Begrüßung
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun den Patienten Hans Lang vorstellen.
Er ist 56 Jahre alt, ein Meter zweiundachtzig groß und wiegt etwa 84 kg. Sein Body-Mass-Index (BMI) beträgt 25,3 kg/m² und liegt damit im Bereich des normalen Übergewichts.
Aktuelle Anamnese
Der Patient stellte sich aufgrund einer seit 3 Wochen bestehenden Dysphagie bei uns vor.
Der Verlauf war langsam fortschreitend.
Der Patient schilderte, die Dysphagie habe zunächst bei festen Nahrungsmitteln begonnen, habe sich anschließend auch auf halbfeste Nahrung ausgedehnt und betreffe seit zwei Tagen nun auch Flüssigkeiten.
Dabei bestand auch eine Odynophagie, deren Intensität der Patient beim Schlucken mit 6 von 10 angab.
Als Begleitsymptome habe der Patient eine Pseudo Hypersalivation, insbesondere im Liegen, eine Hyperreflexie des Würgereflexes, ein Globusgefühl, Regurgitation, Fatigue, Blässe und trockenen Husten angegeben.
Zudem hat er über zwei Episoden von Meläna sowie über eine etwa drei Kilogramm schwere Gewichtsabnahme innerhalb von drei Wochen infolge von Inappetenz berichtet.
Darüber hinaus wurde eine verminderte körperliche Belastungstoleranz mit Dyspnoe berichtet.
Folgende Symptome wurden verneint: orale Auffälligkeiten oder Beläge, Nausea, Emesis, Lymphadenopathie, Dysphonie und Ikterus.
Er teilte mit, dass er bislang keinen Arzt aufgesucht habe, da sich seine Hausärztin im Urlaub befinde und er zudem mit einem Umzug beschäftigt gewesen sei.
Die vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer Insomnie seit 5 Tagen in Form einer Durchschlafstörung aufgrund von Husten mit zwei- bis dreimaligem nächtlichen Erwachen sowie einer langanhaltenden Obstipation.
Vorerkrankungen
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
Es besteht seit 8 Jahren ein Typ-2-Diabetes mellitus, der bislang unzureichend eingestellt ist. Als mögliche Ursache nennt der Patient einen regelmäßigen Konsum von Süßigkeiten. Er verwendet einen Glukosesensor am Oberarm. Der zuletzt gemessene Glukosewert lag bei 340 mg/dl. Eine diabetische Retinopathie oder Neuropathie ist dem Patienten zufolge bislang nicht bekannt.
Vor zwei Jahren kam es zu einer Entgleisung, genauer gesagt zu einem möglichen hyperosmolaren hyperglykämischen Zustand, mit einem Blutzuckerwert von 650 mg/dl, der eine zweitägige stationäre Behandlung erforderte.
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Kein Diabetes |
Prädiabetes |
Diabetes |
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Nüchternblutzucker |
< 100 mg/dl |
100–125 mg/dl |
≥ 126 mg/dl |
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Zufälliger Blutzucker |
– |
– |
≥ 200 mg/dl |
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HbA1c |
< 5,7 % |
5,7–< 6,5 % |
≥ 6,5 % |
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OGTT (2 h-Wert) |
< 140 mg/dl |
140–199 mg/dl |
≥ 200 mg/dl |
Seit zwei Jahren besteht ein Vorhofflimmern, das im Rahmen einer Routineuntersuchung diagnostiziert wurde.
Seit fünf Jahren besteht eine Hypothyreose im Rahmen einer möglichen Hashimoto-Thyreoiditis, die im Zuge einer Routineuntersuchung diagnostiziert wurde.
Seit Geburt besteht eine Ohrmuscheldysplasie (aurikuläre Dysplasie), versorgt mit einem Knochenleitungs-Hörgerät.
Vor zwölf Jahren erlitt der Patient eine Kontusion der rechten Rippen infolge eines Handballtraumas, die konservativ behandelt wurde.
Seit 10 Tagen bestehen Verrucae vulgares an den Endphalangen des rechten Zeige- und Mittelfingers. Unter topischer Therapie zeigt sich bislang keine Besserung. Ein chirurgisches Konsil ist geplant.
Voroperationen
Vor fünf Jahren trat am linken Ellenbogen nach wiederholtem Abstützen eine Bursitis olecrani auf, woraufhin eine Bursektomie durchgeführt wurde.
Vor drei Jahren kam es zu einer erschwerten Miktionseinleitung infolge einer benignen Prostatahyperplasie. Aufgrund der Symptomatik wurde eine transurethrale Resektion der Prostata (TURP) durchgeführt.
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Untersuchung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel durch sichtbare Narben – ist der Indikativ angebracht. (In der Fachsprachprüfung findet keine körperliche Untersuchung statt.)
Gynäkologie
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Medikamente
Folgende Medikamente stehen auf seinem Rezept:
Icandra 50 zu 1000 Milligramm, zweimal täglich
Ozempic® 1×/Woche s.c. (sonntags, abdominal)
Marcumar-Dosierung: ¼ Tablette einmal täglich, sonntags ½ Tablette, INR = 2,5, Geplante Umstellung auf Eliquis in Kürze.
Euthyrox 100 Mikrogramm.
Baldrian-Dragees
Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
Laxoberal Tropfen bei Bedarf
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Beobachtung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel anhand eines Rezepts – ist der Indikativ angebracht.
Allergien
Es besteht eine Kreuzallergie auf Gräserpollen und Tomaten, die sich in Form einer allergischen Rhinitis äußert.
Unter Novalgin kommt es zu urtikariellen Hautreaktionen.
Noxen
Die Patientin raucht seit 30 Jahren täglich 15 bis 20 Zigaretten, was einer Rauchlast von etwa 26,25 Packungsjahren entspricht. Sie konsumiert seit 15 Jahren täglich drei Flaschen Bier. Einen Drogenkonsum verneinte sie.
Sozialanamnese
Er arbeitet als Pförtner an einer Hochschule und lebt mit seinen Kindern in einer Wohnung.
Seine Frau verstarb an einem Mammakarzinom, weshalb er nun verwitwet sei.
Er hat eine leibliche Tochter (30 Jahre alt) sowie einen Pflegesohn (19 Jahre alt), der an einer Cannabisabhängigkeit leidet. Ein Entzugsversuch blieb erfolglos.
Körperliche Aktivität: Etwa einmal pro Woche Schwimmen.
Familienanamnese
Seine Mutter verstarb im Alter von 65 Jahren an Endometriumkarzinom, das mit 63 Jahren diagnostiziert wurde. Sie wurde einer Hysterektomie unterzogen und anschließend mit einer Chemotherapie behandelt.
Sein Vater ist 78 Jahre alt und litt in der Vergangenheit an Adipositas. Aus diesem Grund wurde vor 25 Jahren eine bariatrische Operation durchgeführt.
Sein Großvater ist laut Aussage seiner Mutter an einem Larynxkarzinom verstorben.
Er hat einen Hund. Er hat keine Reise in letzter Zeit unternommen.
Verdachts- und Differentialdiagnose
Meiner Ansicht nach deuten die anamnestischen Angaben – insbesondere die progrediente Dysphagie, Meläna sowie der Gewichtsverlust – am ehesten auf ein Ösophaguskarzinom hin.
Bei einer Achalasie wäre typischerweise bereits von Beginn an eine Dysphagie für feste und flüssige Nahrung zu erwarten.
Zum Ausschluss eines Zenker-Divertikels sollte eine Röntgen Breischluckuntersuchung durchgeführt werden.
Der Patient zeigt klinisch keine Hinweise auf eine Struma sowie auf Larynx- oder Pharynxkarzinome.
Diagnostische Abklärung
Da der Patient keine akut bedrohlichen Symptome wie Dyspnoe zeigt, kann die Diagnostik grundsätzlich ambulant erfolgen. Aufgrund der anamnestischen Hinweise auf ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium sollten jedoch sämtliche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zeitnah eingeleitet werden.
körperliche Untersuchung
Nach der Anamnese erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung, beginnend mit der Erhebung der Vitalparameter, darunter Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur.
Anschließend wird eine gezielte klinische Untersuchung durchgeführt, die mit der Inspektion beginnt. Dabei können Kachexie, Blässe, Halitosis, Zeichen eines Stridors oder einer Dyspnoe sowie Hinweise auf Lebermetastasen wie Ikterus und Aszites auffallen.
Die Palpation dient der Beurteilung einer supraklavikulären Lymphadenopathie, Hepatomegalie, Aszites sowie einer Druckschmerzhaftigkeit im Epigastrium oder retrosternal.
Bei der Perkussion werden die Lebergröße sowie das Vorliegen von Pleuraergüssen oder Aszites überprüft.
Die Auskultation liefert in diesem Fall keine wesentlichen diagnostischen Hinweise.
Zusätzlich erfolgt eine digitale rektale Untersuchung (DRU) zur Detektion okkulter Blutungen.
Laboruntersuchungen
Dabei würden wir ein kleines Blutbild, ALT (GPT, Alanin-Aminotransferase, spezifisch für die Leber) AST (GOT, Aspartat-Aminotransferase), Gamma-Glutamyltransferase (GGT), Elektrolyte insbesondere Kalzium, Nüchternblutzucker (FBS), HbA1c, ein Lipidprofil (Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyzeride), Nieren- und Blutfettwerte durchführen.
(Es gibt keine spezifischen Marker für das Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre, aber ein erhöhter Wert des karzinoembryonalen Antigens (CEA) kann zur Überwachung eines Krankheitsrückfalls nach der Therapie verwendet werden.)
Anatomische Diagnose
Ösophagogastroduodenoskopie
Die Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) ist eine endoskopische Untersuchung des oberen Verdauungstrakts. Dabei wird ein dünner, flexibler Schlauch mit einer Kamera (Endoskop) durch den Mund eingeführt, um die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm zu inspizieren.
Während der Untersuchung wird der Rachen des Patienten üblicherweise lokal betäubt, und oft wird ein Beruhigungsmittel verabreicht. Der Arzt kann die Schleimhäute direkt betrachten, Bilder anfertigen, Gewebeproben entnehmen (Biopsie) und gegebenenfalls kleinere Eingriffe durchführen. Die Prozedur dauert in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten. Der Patient muss mindestens 6 Stunden nüchtern bleiben. Bis 2 Stunden vor der Untersuchung sind klare Flüssigkeiten erlaubt. Medikamente wie Antikoagulanzien und Diabetesmedikamente sollten nach Rücksprache mit dem Arzt angepasst werden. Falls eine Sedierung erfolgt, darf der Patient danach nicht selbst Auto fahren und sollte eine Begleitperson organisieren.
Mögliche Komplikationen einer Endoskopie sind Blutungen, Perforationen, Infektionen, Aspiration sowie Kreislauf- oder Atemprobleme infolge der Sedierung.
Positronen-Emissions-Tomographie
Die Positronen-Emissions-Tomographie kombiniert mit der Computertomographie (abgekürzt PET-CT) hat sich neben dem endoskopischen Ultraschall als Standardverfahren etabliert und ermöglicht eine präzise Stadienbestimmung. Diese Verfahren dienen der präoperativen Beurteilung der Tumorausbreitung. Für die erneute Stadienbestimmung nach der initialen Therapie sind CT-Scans des Brust- und Bauchraums hilfreicher.
Endoskopische Ultraschall
Der endoskopische Ultraschall (EUS) gilt als die genaueste Methode zur lokoregionären Stadieneinteilung, da er sowohl die Tumortiefe bestimmen als auch suspekt erscheinende Lymphknoten beurteilen und ggf. mittels Feinnadelaspiration biopsieren kann.
Der endoskopische Ultraschall (EUS) ist ein Verfahren, bei dem ein spezielles Endoskop mit einer Ultraschallsonde kombiniert wird, um Strukturen in und um den Verdauungstrakt hochauflösend darzustellen. Die Untersuchung erfolgt meist in Sedierung über den Mund oder rektal, je nach Fragestellung. Zur Vorbereitung müssen Patientinnen und Patienten in der Regel nüchtern sein (mindestens 6 Stunden vorher nichts essen oder trinken); bei rektaler Anwendung kann eine Darmreinigung erforderlich sein. Bei geplanter Gewebeentnahme sollte die Einnahme blutverdünnender Medikamente im Vorfeld ärztlich besprochen werden.
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TNM-Stadieneinteilung beim Ösophaguskarzinom T (Tumor), N (Lymphknoten), M (Fernmetastasen) |
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Stadium I |
oberflächlicher Tumor, keine Lymphknotenbefall oder Metastasen. |
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Stadium II |
Tumor wächst tiefer, maximal ein befallener Lymphknoten, keine Metastasen. |
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Stadium III |
Infiltration benachbarter Organe und regionale Lymphknotenmetastasen. |
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Stadium IV |
Vorliegen von Fernmetastasen. |
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• Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre (Squamous Cell Carcinoma) Tabakkonsum und Alkohol wirken synergistisch und erhöhen das Risiko erheblich. Langfristiger Konsum von sehr heißem Tee gilt ebenfalls als Risikofaktor. • Adenokarzinom der Speiseröhre Die Inzidenz nimmt kontinuierlich zu. Rauchen erhöht das Risiko, insbesondere bei Patienten mit Barrett-Ösophagus. |
Breischluck (nicht erforderlich)
Der Barium-Breischluck ist ein Röntgenverfahren zur Darstellung von Rachen, Speiseröhre und teils Magen mithilfe von Bariumsulfat als Kontrastmittel. Der Patient trinkt das Kontrastmittel, während unter Röntgendurchleuchtung der Schluckvorgang beobachtet wird. Die Untersuchung dient dem Nachweis von Stenosen, Divertikeln, Tumoren oder Motilitätsstörungen. Der Patient muss nüchtern sein. Mögliche Komplikationen sind Aspiration oder Verstopfung. Bei Perforationsverdacht sollte ein jodhaltiges, wasserlösliches Kontrastmittel verwendet werden.
Ein Röntgen-Breischluck zeigt einen hernierten Sack mit engem Divertikelhals, der typischerweise oberhalb des Musculus cricopharyngeus auf Höhe der Halswirbel C5 bis C6 entsteht – charakteristisch für ein Zenker-Divertikel.
Konsile
Innere Medizin / Gastroenterologie/ Onkologie, Chirurgie, Radiologie, Anästhesiologie
Behandlung
Die Behandlung des Ösophaguskarzinoms richtet sich nach dem Tumorstadium und umfasst verschiedene Therapieansätze. Eine Ösophagektomie (teilweise oder vollständige Entfernung der Speiseröhre) mit Magenhochzug oder Darminterponat wird bei resektablen Tumoren durchgeführt. Bei frühen, oberflächlichen Tumoren ohne Lymphknotenbefall kann eine endoskopische Mukosaresektion (EMR) oder eine endoskopische Submukosadissektion (ESD) ausreichen. Fortgeschrittene Tumoren werden häufig mit Strahlentherapie oder Chemoradiotherapie behandelt, entweder zur Verkleinerung vor einer Operation oder als alleinige Therapie bei Inoperabilität. In fortgeschrittenen oder metastasierten Stadien wird eine palliative Therapie eingesetzt, die eine Stent-Implantation zur Verbesserung der Schluckfunktion, palliative Chemotherapie oder Immuntherapie (z. B. Checkpoint-Inhibitoren), sowie Maßnahmen zur Ernährungssicherung wie eine perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) umfassen kann.
Komplikationen
Aspiration, Tumorblutung, Perforation → Mediastinitis (lebensbedrohlich), Fistelbildung, Metastasen und systemische Komplikationen, Strikturen
Extra
Namen:
Uschi Glas, Ludwig Sokolowski, Ludwig Schreiber, Ludwig Klostermann, Florian Wirtz, Alfons Wolf, Kora Ziegler, Johannes Kaiser, Robert Kassner, Thomas Peckenfeld
Einzelheiten:
Der Patient beschrieb eine belastungsabhängige Dyspnoe, die bereits nach dem Hinaufsteigen von etwa 20 Treppenstufen auftritt.
Hausmeister in einer Grundschule
Einzelhändlerin bei dm
Voerkrankungen:
Er hatte Rippenprellung Z.n Unfall beim Skifahren ( sei auf die rechte Seite ausgerutscht)
Bei dem Patienten liegen unfallbedingte Verletzungen (Fußballunfal) im Sinne einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes, einer Läsion des medialen Meniskus sowie einer Ruptur des medialen Kollateralbandes vor.
Hysterektomie bei Z. n. Myom
Osteoporose, Wirbelkörperfraktur
Eine Appendektomie, in der Kindheit
Z. n. H-TEP li. aufgrund einer Coxarthrose vor 3 J.
Zudem klagt er über geschwollene Lymphknoten im Halsbereich (zervikale Lymphadenopathie).
Ramipril
Eisen-Tabletten
Flohsamenschalen
Familialanamnese:
Großvater ist an Larynxkarzinom (Kehlkopfkrebs) verstorben.
seine Frau sei vor 2,5 Jahren an Enddarmkrebs verstorben
Vater: arterielle Hypertonie
Mutter: verstorben an Kolonkarzinom
Der Vater verstarb vor zwölf Jahren an einem Magenkarzinom.
Vater: Z. n. Bypass-Operation; Parkinson-Syndrom.
Mutter: Z. n. nicht näher beschriebener Magenoperation.
Vater: Z. n. Bypass-Operation; Parkinson-Syndrom.
Mutter: Z. n. nicht näher beschriebener Magenoperation.
Sozialanamnese:
Hausmeister in einer Grundschule
Allergien:
Diclofenac
Mehl
Getreide, besonders Roggen. Keine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie.
gegen alle Schmerzmittel allergisch
gegen Penicillin
gegen Nickel
Fragen
1. Herr Doktor, können Sie mir bitte erklären, welche Erkrankung ich habe?
Ihre Symptome weisen auf eine mögliche Veränderung in Ihrer Speiseröhre hin, die wir weiter abklären müssen. Um eine genaue Diagnose zu stellen, sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich.
2. Besteht die Möglichkeit, dass es Krebs ist? Meine Mutter hatte ebenfalls Krebs, und das macht mir große Sorgen.
Ich verstehe Ihre Sorge sehr gut. Aufgrund Ihrer Symptome können wir derzeit noch keine eindeutige Aussage treffen. Es gibt verschiedene mögliche Ursachen für Ihre Beschwerden, nicht alle sind bösartig. Um Klarheit zu bekommen, werden wir gezielte Untersuchungen durchführen.
3. Muss ich unbedingt eine Magenspiegelung machen lassen? Ich habe schwarzen Stuhl.
Wir sollten das zunächst gemeinsam mit Ihrem Oberarzt oder dem behandelnden Team besprechen – eine gute Zusammenarbeit im Behandlungsteam ist dabei sehr wichtig.
Allerdings spricht der schwarze Stuhl (Teerstuhl) für eine mögliche Blutung im oberen Verdauungstrakt, weshalb in Ihrem Fall eine Magenspiegelung wahrscheinlich sinnvoll und medizinisch angezeigt wäre.
4. Was versteht man unter GERD?
Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist eine chronische Erkrankung, bei der Magensäure regelmäßig in die Speiseröhre aufsteigt und dort die Schleimhaut reizt. Ursachen sind meist ein geschwächter unterer Ösophagussphinkter, Übergewicht, fettreiche Ernährung, Rauchen oder Alkoholkonsum. Typische Symptome sind Sodbrennen, saures Aufstoßen, Schluckbeschwerden und gelegentlich chronischer Husten. Die Behandlung umfasst Lebensstiländerungen (z. B. Gewichtsreduktion, Vermeidung säurehaltiger Speisen), Medikamente wie Protonenpumpenhemmer (PPI) oder H2-Blocker. Es kann zu Barrett-Ösophagus (Metaplasie des Plattenepithels in Zylinderepithel, erhöhtes Ösophaguskarzinom), Strikturen (Narbenbildung) sowie Blutungen/Ulzera führen.
5. Kann Marcumar das Vorhofflimmern vollständig heilen?
Nein, Marcumar kann Vorhofflimmern (VHF) nicht heilen, sondern dient lediglich der Vorbeugung von Blutgerinnseln und Schlaganfällen. Die zugrunde liegende Rhythmusstörung bleibt bestehen, sodass oft zusätzliche Maßnahmen wie Medikamente zur Rhythmus- oder Frequenzkontrolle oder eine Katheterablation erforderlich sind.
6. Was sind die Risiken von Marcumar?
Erhöhte Blutungsgefahr – insbesondere bei Verletzungen, Magen-Darm-Blutungen oder Hirnblutungen.
Wechselwirkungen: Viele Medikamente und Lebensmittel (z. B. Vitamin-K-haltige Nahrungsmittel wie grünes Blattgemüse) können die Wirkung beeinflussen.
7. Welche Komplikationen kann Cannabiskonsum bei jüngeren und älteren Menschen verursachen?
Bei jüngeren Menschen kann er Entwicklungsstörungen, Gedächtnisprobleme und Psychosen auslösen, während er bei älteren das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme, kognitive Beeinträchtigungen und Stürze erhöht.
8. Wer war Friedrich Albert von Zenker?
Das Zenker-Divertikel wurde nach Friedrich Albert von Zenker (1825–1898) benannt. Er war ein deutscher Pathologe und Anatom, der sich unter anderem mit Krankheiten des Verdauungstrakts befasste
9. Warum denken Sie bei diesem Patienten an einen Diabetes mellitus Typ 2?
Bei Diabetes mellitus Typ 1 ist der Patient von Beginn an auf Insulin angewiesen, da eine absolute Insulinsekretion fehlt.
Bei Typ 2 hingegen handelt es sich um eine Insulinresistenz mit einer relativen Insulinsekretionsstörung. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und kann von Lebensstilveränderungen (wie Gewichtsreduktion, Ernährung und Bewegung) über orale Antidiabetika bis hin zur Insulintherapie reichen.
10. Was bedeutet ‚Punktion‘ in der Medizin und wofür wird sie angewendet?
Punktion bedeutet in der Medizin das gezielte Einstichverfahren mit einer Hohlnadel, um Flüssigkeiten oder Gewebe aus dem Körper zu entnehmen. Anwendungsbeispiele sind Lumbalpunktion, Aszitespunktion, Knochenmarkpunktion sowie Gelenkpunktion.
11. Wie viel Alkohol ist täglich zu viel?
Für Männer: nicht mehr als 24 g reiner Alkohol pro Tag
Für Frauen: nicht mehr als 12 g reiner Alkohol pro Tag
Zur Orientierung: Etwa 10–12 g reiner Alkohol sind enthalten in:
• einem kleinen Bier (250 ml)
• einem Glas Wein (100 ml)
• einem Glas Sekt (100 ml)
12. Welche Knochen sind am Ellenbogengelenk beteiligt?
Humerus (Oberarmknochen) + Ulna (Elle – der innere Unterarmknochen) + Radius (Speiche – der äußere Unterarmknochen)
13. Welche Strukturen befinden sich auf der medialen und lateralen Seite des Ellenbogengelenks?
Medial: Epicondylus medialis humeri (Knochenvorsprung am Humerus)
Lateral: Epicondylus lateralis humeri
14. Was bedeutet „Entgleisung“ – medizinisch und im alltäglichen Sprachgebrauch?
Medizinisch bezeichnet „Entgleisung“ eine plötzliche, meist starke Verschlechterung eines stabilen Gesundheitszustands, zum Beispiel eine Blutzuckerentgleisung bei Diabetes oder eine hypertensive Entgleisung bei Bluthochdruck.
Im Alltag meint man mit „Entgleisung“ oft ein unkontrolliertes oder unangemessenes Verhalten, etwa wenn jemand die Beherrschung verliert oder sich sozial unangemessen verhält.
„Entgleisung“ bedeutet hier, dass ein Zug aus den Schienen springt, also die Gleise verlässt. Das ist ein technischer Begriff im Bahnverkehr und beschreibt ein potenziell schwerwiegendes Ereignis
15. Was ist Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)?
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus verursachte Virusinfektion, die vor allem durch Zeckenstiche übertragen wird und das zentrale Nervensystem betreffen kann. Die Erkrankung verläuft häufig in zwei Phasen: Zunächst treten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. In der zweiten Phase können Entzündungen der Hirnhäute (Meningitis), des Gehirns (Enzephalitis) oder des Rückenmarks (Myelitis) mit schweren neurologischen Beschwerden wie Lähmungen oder Bewusstseinsstörungen auftreten. Die Diagnose wird durch Antikörpernachweis im Blut oder Liquor sowie typische Symptome gestellt. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht, es erfolgt eine symptomatische Therapie. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die Impfung, besonders für Personen in FSME-Risikogebieten.
16. Warum hat sich der Diabetes verschlechtert?
Einerseits verschlechtern Entzündungen – darunter auch Karzinome – in der Regel die Stoffwechsellage bei Diabetes. Andererseits leidet der Patient unter Schluckbeschwerden, was bedeutet, dass er seine Medikamente möglicherweise nicht richtig einnehmen kann. Daher sollte man unbedingt nachfragen, ob die Medikamenteneinnahme weiterhin regelmäßig und korrekt erfolgt.
17. Was machen Sie mit dem Spatel, und wie würden Sie es dem Patienten erklären?
Ich werde mit dem Spatel vorsichtig Ihre Zunge nach unten drücken, damit ich Ihren Rachen und die Mandeln besser sehen kann. Das kann sich kurz unangenehm anfühlen, tut aber nicht weh.
18. was ist LKW?
LKW steht für Lastkraftwagen – also ein großes Nutzfahrzeug zum Transport von Gütern.
19. Welches Bakterium wird durch die Magensäure nicht abgetötet?
Helicobacter pylori — es kann in der Magenschleimhaut überleben, weil es das Enzym Urease bildet, das Ammoniak freisetzt und so die Magensäure neutralisiert.
20. Welche operativen Zugänge zum Gehirn werden bei Schädeloperationen verwendet?
• Die Wahl des Zugangs hängt von der Lokalisation der Läsion ab. Zu den häufigsten operativen Zugängen gehören:
• Frontotemporaler (pterionaler) Zugang – für Tumoren der vorderen Schädelgrube, Aneurysmen der A. cerebri media.
• Subokzipitaler (retrosigmoidaler) Zugang – für Läsionen der hinteren Schädelgrube, z. B. Vestibularisschwannome, Kleinhirnbrückenwinkeltumoren.
• Transnasaler/transsphenoidaler Zugang – für Hypophysenadenome und Paraselläre Tumoren.
• Parietaler oder occipitaler Zugang – für Läsionen in der hinteren Großhirnregion.
Notizen
BMI
Körpermasseindex (BMI)
Definition und Berechnung: Der BMI ist ein Maß zur groben Einschätzung des Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird (kg/m²).
Hypersalivation
Hypersalivation (vermehrter Speichelfluss)
Definition und Unterscheidung: Hypersalivation bezeichnet eine vermehrte Produktion oder Ansammlung von Speichel. Man unterscheidet echte Hypersalivation (erhöhte Sekretion) von Pseudohypersalivation, bei der verminderte Schluckfrequenz oder -effektivität zu vermehrtem Speichelauftritt führen.
Ursachen: Häufige Ursachen sind neurologische Erkrankungen mit gestörter Schluckmotorik (z. B. Parkinson), lokale Entzündungen im Mundraum (Stomatitis, Gingivitis) sowie bestimmte Medikamente. Bestimmte medikamentöse oder toxische Zustände mit cholinergen Effekten, etwa Organophosphat‑Vergiftungen, können ebenfalls zu vermehrtem Speichelfluss führen. Infektionserkrankungen mit befallenes Rachen‑/Speichelwegsystem können ebenfalls beteiligt sein.
Klinische Hinweise: Pseudohypersalivation tritt häufig im Liegen auf, wenn Speichel nicht ausreichend geschluckt wird. Die Unterscheidung beeinflusst die weitere Diagnostik und Therapie.
Regurgitation
Regurgitation
Begriff und Abgrenzung: Regurgitation beschreibt das unaufwendige Zurückfließen von zuvor geschluckter, meist unveränderter Nahrung oder Flüssigkeit in den Mund. Sie unterscheidet sich vom aktiven Erbrechen und ist nicht gleichzusetzen mit saurem Reflux, auch wenn Überschneidungen möglich sind.
Ursachen: Typische Ursachen sind ösophageale Passagestörungen und Motilitätsstörungen (z. B. Schlundverengungen, Achalasie, Zenker‑Divertikel) oder unzureichende Clearance des Ösophagus.
Fatigue
Fatigue
Kurzbeschreibung: Anhaltende, krankhaft wirkende Erschöpfung und Leistungsabfall, die sich nicht durch Ruhe vollständig bessert.
Blässe
Blässe
Klinisches Zeichen: Verminderte rötliche Färbung der Haut oder der Schleimhäute, auffällig z. B. an Konjunktiven, Lippen oder Nagelbetten.
Bedeutung: Blässe ist ein unspezifisches Zeichen, das auf eine reduzierte Sauerstofftransportkapazität des Blutes hinweisen kann, häufig assoziiert mit einer Anämie, aber auch bei Vasokonstriktion oder Schock auftreten kann.
Meläna
Meläna
Definition: Schwarzer, teerartiger Stuhl, verursacht durch den Abbau von Blut im Gastrointestinaltrakt; typischerweise Hinweis auf eine Blutungsquelle im oberen Gastrointestinaltrakt.
Inappetenz
Inappetenz
Unter Inappetenz versteht man den verminderten oder fehlenden Wunsch zu essen. Sie zeigt sich durch reduzierte Nahrungsaufnahme und kann zu raschem Gewichtsverlust und Risiko für Mangelernährung führen.
Dyspnoe
Dyspnoe
Dyspnoe bezeichnet das subjektive Erleben von Atemnot oder erschwerter Atmung. Betroffene beschreiben dies häufig als Luftnot, Engegefühl in der Brust oder erhöhte Atemarbeit.
Ursachen und klinische Relevanz
Atemnot kann durch Herz‑ oder Lungenerkrankungen, Anämie, metabolische Störungen oder belastungsabhängige Einschränkungen entstehen. Mechanische Einengungen der Atemwege, wie eine Kompression der Trachea durch Raumforderungen, sind ebenfalls mögliche Auslöser und können die körperliche Belastungstoleranz deutlich vermindern.
Lymphadenopathie
Lymphadenopathie
Lymphadenopathie bezeichnet eine Vergrößerung oder Auffälligkeit von Lymphknoten. Diese kann lokal begrenzt oder generalisiert auftreten und ist ein klinisch sichtbares Zeichen.
Ursachen und Bedeutung
Vergrößerte Lymphknoten können Reaktion auf Infektionen, entzündliche Prozesse oder maligne Erkrankungen sein. Bei Tumorerkrankungen weisen pathologisch veränderte Lymphknoten häufig auf einen fortgeschrittenen Befall hin und können die Stadieneinteilung sowie die Prognose beeinflussen; die Ursache muss jedoch durch weitere Diagnostik geklärt werden.
Dysphonie
Dysphonie
Dysphonie beschreibt gestörte Stimmgebung, oft wahrgenommen als Heiserkeit, Lautstärke‑ oder Tonhöhenveränderung der Stimme. Sie beruht auf einer Beeinträchtigung der Stimmlippenfunktion oder der Artikulation.
Ikterus
Ikterus — nicht festgestellt
Beim Patienten liegt kein sichtbarer Ikterus vor (in der Anamnese verneint). Allgemein bezeichnet Ikterus die Gelbfärbung von Haut und Skleren durch erhöhte Bilirubinwerte. Ursachen können hämolytische Prozesse, Primärlebererkrankungen, cholestatische Lebererkrankungen oder eine Leberbeteiligung durch Tumoren (z. B. Lebermetastasen) sein. Das Vorhandensein eines Ikterus ist ein klinischer Hinweis und bedarf zur Ursachenklärung weiterer Labor- und Bildgebungsschritte.
Insomnie
Insomnie — akute Schlafstörung
Der Patient berichtet über eine seit fünf Tagen bestehende Schlafstörung mit gestörtem Durchschlafen. Typisch ist ein wiederholtes nächtliches Erwachen durch Husten (zwei- bis dreimal pro Nacht). Ansonsten ist die vegetative Anamnese unauffällig. Die Schilderung entspricht einer kurzfristigen Ein- bzw. Durchschlafstörung infolge einer belastenden Begenerkrankung.
Obstipation
Obstipation — langandauernd
Der Patient gibt eine langanhaltende Obstipation an. Chronische Verstopfung kann die Lebensqualität beeinträchtigen und bei anhaltendem Pressen zu Folgeproblemen führen. Zu den möglichen Komplikationen zählen Hämorrhoiden und Analfissuren; diese Komplikationen sind mögliche Folgen, werden hier aber nicht als beim Patienten gesicherter Befund behauptet.
Typ-2-Diabetes mellitus
Typ-2-Diabetes mellitus — seit 8 Jahren, derzeit suboptimal eingestellt
Typ-2-Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch Insulinresistenz und einen relativen Insulinmangel geprägt ist. Zu den häufigen Risikofaktoren gehören Übergewicht, Bewegungsmangel und eine familiäre Prädisposition. Die Diagnose erfolgt anhand erhöhter Nüchternglukosewerte oder eines erhöhten HbA1c (klinisch gebräuchlicher Grenzwert zur Diagnose ist ein HbA1c von ≥6,5 %). Therapieprinzipien umfassen Lebensstilmaßnahmen (Gewichtsreduktion, körperliche Aktivität, angepasste Ernährung) sowie medikamentöse Behandlung mit oralen Antidiabetika (z. B. Metformin) und ggf. Insulintherapie.
hyperosmolaren hyperglykämischen Zustand
Definition:
Der hyperosmolare hyperglykämische Zustand ist eine schwere akute Stoffwechselentgleisung bei Diabetes mellitus, die durch extreme Hyperglykämie und eine erhöhte Serumosmolarität gekennzeichnet ist.
Kennzeichen:
Typische Labormerkmale sind sehr hohe Plasmaglukosewerte, häufig über 600 mg/dl, sowie eine Serumosmolalität über etwa 320 mOsm/l.
Klinische Hinweise:
Klinisch treten infolge der starken Osmolaritätssteigerung oft deutliche Dehydratation und neurologische Symptome auf; eine ausgeprägte Ketose ist typischerweise weniger vorhanden als bei anderen diabetischen Entgleisungen.
stationäre
Begriffserklärung: stationäre Behandlung
Unter einer stationären Behandlung versteht man die unmittelbare Aufnahme in eine Klinik oder eine stationäre Einrichtung zur kontinuierlichen medizinischen Überwachung und Versorgung.
Zweck und Beispiele:
Das Ziel ist die sichere Durchführung von Diagnostik und Therapien, die kontinuierliche Beobachtung oder parenterale Interventionen erfordern. Dazu gehören etwa Flüssigkeitsersatz, intensivierte Überwachung, intravenöse Therapien und regelmäßige Laborkontrollen als Beispiele für mögliche Maßnahmen.
Vorhofflimmern
Kurzdefinition: Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist eine häufige Rhythmusstörung des Herzens, bei der die Vorhöfe unkoordiniert elektrisch aktiv sind, was zu einem unregelmäßigen Puls führt.
Ursachen und Begleiterkrankungen:
Häufige Auslöser oder assoziierte Erkrankungen sind arterielle Hypertonie, koronare Herzerkrankung, Klappenerkrankungen, Hyperthyreose und erhöhter Alkoholkonsum.
Klinik und Risiken:
Betroffene berichten oft über Herzklopfen, Atemnot, Schwindel oder Leistungsminderung. Wichtige Konsequenzen sind ein erhöhtes Schlaganfallrisiko und die mögliche Entwicklung einer Herzinsuffizienz.
Behandlungsprinzipien:
Die Therapie richtet sich nach Symptomen und dem Risiko für thromboembolische Ereignisse und umfasst antithrombotische Strategien, Maßnahmen zur Kontrolle der Herzfrequenz oder des Herzrhythmus sowie gegebenenfalls interventionsmedizinische Verfahren.
Hypothyreose
Definition: Hypothyreose
Eine Hypothyreose ist eine reduzierte Funktion der Schilddrüse mit verminderter Produktion von Schilddrüsenhormonen.
Ursachen:
Häufige Ursachen sind autoimmune Entzündungen der Schilddrüse (z. B. Hashimoto), Jodmangel sowie chirurgische oder strahlentherapeutische Schädigung; seltener liegen zentrale Ursachen in Hypophyse oder Hypothalamus vor.
Klinisches Erscheinungsbild:
Typische Symptome sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut, Obstipation und eine verlangsamte Herzfrequenz.
Hashimoto
Hashimoto-Thyreoiditis
Definition
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunentzündung der Schilddrüse, bei der autoimmun vermittelte Prozesse das Organ schädigen und häufig zu einer verminderten Hormonproduktion führen.
Diagnostik
Die Abklärung erfolgt primär serologisch durch Bestimmung des TSH sowie der freien Schilddrüsenhormone (fT4, ggf. fT3) und durch Nachweis spezifischer Antikörper gegen Schilddrüsenbestandteile, beispielhaft TPO-Antikörper. Ergänzend kann eine Sonographie der Schilddrüse Hinweise auf typische strukturelle Veränderungen liefern.
Therapie
Bei ausgeprägter oder symptomatischer Unterfunktion wird die fehlende Hormonwirkung durch die orale Substitution mit Levothyroxin ersetzt; diese Ersatztherapie ist in der Regel langfristig erforderlich und richtet sich nach klinischem Befund und Laborwerten.
Ohrmuscheldysplasie
Ohrmuscheldysplasie
Beschreibung
Die aurikuläre Dysplasie bezeichnet eine angeborene Fehlbildung der äußeren Ohrstruktur mit variierender Ausprägung der Ohrmuschel.
Mögliche Folgen und Versorgung
Solche Fehlbildungen können ästhetische Beeinträchtigungen verursachen und in manchen Fällen Einfluss auf das Hören oder das komfortable Tragen von Brillen haben. Therapeutisch kommen je nach Ausmaß konservative Hilfen oder chirurgische Rekonstruktionen in Betracht; bei begleitendem Hörverlust kann auch eine Versorgung über knochenverankerte bzw. knochenleitende Hörsysteme indiziert sein.
Hörgerät
Hörgerät
Indikation
Hörgeräte dienen zur Verbesserung der Hörfunktion bei dauerhaftem Hörverlust und werden entsprechend der Art und Schwere der Hörstörung ausgewählt.
Funktionsprinzipien und Typen
Luftleitungsgeräte verstärken Schall und leiten ihn über den Gehörgang und das Mittelohr zum Innenohr; sie sind die häufigste Form. Knochenleitungsgeräte übertragen Schwingungen direkt über den Schädelknochen an das Innenohr und umgehen dadurch das Außenohr und Mittelohr; sie werden gewählt, wenn eine Luftleitung nicht möglich oder ineffektiv ist. Zusätzlich gibt es implantierbare Systeme, darunter elektrische oder mechanische Implantate, die das Innenohr oder den Hörnerv direkt stimulieren und bei bestimmten schwereren Hörverlusten eingesetzt werden.
Verrucae vulgares
Verrucae vulgares
Ursache
Verrucae vulgares sind gutartige Hautwucherungen, die durch humane Papillomaviren verursacht werden; bestimmte virustypen sind häufig an der Entstehung beteiligt.
Klinik und Verlauf
Klinisch zeigen sich raue, häufig hautfarbene bis bräunliche Papeln, bevorzugt an Händen und Fingern. Die Infektion erfolgt meist durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Flächen, bei verletzter Haut besteht ein erhöhtes Risiko. Bei Kindern und immunsupprimierten Personen treten Warzen häufiger auf. Sie sind in der Regel harmlos, können aber kosmetisch oder bei Druckstellen schmerzhaft sein.
Aktuelle Situation
Bei anhaltender Nichtansprache auf eine lokale Behandlung kann die weitere Abklärung und gegebenenfalls eine operative oder andere fachärztliche Intervention indiziert sein; ein chirurgisches Konsil ist deshalb nachvollziehbar.
Bursitis
Definition
Eine Bursitis ist die entzündliche Reaktion eines Schleimbeutels (Bursa), einer mit Flüssigkeit gefüllten Struktur, die an Gelenken als Polster zwischen Knochen und angrenzenden Weichteilen wirkt.
Ursachen
Häufige Auslöser sind wiederholte mechanische Belastung oder Reibung sowie akute Traumata; seltener liegt eine bakterielle Infektion zugrunde.
Klinische Merkmale
Typische Befunde sind lokale Schmerzen, Schwellung und Überwärmung der betroffenen Region sowie eingeschränkte Beweglichkeit des angrenzenden Gelenks.
Therapie
Die Behandlung erfolgt in erster Linie konservativ: Entlastung der betroffenen Stelle, physikalische Maßnahmen und gegebenenfalls entzündungshemmende Medikamente. Bei therapierefraktären Fällen oder infektiöser Genese können weitergehende interventionelle oder chirurgische Maßnahmen nötig werden.
Bursektomie
Begriff und Vorgehen
Eine Bursektomie bezeichnet die operative Entfernung eines entzündeten oder schmerzverursachenden Schleimbeutels.
Indikationen
Ein solcher Eingriff wird erwogen, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder wiederkehrende Entzündungen, dauerhafte Schmerzen oder eine manifeste Infektion vorliegen.
Wichtige Aspekte
Chirurgische Entfernung kann die Beschwerdesymptomatik bessern, birgt aber wie jeder Eingriff Risiken wie Wundheilungsstörungen oder Narbenbildung; die Indikation wird individuell gestellt.
Prostatahyperplasie
Definition
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine nicht-krebsartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, die häufig im höheren Lebensalter auftritt.
Pathogenese
Hormonelle Veränderungen, unter anderem die Wirkung von Dihydrotestosteron an der Prostata, tragen zur Zellvermehrung und Volumenzunahme bei.
Klinik
Klinische Folgen sind Harnwegssymptome wie gesteigerter Harndrang, ein abgeschwächter Harnstrahl, nächtliches Wasserlassen und das Gefühl eines unvollständigen Entleerens; in fortgeschrittenen Fällen kann es zu einem Harnverhalt kommen.
Therapieoptionen
Die Behandlung richtet sich nach Schwere der Beschwerden und schließt medikamentöse Therapien (z. B. alpha-Blocker, 5‑Alpha‑Reduktase‑Hemmer), minimalinvasive Verfahren und bei ausgeprägter Obstruktion operative Eingriffe wie die transurethrale Resektion der Prostata ein.
Icandra
Icandra ist ein Kombinationspräparat zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 und enthält Vildagliptin und Metformin. Vildagliptin fördert abhängig vom Blutzuckerspiegel die Insulinausschüttung und hemmt die Glukagonfreisetzung. Metformin vermindert die Glukoseproduktion in der Leber und verbessert die Insulinempfindlichkeit. Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und Schwindel. Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen sind Leberfunktionsstörungen und eine sehr selten auftretende Laktatazidose.
Ozempic
Gruppe:
GLP‑1‑Rezeptoragonist (Wirkstoff: Semaglutid).
Wirkmechanismus:
Fördert die glukoseabhängige Insulinfreisetzung, hemmt die Glukagonsekretion und verlangsamt die Magenentleerung; dadurch wird der Blutzuckerspiegel gesenkt.
Anwendung:
Subkutane Injektion in der Regel einmal wöchentlich. Die Applikationsstelle kann der Bauch sein.
Wichtige Risiken / Nebenwirkungen:
Häufige unerwünschte Wirkungen sind gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie Appetitminderung. In Einzelfällen wurden akute Pankreatitiden berichtet.
Marcumar
Wirkstoff und Gruppe:
Phenprocoumon, ein Vitamin‑K‑antagonist (oral wirkendes Antikoagulans).
Wirkung und Indikation:
Hemmt die Bildung vitamin‑K‑abhängiger Gerinnungsfaktoren in der Leber und wird zur Prophylaxe und Behandlung thromboembolischer Erkrankungen sowie bei Vorhofflimmern eingesetzt.
Nebenwirkungen und Überwachung:
Erhöhte Blutungsneigung und Hämatombildung sind die wichtigsten Nebenwirkungen; selten können Leberwerte verändert sein. Eine regelmäßige Kontrolle des INR ist erforderlich, um die Antikoagulation sicher zu steuern.
Eliquis
Wirkstoff und Gruppe:
Apixaban, ein orales direktes Faktor‑Xa‑Inhibitor (Antikoagulans).
Wirkmechanismus:
Blockiert Faktor Xa und vermindert damit die Bildung von Thrombin und die Entstehung von Thromben.
Überwachung und Sicherheit:
Eine routinemäßige Gerinnungsüberwachung wie beim Vitamin‑K‑Antagonisten ist in der Regel nicht erforderlich; die Einschätzung des Blutungsrisikos und die Kontrolle relevanter Begleitparameter (z. B. Nierenfunktion) sind dennoch wichtig.
Euthyrox
Wirkstoff und Indikation:
Levothyroxin (synthetisches T4) zur Substitutions- oder Ergänzungstherapie bei einer Schilddrüsenunterfunktion und bei Bedarf nach Schilddrüsenoperationen.
Wirkung:
Ersetzt das körpereigene Schilddrüsenhormon T4 und normalisiert dadurch den Stoffwechsel bei Hypothyreose.
Anwendung und Überwachung:
Die Dosis wird individuell festgelegt und anhand klinischer Befunde und Laborparametern nachverfolgt.
Unerwünschte Wirkungen:
Bei zu hoher Dosierung können Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten, etwa Herzrasen, Unruhe, Schlafstörungen und Gewichtsabnahme.
Baldrian
Baldrian
Kurzbeschreibung: Baldrian ist eine Heilpflanze, deren Wurzeln traditionell bei Einschlafproblemen und nervöser Unruhe verwendet werden.
Wirkung: Die Inhaltsstoffe werden mit einer beruhigenden Wirkung auf das zentrale Nervensystem in Verbindung gebracht; die Datenlage ist heterogen, ein Nutzen bei leichten Schlafstörungen wird jedoch häufig berichtet.
Anwendung: Einsatz bei vorübergehenden Schlafstörungen und Spannungszuständen; als Tee- oder Fertigpräparat erhältlich.
Wichtige Hinweise und Nebenwirkungen: Möglich sind Schwindel, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Die gleichzeitige Einnahme weiterer dämpfender Substanzen oder Alkohol kann die sedierende Wirkung verstärken.
Ibuprofen
Ibuprofen
Gruppe: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR).
Wirkmechanismus: Hemmt cyclooxygenase-Enzyme und reduziert dadurch die Bildung von Prostaglandinen, was schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte vermittelt.
Anwendungsgebiete: Wird zur Linderung von Schmerzen und zur Behandlung entzündlicher Beschwerden eingesetzt.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Häufige Probleme sind Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen; zudem können allergische Reaktionen auftreten. Bei längerer oder hoch dosierter Anwendung besteht ein erhöhtes Risiko für Nierenfunktionsstörungen und kardiovaskuläre Probleme; bei Patienten mit Aspirin-Intoleranz kann es bronchiale Reaktionen geben.
Laxoberal
Laxoberal (Wirkstoff: Natriumpicosulfat)
Wirkstoffgruppe und Prinzip: Natriumpicosulfat ist ein stimulantisches Abführmittel, das im Darm zu einem aktiven Metaboliten umgesetzt wird und die Darmbeweglichkeit fördert.
Anwendungsbereich: Eingesetzt zur kurzfristigen Linderung von Obstipation zur Förderung der Darmentleerung.
Wichtige Hinweise und Nebenwirkungen: Häufig können Bauchkrämpfe und Durchfälle auftreten; bei längerfristiger oder unsachgemäßer Anwendung sind Elektrolytentgleisungen möglich. Nicht bei mechanischem Darmverschluss oder unklaren Bauchschmerzen verwenden.
Kreuzallergie
Kreuzallergie
Definition: Eine Kreuzallergie entsteht, wenn das Immunsystem ähnliche Eiweißstrukturen in unterschiedlichen Allergenen erkennt und darauf reagiert, sodass eine Sensibilisierung gegen eine Quelle zu Reaktionen auf eine andere führen kann.
Klinische Erscheinungen: Häufig äußert sich dies als lokale Beschwerden wie Jucken und Schwellungen der Schleimhäute im Mundbereich (orales Allergiesyndrom) oder als Symptome der oberen Atemwege, etwa allergische Rhinitis; auch Hautreaktionen sind möglich.
Beispiele und Abgrenzung: Typisch sind Kreuzreaktionen zwischen bestimmten Pollen und pflanzlichen Lebensmitteln (Pollen‑Frucht‑Syndrom). Eine pharmakologische Arzneimittelallergie, etwa gegen Metamizol/Novalgin, ist hingegen eine separate Form der Überempfindlichkeit und gehört nicht in die Kategorie der Kreuzallergien.
Gräserpollen
Gräserpollen
Gräserpollen sind mikroskopisch kleine Blütenpollen, die von Süßgräsern und verwandten Pflanzen zur sexuellen Fortpflanzung erzeugt und vorwiegend vom Wind verbreitet werden. Bei empfindlichen Personen können sie eine allergische Immunreaktion auslösen, die sich typischerweise als allergische Rhinitis und/oder bronchiale Symptome äußert. Während der Pollensaison kommt es zu saisonaler Belastung; zudem können bei sensibilisierten Menschen Kreuzreaktionen mit bestimmten pflanzlichen Nahrungsmitteln auftreten (Pollen‑Nahrungsmittel‑Syndrom).
Novalgin
Novalgin (Metamizol)
Gruppe: Nicht-opioides Analgetikum aus der Gruppe der Pyrazolone.
Wirkungsweise: Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt; Metamizol wirkt analgetisch und fiebersenkend und vermutlich über Hemmung der Prostaglandinsynthese sowie zentrale Effekte. Es besitzt zusätzlich eine krampflösende (spasmolytische) Komponente.
Darreichungsformen und Indikation: Es ist in verschiedenen Galenika erhältlich (z. B. Tabletten, Tropfen, Zäpfchen, Injektionslösungen) und wird zur Behandlung von mäßigen bis starken Schmerzen und Fieber eingesetzt.
Wichtige Risiken und Gegenanzeigen: Seltene, aber schwere Nebenwirkungen umfassen Agranulozytose (lebensbedrohliche Verminderung der Granulozyten), sowie allergische Reaktionen bis hin zu Urtikaria und anaphylaktischen Reaktionen. Nach parenteraler Gabe kann es zu Blutdruckabfall kommen. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Metamizol oder früherer Agranulozytose darf das Mittel nicht verwendet werden.
Packungsjahren
Packungsjahre (Berechnung)
Definition und Formel: Packungsjahre werden berechnet als (Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten ÷ 20) × Anzahl der Raucherjahre.
Anwendung: Die Kennzahl gibt eine quantifizierte Rauchexposition an und dient zur Einschätzung von Risiken für rauchbedingte Erkrankungen. Bei einer täglichen Konsumspanne von 15–20 Zigaretten über 30 Jahre ergibt sich ein Bereich von etwa 22,5 bis 30 Packungsjahren (als Mittelwert etwa 26,25 Packungsjahre).
Pförtner
Pförtner (Tätigkeitsbeschreibung)
Aufgaben: Ein Pförtner überwacht und regelt den Zugang zu Gebäuden oder Geländen, kontrolliert Ein‑ und Ausgänge von Personen und Fahrzeugen, führt Besucherregistrierungen durch und sorgt für grundsätzliche Sicherheit und Ordnung der Einrichtung.
Weitere Verantwortlichkeiten: Dazu können die Überwachung von Einlasskontrollen, Informationsvermittlung an Besucher, einfache Sicherungsfunktionen sowie die Koordination mit Sicherheitsdiensten gehören.
Entzugsversuch
Entzugsversuch
Ein Entzugsversuch bezeichnet den Versuch, den Konsum einer suchtbildenden Substanz zu beenden. Dabei werden oft medizinische Maßnahmen zur Entgiftung kombiniert mit psychotherapeutischer und sozialer Unterstützung, um Entzugssymptome zu kontrollieren und das Rückfallrisiko zu reduzieren. Erfolg und Ablauf hängen von der Art der Substanz, der Dauer der Abhängigkeit, Begleiterkrankungen und dem sozialen Umfeld ab; ein einmaliges Scheitern ist häufig und schließt weitere Behandlungsversuche nicht aus.
Endometriumkarzinom
Endometriumkarzinom
Beim Endometriumkarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Gebärmutterschleimhaut. Er tritt gehäuft nach der Menopause auf. Zu den bekannten Risikofaktoren zählen Übergewicht, Diabetes mellitus, ein relativ langer Östrogeneinfluss sowie familiäre Prädispositionen. Ein häufiges klinisches Zeichen ist postmenopausale Blutung. Die primäre Behandlung besteht in der operativen Entfernung der Gebärmutter, gegebenenfalls ergänzt durch zusätzliche onkologische Therapien wie Bestrahlung, Chemotherapie oder Hormonbehandlung, abhängig von Stadium und Histologie.
Hysterektomie
Hysterektomie
Eine Hysterektomie ist die chirurgische Entfernung der Gebärmutter. Sie kann bei gutartigen Erkrankungen (z. B. starke Blutungsstörungen, Myome) sowie bei bösartigen Erkrankungen der Gebärmutterindikation sein. Je nach Indikation werden Begleitstrukturen wie Eileiter und Eierstöcke mitentfernt oder belassen. Der Eingriff wird in verschiedenen technischen Varianten durchgeführt und hat sowohl medizinische als auch psychosoziale Folgen, die vorab mit den Betroffenen besprochen werden sollten.
bariatrische Operation
Bariatrische Operation
Eine bariatrische Operation ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung schwerer Adipositas. Ziel solcher Eingriffe ist eine dauerhafte Gewichtsreduktion durch Einschränkung der Nahrungsaufnahme und/oder Veränderung der Nährstoffaufnahme. Gängige Methoden sind beispielsweise Schlauchmagen, Magenbypass oder verstellbares Magenband. Solche Eingriffe erfordern lebenslange Nachsorge und Änderungen im Lebensstil sowie Kontrolle auf mögliche Nährstoffmängel und Komplikationen.
Achalasie
Definition:
Achalasie ist eine primäre motorische Störung der Speiseröhre, bei der der untere Ösophagussphinkter seine Entspannungsfähigkeit verliert und die peristaltische Tätigkeit der Ösophagusmuskulatur gestört ist.
Klinik:
Typische Beschwerden sind zunehmende Schluckstörungen (Dysphagie) für feste und flüssige Nahrung von Anfang an, Rückfluss (Regurgitation) und retrosternale Schmerzen.
Diagnostik:
Die Abklärung erfolgt primär durch Ösophagusmanometrie zur Bestätigung der motorischen Störung; ergänzend werden Kontrastmittel-Schluckuntersuchung (Bariumschluck) und Endoskopie eingesetzt, um andere Ursachen auszuschließen.
Therapie:
Therapeutische Optionen reichen von medikamentöser Symptomlinderung (z. B. nitrathaltige Präparate oder Kalziumkanalblocker) über endoskopische Pneumatische Dilatation und Botulinumtoxin-Injektion bis hin zu operativen Myotomien bei geeigneten Patienten.
Zenker-Divertikels sollte
Kurzbeschreibung:
Ein Zenker-Divertikel ist eine aussackende Vorwölbung der Hypopharynx-Schleimhaut, die unmittelbar oberhalb des oberen Ösophagussphinkters entsteht.
Klinik:
Betroffene klagen häufig über Schluckbeschwerden, unverdautes Aufstoßen oder Regurgitation sowie Mundgeruch (Halitosis); bei größeren Divertikeln können Nahrungsspeicherung und Aspirationssymptomatik auftreten.
Diagnostik:
Die beste initiale Untersuchungsmethode zum Nachweis ist eine Kontrastmittel-Schluckuntersuchung (Bariumschluck); die Endoskopie dient ergänzend zur Begutachtung, muss aber mit Vorsicht erfolgen.
Therapie:
Je nach Ausmaß und Beschwerdebild reicht die Versorgung von abwartenden Maßnahmen bis zur operativen oder endoskopischen Korrektur.
Pharynxkarzinome
Klinische Merkmale:
Pharynxkarzinome äußern sich häufig als progrediente Schluckstörung, die zunächst bei fester Nahrung auftritt und später auch Flüssigkeiten beeinträchtigen kann.
Begleitsymptome:
Zusätzlich können Heiserkeit oder Stimmveränderungen auftreten, insbesondere wenn Tumorinfiltration oder -infiltrate in Richtung Kehlkopf oder Nerven bestehen; bei deutlicher Luftwegsverengung sind zischende Atemgeräusche oder Stridor möglich.
Klinische Bedeutung:
Neu auftretende oder progrediente Dysphagie sowie begleitende Stimmveränderungen erfordern gezielte Abklärung, um maligne Ursachen auszuschließen.
Blutdruck
Gerätebeschreibung und Anwendung:
Ein konventionelles Blutdruckmessgerät besteht aus einer aufblasbaren Manschette, einer Handballonpumpe zum Aufblasen und einem Messwerk (Manometer) zur Druckablesung; bei der auskultatorischen Messung wird zusätzlich ein Stethoskop benötigt.
Messung im Rahmen der Vitalparameter:
Die Blutdruckmessung gehört zur routinemäßigen Erhebung der Vitalzeichen und dient der Beurteilung des Herz-Kreislauf-Status.
Atemfrequenz
Atemfrequenz — Bedeutung und Richtwerte
Die Atemfrequenz bezeichnet die Zahl der Atemzüge pro Minute und ist ein wichtiger Vitalparameter zur Beurteilung der Atmungsfunktion. Bei Erwachsenen gilt ein Bereich von etwa 12–20 Atemzügen pro Minute als normal. Eine erhöhte Atemfrequenz (Tachypnoe) liegt typischerweise oberhalb von 20/min, eine erniedrigte Atemfrequenz (Bradypnoe) unterhalb von 12/min. Abweichungen können auf respiratorische oder systemische Störungen hinweisen und sollten im klinischen Kontext bewertet werden.
Sauerstoffsättigung
Sauerstoffsättigung — Messung mit Pulsoxymetrie
Die periphere Sauerstoffsättigung (SpO2) wird nichtinvasiv mit einem Pulsoxymeter ermittelt. Ein Clip mit Lichtsensoren wird an Finger, Zehe oder Ohrläppchen angebracht; das Gerät beurteilt anhand der Lichtabsorption den Anteil des oxygenierten Hämoglobins und liefert so einen schnellen Anhaltspunkt für die periphere Oxygenierung.
Körpertemperatur
Körpertemperatur — Messorte und Vergleichswerte
Die gemessene Körpertemperatur variiert je nach Messort. Messungen rektal werden häufig als Referenz für die Kerntemperatur angesehen. Messwerte aus der Mundhöhle liegen in der Regel geringfügig unter der Rektaltemperatur (üblich sind Unterschiede im Bereich von einigen Zehntelgraden), und axilläre Messungen sind meist noch niedriger. Bei der Interpretation von Temperaturen ist der verwendete Messort zu berücksichtigen.
Perkussion
Perkussion — Technik und Aussagekraft
Bei der Perkussion wird mit einem als Pleximeter dienenden Finger auf der Körperoberfläche aufgesetzt und mit einem Plexor-Finger oder der Handfläche leicht darauf geklopft, um Schallphänomene zu erzeugen. Die erzeugten Klänge lassen Rückschlüsse auf Beschaffenheit und Luft- oder Flüssigkeitsgehalt der darunterliegenden Strukturen zu: dumpfe Klänge deuten eher auf feste oder flüssigkeitsgefüllte Bereiche, tympane Klänge auf luftgefüllte Räume. Perkussion kann zur Abschätzung von Lebergröße sowie zum Hinweis auf Pleuraerguss oder Aszites genutzt werden.
digitale rektale Untersuchung
Kurzüberblick
Die digitale rektale Untersuchung (DRU) ist eine körperliche Untersuchung, bei der ein behandschuhter und geschmierter Finger in das Rektum eingeführt wird, um durch Abtasten Informationen über den Enddarm und benachbarte Strukturen zu gewinnen.
Indikationen und Befunde
Die Untersuchung dient zum Erkennen von tastbaren Raumforderungen, Veränderungen der Prostata, Störungen des Sphinktertonus sowie frischem oder okkultem Blut im Rektum. Sie ist ein schneller Befundschritt und dauert in der Regel nur wenige Minuten.
Durchführung und Empfindungen
Die DRU wird in entspannter Lagerung durchgeführt; sie kann unangenehm sein, ist aber nicht zwangsläufig schmerzhaft. Die Ergebnisse helfen bei der Entscheidung für weiterführende Diagnostik wie Endoskopie oder bildgebende Verfahren.
Blutbild
Definition und Zweck
Das Blutbild beschreibt die zellulären Bestandteile des Blutes und dient insbesondere dem Nachweis oder Ausschluss einer Anämie sowie der Beurteilung von Leukozyten- und Thrombozytenveränderungen.
Wesentliche Bestandteile
Typische Parameter sind Erythrozytenzahl, Hämoglobin, Hämatokrit, MCV sowie Leukozytenzahl mit Differential und Thrombozytenzahl.
Klinische Bedeutung
Ein kleines Blutbild ist ein Basislaborparameter zur Abklärung von Müdigkeit, Blutverlust, Infektionen und Gerinnungsstörungen und ergänzt andere Laboruntersuchungen im Rahmen einer umfassenden Diagnostik.
Kalzium
Bedeutung von Calcium
Calcium ist ein wichtiger Elektrolyt; die Bestimmung der Serumcalciumkonzentration gehört zu den Elektrolytuntersuchungen.
Klinische Relevanz
Eine erhöhte Calciumkonzentration kann vielfältige Ursachen haben. Bei bestimmten Tumoren, unter anderem einigen Plattenepithelkarzinomen, kann die Tumorzellsekretion eines parathormonähnlichen Proteins (PTHrP) zu einer humoral vermittelten Hyperkalzämie führen.
Relevanz für die Diagnostik
Die Calciumbestimmung ist sinnvoll bei Verdacht auf metabolische oder tumorbedingte Störungen des Calciumhaushalts und ergänzt andere Laborparameter.
Positronen-Emissions-Tomographie
Grundprinzip
Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das mithilfe radioaktiv markierter Substrate stoffwechselaktive Regionen im Körper darstellt.
Anwendungen
PET wird häufig in der Onkologie zur Darstellung metabolisch aktiver Tumorherde sowie in der Neurologie und Kardiologie zur Beurteilung funktioneller Veränderungen eingesetzt.
Technische Aspekte und Einschränkungen
Weil PET primär metabolische Informationen liefert, wird es oft mit einer CT (PET‑CT) oder MRT kombiniert, um die räumliche Zuordnung zu verbessern. Entzündliche Prozesse können die Interpretation erschweren.
CT-Scans
Kurzbeschreibung:
Die Computertomographie (CT) ist ein röntgenbasiertes Verfahren zur Erzeugung schichtweiser Querschnittsbilder des Körpers, mit dem innere Strukturen sichtbar gemacht werden.
Durchführung:
Der Patient liegt in der Regel flach auf der Untersuchungsliege und wird in die röhrenförmige Scanneröffnung gefahren. Während der Aufnahme muss der Patient ruhig liegen; die eigentliche Bildakquisition erfolgt meist innerhalb von wenigen Minuten.
Kontrastmittel und Vorbereitung:
Zur besseren Darstellung bestimmter Organe oder Gefäßstrukturen kann ein jodhaltiges Kontrastmittel eingesetzt werden; dafür ist gelegentlich eine vorherige Vorbereitung oder das Abklären von Kontraindikationen erforderlich. Die Untersuchung selbst ist üblicherweise schmerzfrei.
Bedeutung bei Tumorerkrankungen:
CT-Untersuchungen des Thorax und Abdomens dienen häufig der Beurteilung der Tumorausbreitung und sind bei der Nachbeurteilung (Restaging) nach Ersttherapie hilfreich. In Kombination mit funktionellen Verfahren wie der PET-CT oder ergänzend zu endoskopischem Ultraschall lassen sich anatomische und metabolische Informationen für die Stadieneinteilung gewinnen.
Patient/ inAnrede: Herr/Frau Oberarzt/Oberärztin ……….., Hiermit möchte ich Ihnen Herrn Hans Lang vorstellen. |
Datum17/07/2025 |
| Alter56 Jahre | Gewicht84 kg | Größe182 cm |
Allergien (Stichwörter)
Kreuzallergie auf Gräserpollen und Tomaten (allergische Rhinitis)
Urtikarielle Reaktion auf Novalgin
Genussmittel / Drogen (Stichwörter)
Täglich 15–20 Zigaretten seit 30 Jahren (26,25 Packungsjahre)
Täglich 3 Flaschen Bier seit 15 Jahren
Kein Drogenkonsum
Sozialanamnese (Stichwörter)
Beruf: Pförtner an einer Hochschule
Verwitwet (Ehefrau verstorben an Mammakarzinom)
Lebt mit leiblicher Tochter (30 J.) und Pflegesohn (19 J., cannabisabhängig)
Hält einen Hund
Keine Reise kürzlich
Freizeit: 1×/Woche Schwimmen
Familienanamnese (Stichwörter)
Mutter: Endometriumkarzinom (diagnostiziert mit 63 J., verstorben mit 65 J.)
Vater: Adipositas → bariatrische OP vor 25 Jahren
Großvater: Larynxkarzinom
Medikamente (Stichwörter)
Icandra® 50/1000 mg 2× täglich
Ozempic® 1×/Woche s.c. (sonntags)
Marcumar®: ¼ Tbl. täglich, ½ Tbl. sonntags, INR: 2,5 (Umstellung auf Eliquis geplant)
Euthyrox® 100 µg
Baldrian-Dragees
Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
Laxoberal® Tropfen bei Bedarf
Anamnese (Vollsätze)
Der Patient stellte sich aufgrund einer seit 3 Wochen bestehenden Dysphagie bei uns vor.
Der Verlauf war langsam fortschreitend.
Der Patient schilderte, die Dysphagie habe zunächst bei festen Nahrungsmitteln begonnen, habe sich anschließend auch auf halbfeste Nahrung ausgedehnt und betreffe seit zwei Tagen nun auch Flüssigkeiten.
Dabei bestand auch eine Odynophagie, deren Intensität der Patient beim Schlucken mit 6 von 10 angab.
Als Begleitsymptome hat der Patient eine Pseudo Hypersalivation, insbesondere im Liegen, eine Hyperreflexie des Würgereflexes, ein Globusgefühl, Regurgitation, Fatigue, Blässe und trockenen Husten angegeben.
Zudem habe er über zwei Episoden von Meläna sowie über eine etwa drei Kilogramm schwere Gewichtsabnahme innerhalb von drei Wochen infolge von Inappetenz berichtet.
Darüber hinaus wurde eine verminderte körperliche Belastungstoleranz mit Dyspnoe berichtet.
Folgende Symptome wurden verneint: orale Auffälligkeiten oder Beläge, Nausea, Emesis, Lymphadenopathie, Dysphonie und Ikterus.
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer Insomnie sowie einer langanhaltenden Obstipation.
Vorerkrankungen:
Typ-2-Diabetes mellitus seit 8 J. → unzureichend eingestellt (Sensorwert: 340 mg/dl)
Kein Anhalt für Retino- oder Neuropathie
Hyperosmolarer Zustand vor 2 J. (Glukose: 650 mg/dl) → stationär 2 Tage
Vorhofflimmern seit 2 J. (Routinebefund)
Hypothyreose bei Hashimoto-Thyreoiditis seit 5 J.
Aurikuläre Dysplasie seit Geburt → Knochenleitungshörgerät
Kontusion re. Rippen vor 12 J. (Handballtrauma, konservativ)
Verrucae vulgares re. Zeige- + Mittelfinger seit 10 Tagen → topische Therapie ohne Besserung, chirurgisches Konsil geplant
Zustand nach:
– Bursektomie li. bei chronischer Bursitis olecrani vor 5 J.
– TURP bei BPH mit erschwerter Miktionseinleitung vor 3 J.
Verdachtsdiagnose – Differentialdiagnose (Vollsätze)
Die Symptomkonstellation mit progredienter Dysphagie, Meläna und Gewichtsverlust spricht klinisch am ehesten für ein Ösophaguskarzinom.
Eine Achalasie ist weniger wahrscheinlich, da hier typischerweise von Anfang an auch Flüssigkeiten betroffen wären.
Zur Abgrenzung eines Zenker-Divertikels ist eine Röntgen-Breischluckuntersuchung indiziert. Kein klinischer Hinweis auf ein Larynx-, Pharynx- oder Schilddrüsenkarzinom.
Weiteres Vorgehen – Therapie (Vollsätze)
Geplant sind eine Ösophagogastroduodenoskopie mit Biopsie, ggf. eine Endosonographie zur Beurteilung der Tumorausdehnung sowie eine CT-Thorax-Abdomen zur Staging-Diagnostik. Parallel sollte ein Diabetologe zur Mitbehandlung hinzugezogen werden. Die Gerinnungssituation ist im Hinblick auf die geplante Umstellung auf Eliquis engmaschig zu kontrollieren.
Unterschrift
Vorname Nachname
Mit freundlichen Grüßen
1. Alter
2. Ätiologie
1.
Duodenalulzera: überwiegend 20 – 50 Jahre
Magenulzera: meist Patienten über 40 Jahre
2.
Helicobacter pylori-Infektion
NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac)
Acetylsalicylsäure (ASS)
3. Risikofaktoren
4. Hauptbeschwerde
3.
Höheres Alter
Nikotinkonsum (Rauchen)
Alkoholkonsum
4.
Seit einiger Zeit bestehende, brennende, postprandiale epigastrische Schmerzen, die sich zuletzt verstärkt haben.
5. Begleitsymptome
6. Vorgeschichte
5. Pyrosis, Nausea/ Emesis, Hämatemesis, Meläna, Völlegefühl, Regurgitation, Inappetenz
Anzeichen einer Anämie/Hypovolämie (z. B. Blässe, Tachykardie, Hypotonie, Schwindel)
Perforation → Peritonitis → brettharte Abwehrspannung / Tafelbauch
6. ähnliche Schmerzen früher, die auf Antazida/PPI angesprochen haben
7. Körperliche Untersuchung
8. Differenzialdiagnosen
7. In der Regel unauffällig, abgesehen von Befunden bei Anämie oder Peritonitis.
8.
Cholezystolithiasis: rechter Oberbauch, Ausstrahlung: rechte Schulter / Rücken
Pankreatitis: gürtelförmige Ausstrahlung in den Rücken
Beide: keine Hämatemesis, keine Meläna
Reizdarmsyndrom: kolikartige Schmerzen, Meteorismus, wechselnd Diarrhö ↔ Obstipation
Hepatitis: ausgeprägte Inappetenz, Fatigue, Ikterus
9. Labordiagnostik
Blutbild, Ferritin, Nierenfunktionswerte, Pankreasenzyme, Gerinnungsparameter, Blutgruppenbestimmung sowie Rhesusfaktor
Diagnostik auf Helicobacter pylori: endoskopische Biopsie, Harnstoff-Atemtest oder Stuhlantigentest
EKG → zum Ausschluss eines Herzinfarkts
Endoskopie: nicht indiziert bei jüngeren Patienten (≤ 45 Jahre) ohne Alarmsymptome wie Anämie oder Verdacht auf maligne Magenveränderungen.
10. Gastroskopie
Gastroskopie = Spiegelung von Ösophagus, Magen, Duodenum
Instrument: flexibler Schlauch mit Kamera, über Mund eingeführt
Dauer: ca. 10–15 Min.
Vorbereitung: 6 h nüchtern (keine Nahrung/Milchprodukte); klare Flüssigkeiten bis 2 h vorher erlaubt
10. Gastroskopie
Durchführung: Lokalanästhesie Rachen oder Sedierung
Möglichkeiten: Schleimhautbeurteilung, Biopsie, Therapie (z. B. Blutstillung)
Komplikationen (selten): Schleimhautreizung, Blutung, Perforation
Medikamente: Gerinnungshemmer ggf. pausieren/umstellen (Arztabsprache)
Aufklärung + schriftliches Einverständnis erforderlich
11. Triple-Therapie
• Pantoprazol 40 mg 2× täglich
• Clarithromycin 500 mg 2× täglich
• Amoxicillin 1 g 2× täglich
oder alternativ: Metronidazol 500 mg 2× täglich
• Dauer: 10 Tage
• Kontrolle: Harnstoff-Atemtest (UBT) frühestens 4 Wochen nach Therapieende
• Ulcus ventriculi: hier wird eine zusätzliche PPI-Therapie für 4-8 Wochen empfohlen
12. Notfallsituation
13. Stellen Sie sich vor, wie würden Sie typischerweise einen Patienten mit einem Ulcus ventriculi vorstellen?
12. Hypovolämischer Schock
13. Der Patient stellte sich mit seit drei Wochen bestehenden, brennenden, postprandialen epigastrischen Schmerzen vor. Seit dem gestrigen Abendessen sind die Beschwerden durchgehend vorhanden. Auf nüchternen Magen liegt die Schmerzintensität laut seinen Angaben bei etwa 3/10, nach dem Essen steigt sie auf 7/10.
13. Stellen Sie sich vor, wie würden Sie typischerweise einen Patienten mit einem Ulcus ventriculi vorstellen?
Begleitend hat der Patient über seit Längerem bestehende Pyrosis, Nausea, zwei Episoden von Hämatemesis sowie einmaliges Auftreten von Meläna geklagt.
Zudem berichtete er über Fatigue, Schwarzwerden vor den Augen beim plötzlichen Aufstehen, belastungsabhängige Dyspnoe sowie Blässe.
Er gab an, dass es beim Verzehr stark gewürzter Speisen zu postprandialem Völlegefühl und Meteorismus komme.
Er berichtete, seit einem Jahr leichtere, ähnliche Schmerzen zu haben, die auf Rennie angesprochen hätten.
1. das Geschwür
2. das Erbrechen von Blut
3. der schwarze Stuhl
4. die Blutarmut
5. das Sodbrennen
6. die Blähungen
7. die Übelkeit
8. die Müdigkeit
1. das Ulkus
2. die Hämatemesis
3. die Meläna
4. die Anämie
5. die Pyrosis
6. der Meteorismus
7. die Nausea
8. die Fatigue
9. die Atemnot
10. die Appetitlosigkeit
11. die Verstopfung
12. die Schlaflosigkeit
13. die Bauchfellentzündung
14. der Durchbruch
15. das verminderte Blutvolumen
16. der Kreislaufzusammenbruch
9. die Dyspnoe
10. die Inappetenz
11. die Obstipation
12. die Insomnie
13. die Peritonitis
14. die Perforation
15. die Hypovolämie
16. der Schock
17. die Spiegelung
18. das Magenschutzmittel
19. der bösartige Tumor
14. Lokalisation
17. die Endoskopie
18. der Protonenpumpenhemmer (PPI)
19. das Adenokarzinom
Magenulzera: kleine Kurvatur
Duodenalulzera: Bulbus duodeni (erster Teil, Vorder- oder Rückwand)
15. Meläna
16. Hämatemesis
17. Hämatochezie
Meläna: schwarzer, teerartiger Stuhl infolge einer oberen gastrointestinalen Blutung (durch Kontakt mit Magensäure und Verdauungsenzymen)
Hämatemesis: Erbrechen von Blut bei oberer gastrointestinaler Blutung, ggf. als „Kaffeesatzerbrechen“
Hämatochezie: Abgang von frischem, rotem Blut per Anus, typisch bei unterer gastrointestinaler Blutung
18. Schmerzen bei Ulcus ventriculi/ duodeni
Ein peptisches Ulkus ist ein Schleimhautdefekt von mindestens 0,5 cm Durchmesser, der bis in die Muskularis mucosae reicht. Kleinere Defekte werden als Erosionen bezeichnet
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19. Definition
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Ulcus ventriculi:
häufig postprandial
Ulcus duodeni:
nüchtern
spät postprandial
gelegentlich nachts
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ARZT: Guten Tag,
Mein Name ist Doktor Schneider.
Ich bin heute als Assistenzärztin auf der Station tätig.
Ich würde gerne ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen.
Falls Sie etwas nicht richtig verstanden haben oder Fragen haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
Zunächst benötige ich einige persönliche Informationen, danach können wir fortfahren.
Wie heißen Sie denn?
PATIENT: Ich heiße Jacob Bauer.
ARZT: Wie alt sind Sie, Herr Bauer?
PATIENT: Ich bin achtundfünfzig Jahre alt.
ARZT: Wann genau sind Sie geboren?
PATIENT: Ich habe nächste Woche am Montag Geburtstag.
ARZT: Wenn ich richtig verstanden habe: am zehnten Februar 1967?
PATIENT: das stimmt.
ARZT: Wie groß sind Sie?
PATIENT: Ich bin eins fünfundsiebzig.
ARZT: Wie viel wiegen Sie?
PATIENT: Ich wiege ungefähr fünfundsiebzig Kilogramm.
ARZT: Wie heißt Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihre Hausärztin?
PATIENT: Meine Hausärztin heißt Doktor Karla Scholz.
ARZT: Was führt Sie heute zu uns?
PATIENT: Seit etwa drei Wochen habe ich Schmerzen im Oberbauch.
ARZT: Wo spüren Sie die Schmerzen – in der Mitte, rechts oder links?
PATIENT: Hauptsächlich spüre ich die Schmerzen in der Mitte meines Oberbauchs, also in der Magengrube.
ARZT: Sind die Schmerzen dauerhaft oder treten sie phasenweise auf?
PATIENT: Zu Beginn traten die Schmerzen meist nach dem Essen auf.
Insgesamt waren sie zu anderen Zeiten gut erträglich.
Aber seit gestern treten die Schmerzen nach dem Abendessen durchgehend auf.
ARZT: Was meinen Sie genau mit nach dem Essen?
PATIENT: So ungefähr eine Dreiviertelstunde danach.
ARZT: Begannen die Schmerzen abrupt oder entwickelten sie sich langsam?
PATIENT: Die Schmerzen entwickelten sich eher allmählich.
Anfangs war es nur ein leichtes Unwohlsein, das sich im Laufe der Zeit zunehmend verstärkte.
ARZT: Wie würden Sie die Schmerzen beschreiben?
Sind sie eher dumpf, ziehend, brennend oder krampfartig?
PATIENT: Die Schmerzen fühlen sich so an, als ob etwas in mir brennt, gleichzeitig aber auch schwer.
ARZT: Strahlen die Schmerzen Irgendwohin aus?
PATIENT: Nein
ARZT: Wie würden Sie die Intensität Ihrer Schmerzen sowohl auf nüchternen Magen als auch nach dem Essen auf einer Skala von 1 bis 10 einschätzen, wobei 1 leichte und 10 unerträglich Schmerzen sind?
PATIENT: Bis gestern habe ich die Schmerzen auf nüchternen Magen mit etwa drei von zehn eingeschätzt, nach dem Essen stiegen sie auf rund sieben an.
Seit gestern liegen die Schmerzen durchgehend bei sieben von zehn.
ARZT: Treten die Schmerzen bei bestimmten Speisen auf? Zum Beispiel, wenn Sie etwas Fettiges oder sehr Gewürztes essen? Oder macht das keinen Unterschied?
PATIENT: Also, ich habe schon das Gefühl, dass es nach jeder Mahlzeit schlimmer wird. Wenn ich aber stark gewürzte Speisen esse, kommen zusätzlich noch Völlegefühl und Blähungen dazu. Wissen Sie, ich esse sehr gern thailändisches Essen mit vielen Gewürzen – das gibt’s bei mir ziemlich oft
ARZT: Was haben Sie gemacht, als die Schmerzen zum ersten Mal auftraten?
PATIENT: Ich habe nichts Besonderes unternommen.
ARZT: Hatten Sie bereits solche Schmerzen?
Haben sich die Schmerzen in Dauer, Häufigkeit oder Intensität verändert?
PATIENT: Ich habe schon seit Längerem Sodbrennen. Im Liegen werden die Beschwerden stärker, deshalb schlafe ich meistens mit zwei Kissen. Vor ungefähr einem Jahr hatte ich ähnliche Schmerzen, aber die waren nicht so stark und sind von selbst wieder verschwunden.
ARZT: Obwohl Gewürze nicht ursächlich für die Entstehung von Magenproblemen sind, können sie die vorhandenen Beschwerden – wie Brennen, Völlegefühl oder Schmerzen – verstärken. Deshalb sollten Sie scharfe und stark gewürzte Speisen möglichst meiden beziehungsweise reduzieren.
Sind Sie denn schon einmal nachts wegen der Schmerzen aufgewacht?
PATIENT: Nein, das ist mir noch nie passiert. Aber seit gestern konnte ich wegen der Schmerzen nicht gut schlafen.
ARZT: Haben Sie auch einen sauren Geschmack?
PATIENT: Nein, das habe ich eigentlich nicht.
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ARZT: Haben Sie etwas dagegen ausprobiert?
PATIENT: Ja, ich habe so Tabletten gegen Sodbrennen genommen, ich glaube, die heißen Rennie. Das hilft kurz, aber nicht lange.
ARZT: Haben Sie bis jetzt einen Arzt aufgesucht?
PATIENT: Bisher habe ich noch keinen Arzt aufgesucht, da meine Hausärztin derzeit im Urlaub ist und ich die Schmerzen bisher aushalten konnte.
ARZT: Haben Sie Auffälligkeiten oder Beläge im Mundraum bemerkt?
PATIENT: Nein, es wurden keine bemerkt.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Kauen oder Schluckbeschwerden?
PATIENT: Nein, es bestehen keine.
ARZT: Haben Sie Übelkeit?
Seit wann?
PATIENT: Ja, seit gestern.
ARZT: Haben Sie sich übergeben?
Wie oft?
PATIENT: Seit gestern habe ich mich zweimal übergeben.
ARZT: Was kam denn genau dabei raus?
PATIENT: Heute früh musste ich plötzlich erbrechen – und da war auf einmal Blut dabei.
Gestern war es so eine dunkelrote, bräunliche Flüssigkeit, fast wie Kaffeesatz
ARZT: Ist Ihnen aufgefallen, dass sich Ihr Stuhl verändert hat?
PATIENT: Ja, gestern Morgen ist mir auf der Toilette aufgefallen, dass mein Stuhl ziemlich dunkel war – fast schon teerig. Heute war ich allerdings noch nicht zur Toilette. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich beunruhigt.
ARZT: Das ist vollkommen nachvollziehbar.
Aber wir kümmern uns jetzt sofort darum, deshalb brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Haben Sie das Gefühl, dringend zur Toilette zu müssen, während krampfartige Schmerzen im Enddarm auftreten?
PATIENT: Nein, ich muss nicht sofort aufs Klo.
ARZT: Haben Sie Schmerzen oder Juckreiz im Analbereich?
PATIENT: Nein, ich habe da weder Schmerzen noch Juckreiz.
ARZT: Haben Sie eine gelbliche Färbung der Haut oder des Augenweißes bemerkt, oder ist Ihr Urin dunkler als üblich?
PATIENT: Nein, ich habe nichts bemerkt.
ARZT: Haben Sie Juckreiz am ganzen Körper?
PATIENT: Nein, ich habe keinen Juckreiz
ARZT: Ist Ihr Bauchumfang in letzter Zeit größer geworden?
PATIENT: Nein
ARZT: Wie fühlen Sie sich?
PATIENT: Insgesamt fühle ich mich ziemlich erschöpft und kraftlos.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit bemerkt, dass Ihre Haut oder Schleimhäute blasser sind als sonst?
PATIENT: Ja, mein Kollege hat sogar gesagt, dass ich blasser aussehe als sonst. Neulich sind wir zusammen die Treppen hochgestiegen, und da musste ich eine Pause machen, weil ich so schlecht Luft bekommen habe. Das hat er in dem Moment auch bemerkt.
ARZT: Wie viele Treppenstufen waren das ungefähr, und wie lange mussten Sie danach pausieren?
PATIENT: Das war nur eine Etage, vielleicht 15–20 Stufen. Danach musste ich zwei, drei Minuten Pause machen, bis ich wieder normal Luft bekommen habe.
ARZT: Haben Sie Husten, Schwindel oder Herzrasen?
PATIENT: Nein, nichts von alledem. Aber Schwindel habe ich vor allem, wenn ich plötzlich aufstehe – zum Beispiel, wenn die Tür klingelt und ich schnell vom Sofa hochgehe, dann wird mir kurz schwarz vor Augen. In den letzten paar Tagen passiert das allerdings häufiger.
ARZT: Haben Sie Konzentrationsprobleme?
PATIENT: Nein, das habe ich bei mir bisher nicht bemerkt.
ARZT: Welche Lebensmittel haben Sie kürzlich konsumiert?
PATIENT: Ich habe nichts Besonderes gegessen – einfach mein übliches Essen.
ARZT: Nehmen Sie regelmäßig Schmerzmittel wie Ibuprofen, Aspirin oder Diclofenac ein?
PATIENT: Ja, ich nehme regelmäßig Ibuprofen sowie Aspirin.
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ARZT: In welcher Dosierung?
Wie oft?
PATIENT: Ibuprofen sechshundert Milligramm so 2- bis 3-mal pro Woche und Aspirin 81 mg mittags.
ARZT: Seit wann nehmen Sie es regelmäßig?
PATIENT: Ich würde sagen, seit etwa 5 Jahren.
ARZT: Warum nehmen Sie Ibuprofen?
PATIENT: Ich nehme das wegen meiner Nackenschmerzen.
ARZT: Nehmen Sie Medikamente wie Famotidin oder Omeprazol als Magenschutz ein?
PATIENT: Nein, ich nehme derzeit keine Magenschutzmedikamente.
ARZT: Trinken Sie Alkohol? Welche Art?
PATIENT: Ja, abends trinke ich meistens ein bis zwei Flaschen Bier, einfach um ein bisschen runterzukommen und zur Ruhe zu kommen.
ARZT: Seit wann trinken Sie Alkohol?
PATIENT: Das mache ich seit 8 Jahren.
ARZT: Sowohl Alkohol als auch Schmerzmittel wie Ibuprofen erhöhen das Risiko für Magengeschwüre. Deshalb wäre es am besten, wenn Sie auf Alkohol verzichten. Zwar kann Alkohol kurzfristig beruhigend wirken, er ist jedoch keine geeignete Lösung, da er auf Dauer gesundheitsschädlich ist.
Das können wir bei Bedarf gerne noch ausführlicher besprechen.
Außerdem wird empfohlen, bei regelmäßiger Einnahme von Schmerzmitteln zusätzlich einen Magenschutz einzunehmen – zum Beispiel Famotidin oder Omeprazol.
PATIENT: Vielen Dank für Ihre Unterstützung Frau Doktor.
ARZT: Wie sind Sie ins Krankenhaus gekommen?
PATIENT: Meine Kollegin hat mich hierhergebracht.
ARZT: Haben Sie eine Begleitung?
PATIENT: Ich bin ohne Begleitung.
ARZT: Haben Sie Fieber, Nachtschweiß, Schüttelfrost oder Schweißausbrüche?
PATIENT: Nichts
ARZT: Wie ist Ihr Appetit?
PATIENT: In letzter Zeit ist Mein Appetit echt vermindert.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit ungewollt abgenommen oder zugenommen?
Wie viel und in welchem Zeitraum?
PATIENT: Ja, ich habe in den letzten drei Wochen ungewollt anderthalb Kilogramm abgenommen.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen?
PATIENT: Ja, vor allem beim Einschlafen. Abends liege ich oft lange wach, weil ich viel unterwegs bin und meine Familie so weit weg ist. Da kreisen die Gedanken im Kopf, und ich komme einfach nicht zur Ruhe.
ARZT: Verstehe, das ist natürlich schwierig, wenn man von der Familie getrennt ist.
Wie lange dauert es denn ungefähr, bis Sie einschlafen?
PATIENT: Das ist unterschiedlich, aber meistens dauert es ziemlich lange – oft mehr als eine Stunde.
ARZT: Was sind Sie von Beruf? Arbeiten Sie selbstständig oder angestellt?
PATIENT: Ich arbeite im Außendienst bei einer medizinischen Firma. Mein Arbeitsort ist in München, aber meine Familie lebt in Koblenz. Deshalb bin ich viel unterwegs und pendle oft.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Stuhlgang?
PATIENT: Beim Wasserlassen nicht, aber ich habe schon seit Längerem mit Verstopfung zu tun.
Manchmal dauert es ziemlich lange.
Zu Hause ist das kein Problem, aber auf der Arbeit ist das natürlich unangenehm.
ARZT: Ich verstehe.
Sie können versuchen, ausreichend Ballaststoffe – insbesondere in Form von Gemüse – zu sich zu nehmen, dazu genügend Wasser zu trinken und sich regelmäßig zu bewegen.
Das hilft in vielen Fällen sehr gut gegen Verstopfung
PATIENT: Vielen Dank für Ihren Hinweis. Aber wie viel ist denn genug?
ARZT: Als Richtwert gilt: Etwa 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag sind sinnvoll. Das entspricht ungefähr fünf Portionen Obst und Gemüse täglich. Außerdem sollten sie am Tag so 6–8 Gläser Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
Leiden Sie an chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder erhöhte Blutfettwerte?
PATIENT: Seit 5 Jahren leide ich an Bluthochdruck und habe auch erhöhte Blutfettwerte.
ARZT: Wie wurde die Diagnose gestellt?
PATIENT: Während der Vorsorgeuntersuchung bei meiner Hausärztin.
ARZT: Messen Sie Ihren Blutdruck zu Hause?
Wie hoch sind die Werte?
PATIENT: Ja, ich messe meinen Blutdruck zu Hause.
Die Werte liegen bei einhundertdreißig zu achtzig.
ARZT: Liegen Komplikationen wie Nierenprobleme, Sehstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor?
PATIENT: Nichts Besonderes bisher.
ARZT: Waren Sie schon einmal aufgrund zu hoher oder zu niedriger Blutdruckwerte im Krankenhaus?
PATIENT: Ja, Ich war vor zwei Jahren einmal wegen stark erhöhter Blutdruckwerte im Krankenhaus.
Nach dem Absetzen des Medikaments hatte ich einen Blutdruck von einhundertneunzig zu neunzig und wurde eine Nacht stationär behandelt.
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ARZT: Warum haben Sie das Medikament denn abgesetzt?
PATIENT: Wissen Sie, ich hatte einfach nichts mehr davon dabei – und ich war in einer ländlichen Gegend in den Bergen, da gab’s keine Apotheke in der Nähe.
ARZT: Wann haben Sie zuletzt einen Augenarzt aufgesucht?
PATIENT: Das war vor ungefähr zwei Jahren.
ARZT: Welche Medikamente nehmen Sie dagegen ein?
PATIENT: Ich nehme Micardis Plus.
ARZT: In welcher Dosierung? Wie oft?
PATIENT: vierzig zu zwölf Milligramm, einmal täglich morgens.
ARZT: Hatten Sie bisher unangenehme oder schwere Nebenwirkungen?
PATIENT: Zu Beginn hatte ich durch die Einnahme von Atorvastatin Bauchschmerzen, die nach einigen Tagen verschwanden.
ARZT: Nehmen Sie es abends ein?
Welche Dosierung?
PATIENT: Ja, ich nehme es abends ein – 40 Milligramm.
ARZT: Haben Sie eine Idee, wodurch die Nackenschmerzen ausgelöst worden sein könnten?
PATIENT: Ja, ich hatte vor etwa zehn Jahren ein Schleudertrauma nach einem Verkehrsunfall. Richtig angefangen haben die Nackenschmerzen aber erst ungefähr fünf Jahre später. Deshalb war ich beim Orthopäden, und er hat ein MRT machen lassen. Dabei hat man einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule festgestellt. Außerdem wurde zufällig auch eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule gesehen.
ARZT: Welche Behandlungen haben Sie nach dem Schleudertrauma bekommen?
PATIENT: Ich hatte damals starke Nackenschmerzen und konnte den Kopf schlecht bewegen.
Deshalb musste ich ungefähr eine Woche lang eine Halskrause tragen.
ARZT: Wie ist es zu dem Unfall gekommen?
PATIENT: Ich wurde an der Ampel von hinten angefahren – ich stand, und der andere Fahrer hat nicht gebremst.
ARZT: Haben Sie zusätzlich Beschwerden wie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder eine Schwäche in den Armen oder Händen bemerkt?
PATIENT: Nein, bei mir treten keine derartigen Begleitsymptome auf.
ARZT: Gibt es sonst noch etwas in Ihrer medizinischen Vorgeschichte, das wichtig sein könnte?
PATIENT: Ja, ich habe seit meiner Kindheit Schuppenflechte.
ARZT: An welchen Körperstellen treten die Flecken auf?
Sind dabei auch Haare, Nägel und Schleimhäute betroffen?
PATIENT: Die Flecken sind vor allem an den Ellenbogen und auf der Kopfhaut, hauptsächlich am Hinterkopf, also dort, wo die Haare anfangen. Haare, Nägel und Schleimhäute sind bisher nicht betroffen.
ARZT: Welche bekannten Auslöser gibt es?
PATIENT: Bei meiner Erkrankung können verschiedene Faktoren als Auslöser wirken, beispielsweise Stress oder Spülungsmittel.
ARZT: Wie häufig kommt es zu einer Verschlimmerung?
PATIENT: Bei mir tritt in der Regel eine Verschlechterung der Symptome etwa zwei- bis dreimal pro Jahr auf.
ARZT: Welche Behandlungen wurden bereits durchgeführt?
PATIENT: Bisher wurde ich mit Daivonex-Lösung behandelt, die ich zweimal täglich auftragen soll.
Zusätzlich habe ich zeitweise noch eine kortisonhaltige Salbe bekommen, vor allem für stärkere Schübe.
Das trage ich dann für ein paar Tage auf die betroffenen Stellen auf.
Außerdem waren mein Ring- und kleiner Finger rechts eine Zeit lang steif.
Deshalb wurde ich operiert – das wurde mit einem kleinen Schnitt gemacht.
ARZT: Wann war der Eingriff genau?
PATIENT: Vor drei Jahren.
ARZT: Ist der Eingriff komplikationslos verlaufen?
PATIENT: Ja, der Eingriff selbst ist gut verlaufen.
Aber danach wurde mir Amoxicillin verschrieben, und nach der Einnahme habe ich am ganzen Körper einen Ausschlag und starken Juckreiz bekommen.
ARZT: Was haben Sie anschließend eingenommen?
PATIENT: Clindamycin
ARZT: Möchten Sie noch etwas hinzufügen?
PATIENT: Ja – da ich beruflich viel unterwegs bin, schalte ich im Auto oft die Klimaanlage ein.
Danach fühlen sich meine Augen häufig so an, als ob etwas darin wäre – sie sind trocken und gereizt.
ARZT: Was nehmen Sie dagegen?
PATIENT: Ich verwende Tropfen, deren Namen ich im Moment nicht weiß.
Vor vier Jahren hatte ich nach einem Insektenstich eine schmerzhafte, gerötete Stelle entlang einer Ader am rechten Unterschenkel.
Die Stelle war leicht geschwollen und hat sich wie ein harter Strang angefühlt.
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ARZT: Wie wurde das damals behandelt?
PATIENT: Ich habe eine Salbe bekommen, die ich mehrmals täglich auftragen sollte.
Außerdem sollte ich das Bein hochlagern.
Wenn ich länger stehen musste, habe ich einen leichten Kompressionsverband getragen.
ARZT: Haben Sie sich schon einmal einer Operation oder einem medizinischen Eingriff unterziehen müssen?
PATIENT: Ja, wegen Nierensteinen wurde mir eine Schiene in den Harnleiter gelegt – das war mit 49.
ARZT: Wie lange war der Stent eingelegt?
Und auf welcher Seite?
PATIENT: Er wurde nach etwa zwei Wochen wieder entfernt.
Die Nierensteine waren auf der linken Seite.
ARZT: Nehmen Sie noch andere Medikamente?
PATIENT: Nichts weiteres.
ARZT: Haben Sie ein Rezept für Ihre Medikamente?
PATIENT: Ja, habe ich.
ARZT: Sind Sie vollständig geimpft, also haben Sie alle Impfungen seit Ihrer Kindheit erhalten?
PATIENT: Ja, ich bin vollständig geimpft.
ARZT: Haben Sie bekannte Allergien außer Amoxicillin – zum Beispiel gegen Lebensmittel, Medikamente, Tiere oder andere Substanzen?
PATIENT: Ja, ich reagiere allergisch auf braune Pflaster und auf bestimmte Konservierungsstoffe in Fertigprodukten.
ARZT: Wie genau äußern sich Ihre allergischen Reaktionen?
PATIENT: Ich habe eine Allergie gegen braune Pflaster – dabei bekomme ich einen Hautausschlag mit starkem Juckreiz.
Wenn ich konservierte Lebensmittel esse, reagiert mein Körper mit Magenschmerzen.
ARZT: Rauchen Sie?
Wie viele Zigaretten rauchen Sie täglich und seit wann?
PATIENT: Ich rauche seit 30 Jahren täglich 25 Zigaretten.
ARZT: Haben Sie besonders nachts Husten?
PATIENT: Nein, nachts habe ich nur selten Husten.
ARZT: Da Rauchen ein großer Risikofaktor für viele Erkrankungen ist, empfehle ich Ihnen, den Konsum möglichst zu reduzieren oder ganz damit aufzuhören. Wenn Sie möchten, können wir später in Ruhe alle möglichen Unterstützungsangebote besprechen.
Kam es schon einmal vor, dass Sie aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums Symptome einer Vergiftung hatten?
PATIENT: Nein, das ist bisher nie vorgekommen.
ARZT: Darf ich Sie fragen, ob Sie schon einmal Drogen konsumiert haben?
PATIENT: Niemals
ARZT: Treiben Sie regelmäßig Sport?
Welche Art und wie häufig?
PATIENT: Ich betreibe nicht allzu viel Sport – ich gehe etwa einmal pro Woche schwimmen.
ARZT: Wie viele Kinder haben Sie und sind es Jungen oder Mädchen?
PATIENT: Ich habe zwei Stiefkinder, einen Sohn und eine Tochter.
ARZT: Wie alt sind Ihre Kinder und sind sie gesund?
PATIENT: Mein Sohn ist neunzehn und meine Tochter ist fünfundzwanzig Jahre alt.
Beide sind gesund.
ARZT: Gibt es in Ihrer Familie wichtige Erkrankungen, beispielsweise bei Ihren Eltern, Geschwistern oder anderen nahen Verwandten?
PATIENT: Mein Vater verstarb im Alter von fünfundvierzig Jahren bei einem Autounfall und war zu Lebzeiten gesund.
ARZT: Es tut mir sehr leid, das zu hören.
Bitte nehmen Sie mein herzliches Beileid entgegen.
PATIENT: Meine Mutter ist 78 Jahre alt, lebt in einem Seniorenheim und leidet an Schaufensterkrankheit mit einem offenen Bein rechts, das operativ behandelt wurde.
Meine Schwester ist fünfzig Jahre alt und wurde im Alter von neununddreißig Jahren mit einem Dickdarmkrebs diagnostiziert.
ARZT: Welche Behandlungen wurden bei Ihrer Schwester durchgeführt?
PATIENT: Bei meiner Schwester wurde ein Teil des Dickdarms entfernt, und es wurde ein künstlicher Darmausgang angelegt.
Ehrlich gesagt macht mir das Sorgen.
Könnte es bei mir etwas Ähnliches sein?
ARZT: Um eine genaue Diagnose stellen zu können, sind weitere Schritte wie Untersuchungen notwendig.
Ihre bisherigen Symptome deuten jedoch nicht auf etwas Bösartiges hin – deshalb brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Magengeschwür, und das lässt sich in der Regel vollständig behandeln.
Haben Sie in letzter Zeit eine Reise gemacht?
PATIENT: Nein, ich habe in letzter Zeit keine Reise unternommen.
ARZT: Haben Sie Haustiere?
PATIENT: Ich habe einen Hund
ARZT: Wir sind mit der Anamnese fertig.
Haben Sie noch Fragen?
PATIENT: Muss ich hier bleiben?
ARZT: Ja, wir sollten Sie stationär aufnehmen, um weitere Untersuchungen und Behandlungen durchführen zu können. Wir möchten Ihre Vitalwerte kontrollieren und Ihnen bei Bedarf Kochsalzlösung geben, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Wir werden alle notwendigen Schritte so früh wie möglich einleiten, damit Sie voraussichtlich auch schneller wieder nach Hause können.



