Begrüßung
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun die Patientin Frau Beate Schreiber vorstellen.
Sie ist 36 Jahre alt, ein Meter zweiundsiebzig groß und wiegt etwa 80 kg. Der Body-Mass-Index (BMI) beträgt 27 kg/m² und liegt damit im Bereich des Übergewichts
Aktuelle Anamnese
Die Patientin stellte sich notfallmäßig aufgrund einer vor etwa vier Stunden aufgetretenen, anfallsartigen Dyspnoe mit Erstickungsgefühl bei uns vor. Begleitend berichtete sie über Reizhusten, Tachypnoe, ein expiratorisches Giemen sowie einen ausgeprägten Unruhezustand.
Infolge des wiederholten Hustenreizes hat die Patientin über atemabhängige Thoraxschmerzen geklagt.
Folgende Beschwerden liegen nicht vor: Fieber, Halsschmerzen, Dysphonie, Rhinokonjunktivitis, Reizgefühl im Rachen, Hämoptysis, Orthopnoe, Tachykardie, Nausea, Emesis, zervikale Lymphadenopathie, gastrointestinale Beschwerden sowie Exanthem.
Selten kommt es zu klarem, durchsichtigem und leicht glänzendem Sputum.
Laut ihren Angaben dauerte der Anfall etwa 20 Minuten, wobei die Beschwerden für etwa 10 Minuten besonders stark ausgeprägt waren. Die Beschwerden besserten sich nur teilweise.
(Sie gab an, dass es seit gestern zu zwei ähnlichen Anfällen gekommen sei – einer während einer Autofahrt im Tunnel im Stau, der sich nach dem Verlassen des Tunnels und dem Öffnen des Fensters gebessert habe, und ein weiterer gegen 3 bis 4 Uhr im Schlaf. Während dieser Episode sei das Fenster im Schlafzimmer bereits geöffnet gewesen.)
Anamnestisch findet sich der Hinweis auf eine seit der Kindheit bekannte Atemwegshyperreagibilität.
Frühere Episoden seien jedoch hinsichtlich Dauer und Intensität deutlich milder verlaufen.
Sie berichtete, dass sie beim Waldspaziergang, besonders im Frühling, häufiger husten oder niesen müsse.
Die vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer gezielten Diät mit Verzicht auf blähende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte und Kohlarten zur Linderung von Meteorismus und postprandialem Völlegefühl.
Zudem besteht eine Insomnie in Form von Einschlafstörungen, die die Patientin mit einem vor sechs Monaten Abort in Zusammenhang bringt.
Vorerkrankungen
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
Die Patientin berichtet über seit der Kindheit rezidivierende Beschwerden im Meatus acusticus externus in Form von Pruritus, Xerodermie und Schuppung.
Als auslösende Faktoren gibt sie insbesondere Wasserkontakt (z. B. beim Schwimmen) sowie mechanische Irritation durch Wattestäbchen an.
In den Wintermonaten kommt es zu einer ausgeprägten Austrocknung der Haut an den Händen mit gelegentlicher Rhagadenbildung.
Die Patientin berichtet, vor etwa zwei Monaten ein schmerzhaftes Panaritium am rechten Mittelfinger gehabt zu haben.
Therapeutisch erfolgten eine Inzision und Spülung, gefolgt von der Anlage eines feuchten Ethacridinlactat-Umschlages.
Anschließend wurde der betroffene Finger mittels Gipsschiene ruhiggestellt.
Zudem berichtet die Patientin über eine seit etwa fünf Jahren bestehende chronische Zervikalgie, die laut orthopädischer Beurteilung berufsbedingt durch langanhaltendes Sitzen verursacht ist.
Vor sieben Jahren erlitt die Patientin eine Jochbeinfraktur linksseitig infolge eines direkten Traumas durch einen Volleyballaufprall.
Die Fraktur wurde konservativ behandelt.
Voroperationen
Vor vier Jahren erlitt die Patientin beim Volleyballspielen eine Verletzung des rechten Kniegelenks. Da die Beschwerden persistierten, wurde eine MRT-Untersuchung durchgeführt, in der ein Corpus liberum (Arthrolith) nachgewiesen und anschließend behandelt wurde.
Vor etwa sechs Monaten erlitt die Patientin einen Abort in der 11. Schwangerschaftswoche.
Bei einer Ultraschalluntersuchung wurde ein fehlender Herzschlag des Embryos festgestellt.
Daraufhin erfolgte unter lokaler Anästhesie eine Kürettage. Komplikationen traten nicht auf.
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Untersuchung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel durch sichtbare Narben – ist der Indikativ angebracht. (In der Fachsprachprüfung findet keine körperliche Untersuchung statt.)
Gynäkologie
Die letzte Regelblutung war vor acht Tagen.
Der Zyklus ist regelmäßig, und es bestehen keine auffälligen Beschwerden.
Als Kontrazeptivum verwendet die Patientin seit 2 Monaten ein transdermales Verhütungspflaster (Lisvy).
Medikamente
Auf ihrem Rezept stehen folgende Medikamente:
Derzeit nimmt die Patientin gemäß Rezept folgende Medikamente ein:
kortisonhaltige Salbe bei Bedarf zur Behandlung eines Ekzems an Ohr oder Hand
Ibuprofen 400 mg bei bedarf
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Beobachtung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel anhand eines Rezepts – ist der Indikativ angebracht.
Allergien
Die Patientin berichtete über eine saisonale Pollenallergie im Frühjahr mit Symptomen einer Rhinokonjunktivitis sowie über eine Nahrungsmittelallergie gegen Nüsse, insbesondere Hasel- und Walnüsse, die sich durch orale Parästhesien im Bereich von Lippen und Zunge äußert.
Noxen
Bezüglich des Konsums von Genussmitteln gab die Patientin an, Nichtraucherin zu sein.
Sie trinke gelegentlich, bei besonderen Anlässen, ein bis zwei Gläser Bier.
Seit etwa drei Monaten konsumiere sie an Wochenenden gelegentlich Joints.
Sozialanamnese
Die Patientin ist als Umwelttechnikerin tätig und lebt mit ihrem Partner zusammen. Eine Eheschließung ist demnächst geplant. Sie hat keine Kinder.
Familienanamnese
In der Familienanamnese wurden mehrere relevante Vorerkrankungen der Eltern angegeben. Der 76-jährige Vater der Patientin leidet seit etwa acht Monaten an einem fortgeschrittenen Pankreaskarzinom. Aufgrund des Tumorstadiums erfolgt ausschließlich eine Schmerztherapie im Rahmen einer palliativen Betreuung. In der Anamnese besteht ein langjähriger Alkoholabusus.
Die 72-jährige Mutter lebt aufgrund einer fortgeschrittenen Demenzerkrankung in einem Pflegeheim. Im Alter von 52 Jahren wurde sie wegen eines Unterleibskarzinoms operiert, das sich klinisch unter anderem durch starke vaginale Blutungen und abdominelle Schmerzen manifestiert hatte. Zeitweise hat ein Skotom am rechten Auge bestanden.
(Bitte beachten Sie: Der Kontext steht immer im Vordergrund. Einen ganzen Abschnitt im Konjunktiv I zu schreiben bzw. auszudrücken, ist wirklich ein Albtraum!)
Verdachts- und Differentialdiagnose
Die anamnestischen Angaben – insbesondere anfallsartiger Reizhusten und Dyspnoe vor dem Hintergrund einer bekannten Atemwegshyperreagibilität sowie begleitender atopischer Erkrankungen wie Ekzem und saisonaler Rhinokonjunktivitis – sprechen klinisch für das Vorliegen eines Asthma bronchiale.
Als Differenzialdiagnosen kommen virale Infektionen der oberen oder unteren Atemwege sowie eine bakterielle Pneumonie in Betracht. Das fehlende Fieber, das Fehlen weiterer konstitutioneller Symptome sowie der anfallsartige Verlauf sprechen jedoch dagegen.
Eine Bronchitis kann im Anschluss an einen viralen Infekt auftreten; der Verlauf ist in der Regel selbstlimitierend und bessert sich spontan.
Bei einem Pneumothorax sind plötzlich einsetzende Dyspnoe und stechende thorakale Schmerzen zu erwarten.
Eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist bei dieser Patientin hingegen unwahrscheinlich, da anamnestisch kein Nikotinkonsum, keine relevante Staubexposition und kein entsprechendes Lebensalter vorliegen.
Zwar ist bei Anwendung hormoneller Kontrazeptiva das Risiko für eine tiefe Venenthrombose (TVT) erhöht, jedoch sprechen der klinische Verlauf sowie das Fehlen typischer Symptome wie Beinschmerzen oder -ödemen gegen diese Verdachtsdiagnose.
Eine Herzinsuffizienz ist ebenfalls unwahrscheinlich, da weder kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Nikotinabusus, arterielle Hypertonie oder Diabetes mellitus bestehen, noch das Alter der Patientin hierfür typisch ist.
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Zusatzwissen |
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Das Leitsymptom des Asthma bronchiale ist der erhöhte Atemwegswiderstand, der durch eine Obstruktion der Atemwege bedingt ist. Diese entsteht infolge einer Kontraktion der glatten Bronchialmuskulatur, einer Verdickung des Bronchialepithels sowie durch sekretbedingte Verengung des Atemwegslumens. Die Beschwerden bei Asthma treten vor allem bei der Ausatmung auf, weil der intrathorakale Druck während der Exspiration ansteigt und die bereits verengten Bronchien zusätzlich komprimiert werden. |
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Die atopische Trias besteht typischerweise aus der atopischen Dermatitis (Haut), dem Asthma bronchiale (Atemwege) und der allergischen Rhinitis (Nasenschleimhaut). |
Diagnostische Abklärung
Zunächst sollte die Patientin stationär aufgenommen und umgehend eine initiale Therapie eingeleitet werden.
Diese umfasst in erster Linie die Gabe von Sauerstoff, gegebenenfalls ergänzt durch inhalative Bronchodilatatoren (z. B. Salbutamol über Vernebler) sowie bei Bedarf systemische Glukokortikoide zur Reduktion der bronchialen Entzündung.
körperliche Untersuchung
Nach der Anamnese führen wir eine ausführliche körperliche Untersuchung durch. Diese beginnt mit der Erhebung der Vitalparameter, einschließlich Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur.
Anschließend erfolgt eine gezielte klinische Untersuchung, beginnend mit der Inspektion. Dabei achten wir auf verschiedene Auffälligkeiten wie Anzeichen einer Atopie, darunter Neurodermitis (z. B. trockene Haut, Ekzeme) sowie allergische Rhinokonjunktivitis. Zusätzlich beurteilen wir den Mund- und Rachenraum sowie das Atemmuster, insbesondere auf Hinweise wie den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur oder eine verlängerte Exspirationsphase. Bei schweren Verläufen kann eine Zyanose auftreten.
Bei der Perkussion ist typischerweise ein hypersonorer Klopfschall feststellbar – insbesondere bei überblähten Lungenarealen infolge bronchialer Obstruktion, wie sie z. B. bei Asthma bronchiale auftreten.
Die Auskultation zeigt dabei meist ein exspiratorisches Giemen (Pfeifen)/ exspiratorischer Stridor sowie veränderte, teils abgeschwächte oder bronchiale Atemgeräusche.
Bei einem Pneumothorax ist bei der Perkussion typischerweise ein hypersonorer Klopfschall über der betroffenen Thoraxseite zu erheben. Die Auskultation zeigt ein abgeschwächtes oder vollständig aufgehobenes Atemgeräusch über dem betroffenen Lungenareal.
Im Gegensatz dazu zeigt sich bei einer Pneumonie bei der Perkussion ein gedämpfter Klopfschall über dem entzündeten Lungenabschnitt. Die Auskultation ergibt typischerweise feinblasige Rasselgeräusche, verstärkte bronchiale Atemgeräusche und möglicherweise eine verstärkte Bronchophonie.
Laboruntersuchungen
Laboruntersuchungen sind in der Regel nicht zwingend erforderlich, da die Diagnose eines Asthma bronchiale primär klinisch und mithilfe der Spirometrie gestellt wird.
Blutgasanalyse (BGA), Differenziertes Blutbild, CRP, Gesamt-IgE-Spiegel.
Hauttestverfahren zur Allergiediagnostik
Bei Pricktest wird eine kleine Menge eines Allergens auf die Haut aufgetragen.
Bei Intrakutan-Test wird eine kleine Menge des Allergens direkt in die Haut injiziert.
Der Patch-Test wird bei der Diagnose von Kontaktallergien eingesetzt. Dabei wird ein Pflaster, das mit einem Allergen beschichtet/ bedeckt ist, 24 bis 48 Stunden lang auf die Haut geklebt.
Anatomische Diagnose
Röntgenuntersuchung:
Ein Röntgen-Thorax ist eine bildgebende Untersuchung, bei der die Strukturen der Brusthöhle mithilfe von Röntgenstrahlen dargestellt werden.
Typische radiologische Auffälligkeiten bei Asthma bronchiale können unter anderem eine Lungenüberblähung mit abgeflachten Zwerchfellen, vergrößerter retrosternaler Transparenz sein; häufig ist der Röntgenbefund jedoch unauffällig.
Vor der Untersuchung entfernt der Patient Schmuck sowie Kleidung im Brustbereich.
Die Aufnahme erfolgt in der Regel in p. a.-Projektion (posteroanterior) in aufrechter Position. Der Patient steht dabei frontal zur Röntgenplatte und wird angewiesen, tief einzuatmen und die Luft kurz anzuhalten, um Bewegungsartefakte zu vermeiden.
Spirometrie
Bei symptomatischen Erwachsenen und Kindern über fünf Jahren, die eine Spirometrie durchführen können, stellt die prä- und postbronchodilatatorische Spirometrie die empfohlene diagnostische Methode der ersten Wahl dar.
Die Spirometrie ist ein Lungenfunktionstest, bei dem der Patient über ein Mundstück in ein Gerät (Spirometer) ein- und ausatmet.
Typischerweise wird folgende Vorgehensweise angewendet:
1. Basismessung (präbronchodilatorisch):
Der Patient atmet tief ein und anschließend mit maximaler Kraft schnell aus (Forcierte Exspiration).
2. Applikation eines Bronchodilatators (z. B. Salbutamol inhalativ)
3. Wiederholte Messung (postbronchodilatorisch) nach ca. 15 Minuten zur Prüfung der Reversibilität der Atemwegsobstruktion.
Bei Asthma bronchiale zeigt die Spirometrie typischerweise ein obstruktives Ventilationsmuster mit erniedrigtem FEV₁ und FEV₁/FVC-Verhältnis (< 70 %).
Charakteristisch ist eine signifikante Reversibilität der Obstruktion nach Bronchodilatatorgabe (↑ FEV₁ ≥ 12 % und ≥ 200 ml).
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Parameter |
Messwert vor Bronchodilatation |
% Soll |
Messwert nach Bronchodilatation |
% Soll |
Beurteilung |
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FEV₁ |
2,1 l |
65 % |
2,7 l |
84 % |
deutlich erniedrigt, reversibel |
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FVC |
3,5 l |
88 % |
3,7 l |
93 % |
normal bis leicht erniedrigt |
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FEV₁/FVC (Tiffeneau) |
0,60 |
– |
0,73 |
– |
vor BD ↓, nach BD normalisiert |
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PEF |
5,2 l/s |
60 % |
6,8 l/s |
78 % |
deutlich verbessert |
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MEF25–75 |
1,5 l/s |
45 % |
2,6 l/s |
75 % |
Hinweis auf kleine Atemwege |
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Atemwegswiderstand (RAW) |
erhöht |
– |
vermindert |
– |
spricht für Bronchokonstriktion |
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Fluss-Volumen-Kurve |
konkaver Exspirationsschenkel |
– |
deutlich gebessert |
– |
typisch für Asthma |
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Reversibilität |
– |
– |
+600 ml / +28 % FEV₁ |
– |
positiv |
Zur Klassifikation des Asthmas bronchiale werden unter anderem die Häufigkeit der Symptome an Wochentagen, nächtliche Beschwerden sowie spirometrische Parameter berücksichtigt.
Ganzkörperplethysmografie
Die Bodyplethysmografie ist nicht erforderlich, wenn die Diagnose eindeutig durch Anamnese und Spirometrie gestellt werden kann.
Die Ganzkörperplethysmografie (auch Bodyplethysmografie) ist ein erweitertes Verfahren der Lungenfunktionsdiagnostik, das eine präzise Messung des Lungenvolumens und des Atemwegswiderstands ermöglicht.
Der Patient sitzt während der Untersuchung in einer luftdicht verschlossenen Kammer und atmet über ein Mundstück ein und aus. Dabei werden Druck- und Volumenveränderungen im Brustkorb aufgezeichnet.
Im Gegensatz zur Spirometrie, die nur die mobilisierbaren Lungenvolumina erfasst (z. B. FVC, FEV₁), erlaubt die Ganzkörperplethysmografie auch die Bestimmung von Totaler Lungenkapazität (TLC).
Peak Flow Meter
Ein Peak Flow Meter ist ein handliches Gerät, das zur Messung der maximalen Ausatemgeschwindigkeit bzw. Peak Expiratory Flow (PEF) verwendet wird.
Computertomografie
Ein CT kann sinnvoll sein, wenn der Verdacht auf Differenzialdiagnosen besteht, z. B. Bronchiektasen oder Tumoren.
Konsile
Chirurgie / Unfallchirurgie-Konsil sowie Anästhesie-Konsil
Behandlung
Nicht-medikamentöse Therapie bei Asthma bronchiale
• Meidung auslösender Faktoren
(z. B. Allergene, Tabakrauch, kalte Luft, Luftverschmutzung, berufliche Expositionen)
• Förderung regelmäßiger körperlicher Aktivität
• Patientenschulung
medikamentöse Therapie
Allen Patienten mit Asthma sollte ein schnell wirksames β₂-Sympathomimetikum (z. B. Salbutamol) als Bedarfsmedikation (Reliever) verordnet werden, das bei akuter bronchialer Obstruktion angewendet werden kann.
Zudem sollten die Patienten in der korrekten Anwendung des Inhalationsgeräts geschult werden, um eine effektive Medikamentenaufnahme sicherzustellen.
Unabhängig vom verwendeten Wirkstoff sollte die Notfallmedikation aus zwei Hüben des Inhalators bestehen, wobei zwischen dem ersten und zweiten Hub ein Zeitintervall von 3 bis 5 Minuten eingehalten werden sollte.
Stufentherapie des Asthma bronchiale
• Stufe 1:
Bedarfstherapie mit niedrig dosiertem inhalativem Glukokortikoid (ICS) + Kurz wirksame β₂-Sympathomimetika bei Bedarf (SABA, z. B. Salbutamol)
• Stufe 2:
Tägliche Anwendung eines niedrig dosierten ICS + SABA bei Bedarf
• Stufe 3: Symptome täglich, nächtliche Symptome > 1× pro Woche; Einschränkung der Aktivität; FEV₁ 60–80 %
Tägliche niedrig dosierte ICS-LABA-Kombination + SABA bei Bedarf
• Stufe 4:
ICS in mittlerer bis hoher Dosierung + LABA + SABA bei Bedarf
• Stufe 5:
Tägliche hoch dosierte ICS-LABA-Kombination + Konsultation eines Spezialisten zur Eskalation mit z. B. Tiotropium, Anti-IgE, Anti-IL-5/5R, Anti-IL-4R
Sprays:
• Salbutamol (blau): Kurz wirksames β₂-Sympathomimetikum (SABA)
• Foster (hellviolett): Beclometason (ICS) + Formoterol (LABA)
• Symbicort (rot): Budesonid (ICS) + Formoterol (LABA)
• Seretide (violett): Fluticason (ICS) + Salmeterol (LABA)
• Tiotropium (Spiriva) (grün): lang wirksamer Muskarinrezeptorantagonist (LAMA)
Spray Nutzung
• Schütteln Sie den Inhalator gut.
• Halten Sie den Inhalator aufrecht und entfernen Sie die Schutzkappe vom Mundstück.
• Atmen Sie tief aus (nicht in den Inhalator) und setzen Sie dann das Mundstück fest zwischen die Lippen.
• Beginnen Sie langsam und tief durch den Mund einzuatmen. Drücken Sie gleichzeitig auf den Behälter, um einen Sprühstoß freizusetzen, und halten Sie die Luft für etwa 5-10 Sekunden.
• den Mund auszuspülen
Komplikationen
• Status asthmaticus (lebensbedrohlicher, prolongierter Anfall)
• „Status asthmaticus“ ist eine lebensbedrohliche Asthmaexazerbation, die nicht auf die üblichen Erstmaßnahmen mit Bronchodilatatoren und Kortikosteroiden anspricht
• Pneumothorax
• Irreversible bronchiale Obstruktion
• Verminderte Lebensqualität (Belastbarkeit, Schlafqualität)
• Wachstumsverzögerung (bei Kindern, selten)
Ärztliche Anordnung
Überwachung
• Vitalparameter: RR/HR/AF/Temp/SpO₂ bei Aufnahme, dann alle 2–4 h, bei Instabilität kontinuierlich.
• Intubationsbereitschaft bei drohender respiratorischer Erschöpfung
• nach Stabilisierung Termin zur Spirometrie.
• Warnzeichen (stille Lunge, Sprechdyspnoe, Zyanose, Bewusstseinsverlust).
Diagnostik
• BGA (arteriell oder kapillar) bei Aufnahme
• Labor: Blutbild, CRP, Elektrolyte, Kreatinin, Glukose, (ggf. Troponin und BNP bei entsprechender Differenzialdiagnose sowie ggf. β-HCG).
• EKG (Tachykardie/β₂-Mimetika-Effekte, DD kardial).
• Röntgen-Thorax bei unklarem Befund, schwerem Verlauf oder DD (Pneumothorax, Pneumonie).
• Virologischer/infektiologischer Abstrich nur bei klinischem Verdacht
Therapie
Sauerstoff
• O₂ über Nasensonde 1–4 l/min
SpO₂-Ziel: 92–96 % (bei bekannter CO₂-Retention abweichend).
• Oberkörperhochlagerung
Bronchodilatation (akut)
• Salbutamol Vernebler 2,5–5 mg (oder 4–8 Hübe à 100 µg via Spacer) alle 20 Min × 3, dann alle 2–4 h bzw. nach Bedarf.
• Ipratropiumbromid Vernebler 0,5 mg alle 6–8 h in den ersten 24–48 h.
Systemische Glukokortikoide
Prednisolon 50 mg p.o. (oder 100 mg i.v.) einmalig jetzt, dann 40–50 mg p.o. 1×/Tag für 5–7 Tage, kein Ausschleichen erforderlich bei Kurzschema.
Weiteres
Schulung der Patientin zur korrekten Inhalationstechnik und Triggervermeidung, Überprüfung der Bedarfsmedikation, pneumologisches Konsil zur Therapieanpassung.
Extra
Namen:
Karl Lauterbach, Beate Steurmann, Andreas Teufel, Mario Dietrich, Alexa Frank
Einzelheiten:
Als nach Folsäure gefragt wurde, wusste ich nicht weiter, aber die Patientin sagte – ihr Frauenarzt hatte sie zur Vorbereitung auf die nächste Schwangerschaft verschrieben.
seine Verlobte hat vor acht Monaten ein Kind verloren. In drei Vierteljahren ist ihre Hochzeit geplant.
Der Patient habe seit Beginn des Frühjahrs dreimal ähnliche Beschwerden gehabt, die jeweils stärker ausgeprägt gewesen seien. Zuvor habe er keine derartigen Symptome bemerkt. Derzeit bestünden keine Beschwerden; diese träten ausschließlich beim Aufenthalt im Wald auf.
Der Patient ist homosexuell. (Wichtig im Hinblick auf HIV, HBV, HCV sowie andere sexuell übertragbare Erkrankungen.)
Busfahrer
Straßenbahnfahrerin
Maskenbildnerin (Kosmetik/Beauty)
Vorerkrankungen/ Medikamente:
Tränensäcke Entfernung vor 2 Jahren
Arterielle Hypertonie seit fünf Jahren
Hörgeräteträger beidseits (Hypoakusis)
Zustand nach Appendektomie im Alter von 12 Jahren
Masern
Mumps
Zustand nach Osteosynthese am rechten Handgelenk infolge eines Fahrradunfalls vor 13 Jahren
Ein Erkältungsmedikament ohne Rezept.
Keuchhusten (Pertussis)
Windpocken (Varizellen)
Exforge® 1-0-0 (enthält Amlodipin / Valsartan, Dosierung bitte ergänzen, z. B. 5 mg / 160 mg)
Cetirizin 10 mg 1 Tablette bei Bedarf
Valsartan 80 mg 1-0-0
Ramipril 5 mg 1-0-0
Familialanamnese:
Eine Tochter von ehemaligem Partner, die an Autismus leide.
Die Mutter leidet an arterieller Hypertonie und Urtikaria.
Der Vater hat eine Adipositas und eine Spielsucht.
Der Patient hat drei Geschwister (zwei Schwestern und einen Bruder).
Eine Schwester leidet an einer Demenzerkrankung und lebt in einem Pflegeheim.
Die andere Schwester sowie der Bruder haben ein Problem mit dem Blutzucker, vermutlich im Sinne eines Diabetes mellitus.
Die Mutter leidet an einer Multiplen Sklerose sowie Nephrolithiasis.
Der Vater ist an Adipositas und Ludopathie erkrankt; zu ihm besteht kein Kontakt.
Die Schwester leidet an arterieller Hypertonie.
Beim Vater besteht eine Spielsucht. (Er verschwendet sein Geld)
Bruder: Morbus Parkinson
Allergie:
Haselnusspollen, Mehlstaub
Drogen:
LSD
Ecstasy
Fragen
1. Wie erkennt man eine Kohlenmonoxidvergiftung, zum Beispiel im Stau? Was ist das genau, wie wird sie gemessen, und ab wann wird es gefährlich?
Eine Kohlenmonoxidintoxikation entsteht durch das Einatmen von Kohlenmonoxid (CO), z. B. bei laufendem Motor in geschlossenen Räumen oder im Stau bei schlechter Belüftung. CO bindet mit hoher Affinität an Hämoglobin und verhindert den Sauerstofftransport. Sie wird durch Messung des CO-Hb-Werts im Blut (CO-Hämoglobin) diagnostiziert. Gefährlich wird es ab etwa 10–15 % CO-Hb – bei höheren Werten drohen Bewusstlosigkeit, Atemstillstand und Tod.
2. Was bedeutet Vernebelung?
Vernebelung bezeichnet das Zerstäuben eines flüssigen Medikaments in feine Tröpfchen (Aerosole), damit es über die Atemwege eingeatmet werden kann.
„Das Salbutamol wurde mittels Vernebelung verabreicht.“
3. Was bedeutet impotent?
Ein Mann ist impotent, wenn er keine Erektion bekommen oder aufrechterhalten kann, die für den Geschlechtsverkehr ausreicht.
4. Wie nimmt man Blut ab?
Vorbereitung:
Patient informieren und Einwilligung einholen, Händedesinfektion durchführen, Handschuhe anziehen.
Material bereitlegen:
Stauschlauch, Kanüle/Butterfly, Blutentnahmeröhrchen, Tupfer, Pflaster, Desinfektionsmittel, Abwurfbehälter
Punktionsstelle:
Meist in der Armbeuge (Vena mediana cubiti).
Punktion
Mit der Kanüle in einem Winkel von etwa 30° in die Vene einstechen.
5. Was ist eine Hyposensibilisierung, und wie wird sie durchgeführt?
Die Hyposensibilisierung (auch: spezifische Immuntherapie) ist eine allergiespezifische Behandlung, bei der der Körper schrittweise an das Allergen gewöhnt wird, um die allergische Reaktion zu verringern oder zu verhindern.
Das Allergen (z. B. Pollen, Hausstaubmilben, Insektengift) wird dem Patienten in steigender Dosis verabreicht. Es dauert meist 3–5 Jahre.
6. In welchen Ländern ist die Prävalenz von Tuberkulose höher, und warum ist Tuberkulose dort häufiger verbreitet?
Laut der World Health Organization (WHO Global Tuberculosis Report 2024) entfallen über 85 % aller TB-Fälle auf 30 Hochinzidenzländer, darunter Indien, Indonesien, die Philippinen, Pakistan, Nigeria, Bangladesch, Südafrika und China.
7. Wie wird Asthma klassifiziert, und welcher Typ tritt am häufigsten auf?
Asthma wird nach der Ursache in ein allergisches (extrinsisches) und ein nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma unterteilt.
Am häufigsten tritt das allergische Asthma auf.
Zusätzlich kann Asthma nach dem Schweregrad in intermittierend, leicht, mittelgradig und schwer persistierend klassifiziert werden.
Notizen
BMI
BMI — Definition
Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine dimensionslose Kennzahl zur Abschätzung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird (kg/m²).
Einschränkungen
notfallmäßig
Notfallmäßig — Bedeutung
Der Ausdruck beschreibt Handlungen oder Vorstellungen, die wegen eines akuten medizinischen Notfalls sofortige Abklärung oder Intervention erfordern. Im klinischen Kontext impliziert die Bezeichnung ein zeitnahes, prioritäres Vorgehen nach der Erstbeurteilung und ggf. eine rasche therapeutische Reaktion.
anfallsartigen
Anfallsartig (paroxysmal) — Bedeutung
“Anfallsartig” beschreibt ein plötzliches, oft kurzandauerndes oder wiederkehrendes Auftreten von Symptomen. Typisch sind ein rascher Beginn und gegebenenfalls ein ebenso abruptes Ende der Beschwerden.
Dyspnoe
Dyspnoe — Definition
Dyspnoe bezeichnet das subjektive Erleben von Atemnot oder erschwerter Atmung. Betroffene schildern ein Gefühl von Atemanstrengung, Luftmangel oder unzureichender Luftzufuhr.
Erstickungsgefühl
Erstickungsgefühl — Bedeutung
Als Erstickungsgefühl wird das subjektive Empfinden beschrieben, nicht genügend Luft zu bekommen oder als würde die Atmung blockiert werden. Patienten können dieses als Beklemmung, Würgereiz oder akutes Luftanhalten schildern.
Abgrenzung und Ursachen
Dieses Gefühl kann bei teilweiser Atemwegsverengung (z. B. Fremdkörper, Schwellung), Bronchospasmus, ausgeprägter Angst oder anderen akuten Störungen der Atemfunktion auftreten; es unterscheidet sich von objektiver Ateminsuffizienz, die durch Untersuchungen belegbar ist.
Tachypnoe
Tachypnoe — Definition
Tachypnoe bezeichnet eine erhöhte Atemfrequenz. Bei Erwachsenen wird sie häufig als eine Atemfrequenz oberhalb von etwa 20 Atemzügen pro Minute angesehen, wobei Grenzwerte je nach Quelle und klinischem Kontext variieren.
Bedeutung
Eine beschleunigte Atmung kann Hinweis auf respiratorische oder metabolische Störungen, Fieber, Schmerz, Angst oder hämodynamische Probleme sein und sollte immer im Zusammenhang mit weiteren Befunden beurteilt werden.
Dysphonie
Dysphonie
Unter Dysphonie versteht man eine Störung der Stimmgebung mit veränderter Klangfarbe, Lautstärke oder Tonhöhe der Stimme. Häufige Ursachen sind entzündliche Prozesse der Stimmlippen, funktionelle Stimmüberlastung, Reflux oder neurologische Schädigungen. Bei plötzlich einsetzender oder anhaltender schwerer Dysphonie sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen, da dies auf strukturelle oder neuromuskuläre Probleme hinweisen kann.
Rhinokonjunktivitis
Rhinokonjunktivitis
Rhinokonjunktivitis bezeichnet die gleichzeitige Entzündung der Nasenschleimhaut und der Bindehaut, typischerweise mit Niesen, laufender oder verstopfter Nase sowie geröteten, tränenden Augen. Häufige Auslöser sind allergene Substanzen (z. B. Pollen, Hausstaubmilben) oder seltener infektiöse Reize. Das Beschwerdebild zeigt oft saisonale oder situationsabhängige Muster und wird klinisch nach Symptomen und Auslösern eingeordnet.
Reizgefühl
Reizgefühl im Rachen
Als Reizgefühl im Rachen wird ein subjektives Kratzen, Brennen oder Fremdkörpergefühl im Pharynx beschrieben. Ursachen können virale oder allergische Reaktionen, postnasaler Tropf, Rauchen, trockene Luft oder gastroösophagealer Reflux sein. Bei anhaltendem oder progredientem Reizgefühl empfiehlt sich eine Untersuchung zur Abklärung chronischer Ursachen.
Orthopnoe
Orthopnoe
Orthopnoe ist das Symptom der atembezogenen Erschwerung, das sich beim Liegen verstärkt und in aufrechter Position abnimmt. Typische Ursachen sind kardiale Dekompensation (z. B. Linksherzinsuffizienz) oder intensive pulmonale Störungen mit Flüssigkeitsbelastung der Lunge. Die Unterscheidung von anderen Lagerungsabhängigen Atembeschwerden und die Erfragung des Lagerungsabhängigkeit sind diagnostisch relevant.
Nausea
Nausea
Nausea bezeichnet das subjektive Gefühl von Übelkeit mit dem Drang, sich übergeben zu müssen, ohne dass es notwendigerweise bereits zur Entleerung gekommen ist. Sie kann Vorbote einer Erbrechens sein und wird durch zahlreiche Ursachen ausgelöst, etwa gastrointestinale Erkrankungen, medikamentöse Nebenwirkungen, vestibuläre Störungen oder systemische Erkrankungen.
Emesis
Emesis
Emesis beschreibt das Erbrechen, also den reflektorischen oder kraftvollen Auswurf von Mageninhalt durch den Mund. Ursachen sind vielfältig und reichen von Infektionen und Intoxikationen über vestibuläre Störungen bis zu Stoffwechselerkrankungen. Klinisch relevant sind mögliche Komplikationen wie Aspirationsgefahr, Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts sowie die Indikation zur weiteren Abklärung bei wiederholtem oder schweren Erbrechen.
Atemwegshyperreagibilität
Atemwegshyperreagibilität
Begriffserklärung: Eine gesteigerte Reaktionsbereitschaft der Atemwege auf verschiedene physikalische oder chemische Reize, die zu vorübergehender Verengung der Bronchien führen kann.
Klinische Bedeutung: Typische Ausprägungen sind Husten, Engegefühl oder pfeifende Atmung nach Exposition gegenüber Allergenen, kalter Luft, körperlicher Belastung, Infektionen oder irritativen Substanzen. Atemwegshyperreagibilität ist ein unspezifisches Merkmal, das bei Asthma bronchiale vorkommen kann, aber auch isoliert bestehen kann.
Allgemeine Einordnung: Die Abklärung richtet sich nach Häufigkeit und Schwere der Beschwerden; funktionelle Tests (z. B. bronchiale Provokationstests) und eine gezielte Suche nach auslösenden Faktoren sind üblich.
Meteorismus
Meteorismus (Blähsucht)
Begriffserklärung: Meteorismus bezeichnet die vermehrte Ansammlung von Gasen im Magen-Darm-Trakt, die zu Völlegefühl und sichtbarer Aufblähung führen kann.
Ursachen und Zusammenhänge: Häufige Ursachen sind vermehrte Gasbildung durch bestimmte Nahrungsmittel, veränderte Darmflora, Malabsorption oder gestörte Darmmotorik. Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Kohlarten werden typischerweise mit erhöhter Gasbildung in Verbindung gebracht.
Allgemeine Maßnahmen: Zur Linderung werden häufig Ernährungsanpassungen und die Identifikation individuell verträglicher Nahrungsmittel empfohlen; zu weiterführender Diagnostik und Management gehören Abklärung möglicher Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder funktioneller Störungen.
Insomnie
Insomnie (Schlafstörung)
Begriffserklärung: Insomnie bezeichnet Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen beziehungsweise nicht erholsamen Schlaf bei ausreichender Gelegenheit zum Schlafen.
Abort
Abort (Schwangerschaftsverlust)
Begriffserklärung: Unter Abort versteht man den Verlust einer Schwangerschaft vor Erreichen der fetalen Lebensfähigkeit.
Ursachen und Verlauf: Häufige Ursachen sind chromosomale Anomalien, materielle Erkrankungen, anatomische Probleme der Gebärmutter oder Infektionen; der Verlauf reicht vom frühen spontanen Verlust bis zu späteren Fehlgeburten.
Folgen und Einordnung: Ein Abort kann physische Nachsorge und diagnostische Abklärung erfordern; psychisch ist ein Schwangerschaftsverlust oft belastend und kann Trauerreaktionen, Schlafstörungen oder andere psychosoziale Belastungen auslösen. Bei anhaltender psychischer Belastung ist fachliche Unterstützung geboten.
Meatus acusticus externus
Meatus acusticus externus (äußerer Gehörgang)
Begriffserklärung: Der äußere Gehörgang ist der knöcherne und knorpelige Kanal, der die Ohrmuschel mit dem Trommelfell verbindet und von epidermaler Haut mit Ohrenschmalzdrüsen ausgekleidet ist.
Funktion und klinische Aspekte: Er leitet Schall zum Trommelfell und schützt das Mittelohr; typische Beschwerden sind Juckreiz, Schuppung, Schmerzen oder Sekretion. Häufige Auslöser lokaler Probleme sind Wasserkontakt, mechanische Reizung durch Fremdkörper oder Fremdmanipulation.
Pruritus
Pruritus (Juckreiz)
Begriffserklärung: Pruritus ist das unangenehme Empfinden, das typischerweise den Drang zum Kratzen auslöst.
Ursachen und Lokalisation: Juckreiz kann lokal begrenzt oder generalisiert auftreten und hat vielfältige Ursachen, darunter dermatologische Erkrankungen, lokale Irritationen, Infektionen, systemische Erkrankungen, neurologische oder psychogene Faktoren. Lokal im äußeren Gehörgang tritt Pruritus häufig bei Dermatosen, trockener Haut oder externen Ohrentzündungen auf.
Xerodermie
Xerodermie — Definition und Bedeutung
Xerodermie bezeichnet eine erhöhte Trockenheit der Haut, die sich durch verminderten Fett- und Feuchtigkeitsgehalt äußert. Klinisch zeigt sie sich häufig durch Spannungsgefühle, feine Schuppung und Juckreiz.
Ursachen und Zusammenhänge
Häufige Ursachen sind klimatische Belastungen (Kälte, trockene Luft), übermäßige Reinigung mit reizenden Waschmitteln, altersbedingte Hautveränderungen und atopische Veranlagung. Auch bestimmte Systemerkrankungen und Medikamente können zur Austrocknung beitragen.
Folgen und allgemeine Aspekte
Unbehandelte Xerodermie begünstigt Rissbildungen, Reizungen und sekundäre Infektionen. Präventiv sind schonende Hautpflege, Vermeidung stark entfettender Reinigungsmittel und Schutz vor extremen Umweltfaktoren relevant.
Rhagadenbildung
Rhagadenbildung — Begriffserklärung
Rhagaden sind schmerzhafte, spaltförmige Einrisse der Hautoberfläche, die insbesondere an exponierten Stellen auftreten können.
Ursachen und typische Lokalisationen
Auslöser sind oft ausgeprägte Hauttrockenheit, mechanische Belastung oder wiederholte Feucht‑Trocken‑Reize; häufige Stellen sind Fingerbeugen, Fersen und Lippenwinkel. Auch Kälte und eckzellige Dermatosen fördern die Entstehung.
Panaritium
Panaritium — kurze Definition und Einordnung
Ein Panaritium ist eine eitrige Entzündung im Bereich von Finger oder Zehe, die verschiedene Gewebsschichten betreffen kann (z. B. Paronychie, Felon, subkutanes Panaritium).
Ätiologie und Entstehung
Die Infektion entsteht meist durch das Eindringen bakterieller Erreger wie Staphylokokken oder Streptokokken über kleine Hautverletzungen. Mechanische Schädigungen oder Nagelverletzungen begünstigen die Besiedelung.
Klinische Merkmale und mögliche Komplikationen
Typisch sind lokaler Schmerz, Rötung, Schwellung und Eiteransammlung; unbehandelt kann es zur Ausdehnung mit Beteiligung tieferer Strukturen bis hin zu Knochenbeteiligung kommen. Eine fachärztliche Versorgung ist angezeigt.
Inzision
Inzision — Begriff und Zweck
Eine Inzision ist ein gezielter chirurgischer Schnitt in die Haut und darunter liegende Strukturen, um Zugang zu schaffen oder das Innere eines Pathologiebereichs zu eröffnen.
Indikationen und grundsätzliche Hinweise
Häufige Gründe sind die Eröffnung von Abszessen zur Entleerung, das Legen eines operativen Zugangs oder die Gewinnung von Gewebeproben. Bei allen Inzisionen spielen sterile Technik, angemessene Schmerzbehandlung und Kenntnis der zugrundeliegenden Anatomie eine Rolle.
Mögliche Folgen
Komplikationen können Blutung, Infektion oder Narbenbildung sein; die genaue Vorgehensweise richtet sich nach Befund und Indikation.
Zervikalgie
Zervikalgie — Begriffserklärung
Zervikalgie bezeichnet Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, also Nacken‑ oder Halsregion.
Ursachen und typische Begleiterscheinungen
Ursächlich kommen muskuläre Verspannungen, Haltungsprobleme, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule oder Nervenwurzelreizungen in Frage. Häufig treten Begleitbeschwerden wie Bewegungseinschränkungen, Kopfschmerzen oder ausstrahlende Schmerzen in die oberen Extremitäten auf.
Allgemeine Relevanz
Chronische oder belastungsabhängige Formen sind häufig arbeitsbedingt und erfordern ergonomische und konservative Maßnahmen zur Symptomkontrolle und Funktionserhaltung.
Jochbeinfraktur
Jochbeinfraktur (Fraktur des Os zygomaticum) — Überblick
Eine Jochbeinfraktur betrifft das Jochbein (Os zygomaticum), einen knöchernen Anteil der Wangenregion, und entsteht meist durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung.
Klinische Hinweise und Begleitbefunde
Typische Zeichen sind Gesichtsödem, Druckschmerz, evtl. Stellungserhebung der Wange, Sensibilitätsstörungen im Bereich des N. infraorbitalis sowie Einschränkungen der Kieferöffnung oder okuläre Begleitsymptome bei Beteiligung der Orbita.
Beurteilung und mögliche Konsequenzen
Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Verschiebung und begleitenden Verletzungen; bei signifikanter Dislokation sind häufig repositionelle Maßnahmen erforderlich. Wichtige Komplikationen können kosmetische Deformitäten, Augenmuskelfunktionsstörungen oder Nervenschäden sein.
Corpus liberum
Kurzdefinition
Ein Corpus liberum ist ein frei beweglicher, innerhalb einer Gelenkhöhle wandernder Gelenkkörper.
Zusammensetzung und Entstehung
Meist handelt es sich um abgelöste Knorpel- oder Knochenfragmente (osteochondrale Fragmente); seltener können auch verkalkte Synovialteile oder andere Detritusbildungen vorliegen.
Klinische Bedeutung
Freie Gelenkkörper können mechanische Beschwerden verursachen, etwa Gelenkblockaden, Klick- oder Reibungsphänomene sowie Schmerzen. Sie lassen sich in der Bildgebung darstellen und werden bei anhaltenden Symptomen häufig arthroskopisch entfernt.
Abort
Begriff und Bedeutung
Der medizinische Begriff Abort bezeichnet den ungeplanten Verlust einer Schwangerschaft vor dem Zeitpunkt der Lebensfähigkeit des Fetus.
Zeitliche Einordnung und Formen
In der geburtshilflichen Praxis wird ein Abort meist als Schwangerschaftsverlust vor der definierten Grenze der Lebensfähigkeit (konventionell vor etwa der 24. Schwangerschaftswoche) verstanden. Eine spezielle Form ist der verhaltene Abort (Missed Abort): hierbei ist der Embryo oder Fetus intrauterin verstorben, ohne dass es bereits zum spontanen Ausstoß gekommen ist.
Klinische Konsequenzen
Je nach Gestationsalter und klinischem Befund werden unterschiedliche diagnostische und therapeutische Maßnahmen erwogen; die Begriffsbestimmung bleibt unabhängig von der konkreten Behandlung.
Anästhesie
Übersicht
Anästhesie bezeichnet Verfahren zur Unterdrückung von Schmerzempfindung und/oder Bewusstsein während diagnostischer oder therapeutischer Eingriffe.
Neuraxiale Regionalverfahren
Spinalanästhesie: Medikament wird in den Subarachnoidalraum (Liquorraum) injiziert; dadurch entsteht meist rasch eine dichte sensorische und motorische Blockade der unteren Körperhälfte. Einsatzgebiete sind unter anderem Sectio caesarea und Operationen an den unteren Extremitäten.
Periduralanästhesie (Epiduralanästhesie): das Arzneimittel wird in den Epiduralraum (außerhalb der Dura mater) appliziert; häufig wird ein Katheter gelegt, sodass die Wirkung dosiert und über längere Zeit aufrechterhalten werden kann. Der Wirkungseintritt ist in der Regel langsamer und die Intensität besser steuerbar.
Abgrenzung
Lokalanästhesie unterscheidet sich hiervon dadurch, dass nur ein begrenzter Haut- oder Nervbereich betäubt wird und keine neuraxiale Blockade erfolgt.
Kürettage
Definition
Kürettage ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem Gewebe aus der Gebärmutterhöhle mechanisch mit einer Kürette entfernt oder ausgeschabt wird.
Anwendung und Indikationen
Die Methode wird angewandt, um intrauterine Reste (zum Beispiel nach Abort oder bei bestimmten diagnostischen Fragestellungen) zu entfernen. Sie kann Bestandteil eines Dilation-and-Curettage-Verfahrens (Ausschabung nach vorheriger Öffnung des Zervikalkanals) sein.
Wesentliches
Die Kürette ist das hierfür verwendete Instrument; Umfang und Technik richten sich nach Indikation und klinischer Situation.
Verhütungspflaster
Grundprinzip
Ein Verhütungspflaster ist ein kombiniertes hormonelles Kontrazeptivum, das Hormone über die Haut aufnimmt und so die Empfängnisverhütung unterstützt.
Wirkmechanismus
Transdermal abgegebene Hormone hemmen in der Regel den Eisprung; zusätzlich verändern sie den Zervixschleim und das Endometrium, wodurch eine Befruchtung und Einnistung erschwert werden.
Anwendung
Typischerweise wird das Pflaster wöchentlich gewechselt und über drei Wochen angewendet, gefolgt von einer einwöchigen Pause. Bei verschiedenen Präparaten werden unterschiedliche Gestagene verwendet; bei gängigen Pflastern sind Ethinylestradiol und ein Gestagen (beispielsweise Norelgestromin) enthalten.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen
Mögliche unerwünschte Wirkungen umfassen Brustspannen, Übelkeit, Kopfschmerzen und lokale Hautreaktionen an der Applikationsstelle. Wie bei anderen kombinierten hormonellen Kontrazeptiva besteht ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien.
Ibuprofen
Ibuprofen
Wirkstoffgruppe: Nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID).
Wirkmechanismus: Hemmt Cyclooxygenase-Enzyme und reduziert dadurch die Bildung prostaglandinähnlicher Mediatoren, die an Schmerz, Entzündung und Fieber beteiligt sind.
Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von Schmerzen, entzündlichen Beschwerden und Fieber.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Kann zu Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Schleimhautschäden, Blutungsneigung, Nierenfunktionsstörungen und allergischen Reaktionen führen; bei bestimmten Vorerkrankungen ist besondere Vorsicht geboten.
Darreichungsformen: Erhältlich z. B. als Tabletten, Kapseln, flüssige Suspensionen und rektale Zäpfchen.
Parästhesien
Parästhesien
Definition: Missempfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Gefühlsstörungen ohne entsprechenden äußeren Reiz.
Ursachen: Können durch Irritation oder Schädigung peripherer Nerven, Durchblutungsstörungen, metabolische Erkrankungen oder allergische Reaktionen entstehen.
Klinische Bedeutung: Lokalisation, Verlauf und Begleitsymptome sind wichtig für die Differenzialdiagnose und die Abklärung zugrunde liegender Ursachen.
Joints
Joints
Definition: Handgedrehte Rauchstücke, die in der Regel Cannabisprodukte (z. B. Marihuana oder Haschisch) enthalten und häufig mit Tabak vermischt werden.
Konsumform: Werden wie Zigaretten geraucht; Zusammensetzung und Konsummenge variieren je nach Herstellung und Nutzer.
Relevante Aspekte: Zusammensetzung, Reinheit und Konsumhäufigkeit beeinflussen mögliche gesundheitliche und rechtliche Konsequenzen.
Umwelttechnikerin
Umwelttechnikerin
Tätigkeitsfelder: Beratung von Unternehmen und kommunalen Einrichtungen zu Umweltschutz, Abfallwirtschaft, Energieeinsparung und nachhaltigen Konzepten.
Aufgaben: Analyse von Umweltdaten, Erstellung von Berichten, Entwicklung von Maßnahmen und gelegentliche Begleitung von Projekten vor Ort.
Arbeitsumfeld: Mischung aus Büroarbeit und Außeneinsätzen, abhängig von Projektanforderungen.
Pankreaskarzinom
Pankreaskarzinom
Definition: Bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse; bei Erwachsenen geht die Erkrankung überwiegend vom exokrinen Drüsengewebe aus, häufig als duktales Adenokarzinom.
Klinik: Symptome treten oft spät auf, weshalb die Erkrankung häufig erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt wird.
Prognose: Wegen des späten Klinikbeginns und des oft aggressiven Verlaufs ist die Prognose allgemein ungünstig.
Demenzerkrankung
Definition: Demenzerkrankungen sind fortschreitende Störungen der höheren geistigen Funktionen, die Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Orientierung und Alltagsfähigkeiten beeinträchtigen.
Klinische Merkmale: Betroffene zeigen typischerweise einen Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Einschränkungen in der Alltagsbewältigung und zunehmende Orientierungsschwierigkeiten; die Symptomatik verschlechtert sich im Verlauf.
Häufigkeit und Formen: Die Alzheimer-Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen für eine Demenz, es gibt jedoch auch andere Formen mit unterschiedlichen ursächlichen Veränderungen.
Therapieprinzipien: Eine Heilung ist derzeit nicht möglich; therapeutisch zielt man auf symptomatische Besserung und Verzögerung des Fortschreitens durch medikamentöse und nichtmedikamentöse Maßnahmen.
Medikamentöse Behandlung: Zu den eingesetzten Wirkstoffgruppen gehören Acetylcholinesterase-Hemmer sowie NMDA-Rezeptorantagonisten; diese können funktionelle Fähigkeiten zeitweise stabilisieren oder Symptome lindern, bergen aber auch Nebenwirkungen, die individuell abzuwägen sind.
Unterleibskarzinoms
Begriffserklärung: Unter dem Begriff Unterleibskarzinom werden bösartige Tumoren im Bereich des Beckens/Unterbauchs zusammengefasst, häufig handelt es sich um gynäkologische Malignome wie Tumoren der Gebärmutter, der Eierstöcke oder des Gebärmutterhalses.
Klinische Hinweise: Typische Beschwerden können ungewöhnliche vaginale Blutungen, Unterbauch- oder Beckenschmerzen sowie ein tastbarer Tumor oder Druckgefühl sein; die Symptome variieren nach Lokalisation und Tumorart.
Diagnostik und Therapieprinzipien: Die Abklärung erfolgt in der Regel mittels bildgebender Verfahren, klinischer Untersuchung und Gewebsproben; die Behandlung richtet sich nach Tumorart und -stadium und umfasst operative, medikamentöse und/oder strahlentherapeutische Maßnahmen.
Wichtige Hinweise: Konkrete Therapieentscheidungen und Prognosen sind abhängig von der genauen histologischen Diagnose und dem Ausbreitungsgrad; allgemeine Aussagen müssen daher spezifiziert werden.
Skotom
Definition: Ein Skotom ist ein abgegrenzter Bereich im Gesichtsfeld, in dem das Sehen vermindert oder vollständig aufgehoben ist.
Arten: Man unterscheidet relative Skotome mit teilweiser Sehverminderung und absolute Skotome mit vollständigem Ausfall des Sehvermögens in dem betroffenen Feld.
Ursachen und Bedeutung: Skotome können durch Erkrankungen der Netzhaut, des Sehnervs oder des visuellen Kortex entstehen und sind ein wichtiges symptomatisches Zeichen für okuläre oder neurologische Pathologien.
Klinischer Kontext: Das Auftreten eines Skotoms erfordert oft ophthalmologische oder neurologische Abklärung zur Bestimmung von Ursache, Prognose und notwendiger Therapie.
COPD
Definition: COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine langfristig verlaufende Erkrankung der Atemwege, die mit einer dauerhaft eingeschränkten Ausatmung einhergeht.
Klinische Merkmale: Typische Beschwerden sind chronischer Husten, vermehrte Schleimbildung und belastungsabhängige Atemnot; die Lungenfunktion ist dauerhaft reduziert.
Ursachen und Prävention: Häufigste Ursache ist Tabakrauch; auch berufliche Schadstoffexpositionen oder andere inhalative Reizstoffe können zur Erkrankung beitragen. Vermeidung von Risikofaktoren ist zentral für Prävention und Verlaufskontrolle.
Behandlungsgrundsätze: Therapieziele sind Symptomlinderung, Verbesserung der Belastbarkeit und Verhinderung von Exazerbationen; hierzu gehören Raucherentwöhnung, körperliche Aktivierung, Impfungen sowie medikamentöse Inhalationsbehandlungen und gegebenenfalls weitere supportive Maßnahmen.
Blutdruck
Begriff und Bedeutung: Der Blutdruck beschreibt den Druck des Blutes in den arteriellen Gefäßen und wird in systolischen und diastolischen Komponenten unterschieden, die für die Organperfusion wichtig sind.
Messung: Der arterielle Blutdruck wird klinisch entweder mit einem manuellen Messgerät (Manschette, Pumpball, Manometer und Stethoskop) nach auskultatorischer Methode oder mit automatischen oszillometrischen Geräten bestimmt. Messbedingungen und Technik beeinflussen die Werte und sind bei der Interpretation zu berücksichtigen.
Atemfrequenz
Definition: Die Atemfrequenz ist die Anzahl der Atemzüge pro Zeiteinheit und gehört zu den Vitalparametern.
Normbereich und Auffälligkeiten: Bei Erwachsenen liegt die Atemfrequenz üblicherweise in einem charakteristischen Bereich; Abweichungen nach oben werden als beschleunigte Atmung (Tachypnoe) und nach unten als verlangsamte Atmung (Bradypnoe) bezeichnet.
Sauerstoffsättigung
Sauerstoffsättigung
Definition: Die Sauerstoffsättigung beschreibt den Anteil des mit Sauerstoff gesättigten Hämoglobins am Gesamthämoglobin im arteriellen Blut.
Messung: Üblicherweise wird die Sättigung nichtinvasiv mittels Pulsoxymeter am Finger, Ohrläppchen oder Zeh bestimmt. Das Gerät misst den peripheren Sauerstoffsättigungswert (SpO2).
Klinische Bedeutung: Die Sättigung gibt Auskunft über die oxygenierte Hämoglobinkonzentration und hilft, Hypoxämie zu erkennen und die Notwendigkeit von Sauerstofftherapie oder weiterführender Diagnostik einzuschätzen.
Körpertemperatur
Körpertemperatur
Begriff: Die Körpertemperatur ist ein Maß der inneren Wärme und ein wichtiger Vitalparameter.
Messorte und Vergleich: Verschiedene Messstellen liefern unterschiedliche Werte; rektale Messungen gelten näherungsweise als Kerntemperatur. Oral gemessene Werte liegen typischerweise etwas unter der rektalen Temperatur, axilläre Messungen sind im Allgemeinen noch niedriger. Daher werden Messergebnisse je nach Messstelle unterschiedlich einzuordnen.
Perkussion
Perkussion
Zweck: Die Perkussion dient der Beurteilung der darunterliegenden Strukturen durch Klopfschall und unterstützt so bei der Erkennung von Überluft, Flüssigkeit oder Konsolidierung.
Technik: Mit einem flachen Finger der stützenden Hand auf dem Thorax wird mit dem Mittelfinger der Schlaghand kurz aus dem Handgelenk auf das Endglied des aufgelegten Fingers durchgeführt. Die Untersuchung erfolgt systematisch seitenvergleichend und von kranial nach kaudal.
Befunde: Physiologisch ist über luftgefülltem Lungengewebe ein sonorer Klopfschall. Ein verstärkt luftgefülltes Areal zeigt einen hypersonoren bzw. hyperresonanten Schall, während Flüssigkeit oder Parenchymkonsolidierung zu einem gedämpften/dumpfen Klopfschall führt.
Auskultation
Auskultation
Zweck: Die Auskultation dient der direkten Beurteilung der Atemgeräusche und des Auftretens zusätzlich auftretender Geräusche.
Vorgehen: Mit dem Stethoskop werden die Lungenfelder systematisch und seitenvergleichend abgehorcht, üblicherweise von dorsal nach ventral und von oben nach unten. Der Patient soll ruhig und tief durch den Mund atmen.
Beurteilung: Beurteilt werden die Charakteristik der Atemgeräusche (z. B. vesikulär, bronchial, abgeschwächt) sowie Nebengeräusche wie Giemen (Wheezing), Brummen/Rhonchien oder Rasselgeräusche (Crackles), die auf unterschiedliche pathophysiologische Prozesse hinweisen können.
Pneumothorax
Pneumothorax
Definition: Ein Pneumothorax entsteht durch das Eindringen von Luft in den Pleuraspalt, wodurch der physiologische Unterdruck verloren geht und die Lunge teilweise oder vollständig kollabieren kann.
Ursachen: Ursachen sind spontaner Pneumothorax (primär ohne bekannte Lungenerkrankung oder sekundär bei Lungenerkrankungen wie COPD), traumatische Verletzungen sowie iatrogene Eingriffe. Eine lebensbedrohende Form ist der Spannungspneumothorax.
Klinik und Diagnostik: Klinische Hinweise können akute Dyspnoe, einseitig abgeschwächtes oder fehlendes Atemgeräusch und ein hypersonorer Klopfschall sein. Bildgebend werden Röntgen-Thorax, Ultraschall oder CT zur Sicherung und zur Beurteilung des Ausmaßes eingesetzt.
Therapieprinzipien: Die Behandlung richtet sich nach Größe und klinischer Verschlechterung und reicht von Beobachtung und Sauerstoffgabe bis zu Punktion oder Anlage einer Thoraxdrainage; beim Spannungspneumothorax ist eine sofortige Entlastung erforderlich.
Blutgasanalyse
Blutgasanalyse bei akuten Exazerbationen
Leitsymptome im arteriellen Blutgasbild hängen vom Schweregrad der Atemwegserkrankung ab. Bei leichter Verschlechterung finden sich eine erniedrigte arterielle Sauerstoffspannung (PaO2) kombiniert mit einer verminderten Kohlendioxidspannung (PaCO2) und einer respiratorischen Alkalose (erhöhter pH). In moderaten Verläufen bleibt die PaCO2 häufig im Normbereich, während PaO2 reduziert ist und der pH meist unverändert bleibt. Bei schwerer Exazerbation treten ausgeprägte Hypoxämie, eine Zunahme der PaCO2 und dadurch eine respiratorische Azidose (verringerter pH) auf.
Differenziertes
insbesondere zur Bestimmung der Eosinophilenzahl
CRP
CRP – C-reaktives Protein
Kurze Beschreibung: CRP ist ein Protein der akuten Phase, das in der Leber gebildet wird. Es dient als unspezifischer Entzündungsmarker.
Klinische Bedeutung: Erhöhte CRP‑Werte weisen auf eine akute Entzündungs‑ oder Infektionsreaktion hin und werden zur Verlaufsbeurteilung und Differenzierung entzündlicher Prozesse genutzt.
FVC
Forcierte Vitalkapazität (FVC)
Definition: Die FVC ist das Volumen an Luft, das nach tiefster Einatmung mit maximalem Kraftaufwand vollständig ausgeatmet werden kann.
Bedeutung: Die FVC ist ein Standardparameter der Spirometrie und wird zusammen mit dem Einsekundenvolumen (FEV1) zur Einordnung ventilatorischer Störungen herangezogen.
Patient/ inAnrede: Herr/Frau Oberarzt/Oberärztin ……….., Hiermit möchte ich Ihnen Frau Beate Schreiber vorstellen. |
Datum05/07/2025 |
| Alter36 Jahre | Gewicht80 kg | Größe172 cm |
Allergien (Stichwörter)
Pollen (Frühjahr): Rhinokonjunktivitis
Nüsse (v. a. Haselnüsse, Walnüsse): orale Parästhesien (Lippen, Zunge)
Genussmittel / Drogen (Stichwörter)
Nichtraucherin
Alkohol: gelegentlich 1–2 Gläser Bier (bei besonderen Anlässen)
Drogen: seit 3 Monaten gelegentlich Joints
Sozialanamnese (Stichwörter)
Umwelttechnikerin
lebt mit Partner zusammen, Eheschließung geplant
keine Kinder
Familienanamnese (Stichwörter)
Vater (76): Pankreaskarzinom (palliativ), Alkoholabusus
Mutter (72): Demenz, früher Unterleibskarzinom (OP), Skotom
Medikamente (Stichwörter)
Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
Kortisonhaltige Salbe bei Bedarf
transdermales Verhütungspflaster (Lisvy) seit 4 Monaten
Anamnese (Vollsätze)
Die Patientin stellte sich notfallmäßig aufgrund einer vor etwa vier Stunden aufgetretenen, anfallsartigen Dyspnoe mit Erstickungsgefühl bei uns vor.
Begleitend berichtete sie über Reizhusten, Tachypnoe, ein expiratorisches Giemen sowie einen ausgeprägten Unruhezustand.
Infolge des wiederholten Hustenreizes hat die Patientin über atemabhängige Thoraxschmerzen geklagt.
Folgende Beschwerden wurden von der Patientin verneint: Fieber, Hinweise auf einen Infekt, Hämoptysen, zervikale Lymphadenopathie sowie gastrointestinale Beschwerden.
Laut ihren Angaben dauerte der Anfall etwa 20 Minuten, wobei die Beschwerden für etwa 10 Minuten besonders stark ausgeprägt waren. Die Beschwerden besserten sich nur teilweise.
Sie gab an, seit gestern zwei ähnliche Anfälle gehabt zu haben – einen im Tunnel während eines Staus und einen weiteren im Schlaf gegen 3 bis 4 Uhr.
Anamnestisch findet sich der Hinweis auf eine seit der Kindheit bekannte Atemwegshyperreagibilität. Frühere Episoden seien jedoch hinsichtlich Dauer und Intensität deutlich milder verlaufen.
Sie berichtete, dass sie beim Waldspaziergang, besonders im Frühling, häufiger husten oder niesen müsse.
Vegetativ auffällig ist eine gezielte Diät zur Linderung von Meteorismus sowie eine Einschlafstörung nach einem Abort vor sechs Monaten.
Weitere relevante Vorerkrankungen umfassen rezidivierende Ekzeme im Gehörgang, chronische Zervikalgie bei sitzender Tätigkeit und eine Z.n. Panaritium am rechten Mittelfinger (Therapie: Inzision, Ethacridinlactat-Umschlag, Gipsschiene).
Eine Jochbeinfraktur links wurde vor sieben Jahren konservativ behandelt.
Eine Knieverletzung mit Nachweis eines Corpus liberum wurde ebenfalls arthroskopisch behandelt.
Gynäkologisch ist die letzte Blutung vor 8 Tagen erfolgt, der Zyklus ist regelmäßig. Der erwähnte Abort in der 11. SSW wurde komplikationslos mittels Kürettage behandelt.
Verdachtsdiagnose – Differentialdiagnose (Vollsätze)
Die klinischen Angaben sprechen bei anfallsartiger Dyspnoe mit Giemen und Reizhusten, einer bekannten bronchialen Hyperreagibilität und assoziierten atopischen Erkrankungen (Rhinokonjunktivitis, Ekzem) für ein Asthma bronchiale.
Differentialdiagnostisch kommen Panikattacken, eine beginnende COPD oder eine allergische Sofortreaktion infrage.
Weiteres Vorgehen – Therapie (Vollsätze)
Bei der körperlichen Untersuchung steht vor allem die Auskultation der Lunge im Vordergrund, wobei insbesondere auf das Vorliegen von Giemen (Wheezing) sowie auf Befunde zum Ausschluss einer Pneumonie oder eines Pneumothorax geachtet wird.
Gleichzeitig sollte die Patientin stationär aufgenommen und mittels Sauerstoffgabe sowie der Gabe von Bronchodilatatoren stabilisiert werden.
Anschließend ist eine ambulante Spirometrie zur weiterführenden Diagnostik geplant. Darüber hinaus stellt die Patientinnenschulung einen wesentlichen Bestandteil der Therapie dar, insbesondere hinsichtlich der korrekten Anwendung des Inhalationssprays sowie des anschließenden Mundspülens.
Unterschrift
Vorname Nachname
Mit freundlichen Grüßen
1. Alter
2. Geschlecht
3. Hauptbeschwerde
1. Beginn meist vor dem 25. Lebensjahr
Kann in jedem Alter neu auftreten
2. Jungen häufiger betroffen als Mädchen
3. Einen Anfall mit akuter Atemnot, trockenem Husten, Giemen (pfeifender Atmung, exspiratorisch) sowie Angst bzw. Unruhe.
4. Dauer
5. Weitere Punkte
4. In der Regel 10–20 Minuten.
Der Anfall kann auch ohne Behandlung abklingen.
Ein längerer Anfall kann jedoch zu einer Erschöpfung der Atemmuskulatur führen.
5. Beeinträchtigung des Alltags und der körperlichen Leistungsfähigkeit
Nächtliche Symptome
Tachypnoe (teilweise flach und unregelmäßig), Einsatz der Atemhilfsmuskulatur, Heiserkeit
6. Auslöser
Körperliche Belastung (belastungsinduziertes Asthma)
Kälte (Winter)
COX-1-Hemmstoffe (z. B. Aspirin)
Allergene (z. B. Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben)
Reizstoffe (z. B. Rauch, Abgase, Parfum)
Berufliche Expositionen (z. B. Mehlstaub, Chemikalien, Lacke)
Infekte der Atemwege
Emotionale Belastung oder Stress
Ohne erkennbare Ursache (intrinsisches Asthma)
7. Atopie
8. Genetik
9. Körperliche Untersuchung
7. Heuschnupfen, atopisches Ekzem
8. Familiäre Belastung (genetische Prädisposition)
9. Vitalparameter Erhöhte Atemfrequenz (ca. 25–40/min), Tachykardie, Veränderungen des Bewusstseinszustands, Pulsus paradoxus (verstärkter inspiratorischer Abfall des systolischen Blutdrucks), Sauerstoffsättigung etwa 90 %
Anfallsfreie Phase: oft klinisch unauffällig
10. Differenzialdiagnose
virale Infektionen der oberen/unteren Atemwege, bakterielle Pneumonie: Fehlendes Fieber, keine konstitutionellen Symptome, nicht anfallsartig
Bronchitis: nach viralem Infekt, selbstlimitierend, spontane Besserung
Pneumothorax: plötzliche Dyspnoe, stechender Thoraxschmerz
COPD: unwahrscheinlich (kein Nikotinkonsum, keine Staubexposition, junges Alter)
11. Spirometrie
Lungenfunktionstest mit Spirometer
Patient atmet über Mundstück ein und aus
1. Präbronchodilatatorisch
2. Bronchodilatatorgabe: z. B. Salbutamol
3. Postbronchodilatatorisch: Wiederholte Messung nach ca. 15 Minuten
Typisch bei Asthma: obstruktives Ventilationsmuster↓ FEV₁ und ↓ FEV₁/FVC (< 70 %)
Reversibilität: Anstieg FEV₁ ≥ 12 % und ≥ 200 ml nach Bronchodilatatorgabe
12. Labordiagnostik
13. Thorax-Röntgen
12. (nicht erforderlich zwischen den Anfällen)
Blutgasanalyse (BGA), Differenziertes Blutbild, CRP
13. in der Regel nicht erforderlich, nur bei Verdacht auf andere Diagnosen (z. B. Pneumothorax, Pneumonie)
Bei Asthmaanfall: Zeichen der Überblähung der Lunge
14. Behandlung
14. Klassifikation nach Symptomhäufigkeit (tagsüber, nachts) und Spirometrie
Meidung auslösender Faktoren (Allergene, Tabakrauch, Kälte, Luftverschmutzung, berufliche Exposition)
Förderung regelmäßiger körperlicher Aktivität
14. Behandlung
Salbutamol (blau): kurzwirksames β₂-Sympathomimetikum (SABA), Bedarfsmedikation
Foster (hellviolett): Beclometason (ICS) + Formoterol (LABA)
Symbicort (rot): Budesonid (ICS) + Formoterol (LABA)
Stationär: + O₂-Gabe über Nasensonde (1–4 l/min) + Prednisolon 50 mg p.o.
15. Spray Nutzung
Inhalator gut schütteln
Schutzkappe entfernen
Tief ausatmen (nicht in den Inhalator)
Mundstück fest zwischen die Lippen setzen
Langsam und tief einatmen, gleichzeitig Sprühstoß auslösen
Luft 5–10 Sekunden anhalten
Mund anschließend ausspülen
16. Ekzem + Heuschnupfen
Ekzem: in der Regel Cortisonsalben wie Hydrocortison oder Advantan
Heuschnupfen
Lokal:
Nasenspray mit Mometason oder Beclometason
Augentropfen mit Azelastin oder Olopatadin
Tabletten: Cetirizin, Loratadin, Fexofenadin
17. Komplikationen
Status asthmaticus (lebensbedrohlicher, prolongierter Anfall, die nicht auf die üblichen Erstmaßnahmen mit Bronchodilatatoren und Kortikosteroiden anspricht)
Pneumothorax
Irreversible bronchiale Obstruktion
Verminderte Lebensqualität (Belastbarkeit, Schlafqualität)
Wachstumsverzögerung (bei Kindern, selten)
18. Stellen Sie sich vor: Wie würden Sie eine Patientin mit Asthma typischerweise vorstellen?
Die Patientin stellte sich notfallmäßig aufgrund einer vor etwa vier Stunden aufgetretenen, anfallsartigen Dyspnoe mit Erstickungsgefühl bei uns vor. Begleitend berichtete sie über Reizhusten, Tachypnoe, ein expiratorisches Giemen sowie einen ausgeprägten Unruhezustand.
Infolge des wiederholten Hustenreizes hat die Patientin über atemabhängige Thoraxschmerzen geklagt.
1. die Dyspnoe
2. das Giemen
3. die Tachypnoe
4. die Bradypnoe
5. Atemwegshyperreagibilität
6. die Obstruktion
7. die Exspiration
8. die Inspiration
9. das Sputum
10. die Heiserkeit
11. die Rhinokonjunktivitis
12. die Zyanose
13. die Bronchitis
14. die Pneumonie
15. der Pneumothorax
16. der Bronchodilatator
17. der Sprühstoß
1. Atemnot
2. Pfeifgeräusch
3. schnelle Atmung
4. langsame Atmung
5. empfindliche Atemwege
6. Verengung
7. Ausatmen
8. Einatmen
9. Auswurf
10. Heiserkeit
11. Nasen- und Augenentzündung
12. Blauverfärbung
13. Bronchialentzündung
14. Lungenentzündung
15. Luft im Brustraum
16. Bronchienerweiterer
fachleiterinfo@gmail.com
instagram.com/fachleiterinfo
fachleiterinfo@gmail.com
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Grundkenntnisse
Leitsymptom: erhöhter Atemwegswiderstand
Ursache: Obstruktion der Atemwege
Mechanismen:
Kontraktion der glatten Bronchialmuskulatur
Verdickung des Bronchialepithels
Schleimproduktion → Verengung des Lumens
Symptome treten oft bei der Ausatmung auf, weil die Bronchien dabei stärker kollabieren und der Luftstromwiderstand zunimmt.
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ARZT: Guten Tag,
Mein Name ist Doktor Lauterbach.
Ich bin heute als Assistenzarzt auf der Station tätig.
Ich würde gerne ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen.
Falls Sie etwas nicht richtig verstanden haben oder Fragen haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
Zunächst benötige ich einige persönliche Informationen, danach können wir fortfahren.
Wie heißen Sie?
PATIENTIN: Ich heiße Beate Schreiber.
ARZT: Habe ich das richtig verstanden – Beate, mit e und a, oder?
PATIENTIN: Stimmt, Herr Doktor.
ARZT: Als Erstes würde ich gern wissen, ob Sie die Schmerzen oder Beschwerden einigermaßen aushalten können.
PATIENTIN: Jetzt geht es mir richtig schlecht.
Ich krieg einfach keine Luft.
Bitte machen Sie irgendwas.
ARZT: Ich messe jetzt erst mal Ihre Vitalwerte und schaue dann gleich, welche Behandlung für Sie am besten passt.
Wir geben Ihnen dabei auch Sauerstoff, damit Sie besser Luft bekommen.
Machen Sie sich keine Sorgen – wir kümmern uns sofort um alles.
PATIENTIN: Alles klar, Herr Doktor.
ARZT: Geht’s Ihnen jetzt besser?
PATIENTIN: Ja, danke.
ARZT: Wie alt sind Sie, Frau Schreiber?
PATIENTIN: Ich bin 36 Jahre alt.
ARZT: Wann genau sind Sie geboren?
PATIENTIN: Ich wurde ich am fünfzehnten Juli 1989 geboren.
ARZT: Wie groß sind Sie?
PATIENTIN: Ich bin eins zweiundsiebzig.
ARZT: Wie viel wiegen Sie?
PATIENTIN: Leider kann ich’s nicht genau sagen, unsere Waage ist kaputt. Das letzte Mal vor etwa drei Monaten waren’s ungefähr 80 Kilo. An der Kleidergröße hat sich aber nichts verändert.
ARZT: Wie heißt Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihre Hausärztin?
PATIENTIN: Meine Hausärztin heißt Doktor Karla Scholz.
ARZT: Können Sie ein bisschen mehr über Ihre Beschwerden erzählen?
PATIENTIN: Ich habe heute plötzlich ganz schlecht Luft bekommen – wie ein richtiger Anfall.
Es hat sich angefühlt, als würde mir jemand die Luft abschnüren. Dabei musste ich auch husten.
ARZT: Seit wann haben Sie die Beschwerden?
PATIENTIN: Das hat vor etwa vier Stunden angefangen.
Zudem hatte ich gestern zwei ähnliche Anfälle.
Einmal im Tunnel auf dem Heimweg im Auto, der zweite war im Schlaf, so gegen 3 oder 4 Uhr morgen.
ARZT: Sind die Beschwerden dauerhaft oder treten sie phasenweise auf?
PATIENTIN: Die Beschwerden haben wahrscheinlich nach knapp 20 Minuten nachgelassen, aber ganz weg waren sie nicht. Etwa zehn Minuten davon waren echt richtig belastend.
ARZT: Haben die Beschwerden plötzlich angefangen oder eher langsam?
PATIENTIN: Die Beschwerden traten jedes Mal plötzlich auf.
ARZT: Könnten Sie die Anfälle bitte etwas genauer beschreiben?
PATIENTIN: Gestern Abend hatte ich einen Anfall, als ich mit dem Auto im Stau durch einen Tunnel gefahren bin.
Plötzlich habe ich ganz schlecht Luft bekommen – das war richtig unangenehm.
Als wir aus dem Tunnel raus waren, habe ich das Seitenfenster aufgemacht, dann wurde es besser, und zum Glück hat es sich schließlich von allein gebessert. Später, als ich geschlafen habe, bin ich plötzlich wegen eines starken Engegefühls in der Brust und Husten aufgewacht.
ARZT: Mussten Sie lange im Tunnel warten?
PATIENTIN: Ja, ungefähr drei Viertelstunden.
ARZT: Waren die Fenster im Schlafzimmer offen?
PATIENTIN: Ja, im Sommer sind die Fenster bei uns eigentlich immer offen – anders geht’s gar nicht.
ARZT: Wie viele Kissen benötigen Sie zum Schlafen?
PATIENTIN: Ich benutze schon seit Langem zwei Kissen, aber das hat nichts mit Atemnot zu tun.
Ich finde es einfach bequemer so.
ARZT: Gibt es etwas, das den Husten verschlimmert oder verbessert, z. B. eine bestimmte Körperhaltung oder Aktivität?
PATIENTIN: Als ich mich beruhigte und das Fenster öffnete, besserten sich die Beschwerden.
Frische Luft tut mir generell gut.
ARZT: Haben Sie Brustschmerzen?
PATIENTIN: Da ich während der Anfälle stark husten musste, hatte ich anschließend Brustschmerzen.
Ich vermute, dass diese Schmerzen durch das wiederholte Husten verursacht wurden.
ARZT: Sie haben recht.
Atmen Sie schneller oder langsamer als gewöhnlich?
PATIENTIN: Ich habe den Eindruck, dass ich etwas schneller atme – insbesondere während der Anfälle.
Allerdings fühlt es sich nicht wie eine normale, effektive Atmung an.
ARZT: Haben Sie Herzrasen, Herzklopfen oder unregelmäßige Herzschläge bemerkt?
PATIENTIN: Nein, solche Symptome habe ich nicht bemerkt.
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ARZT: Ist Ihr Husten trocken, oder haben Sie dabei Auswurf?
PATIENTIN: Also, meistens ist er trocken, aber manchmal kommt ein bisschen Schleim mit.
Wissen Sie, vor etwa drei Wochen hatte ich eine Grippe.
Könnte das damit zusammenhängen?
ARZT: Ja, das ist durchaus möglich – aber es muss nicht die einzige Ursache sein.
Nach einem grippalen Infekt kann ein trockener Husten, wie er bei Ihnen vorliegt und nicht allzu stark ausgeprägt ist, durchaus ein bis zwei Monate anhalten. Das heißt, das könnte auch ein Auslöser gewesen sein.
Wichtig ist, dass sich die Beschwerden im Verlauf von selbst bessern.
Wir werden das aber sorgfältig abklären, um eine gesicherte Diagnose stellen zu können.
Wie sieht der Schleim aus – eher klar oder gelblich? Haben Sie Blut bemerkt?
PATIENTIN: Der ist so durchsichtig und ein bisschen glänzend. Nein, Blut habe ich keines gesehen.
ARZT: Haben Sie Heiserkeit oder Halsschmerzen?
PATIENTIN: Zurzeit habe ich weder Heiserkeit noch Halsschmerzen.
Aber vor etwa drei Wochen, als ich die Grippe hatte, hatte ich Halsschmerzen und Fieber, aber die Beschwerden haben sich mittlerweile deutlich gebessert.
Meine Kolleginnen und Kollegen hatten auch eine Grippe, allerdings etwas kürzer als ich.
Ich habe zwar immer eine Maske getragen, aber ich weiß nicht, woher ich mich angesteckt habe.
ARZT: Erkältungs- und Grippeviren werden meistens durch Tröpfchen übertragen – also zum Beispiel, wenn jemand hustet oder niest.
In Wirklichkeit steckt man sich aber auch oft über die Hände oder über Dinge an, die jemand anderes angefasst hat.
Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren – am besten mit einem Mittel auf Alkoholbasis.
So kann man die Ansteckung gut vermeiden
PATIENTIN: Vielen Dank Herr Doktor, ein interessanter Tipp.
ARZT: Hören Sie ein Pfeifen oder Brummen beim Ein- oder Ausatmen?
PATIENTIN: Ja, vor allem während der Anfälle höre ich ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen.
ARZT: Haben Sie denn schon früher solche Probleme gehabt?
PATIENTIN: Ja, das habe ich eigentlich schon seit meiner Kindheit. Ich habe empfindliche Atemwege und hatte früher auch öfter mal Anfälle – meistens mit Husten, die so zwei, drei Minuten gedauert haben.
Aber so schlimm wie jetzt war es noch nie.
Ich gehe oft im Wald spazieren, und manchmal kriege ich dann Husten und muss niesen – besonders im Frühling, wenn die Pollen fliegen.
Aber so schlimm wie jetzt war es bisher noch nie.
ARZT: Haben Sie ein Kratzen im Hals bemerkt?
PATIENTIN: Manchmal habe ich ein Kratzen im Hals, das meist vor dem Husten oder einem Anfall auftritt.
ARZT: Haben Sie eine verstopfte oder laufende Nase?
PATIENTIN: Zurzeit habe ich keine, aber im Frühjahr, wenn alles zu blühen beginnt, geht es mit dem Heuschnupfen los.
ARZT: Was meinen Sie genau mit Heuschnupfen?
Welche Beschwerden haben Sie dann?
PATIENTIN: Hauptsächlich eine verstopfte Nase und tränende Augen.
Manchmal muss ich auch niesen oder die Augen jucken.
ARZT: Was machen Sie denn dagegen?
PATIENTIN: Ich trage eine Maske.
Aber manchmal sind die Symptome trotzdem ziemlich heftig.
ARZT: Da können Sie auch ein Medikament wie Loratadin oder Cetirizin etwa ein bis zwei Stunden vor dem Kontakt mit den Pollen einnehmen – das hilft ganz gut.
Haben Sie Kopfschmerzen?
PATIENTIN: Nein, ich habe keine Kopfschmerzen.
ARZT: Wie fühlen Sie sich während der Anfälle?
PATIENTIN: Die Atemnot macht mir während der Anfälle wirklich Angst.
Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich meine Lungen aufblähen und ich die Luft nicht richtig herausbekomme.
ARZT: Haben Sie eine Begleitung dabei?
PATIENTIN: Ja, mein Partner kommt gleich.
Er ist auf dem Weg hierher.
ARZT: Haben Sie Fieber, Nachtschweiß oder Schüttelfrost?
PATIENTIN: Nichts.
ARZT: Wie ist Ihr Appetit?
PATIENTIN: Ich habe einen guten Appetit und keine besonderen Einschränkungen.
ARZT: Wie ernähren Sie sich – vegan, vegetarisch oder essen Sie alles?
PATIENTIN: Ich esse eigentlich alles gern.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen?
PATIENTIN: Es dauert seit 6 Monaten bei mir oft sehr lange, bis ich einschlafen kann.
ARZT: Warum leiden Sie darunter?
PATIENTIN: Nachts kreisen viele Gedanken in meinem Kopf, und das hindert mich am Einschlafen.
Vor etwa sechs Monaten habe ich eine Schwangerschaft verloren – das lässt mich einfach nicht los.
ARZT: Das ist wirklich traurig.
Es tut mir leid, dass Sie das erleben mussten.
ARZT: Könnten Sie mir sagen, in welcher Schwangerschaftswoche das passiert ist?
PATIENTIN: Das war in der elften Woche.
Es wurde bei der Ultraschalluntersuchung festgestellt, dass das Herz nicht mehr schlägt.
ARZT: Welche Behandlungen wurden damals durchgeführt?
PATIENTIN: Die Gebärmutter wurde unter Betäubung vorsichtig entleert.
ARZT: Wissen Sie noch, was für eine Betäubung das war?
PATIENTIN: Die Ärzte haben die Gebärmutter unter Betäubung ausgeräumt, also so eine Ausschabung gemacht.
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ARZT: Gab es dabei oder danach Komplikationen?
PATIENTIN: Nein, eigentlich nicht.
Aber der Chirurg hat mir gesagt, dass es später zu Narben kommen kann.
ARZT: Was machen Sie, wenn Sie nachts schlecht schlafen?
PATIENTIN: Ich trinke meistens einen Kräutertee, um etwas zur Ruhe zu kommen.
Das hilft manchmal ein bisschen.
ARZT: Wie fühlen Sie sich morgens? Sind Sie eher schläfrig oder haben Sie Kopfschmerzen?
PATIENTIN: Manchmal habe ich morgens Kopfschmerzen, aber nicht stark.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Stuhlgang oder Wasserlassen?
PATIENTIN: Ich habe seit etwa zwei Jahren immer wieder Probleme mit Blähungen – besonders nach dem Essen.
Manchmal kommt es auch zu Völlegefühl.
Deshalb halte ich mich seit vier Monaten an eine spezielle Diät, bei der ich auf blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Kohl oder stark gewürzte Speisen verzichte.
ARZT: Wunderbar, Leiden Sie an chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder erhöhte Blutfettwerte?
PATIENTIN: Ich habe das schon seit meiner Kindheit.
Immer wieder mal Probleme im Ohr – vor allem im Gehörgang.
Das juckt dann total, ist manchmal trocken oder schuppt.
ARZT: In welchen Situationen wird es denn schlimmer?
PATIENTIN: Wenn Wasser ins Ohr kommt – zum Beispiel beim Schwimmen – oder wenn ich kratze oder mit dem Wattestäbchen reingehe, wird’s meistens schlimmer.
ARZT: Was unternehmen Sie dagegen?
PATIENTIN: Ich versuche, das Ohr trocken zu halten und nicht zu kratzen.
Manchmal nehme ich so eine Salbe, die mir der H-N-O-Arzt mal verschrieben hat.
Die hilft ganz gut, wenn’s schlimmer wird.
ARZT: Wie heißt die Salbe, die Sie benutzen?
PATIENTIN: Ich benutze eine Salbe mit Kortison, aber ich weiß den genauen Namen gerade nicht.
ARZT: Haben Sie auch an anderen Stellen Hautprobleme – zum Beispiel an den Haaren, Augenbrauen oder Händen?
PATIENTIN: Ja, im Winter werden meine Hände immer richtig trocken – manchmal so sehr, dass Risse entstehen.
ARZT: Verwenden Sie für die Hände dieselbe Salbe wie fürs Ohr?
PATIENTIN: Ja, die hilft da eigentlich auch ganz gut.
ARZT: Gibt es sonst noch etwas?
PATIENTIN: Ja, vor etwa zwei Monaten hatte ich ein Nagelgeschwür am Finger.
Das war ziemlich schmerzhaft.
ARZT: An welchem Finger war das genau?
Und an welcher Hand?
PATIENTIN: Das war am Mittelfinger der rechten Hand – ziemlich nah am Nagel.
ARZT: Wie wurde das denn behandelt?
PATIENTIN: Der Arzt hat es ein bisschen aufgeschnitten, damit der Eiter rausgeht, und dann gespült.
Danach habe ich so einen feuchten Verband bekommen – und der Finger wurde mit einer Schiene ruhiggestellt.
Zudem habe ich seit etwa fünf Jahren Nackenschmerzen.
Mein Orthopäde meinte, das kommt vom vielen Sitzen – berufsbedingt eben.
ARZT: Haben Sie dabei auch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder eine Schwäche in Ihren Händen oder Armen bemerkt?
PATIENTIN: Nein, gar nichts.
ARZT: Was machen Sie denn beruflich?
PATIENTIN: Ich bin selbständig – ich arbeite als Umwelttechniker.
ARZT: Könnten Sie mir ein bisschen erzählen, was Sie da genau machen?
PATIENTIN: Ich berate Unternehmen und auch Kommunen – zum Beispiel bei Fragen rund um Umweltschutz, Abfallentsorgung, Energieeinsparung oder nachhaltige Konzepte.
Ich arbeite viel am Schreibtisch, schreibe Berichte, analysiere Daten und begleite manchmal auch Projekte vor Ort.
ARZT: Was nehmen Sie denn gegen die Nackenschmerzen?
PATIENTIN: Ich nehme bei Bedarf Ibuprofen.
ARZT: In welcher Dosierung?
PATIENTIN: in einer Dosierung von 400 Milligramm
ARZT: Haben Sie auch ein MRT vom Nacken machen lassen?
PATIENTIN: Nein, bisher nicht.
ARZT: Hatten Sie in der Vergangenheit mal einen Unfall?
PATIENTIN: Ja, vor sieben Jahren hatte ich eine Jochbeinfraktur.
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ARZT: Welche Seite war betroffen?
PATIENTIN: Die linke Seite.
ARZT: Wie ist das passiert?
PATIENTIN: Ich habe beim Volleyball einen ziemlich starken Ball ins Gesicht bekommen – dabei ist das Jochbein gebrochen.
ARZT: Wie wurde das damals behandelt?
PATIENTIN: Zum Glück ohne OP.
ARZT: Wurden Sie schon einmal operiert oder haben Sie sich einem medizinischen Eingriff unterzogen?
PATIENTIN: Ja, ich hatte mal eine Gelenkspiegelung.
ARZT: Warum wurde die gemacht?
PATIENTIN: Ich habe mir beim Volleyball das rechte Knie verletzt.
Die Schmerzen sind nicht weggegangen.
Nach dem MRT hat man dann gesehen, dass da ein freier Gelenkkörper drin war.
ARZT: Wann war das genau?
PATIENTIN: Das war vor vier Jahren.
ARZT: Und hat die OP geholfen?
PATIENTIN: Ja, auf jeden Fall – ist jetzt viel besser.
ARZT: Nehmen Sie noch andere Medikamente?
PATIENTIN: Ich benutze ein Verhütungspflaster.
ARZT: Wissen Sie, wie das heißt?
PATIENTIN: Ich glaube, es heißt Lisvy
ARZT: Seit wann benutzen Sie das Pflaster?
PATIENTIN: Seit ungefähr zwei Monaten.
ARZT: Haben Sie Beschwerden an der Stelle, wo Sie das Pflaster aufkleben?
PATIENTIN: Nein, da ist alles in Ordnung.
ARZT: Haben Sie ein Rezept für Ihre Medikamente?
PATIENTIN: Ja, habe ich.
ARZT: Sind Sie vollständig geimpft, also haben Sie alle Impfungen seit Ihrer Kindheit erhalten?
PATIENTIN: Ich würde sagen, ich bin gegen Covid und FSME geimpft. Den Rest müsste ich im gelben Impfpass nachschauen.
ARZT: Wann war Ihre letzte Blutung ?
PATIENTIN: Vor 8 Tagen.
ARZT: Gab es in letzter Zeit irgendwelche Probleme im Bereich der Periode oder sonstige Beschwerden?
PATIENTIN: Nein, alles normal.
ARZT: Haben Sie bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten, zum Beispiel auf bestimmte Lebensmittel, Medikamente, Tierhaare oder andere Stoffe? Abgesehen von den Pollen?
Ja, ich reagiere auf Nüsse.
ARZT: Wie äußert sich die Allergie bei Ihnen?
PATIENTIN: Ich bekomme so ein pelziges Gefühl an den Lippen und auf der Zunge – manchmal fängt es auch leicht an zu jucken.
ARZT: Wissen Sie, auf welche Nüsse genau Sie reagieren?
PATIENTIN: Vor allem auf Haselnüsse und Walnüsse – bei Mandeln passiert meistens nichts.
ARZT: Rauchen Sie?
PATIENTIN: Nein, ich bin Nichtraucherin.
ARZT: Trinken Sie Alkohol?
Wie oft, wie viel und was genau trinken Sie?
PATIENTIN: Nur bei besonderen Anlässen, zum Beispiel auf Feiern – dann trinke ich vielleicht ein bis zwei Gläser Bier.
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ARZT: Darf ich Sie fragen, ob Sie schon einmal Drogen konsumiert haben?
PATIENTIN: Gelegentlich konsumiere ich am Wochenende Cannabis in Form von Joints.
ARZT: Danke für Ihre Offenheit.
Was genau meinen Sie mit ‚gelegentlich‘?
PATIENTIN: So ungefähr manchmal einmal im Monat
ARZT: Seit wann rauchen Sie Joints?
PATIENTIN: Seit etwa drei Monaten.
ARZT: Mit wem wohnen Sie zusammen?
Wo wohnen Sie?
PATIENTIN: Ich lebe mit meinem Partner in einer Wohnung.
Wir haben vor, in den nächsten Monaten zu heiraten.
ARZT: Wie viele Kinder haben Sie?
PATIENTIN: Ich habe keine Kinder.
ARZT: Gibt es in Ihrer Familie wichtige Erkrankungen, beispielsweise bei Ihren Eltern, Geschwistern oder anderen nahen Verwandten?
PATIENTIN: Mein Vater ist 76 Jahre alt und leidet seit etwa acht Monaten an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Er hat früher sehr viel Alkohol getrunken.
Da die Erkrankung schon weit fortgeschritten war, wurde keine Operation und auch keine Strahlen- oder Chemotherapie durchgeführt.
Er erhält derzeit eine Schmerztherapie und palliative Betreuung.
Meine Mutter ist 72 Jahre alt, hat eine fortgeschrittene Demenz und lebt im Pflegeheim.
Mit 52 Jahren wurde sie wegen eines Unterleibskrebses operiert, nachdem sie über starke Blutungen und Bauchschmerzen geklagt hatte.
Außerdem hatte sie zeitweise eine Gesichtsfeldeinschränkung.
ARZT: Das tut mir leid zu hören. Das muss sicher sehr belastend für Sie sein, wenn beide Eltern gesundheitlich betroffen sind.
Wissen Sie, woran das Gesichtsfeld lag?
Nein, so genau weiß ich das nicht.
ARZT: Wissen Sie noch, welches Auge betroffen war?
PATIENTIN: Ich glaube, es war auf dem rechten Auge.
Sie hat gesagt, sie sieht da auf einmal einen dunklen Fleck.
ARZT: Wurde das damals behandelt?
PATIENTIN: was genau – weiß ich leider nicht mehr.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit eine Reise gemacht?
PATIENTIN: Nein, ich habe in letzter Zeit keine Reise unternommen.
ARZT: Haben Sie Haustiere?
PATIENTIN: Nein, keine.
ARZT: Wir sind mit der Anamnese fertig.
Haben Sie noch Fragen?
PATIENTIN: Warum sind die Anfälle jetzt schlimmer als früher?
Kann das nochmal passieren?
ARZT: Das kann mehrere Gründe haben.
Manchmal verschlechtert sich das Asthma durch Infekte, Allergien, Stress oder auch wenn Medikamente nicht regelmäßig genommen werden.
Auch Wetterumschwünge oder körperliche Belastung spielen eine Rolle.
Ja, es kann leider wieder passieren – aber wir können gemeinsam einiges tun, um das Risiko zu verringern.
Wichtig ist, dass die Behandlung gut eingestellt ist, Sie Ihre Medikamente regelmäßig nehmen und wissen, was im Notfall zu tun ist.
Jetzt werde ich eine körperliche Untersuchung durchführen, um Ihren aktuellen Gesundheitszustand genauer zu beurteilen.
