung und Niesreiz. Häufige Auslöser sind virale Infekte, allergische Reaktionen oder inhalative Reizstoffe.
Hypogeusie
Hypogeusie
Verminderte Empfindung des Geschmackssinns, die von abgeschwächter Geschmackswahrnehmung bis zu teilweisem Verlust reichen kann. Ursachen können u. a. Infektionen, neurologische Störungen, bestimmte Medikamente oder lokale Schädigungen der Mundhöhle sein.
Tachypnoe
Tachypnoe
Erhöhte Atemfrequenz als Hinweis auf eine respiratorische oder systemische Belastung; mögliche Begleitursachen sind Fieber, Hypoxie, Schmerzen oder metabolische Störungen. Die klinische Einschätzung berücksichtigt Atemtiefe, Atemeffizienz und begleitende Vitalzeichen.
Tachykardie
Tachykardie
Beschleunigte Herzfrequenz, häufig als Herzrasen wahrgenommen; mögliche Ursachen sind u. a. Fieber, Volumenmangel, Stress, Medikamente oder kardiale Arrhythmien. Die klinische Bedeutung richtet sich nach Begleitsymptomen und hämodynamischem Status.
Dyspnoe
Dyspnoe — Luftnot
Kurzbeschreibung: Wahrnehmung von erschwerter Atmung oder unzureichender Luftzufuhr, die bei Herz‑, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen auftreten kann. Bei der Anamnese ist wichtig Beginn, Belastungsabhängigkeit, Ruhezustand und begleitende Symptome.
Nausea
Nausea — Übelkeit
Kurzbeschreibung: Subjektives Gefühl eines Brechreizes ohne zwingend vorhandenes Erbrechen; kann durch viele Ursachen wie gastrointestinalen, metabolischen oder medikamentösen Ursprungs entstehen. Bei Evaluation werden zeitlicher Verlauf und Auslöser erfragt.
Emesis
Emesis — Erbrechen
Kurzbeschreibung: Aktives Ausstoßen von Mageninhalt durch den Mund; klinisch relevant sind Häufigkeit, Auftreten in Relation zu Nahrungsaufnahme und Begleitsymptome sowie mögliche Ursachen wie Infektionen oder medikamentöse Effekte.
Diarrhö
Diarrhö — Durchfall
Kurzbeschreibung: Vermehrte Darmentleerung mit flüssigem Stuhl oder gesteigerter Stuhlfrequenz, häufig multifaktoriell bedingt; wichtig sind Dauer, Begleitsymptome und Flüssigkeitsstatus.
Hämatome
Hämatome
Hämatome sind lokalisierte Ansammlungen von Blut im Gewebe, die meist durch Gefäßverletzungen nach Traumata oder aufgrund gestörter Blutgerinnung entstehen.
Meteorismus
Meteorismus
Meteorismus bezeichnet die übermäßige Ansammlung von Gasen im Magen-Darm-Trakt, die sich klinisch durch Völlegefühl, sichtbare Aufblähung und vermehrte Flatulenz äußern kann. Ursachen sind häufig Ernährungsfaktoren (zum Beispiel bestimmte Gemüsesorten oder schwer verdauliche Kohlenhydrate), bakterielle Fermentation im Darm oder Störungen der Darmmotilität.
Insomnie
Insomnie
Insomnie beschreibt anhaltende Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen oder nicht erholsamen Schlaf trotz ausreichender Schlafgelegenheit, verbunden mit Tagesbeeinträchtigungen wie Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen. Häufig bestehen psychische Auslöser wie Stress oder belastende Lebensereignisse.
Neurodermitis
Neurodermitis (atopische Dermatitis)
Definition:
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch eine gestörte Hautbarriere und eine verstärkte Neigung zu atopischen Reaktionen gekennzeichnet ist.
Klinische Merkmale:
Trockene, stark juckende und entzündete Hautareale; bevorzugt sind Beugeseiten wie Ellenbeugen und Kniekehlen sowie Hals und Gesicht. An den Händen können durch wiederholte Reizexposition Rhagaden auftreten.
Auslöser/Trigger:
Genetische Atopie begünstigt die Erkrankung. Exogene Faktoren wie Kälte, bestimmte Hautirritanzien (z. B. alkoholhaltige Desinfektionsmittel) und psychischer Stress können Schübe auslösen oder verschlimmern.
Behandlungsschwerpunkte:
Grundlage ist eine konsequente Hautpflege und die Anwendung rückfettender Basistherapeutika zur Wiederherstellung der Hautbarriere sowie die Vermeidung bekannter Trigger. Bei entzündlichen Schüben kommen lokal wirksame Kortikosteroide oder andere topische antientzündliche Therapien zum Einsatz; schwerere oder therapieresistente Fälle erfordern dermatologische Abklärung.
Diabetes mellitus Typ I
Diabetes mellitus Typ 1
Definition und Pathophysiologie:
Autoimmun bedingte Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen im Pankreas, was zu einem absoluten Insulinmangel führt.
Klinisches Management:
Typ‑1‑Diabetes erfordert lebenslange Insulintherapie und regelmäßige Blutzuckerkontrollen; bei geeigneten Patienten werden Insulinpumpen zur kontinuierlichen Insulinzufuhr eingesetzt. Wichtig sind zudem Screening und Prävention langfristiger Folgekomplikationen sowie Schulung zu Ernährung und Hypoglykämieerkennung.
Abgrenzung:
Typ‑1‑Diabetes unterscheidet sich von Typ‑2‑Diabetes (vorrangig Insulinresistenz und gestörte Insulinsekretion) und von Gestationsdiabetes (schwangerschaftsassoziierte Insulinresistenz).
Achillessehnenruptur
Achillessehnenruptur
Begriff und Anatomie:
Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur (Triceps surae: Gastrocnemius und Soleus) mit dem Fersenbein (Calcaneus) und überträgt die Plantarflexionskraft des Fußes.
Klinik und typische Entstehung:
Bei einer Ruptur kommt es meist plötzlich zu einem stechenden Schmerz oder einem hörbaren Reißgeräusch, Schwellung und Einschränkung der Plantarflexion; häufiges Szenario ist ein Force‑ful push‑off oder Sturz beim Sport.
Diagnostik:
Die Diagnose stützt sich primär auf die klinische Untersuchung (z. B. Funktionstests wie der Thompson‑Test) und wird bei Bedarf mittels Sonographie oder MRT bildgebend bestätigt.
Therapie und Prognose:
Die Behandlung kann konservativ (Immobilisation/Orthese mit anschließender Physiotherapie) oder operativ erfolgen; die Wahl richtet sich nach dem Ausmaß der Ruptur, Patientenfaktoren und funktionellen Ansprüchen. Eine gezielte Rehabilitation ist entscheidend für die Wiederherstellung der Funktion.
Polymenorrhoe
Polymenorrhoe
Definition:
Polymenorrhoe bezeichnet eine Verkürzung des Menstruationszyklus mit vermehrter Häufigkeit der Blutungen.
Oligomenorrhoe
Oligomenorrhoe
Definition: Verminderte Häufigkeit der Regelblutung mit verlängerten Zyklusintervallen. Üblicherweise werden Zykluslängen von mehr als etwa 35 Tagen als oligomenorrhoisch angesehen.
Kopfschmerzen
Kopfschmerzen
Beschreibung: Prämenstruell auftretende Kopfschmerzen, die in der Schilderung etwa 3–4 Tage vor Beginn der Blutung einsetzen und für 2–3 Tage anhalten.
Hypermenorrhoe
Hypermenorrhoe
Definition: Vermehrte Blutungsstärke während der Menstruation mit einer für die Betroffene deutlich gesteigerten Blutungsmenge.
Hypomenorrhoe
Hypomenorrhoe
Definition: Verminderte Blutungsintensität während der Menstruation mit insgesamt geringerem Blutverlust.
Cortisonsalbe
Kortisonsalbe
Gruppe: Topische Glukokortikoide zur lokalen Anwendung auf der Haut.
Wirkung: Hemmen Entzündungsreaktionen in der Haut und reduzieren Rötung, Schwellung und Juckreiz durch Unterdrückung entzündlicher Mediatoren.
Anwendung: Lokal auf entzündete Hautstellen auftragen, typischerweise bei Ekzemen, allergischer Kontaktdermatitis oder anderen entzündlichen Hauterkrankungen.
Wichtige Risiken: Bei längerer oder großflächiger Anwendung kann es zu Hautverdünnung, Dehnungsstreifen, Gefäßzeichnung und Pigmentveränderungen kommen; außerdem steigt bei großflächiger/ langdauernder Anwendung das Risiko systemischer Nebenwirkungen durch Resorption. Bei Verdacht auf Infektion lokale Anwendung unterbrechen und ärztlich abklären.
Johanniskraut
Johanniskraut
Gruppe: Pflanzliches Antidepressivum (Extrakt aus Hypericum-Arten).
Wirkung: Zeigt antidepressive Effekte bei leichten bis mittelschweren depressiven Episoden; die genauen Mechanismen umfassen Beeinflussung von Neurotransmittersystemen.
Anwendung: Wird primär zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen und gelegentlich bei Angstsymptomen eingesetzt; nicht etabliert als Standardtherapie für Schlafstörungen.
Wichtige Risiken/Wechselwirkungen: Kann phototoxische Reaktionen der Haut hervorrufen. Bedeutend sind Wechselwirkungen durch Beschleunigung des Arzneimittelabbaus (Induktion von Leberstoffwechselwegen und Transportern), die die Wirksamkeit anderer Medikamente vermindern können. Häufige Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden und Kopfschmerzen.
Parästhesien
Parästhesien
Definition: Ungewöhnliche, nicht schmerzhafte Empfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen, ein pelziges Gefühl oder Taubheitsgefühle.
Klinische Einordnung: Treten bei Nervenirritationen oder -schädigungen sowie bei metabolischen oder allergischen Reaktionen auf. Lokal begrenzte Parästhesien der Zunge können beispielsweise bei oralen Allergiesymptomen nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel vorkommen.
Struma maligna
Definition
Unter dem Begriff Struma maligna versteht man bösartige Neubildungen der Schilddrüse.
Häufigkeit und Formen
Am häufigsten treten differenzierte Karzinome auf, insbesondere das papilläre Schilddrüsenkarzinom; es ist die häufigste histologische Variante. Seltene, und aggressivere Entitäten wie das anaplastische Karzinom haben eine deutlich ungünstigere Prognose.
Klinischer Verlauf und Prognose
Differenzierte Tumoren zeigen in vielen Fällen eine vergleichsweise günstige Prognose, insbesondere wenn sie früh erkannt und adäquat behandelt werden. Höheres Alter und schlecht differenzierte Histologien sind mit einer schlechteren Prognose verbunden.
Retinopathie
Definition
Die diabetische Retinopathie ist eine durch chronisch erhöhte Blutzuckerwerte bedingte Schädigung der Netzhautgefäße.
Pathophysiologie und Klinik
Mikroangiopathische Veränderungen wie Mikroaneurysmen, Blutungen und Gefäßneubildungen führen zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung der Netzhautfunktion. Im Verlauf kann dies zu Visusminderung und unbehandelt bis zur Erblindung führen.
Verlauf und Bedeutung
Anfangs kann die Erkrankung asymptomatisch verlaufen; regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtig, um behandlungsbedürftige Stadien früh zu erkennen.
Mukoviszidose
Definition
Mukoviszidose (zystische Fibrose) ist eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der ein defektes Transportprotein zu zähflüssigen Sekreten in verschiedenen Organen führt.
Klinische Merkmale
Typische Manifestationen betreffen die Atemwege und die exokrine Bauchspeicheldrüse: chronischer produktiver Husten, rezidivierende respiratorische Infektionen, Verdauungsstörungen durch Malabsorption und Gedeihprobleme sind häufig.
Genetik und Prognose
Die Erkrankung wird autosomal-rezessiv vererbt. Durch Fortschritte in der Behandlung hat sich die Lebenserwartung deutlich verbessert; viele Betroffene erreichen heute das Erwachsenenalter.
Blutdruck
Blutdruckmessung
Gerät: Sphygmomanometer mit aufblasbarer Manschette, Handballon und Druckanzeige; zur auskultatorischen Messung wird meist ein Stethoskop verwendet.
Messprinzip: Die Manschette wird am Oberarm angelegt und der Druck so verändert, dass beim langsamen Entweichen der Luft charakteristische Korotkow‑Geräusche auftreten, aus denen systolischer und diastolischer Wert abgeleitet werden.
Wichtige Hinweise: Manschettengröße, Armhaltung und Ruhe des Patienten beeinflussen die Messgenauigkeit.
Atemfrequenz
Atemfrequenz
Definition: Anzahl der Atemzüge pro Minute.
Klinische Orientierung: Eine erhöhte Atemfrequenz (Tachypnoe) wird häufig bei respiratorischer Belastung beobachtet, während eine erniedrigte Frequenz (Bradypnoe) auf zentrale oder metabolische Störungen hinweisen kann.
Grenzwerte (orientierend): Tachypnoe > 20 Atemzüge/min, Bradypnoe < 12 Atemzüge/min.
Sauerstoffsättigung
Sauerstoffsättigung (SpO2)
Messverfahren: Nichtinvasive Messung mit einem Pulsoxymeter, das meist am Finger, Zeh oder Ohrläppchen angebracht wird und die periphere arteriellen Sauerstoffsättigung anzeigt.
Bedeutung: Die gemessene Sättigung gibt einen Hinweis auf die oxygenierende Funktion des Blutkreislaufs; Messungen können durch schlechte Durchblutung, Bewegung oder Fremdstoffe an der Messstelle beeinflusst werden.
Körpertemperatur
Körpertemperatur
Messmethoden: Messungen können rektal, oral oder axillär erfolgen; die Wahl der Methode richtet sich nach Alter, klinischer Situation und gewünschter Genauigkeit.
CRP
Bezeichnung:
C-reaktives Protein (CRP) ist ein in der Leber gebildetes Akutphasenprotein, dessen Konzentration im Blut bei entzündlichen Prozessen ansteigt.
Laborelle Bedeutung:
CRP dient als unspezifischer Marker für Entzündungen und Infektionen und kann zur Verlaufskontrolle therapeutischer Maßnahmen verwendet werden. Es spricht in der Regel rascher auf Änderungen des Entzündungsstatus an als die Blutsenkungsgeschwindigkeit.
Einschränkungen:
CRP ist nicht spezifisch für eine bestimmte Ursache; erhöhte Werte können auch bei Gewebsschäden oder systemischen Entzündungen auftreten und müssen im klinischen Zusammenhang bewertet werden.
Blutsenkungsgeschwindigkeit
Definition:
Die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG, auch ESR) gibt an, wie weit Erythrozyten in anticoaguliertem Blut innerhalb von 60 Minuten absinken.
Physikalische Grundlage und Einflussfaktoren:
Die Sedimentation wird durch Plasmaproteine (z. B. Fibrinogen, Immunglobuline), sowie durch Eigenschaften der Erythrozyten (Form, Zahl) beeinflusst; Alter, Geschlecht und Anämie können die BSG ebenfalls verändern.
Klinische Anwendung:
Die BSG ist ein unspezifischer Entzündungs- und Verlaufsmarker, der langsamer auf Veränderungen reagiert als CRP und immer in Verbindung mit weiteren Befunden interpretiert werden sollte.
Blutausstrich
Zweck:
Ein Blutausstrich dient der morphologischen Beurteilung von Blutzellen zur Bestimmung z. B. von Leukozytenformen, Erythrozytenanomalien und zur Unterstützung des Differentialblutbildes.
Technik:
Ein Blutstropfen wird am Rand eines Objektträgers aufgebracht. Mit einem zweiten Objektträger wird das Blutfragment in einem flachen Winkel (etwa 30–45°) gleichmäßig nach vorne gezogen, sodass ein dünner Bereich mit einem „Federbereich“ entsteht. Der Ausstrich muss an der Luft trocknen, bevor er gefärbt wird.
Färbung und Auswertung:
Nach der Lufttrocknung wird das Präparat mit geeigneten zytologischen Farbreihen (z. B. May-Grünwald-Giemsa oder Pappenheim) behandelt und anschließend mikroskopisch hinsichtlich Zellmorphologie und Zellverteilung beurteilt.
Patient/ inAnrede: Herr/Frau Oberarzt/Oberärztin ……….., Hiermit möchte ich Ihnen die Patienten Frau Laura Hack vorstellen. |
Datum04/09/2025 |
| Alter18 Jahre | Gewicht70 kg | Größe174 cm |
Allergien (Stichwörter)
Photosensibilisierung (Johanniskraut)
Pollenallergie (Rhinokonjunktivitis)
Nahrungsmittelallergien (Mandeln, Erdnüsse → Parästhesien der Zunge)
Genussmittel / Drogen (Stichwörter)
Nichtraucherin
gelegentlich Bier
dreimaliger Cannabiskonsum
Sozialanamnese (Stichwörter)
Technische Zeichnerin
lebt mit Mutter zusammen
ledig, feste Partnerschaft
Familienanamnese (Stichwörter)
Vater: Struma maligna, verstorben mit 62 J.
Mutter: 58 J., Diabetes mellitus Typ I, Visusminderung li. durch diabetische Retinopathie
Bruder: 21 J., Mukoviszidose mit chronischem Husten, Dyspnoe, erhöhter Infektanfälligkeit
Medikamente (Stichwörter)
Insulinpumpe
Cortisonsalbe
Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
Johanniskraut-Kapseln
Anamnese (Vollsätze)
Die Patientin stellte sich mit seit zwei Tagen bestehendem Fieber bis 38,4 °C, zervikaler Lymphadenopathie, stechenden Halsschmerzen und Myalgien vor. Prodromal bestanden über etwa eine Woche leichtes Fieber, Inappetenz und Kopfschmerzen.
Begleitend klagte sie über trockenen Reizhusten, Xerostomie, zweimaligen Schüttelfrost, Foetor ex ore sowie Druckgefühl im Epigastrium.
Eine beidseitige, palpatorisch weiche, verschiebliche und druckdolente Lymphadenopathie war posterior stärker ausgeprägt.
Verneint wurden Konjunktivitis, Rhinitis, Dyspnoe, Heiserkeit, gastrointestinale Beschwerden und kutane Exantheme. Eine zweimalige Einnahme von Paracetamol 500 mg blieb ohne Effekt.
Nach ihren Angaben habe ihr Freund vor etwa zwei Wochen ähnliche Symptome entwickelt und nach der Gabe von Ampicillin ein Exanthem gezeigt.
Zudem gab die Patientin an, vor etwa zwei Monaten das Oktoberfest besucht zu haben.
Die vegetative Anamnese ist weitgehend unauffällig, bis auf vegane Ernährung mit Meteorismus nach Knoblauch/Zwiebel sowie eine Insomnie seit dem Tod des Vaters, aktuell verstärkt.
Verdachtsdiagnose – Differentialdiagnose (Vollsätze)
Klinisch besteht der Verdacht auf eine infektiöse Mononukleose (EBV-Infektion). Differenzialdiagnostisch kommen eine bakterielle Tonsillitis sowie eine CMV-Primärinfektion infrage. Ein Lymphom ist derzeit nicht wahrscheinlich.
Weiteres Vorgehen – Therapie (Vollsätze)
Zur Diagnosesicherung sind Blutbild, Leberwerte, serologische Tests (EBV) indiziert. Symptomatische Therapie mit Analgetika/Antipyretika (z. B. Ibuprofen) und ausreichende Flüssigkeitszufuhr werden empfohlen. Eine körperliche Schonung mit Vermeidung von Kontaktsport ist angezeigt, um eine mögliche Splenomegalie nicht zu gefährden.
1. Alter
2. Hauptbeschwerde
1. in der Regel 15–24 Jahre
1. asymptomatisch
2. seit 2–3 Tagen bestehendes Fieber, zervikale Lymphadenopathie, stechende Halsschmerzen, Myalgien
3. Begleitsymptome
3. trockener Reizhusten, Schüttelfrost, Foetor ex ore, Druckgefühl im Epigastrium (Hinweis auf Splenomegalie), palatinale Petechien, Rachenentzündung (Pharyngitis), makulopapulöses bzw. morbilliformes Exanthem, Xerostomie
4. Prodromal
5. Expositionsanamnese
4. seit etwa einer Woche leichtes Fieber, Inappetenz und Cephalgien
1. Kontakt zu einer Person mit ähnlicher Symptomatik im Umfeld
2. Besuch einer belebten Veranstaltung
6. Körperliche
Untersuchung
6. Vitalparameter, Petechien am weichen Gaumen (z. B. bei Streptokokkeninfektion), „Erdbeerzunge“ bei Scharlach,
Lymphknotenstatus: zervikal, posterior betont (im Bereich des Waldeyer-Rachenrings), beidseits, weich, verschieblich, druckdolent
Abdomenbefund: Hepatomegalie oder Splenomegalie
Auskultation (Verdacht auf Pneumonie): feinblasige Rasselgeräusche, bronchiale Atemgeräusche
7. Differentialdiagnosen
1. Mononukleose-ähnliches Syndrom: EBV (Epstein-Barr-Virus), CMV (Zytomegalievirus), HIV (akute HIV-Infektion)
2. Bakterielle Pharyngitis: Streptococcus pyogenes der Gruppe A
3. Virale Ursachen der Pharyngitis: Adenoviren, Rhinoviren, Influenza-Viren
4. Nicht zutreffend: Lymphom, Toxoplasmose
8. Labor
Labor: Differentialblutbild, CRP, BSG, Nierenretentionsparameter
Blutbild: Leukozytose mit mononukleären Zellen
Blutausstrich: atypische Lymphozyten (Pfeiffer- bzw. Lymphoid-Zellen, aktivierte T-Lymphozyten)
Schnelltest: EBV-Schnelltest (heterophile Antikörper)
Goldstandard: Nachweis von VCA-IgM
Serologie: EBNA-Antikörper treten erst später auf
9. Weiteres Vorgehen
10. Therapie
9. Hepato- bzw. Splenomegalie: Sonographie
1) selbstlimitierend und erfordert meist keine spezifische therapeutische: Paracetamol, Ibuprofen
2) Nach Abklingen der Symptome sollte bei klinisch signifikanter Splenomegalie für 3 bis 4 Wochen auf körperlich belastenden Sport verzichtet werden.
11. Erreger
11.
Epstein-Barr-Virus (EBV)
Übertragung: Speichel, frühe Kindheit (Gegenstände), Adoleszenz (Küssen)
Zielzellen: B-Lymphozyten
Inkubationszeit: 30–50 Tage
Exanthem: v. a. nach Ampicillin-Gabe
12. Komplikationen
Malaise und Fatigue: oft monatelang persistierend
Milzruptur
Posttransplantations-lymphoproliferative Erkrankung (PTLD)
Autoimmunhämolytische Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie
Burkitt-Lymphom, Subtyp der Hodgkin-Lymphome, ZNS-Lymphom
13. Stellen Sie sich nun vor: Wie würden Sie typischerweise über eine infektiöse Mononukleose berichten?
I
13. Die Patientin stellte sich mit seit zwei Tagen bestehendem Fieber bis 38,4 °C, zervikaler Lymphadenopathie, stechenden Halsschmerzen und Myalgien vor. Prodromal bestanden über etwa eine Woche leichtes Fieber, Inappetenz und Kopfschmerzen.
Begleitend klagte sie über trockenen Reizhusten, Xerostomie, zweimaligen Schüttelfrost, Foetor ex ore sowie Druckgefühl im Epigastrium.
13. Stellen Sie sich nun vor: Wie würden Sie typischerweise über eine infektiöse Mononukleose berichten?
II
13. Eine beidseitige, palpatorisch weiche, verschiebliche und druckdolente Lymphadenopathie war posterior stärker ausgeprägt.
Verneint wurden Rhinokonjunktivitis, Dyspnoe, Heiserkeit, gastrointestinale Beschwerden und kutane Exantheme.
Nach Angaben der Patientin entwickelte ihr Freund vor zwei Wochen ähnliche Symptome und ein Ampicillin-assoziiertes Exanthem. Zudem besuchte sie vor zwei Monaten das Oktoberfest.
Allgemeinbegriff:
1. Fieber
2. geschwollene Halslymphknoten/ Knubbel
3. schmerzhafte Schluckbeschwerden
4. Muskelschmerzen
5. Vorläufersymptome
6. Appetitlosigkeit
7. Kopfschmerzen
8. Mundtrockenheit
Fachbegriff:
1. Pyrexie
2. zervikale Lymphadenopathie
3. Odynophagie
4. Myalgie
5. Prodromal
6. Inappetenz
7. Cephalgie
8. Xerostomie
Allgemeinbegriff:
9. Rachenentzündung
10. Beläge auf den Mandeln
11. Mundgeruch
12. Oberbauchregion
13. Bindehautentzündung
14. Schnupfen
15. Geschmacksstörung (vermindertes Schmecken)
16. Ohrbefunde
Fachbegriff:
9. Pharyngitis
10. Tonsillenbeläge
11. Foetor ex ore
12. Epigastrium
13. Konjunktivitis
14. Rhinitis
15. Hypogeusie
16. otologische Befunde
Allgemeinbegriff:
17. schnelle Atmung
18. schneller Puls
19. Atemnot
20. Übelkeit
21. Erbrechen
22. Bauchschmerzen
23. Durchfall
24. Hautausschlag
Fachbegriff:
17. Tachypnoe
18. Tachykardie
19. Dyspnoe
20. Nausea
21. Emesis
22. Abdominalschmerzen
23. Diarrhö
24. kutanes Exanthem
1) Instrumente für die Rachenuntersuchung
2) Diagnostik einer bakteriellen Tonsillitis durch Streptococcus pyogenes (GAS)
1) Einen Spatel und eine Lichtquelle, z. B. eine Stirnlampe oder eine Taschenlampe
2) klinischer Verdacht
Rachenabstrich → Antigenschnelltest (RADT)
bei negativem Ergebnis → kulturelle Anzucht
fachleiterinfo@gmail.com
instagram.com/fachleiterinfo
fachleiterinfo@gmail.com
instagram.com/fachleiterinfo
Um eine Simulation mit KI durchzuführen, laden Sie die PDF-Datei mit Prompt herunter und laden Sie sie anschließend in eine KI-Anwendung wie ChatGPT hoch.
Seite 1 · 1–20 / 93
ARZT: Guten Tag,
Mein Name ist Doktor Koch.
Ich bin heute als Assistenzarzt auf der Station tätig.
Ich würde gerne ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen.
Falls Sie etwas nicht richtig verstanden haben oder Fragen haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
Zunächst benötige ich einige persönliche Informationen, danach können wir fortfahren.
Wie heißen Sie?
PATIENTIN: Ich heiße Laura Hack.
ARZT: Könnten Sie bitte Ihren Vornamen und Nachnamen langsam buchstabieren, Frau Hack?
PATIENTIN: Natürlich,
Mein Vorname: L, A, U, R, A
Und mein Nachname: H, A, C, K
ARZT: Zuallererst möchte ich gern in Erfahrung bringen, ob Sie die Schmerzen beziehungsweise Beschwerden als erträglich empfinden.
PATIENTIN: Insgesamt komme ich weitgehend gut damit zurecht.
ARZT: Wie alt sind Sie, Frau Hack?
PATIENTIN: Ich bin 18 Jahre alt.
ARZT: Wann genau sind Sie geboren?
PATIENTIN: Ich hatte vor zwei Monaten Geburtstag, also am elften Mai 2007.
ARZT: Alles klar, danke.
Wie groß sind Sie?
PATIENTIN: Ich bin hundertvierundsiebzig Zentimeter.
ARZT: Wie viel wiegen Sie?
PATIENTIN: Ich wiege ungefähr siebzig Kilogramm.
ARZT: Wie heißt Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihre Hausärztin?
PATIENTIN: Meine Hausärztin heißt Frau Doktor Karla Scholz.
Aber ich bin jetzt 18 geworden und suche derzeit eine neue Hausärztin / einen neuen Hausarzt. Deswegen bin ich heute hier.
ARZT: Verstehe, Was bringt Sie heute zu uns?
PATIENTIN: Ich fühle mich seit zwei Tagen so, aber eigentlich ging es mir schon vor einer Woche nicht gut.
Die Beschwerden haben langsam angefangen und sind dann immer schlimmer geworden.
Zuerst hatte ich wenig Appetit, dann leichtes Fieber.
Ich habe mich schlapp gefühlt und Kopfschmerzen bekommen.
ARZT: Was haben Sie in den letzten zwei Tagen genau bemerkt?
PATIENTIN: Also, seit ungefähr zwei Tagen habe ich ziemlich starke Muskelschmerzen, vor allem in Armen und Beinen.
Außerdem sind die Drüsen am Hals dick geworden, die kann man richtig fühlen.
Ich fühle mich insgesamt sehr müde.
Gestern Abend habe ich Fieber gemessen, das war 38,4 Grad.
Was mich besonders stört, sind die Halsschmerzen – ich kann nicht einfach schlucken, es tut richtig weh.
ARZT: Wie würden Sie die Schmerzen beschreiben?
Strahlen sie irgendwohin aus?
PATIENTIN: Es fühlt sich so an, als ob man ein Messer im Hals hätte – richtig scharf und stechend.
Beim Schlucken wird es noch schlimmer.
Außerdem habe ich so ein Trockenheitsgefühl im Mund und Hals.
ARZT: Möchten Sie ein Glas Wasser?
PATIENTIN: Ja, gerne.
ARZT: Wie würden Sie die Kopfschmerzen beschreiben?
PATIENTIN: Die sind eher dumpf und drückend, so wie Kopfschmerzen bei einer Erkältung.
ARZT: Auf welcher Seite sind die Drüsen am Hals?
PATIENTIN: Auf beiden Seiten. Hinten am Nacken sind sie deutlicher als vorne am Hals.
ARZT: Tut der Knoten weh, wenn Sie draufdrücken?
PATIENTIN: Ja, wenn ich draufdrücke, tut es weh.
ARZT: Wie würden Sie die Konsistenz beschreiben?
Ist er eher weich oder hart?
PATIENTIN: Die Lymphknoten fühlen sich eher weich an.
ARZT: Lässt sich der Knoten verschieben oder sitzt er fest?
PATIENTIN: Er lässt sich ein bisschen hinschieben und herschieben.
ARZT: Wo haben Sie das Fieber gemessen – im Mund oder unter der Achsel?
PATIENTIN: Unter der Achsel.
ARZT: Hatten Sie auch Schüttelfrost oder Nachtschweiß?
PATIENTIN: Ja, ich hatte gestern zweimal Schüttelfrost, obwohl ich unter der Decke lag.
Das hat jeweils nur ein paar Minuten gedauert.
ARZT: Haben Sie tränende oder gerötete Augen bemerkt?
PATIENTIN: Nein, da ist alles normal.
ARZT: Leiden Sie unter einer verstopften oder laufenden Nase?
PATIENTIN: Nein, die Nase ist frei.
Seite 2 · 21–40 / 93
ARZT: Haben Sie Schmerzen oder etwas Auffälliges im Ohr bemerkt?
PATIENTIN: Nein, da habe ich nichts Auffälliges bemerkt.
ARZT: Konnten Sie Veränderungen im Mundraum feststellen – etwa Rötungen, Schwellungen oder weiße Beläge auf den Mandeln oder am Gaumen?
PATIENTIN: Ja, ich habe weiße Beläge auf den Mandeln gesehen, und der Hals sieht irgendwie entzündet aus.
ARZT: Ist Ihnen vielleicht auch Mundgeruch aufgefallen?
PATIENTIN: Ja, vor allem morgens ist es mir aufgefallen.
ARZT: Haben Sie einen Ausschlag oder irgendwelche Hautveränderungen bemerkt?
PATIENTIN: Nein, da sieht die Haut ganz normal aus.
ARZT: Haben Sie auch an anderen Stellen Ihres Körpers Knoten oder geschwollene Lymphknoten bemerkt?
Zum Beispiel in den Achselhöhlen oder am Oberkörper?
PATIENTIN: Nein, nur am Hals.
ARZT: Haben Sie Husten?
PATIENTIN: Ja, so einen trockenen Reizhusten.
ARZT: Gab es sonst noch etwas?
PATIENTIN: Ja, ich habe ein Druckgefühl im Bauch bemerkt, vor allem im oberen Bauchbereich.
ARZT: Strahlt das Druckgefühl im Bauch auch in andere Körperregionen aus – zum Beispiel in den Rücken?
PATIENTIN: Nein, das Druckgefühl bleibt auf den oberen Bauch begrenzt.
ARZT: Gibt es zusätzlich Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall?
PATIENTIN: Nein, solche Beschwerden habe ich nicht bemerkt.
ARZT: Haben Sie Probleme beim Einatmen oder Ausatmen?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine Atemprobleme.
ARZT: Haben Sie Veränderungen in Ihrer Stimme bemerkt?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine Veränderungen in meiner Stimme bemerkt.
ARZT: Und hat jemand in Ihrem Umfeld ähnliche Symptome gehabt?
PATIENTIN: Ja, mein Freund hatte vor zwei Wochen ähnliche Beschwerden – also Fieber, Müdigkeit und Halsschmerzen.
ARZT: Hat er einen Arzt aufgesucht?
Welche Behandlung hat er erhalten?
PATIENTIN: Ja, er hat Ampicillin verschrieben bekommen, aber danach hat er einen Hautausschlag entwickelt.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit eine Reise gemacht, vielleicht ins Ausland?
PATIENTIN: Nein, nix – ich war die ganze Zeit hier.
ARZT: Waren Sie vielleicht auf einer Veranstaltung, also irgendwo, wo viele Menschen zusammen waren?
PATIENTIN: Ja, vor etwa zwei Monaten waren wir auf dem Oktoberfest auf der Wiesn.
ARZT: Haben Sie bereits etwas gegen die Beschwerden ausprobiert, zum Beispiel Medikamente?
PATIENTIN: Ja, gestern habe ich zweimal Paracetamol 500 mg eingenommen – einmal morgens und einmal nachmittags –, aber es hat nichts gebracht.
ARZT: Haben Sie blasse Haut bei sich bemerkt?
PATIENTIN: Eigentlich nicht.
ARZT: Werden Sie in letzter Zeit öfter krank als sonst – zum Beispiel mit Erkältung, Husten oder Fieber?
PATIENTIN: Nein, eigentlich nicht – ich bin in letzter Zeit kaum krank gewesen.
ARZT: Haben Sie den Eindruck, dass die Infekte bei Ihnen länger dauern als früher?
PATIENTIN: Nein, wenn ich mal erkältet bin, geht das genauso schnell wieder weg wie früher.
ARZT: Haben Sie blaue Flecken bemerkt?
PATIENTIN: Nein, ist mir nichts aufgefallen.
Seite 3 · 41–60 / 93
ARZT: Wie sind Sie ins Krankenhaus gekommen?
PATIENTIN: Eine Freundin hat mich hergebracht.
ARZT: Hat sich Ihr Gewicht in letzter Zeit verändert?
PATIENTIN: Nein, es ist gleich geblieben.
ARZT: Wie ernähren Sie sich?
Sind Sie Veganer, Vegetarier oder essen Sie alles?
PATIENTIN: Wissen Sie, Herr Doktor, ich habe schon seit meiner Kindheit ein Ekzem.
Ein Freund von mir hat erzählt, dass ihm eine vegane Ernährung geholfen hat – und deshalb habe ich vor sechs Monaten auch damit angefangen.
ARZT: Eine gesunde Ernährung ist auf jeden Fall gut für die Gesundheit.
Achten Sie aber bitte darauf, dass manche Nährstoffe – zum Beispiel Vitamin B12 oder Eisen – bei einer rein pflanzlichen Ernährung nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden.
PATIENTIN: Ist Folsäure dasselbe wie Vitamin B12?
Ich nehme nämlich alle zwei bis drei Tage ein Präparat namens Taxofit, das Eisen, Folsäure und Vitamin C enthält.
Das habe ich rezeptfrei bei dm gekauft.
ARZT: Nein, Folsäure und Vitamin B12 sind nicht dasselbe.
Es sind zwei verschiedene Vitamine.
Beide sind zwar wichtig für die Blutbildung, aber sie haben unterschiedliche Aufgaben im Körper.
PATIENTIN: Vielen Dank Herr Doktor für Ihre Hinweise.
ARZT: Haben Sie Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen?
PATIENTIN: Ja, seit mein Vater gestorben ist, habe ich Einschlafprobleme und wache nachts häufiger auf.
Deshalb bin ich morgens oft erschöpft.
In den letzten Tagen konnte ich auch nicht gut schlafen, weil ich Fieber hatte, geschwitzt habe und Husten dazugekommen ist.
ARZT: Herzliches Beileid. Das klingt belastend.
Könnten Sie mir sagen, woran Ihr Vater verstorben ist?
PATIENTIN: Vor knapp einem Jahr wurde bei meinem Vater im Alter von 62 Jahren Schilddrüsenkrebs festgestellt, und er wurde mit Strahlentherapie behandelt.
Das macht mir ehrlich gesagt Sorgen.
Kann es sein, dass ich auch daran erkranke?
ARZT: Ich verstehe gut, dass Sie sich Sorgen machen – besonders, wenn es in Ihrer Familie schon einmal Krebs gegeben hat.
Aber das heißt nicht automatisch, dass Sie auch erkranken werden.
Da spielen viele unterschiedliche Faktoren mit hinein.
Was haben Sie dagegen unternommen?
PATIENTIN: Ich habe Johanniskraut-Kapseln genommen, aber eine richtige Besserung habe ich nicht gemerkt.
ARZT: Haben Sie Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang?
PATIENTIN: Seit ich meine Ernährung auf vegan umgestellt habe, habe ich manchmal Blähungen – aber sie sind nicht besonders störend.
ARZT: Was führt bei Ihnen besonders zu Blähungen?
PATIENTIN: Vor allem Knoblauch und Zwiebeln.
ARZT: Was meinen Sie genau mit Ekzem?
PATIENTIN: Also, die Haut ist trocken und gerötet, manchmal auch rau und unangenehm.
ARZT: Kommt es dabei auch zu Rissen?
PATIENTIN: Selten, aber ja – vor allem, wenn es draußen sehr kalt ist und ich gleichzeitig oft alkoholhaltige Desinfektionssprays benutze.
Dann wird die Haut noch trockener und kann einreißen.
ARZT: Verstehe. Es ist wichtig, die Haut regelmäßig einzucremen und feucht sowie geschmeidig zu halten.
Das kann helfen, die Beschwerden zu lindern und ein Aufreißen zu verhindern.
Welche Körperregionen sind bei Ihrem Ekzem besonders betroffen?
PATIENTIN: Der Ausschlag tritt hauptsächlich an den Händen auf.
ARZT: Sind Ihre Haare auch betroffen – zum Beispiel mit Schuppen oder Juckreiz?
PATIENTIN: Nein, sowas habe ich nicht.
ARZT: Welche Auslöser kennen Sie dafür?
PATIENTIN: Ich habe den Eindruck, dass Kälte und trockene Luft die Beschwerden schlimmer machen, weil sie oft im Winter auftreten.
ARZT: Was machen Sie zur Behandlung?
PATIENTIN: Bei einer Verschlimmerung trage ich eine Cortisonsalbe auf die betroffenen Hautstellen auf.
ARZT: Haben Sie bei einer Verschlimmerung auch andere Symptome – wie zum Beispiel eine verstopfte Nase, tränende Augen oder Schuppen auf der Kopfhaut?
PATIENTIN: Nein, solche Symptome habe ich nicht.
ARZT: Leiden Sie an chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder erhöhte Blutfettwerte?
PATIENTIN: Seit zehn Jahren leide ich an Zuckerkrankheit.
ARZT: Wie wurde die Diagnose gestellt?
PATIENTIN: Damals wurde mir plötzlich schwarz vor Augen, und ich habe stark angefangen zu schwitzen.
Danach war ich ganz verwirrt.
Im Krankenhaus wurde dann die Diagnose gestellt.
ARZT: Messen Sie Ihren Blutzucker zu Hause?
Wie hoch sind die Werte?
PATIENTIN: Ja, ich habe eine Insulinpumpe am Bauch.
Die Werte liegen im Normalbereich.
Einen Bericht kann man ganz einfach aus dem Gerät auslesen.
ARZT: Haben Sie an der Stelle der Pumpe Hautveränderungen bemerkt, zum Beispiel Juckreiz oder Rötung?
PATIENTIN: Bisher nicht.
ARZT: Liegen Komplikationen wie Nierenprobleme, Sehstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor?
PATIENTIN: Nein, solche Komplikationen habe ich nicht.
Seite 4 · 61–80 / 93
ARZT: Waren Sie schon einmal aufgrund zu hoher oder zu niedriger Blutzuckerwerte im Krankenhaus?
PATIENTIN: Nein, bisher war das nicht nötig.
ARZT: Gibt es sonst noch etwas?
PATIENTIN: Ja, seit ungefähr einem Monat habe ich hinten an der rechten Ferse Schmerzen.
Mein Arzt meinte, es sei ein Riss an der Achillessehne.
Die Schmerzen sind eher ziehend und werden schlimmer, wenn ich laufe oder länger auf den Beinen bin.
ARZT: Gab es eine bestimmte Ursache dafür?
PATIENTIN: Ja, das ist beim Joggen passiert.
Ich bin plötzlich schneller geworden, und da hat es hinten in der Ferse richtig gezogen – so, als ob etwas gerissen wäre.
ARZT: Welche Behandlung haben Sie bekommen?
PATIENTIN: Es wurde mit einer Bandage behandelt, und ich habe bei Bedarf Ibuprofen 400 genommen.
ARZT: Wie gut ist es inzwischen verheilt?
PATIENTIN: Am Anfang waren die Schmerzen ziemlich stark und ich konnte kaum richtig gehen. Aber jetzt ist es deutlich besser geworden.
ARZT: Hatten Sie bisher eine Operation oder einen Unfall?
PATIENTIN: Ich bin sehr sportlich und spiele gern Volleyball.
Vor fünf Jahren habe ich beim Spielen einen Ball ins Gesicht bekommen, dabei wurde meine Nase gebrochen.
Ich hatte anschließend Atemprobleme und Nasenbluten.
ARZT: Wie wurde die Verletzung damals behandelt?
PATIENTIN: Ich wurde unter Vollnarkose operiert.
ARZT: Ist die Operation komplikationslos verlaufen?
PATIENTIN: Ja, die Operation ist ohne Komplikationen verlaufen.
Außerdem hatte ich vor etwa eineinhalb Jahren eine Rippenfraktur auf der rechten Seite – beim Snowboarden.
ARZT: Wissen Sie noch, welche Rippen betroffen waren?
Und wie wurden Sie damals behandelt?
PATIENTIN: Ja, das waren die dritte und die vierte Rippe auf der rechten Seite.
Behandelt wurde das ohne Operation – also einfach mit Schmerzmitteln, Ruhe und schonender Bewegung, bis es von selbst wieder zusammengewachsen ist.
ARZT: Wann hatten Sie Ihre letzte Regelblutung?
PATIENTIN: Vor etwa einer Woche.
ARZT: Haben Sie in diesem Bereich Beschwerden – zum Beispiel Schmerzen, stärkere Blutungen oder Unregelmäßigkeiten?
PATIENTIN: Ja, seit ungefähr einem Jahr ist mein Zyklus unregelmäßig. Außerdem bekomme ich Kopfschmerzen vor der Periode, die etwa 3–4 Tage vor der Blutung einsetzen und dann ungefähr 2–3 Tage anhalten. Manchmal nehme ich Ibuprofen, wenn es nötig ist.
ARZT: Haben Sie neben den Kopfschmerzen vor der Periode noch andere Beschwerden, zum Beispiel Bauchschmerzen, Schwellungen oder Übelkeit?
PATIENTIN: Nein, solche Beschwerden habe ich eigentlich nicht. Es sind wirklich nur die Kopfschmerzen.
ARZT: Was meinen Sie genau mit „unregelmäßig“?
PATIENTIN: Mal dauert mein Zyklus nur etwa 20 Tage, manchmal aber auch 40 Tage. Die Blutungen sind unterschiedlich stark – mal sehr heftig, mal fast gar nicht. Das heißt, manchmal brauche ich 4–5 Tampons pro Tag, und manchmal reicht 1 Tampon am ganzen Tag.
ARZT: Waren Sie wegen dieser Beschwerden schon einmal bei einem Arzt oder einer Ärztin?
PATIENTIN: Nein, bisher noch nie.
ARZT: Haben Sie ein Rezept für Ihre Medikamente?
PATIENTIN: Ja, habe ich.
ARZT: Sind Sie vollständig geimpft, also haben Sie alle Impfungen seit Ihrer Kindheit erhalten?
PATIENTIN: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich wirklich alle Impfungen habe, aber ich habe mich schon dreimal gegen COVID-19 impfen lassen.
ARZT: In Ordnung, das ist gut.
Ich selbst erinnere mich auch nicht mehr genau an alle meine Kinderimpfungen.
Bekommen Sie eigentlich jedes Jahr die Grippeimpfung?
PATIENTIN: Nein, die habe ich bisher nicht bekommen.
ARZT: Haben Sie bekannte Allergien – zum Beispiel gegen Lebensmittel, Medikamente, Tiere oder andere Substanzen?
PATIENTIN: Naja, wenn ich seit ein paar Monaten länger in der Sonne bin, bekomme ich so etwas wie einen Sonnenbrand: Die Haut wird rot, fängt an zu jucken und manchmal entstehen auch kleine Bläschen.
ARZT: Da Sie seit einigen Monaten Johanniskraut einnehmen, könnte das mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit zusammenhängen.
Am besten wäre es, wenn Sie das Präparat erstmal absetzen.
Zumal Sie ja auch gesagt haben, dass es Ihnen bisher nicht besonders geholfen hat.
PATIENTIN: Das wusste ich nicht.
Vielen Dank, Herr Doktor.
Zusätzlich bin ich allergisch gegen Pollen und vertrage keine Nüsse.
ARZT: Wie machen sich diese bei Ihnen bemerkbar?
PATIENTIN: Bei meiner Pollenallergie ist meistens die Nase verstopft, und meine Augen sind rot und jucken.
Wenn ich Nüsse esse, habe ich so ein pelziges Gefühl auf der Zunge.
ARZT: Wissen Sie, gegen welche Pollen Sie vor allem allergisch sind?
Und in welcher Jahreszeit treten die Beschwerden auf?
PATIENTIN: Vor allem im Frühjahr, wenn viel Blütenstaub in der Luft ist.
Seite 5 · 81–93 / 93
ARZT: Und was machen Sie dagegen?
PATIENTIN: Ich trage oft eine Maske, wenn ich draußen bin.
ARZT: Wenn Ihre Beschwerden stärker werden, könnten Sie zusätzlich auch ein Antihistaminikum nehmen.
Vertragen Sie nur bestimmte Nüsse nicht oder keine Nüsse überhaupt?
PATIENTIN: Ich vertrage Mandeln und Erdnüsse nicht.
ARZT: Rauchen Sie?
PATIENTIN: Nein, ich bin Nichtraucherin.
ARZT: Haben Sie bisher Alkohol getrunken?
PATIENTIN: Ja, ein paar Mal – meistens helles Bier.
ARZT: Darf ich Sie fragen, ob Sie schon einmal Drogen konsumiert haben?
PATIENTIN: Hm … also, manche Freunde haben mir schon etwas gegeben, wovon ich Heißhunger bekomme, rote Augen habe und extrem viel lachen muss.
ARZT: Ich verstehe, wovon Sie sprechen.
Wie oft war das bisher?
PATIENTIN: Bis jetzt nur drei Mal.
ARZT: Vielen Dank, dass Sie so offen darüber sprechen.
Cannabis kann gerade in Ihrem Alter gesundheitliche Risiken haben. Deshalb wäre es sinnvoll, den Konsum möglichst zu vermeiden.
Deshalb ist es sinnvoll, vorsichtig zu sein und den Konsum möglichst zu vermeiden.
Was machen Sie im Moment?
PATIENTIN: Mein Vater war Zeichner, und das hat mich inspiriert, auch etwas in diesem Bereich zu machen.
Vor zwei Jahren habe ich eine Ausbildung als Technische Zeichnerin begonnen, und jetzt arbeite ich in diesem Bereich.
ARZT: Könnten Sie mir erklären, was man genau als Technische Zeichnerin macht?
PATIENTIN: Als Technische Zeichnerin erstelle ich Pläne und Zeichnungen für Maschinen, Gebäude oder Anlagen.
Ich arbeite viel am Computer mit speziellen Programmen und setze die Ideen von Ingenieuren oder Architekten so um, dass man sie später in der Praxis bauen oder herstellen kann.
ARZT: Interessant, Wie ist Ihr Familienstand?
PATIENTIN: Ich bin nicht verheiratet, aber in einer festen Beziehung.
ARZT: Mit wem wohnen Sie zusammen?
Und wo wohnen Sie?
PATIENTIN: Ich wohne mit meiner Mutter zusammen, in einer Wohnung.
ARZT: Gibt es in Ihrer Familie wichtige Erkrankungen, zum Beispiel bei Ihren Eltern, Geschwistern oder anderen nahen Verwandten – abgesehen von dem Krebs bei Ihrem Vater?
PATIENTIN: Meine Mutter ist 58 Jahre alt und hat Diabetes.
Sie muss Insulin spritzen.
Außerdem hat sie seit ungefähr fünf Jahren Probleme mit dem linken Auge – sie sieht dort schlechter und war deswegen auch schon mehrfach beim Augenarzt.
Der Augenarzt meinte, dass die Netzhaut durch den Diabetes geschädigt ist.
Mein Bruder ist 21 Jahre alt und leidet leider an Mukoviszidose.
Dabei hat er ständig Husten mit viel zähem Schleim, oft Atemnot und er muss regelmäßig Medikamente inhalieren.
Außerdem ist er anfällig für Infekte und war schon mehrmals im Krankenhaus.
ARZT: Haben Sie Haustiere?
PATIENTIN: Ja, ich habe zwei Katzen.
ARZT: Wir sind mit der Anamnese fertig.
Haben Sie noch Fragen?
PATIENTIN: Was habe ich genau?
Und wie kann ich es das nächste Mal vorbeugen?
ARZT: Im Moment kann ich es noch nicht ganz genau sagen – wir brauchen dafür noch weitere Untersuchungen.
Aber Ihre Symptome sprechen wahrscheinlich für eine Virusinfektion.
Da der Verdacht auf eine Virusinfektion besteht, sollten Sie sich körperlich schonen, ausreichend trinken und enge Kontakte möglichst vermeiden.
Außerdem sollten Sie regelmäßig und gründlich die Hände waschen.





