Begrüßung
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun den Patienten Alfons Ziegler vorstellen.
Er ist 69 Jahre alt, ein Meter dreiundsiebzig groß und wiegt etwa 89 kg. Sein Body-Mass-Index (BMI) beträgt 27 kg/m² und liegt damit im Bereich des Übergewichts.
Aktuelle Anamnese
Der Patient stellte sich heute bei uns aufgrund seit etwa vier Wochen, progredienter, belastungsabhängiger, ziehender Schmerzen im Bereich des rechten Unterschenkels, insbesondere an der dorsalen Wade, vor.
Nach seinen Angaben haben sich die Beschwerden seit heute Morgen deutlich verstärkt. Die Schmerzen strahlen vom Unterschenkel distal bis in den Fuß aus.
Die Schmerzintensität ist unter Belastung nahezu doppelt so stark wie in Ruhe.
Er berichtete, dass er nach etwa 100 Metern Gehen oder nach dem Treppensteigen über eine Etage in der Regel eine Pause von mehreren Minuten einlegen müsse. Heute habe diese Belastungsgrenze bereits nach etwa 50 Metern bestanden.
(Der Patient berichtete, dass sich die Beschwerden besserten, wenn er sich in einen Sessel setze und die Beine herunterhängen lasse.)
Der Patient gab an, dass Ibuprofen 400 mg keine Wirkung gezeigt habe.
Die Haut ist blass und kühl, die Oberfläche trocken und schuppig. Oberhalb des Malleolus zeigt sich ein Effluvium. Außerdem besteht eine Onychorrhexis, insbesondere am Hallux.
Im Interdigitalraum zwischen Digitus I und II ist es beim Barfußgehen im Garten zur Ausbildung eines schlecht heilenden Ulcus gekommen.
Zudem hat er über Parästhesien an beiden Füßen sowie über eine orthostatische Hypotonie berichtet.
Folgende Symptome wurden verneint: Pyrexie, Zyanose, Ödeme, Tachykardie, Tachypnoe, Traumaereignisse, Orthopnoe sowie Synkopen.
Es bestehen keine Hinweise auf eine tiefe Venenthrombose (TVT), ein Erysipel, Varizen bzw. eine venöse Insuffizienz, Radikulopathie oder spinale Kanalstenose.
Aufgrund der schwierigen Terminlage ist er direkt zu uns gekommen.
Die vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer Polyphagie mit vermehrtem Hungergefühl. Der Patient berichtete, in den letzten sechs Monaten kein stabiles Körpergewicht gehabt zu haben.
Zudem besteht seit etwa vier Jahren eine chronische Obstipation.
Weiterhin leidet er unter einer Insomnie in Form von Durchschlafstörungen, bedingt durch die nächtliche Belastung bei der Pflege seiner Frau.
Vorerkrankungen
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
Der Patient leidet seit 15 Jahren an einem Diabetes mellitus Typ 2, der wegen unregelmäßiger Therapie momentan schlecht eingestellt ist.
Die Blutzuckerwerte schwanken: nüchtern zwischen 130 und 160 mg/dl, nach dem Essen manchmal bis 200 mg/dl. Außerdem hat er eine diabetische Polyneuropathie.
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Kein Diabetes |
Prädiabetes |
Diabetes |
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Nüchternblutzucker |
< 100 mg/dl |
100–125 mg/dl |
≥ 126 mg/dl |
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Zufälliger Blutzucker |
– |
– |
≥ 200 mg/dl |
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HbA1c |
< 5,7 % |
5,7–< 6,5 % |
≥ 6,5 % |
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OGTT (2 h-Wert) |
< 140 mg/dl |
140–199 mg/dl |
≥ 200 mg/dl |
Eine arterielle Hypertonie ist ebenfalls seit 15 Jahren bekannt und derzeit zureichend eingestellt.
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systolisch (mmHg) |
diastolisch (mmHg) |
Behandlung |
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Normaler Blutdruck |
< 120 |
< 70 |
– |
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Erhöhter Blutdruck |
120–139 |
70–89 |
+ |
Eine Hypercholesterinämie ist seit 15 Jahren bekannt.
Der Patient hat vor etwa vier Jahren belastungsabhängige und postprandiale thorakale Schmerzen im Sinne einer Angina pectoris verspürt. Damals ist eine Koronarstenose – vermutlich der rechten Koronararterie – mittels Ballondilatation behandelt und ein Stent implantiert worden.
Im Interdigitalraum zwischen Digitus I und II ist es beim Barfußgehen im Garten zur Ausbildung eines schlecht heilenden Ulcus gekommen. In diesem Zusammenhang sind Amoxicillin 1000 mg, Ibuprofen 400 mg bei Bedarf sowie eine lokale Behandlung mit Betaisodona verordnet worden.
Seit etwa fünf Jahren besteht eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Exazerbationen treten selten auf und sind zumeist im Zusammenhang mit Infektionen der oberen Atemwege zu beobachten.
Der Patient hat belastungsabhängige Rückenschmerzen angegeben. Eine weiterführende Diagnostik ist bislang nicht erfolgt.
Voroperationen
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Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Untersuchung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel durch sichtbare Narben – ist der Indikativ angebracht. (In der Fachsprachprüfung findet keine körperliche Untersuchung statt.)
Gynäkologie
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Medikamente
Folgende Medikamente stehen auf seinem Rezept:
• Icandra® 1-0-1
• Metoprolol 50 mg morgens
• Lisinopril 10 mg einmal täglich
• Atorvastatin 40 mg abends
• Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
• Tamsulosin 0,4 mg einmal täglich
• Aspirin 81 mg einmal täglich
• Symbicort® Spray regelmäßig
• Salbutamol Spray bei Bedarf
• Nitrolingual® Spray bei Bedarf
• Betaisodona® Salbe äußerlich
Früher:
Clopidogrel 75 mg einmal täglich
Amoxicillin (zeitlich befristet, falls aktuell verschrieben)
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Beobachtung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel anhand eines Rezepts – ist der Indikativ angebracht.
Allergien
Der Patient hat eine Kontaktallergie gegen Latex angegeben, die sich in Form eines vesikulären, teils nässenden Exanthems äußert.
Zudem besteht eine allergische Rhinokonjunktivitis auf Gräser- und Birkenpollen.
Noxen
Der Patient ist Nichtraucher seit fünf Jahren. Zuvor hat er über einen Zeitraum von 20 Jahren täglich 10 bis 15 Zigaretten geraucht, was einem Raucherstatus von ca. 12,5 Packungsjahren entspricht.
Der Patient trinkt zwei- bis dreimal pro Woche eine Weinschorle.
Drogenkonsum wurde verneint.
Sozialanamnese
Der Patient ist aktuell im Ruhestand. Zuvor hat er als Chefkoch in einer italienischen Großküche in der Altstadt von Nürnberg gearbeitet.
Er lebt gemeinsam mit seiner Ehefrau, die nach einem Apoplex an einer Paraplegie leidet.
Er hat einen Sohn und eine Tochter sowie vier Enkelkinder.
Familienanamnese
Der Vater ist 93 Jahre alt und lebe mit einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim.
Die Mutter ist vor etwa 25 Jahren im Alter von 63 Jahren an einem Apoplex verstorben.
Verdachts- und Differentialdiagnose
Nach meiner Einschätzung passen die beschriebenen Schmerzen und deren Lokalisation zu einer Durchblutungsstörung. Wegen der bestehenden Risikofaktoren spricht vieles für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).
Auch eine tiefe Venenthrombose (TVT) erscheint weniger wahrscheinlich, da weder ein Umfangsunterschied der Beine vorliegt noch ein eindeutiger auslösender Faktor erkennbar ist.
Bei chronisch-venöser Insuffizienz berichten Betroffene typischerweise über ein Schweregefühl in den Beinen – insbesondere nach längerem Stehen –, was hier nicht der Fall ist. Der Patient weist jedoch Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Übergewicht und höheres Alter auf.
Bei Cellulitis oder Lymphangitis erwarten wir Rötung, Überwärmung und Schmerzen.
Bei superfizieller Phlebitis sind Rötung, tastbarer Venenstrang und lokale Druckschmerzen zu erwarten.
Das Fehlen radikulärer Beschwerden und neurologischer Ausfälle spricht gegen eine spinale Stenose oder einen Bandscheibenprolaps. Außerdem stehen bei diesen Erkrankungen in der Regel Rückenschmerzen im Vordergrund.
Diagnostische Abklärung
Da der Patient über akut aufgetretene, starke Schmerzen berichtet, sollte ein akuter arterieller Verschluss in Betracht gezogen werden. In diesem Fall ist eine sofortige stationäre Aufnahme erforderlich.
Bei einem rein chronischen Verlauf mit belastungsabhängigen Beschwerden und stabiler Symptomatik wäre eine ambulante Abklärung möglich.
körperliche Untersuchung
Nach der Anamnese sollte eine strukturierte körperliche Untersuchung erfolgen. Diese beginnt mit der Erhebung der Vitalparameter (Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Temperatur), gefolgt von der Inspektion der betroffenen Extremität.
Dabei sind Hautveränderungen wie Blässe, Zyanose, Schwellungen, trophische Störungen sowie das Vorliegen von Ulzera (Lokalisation, Größe, Ränder, Sekretion, Geruch) zu beurteilen. Hinweise auf eine mykotische Infektion, wie z. B. eine Interdigitalmykose, sollten ebenfalls erfasst werden.
Bei einem akuten arteriellen Verschluss sind typische Zeichen wie blasse, kühle Haut, fehlende periphere Pulse, Zyanose, Parästhesien und gegebenenfalls motorische Einschränkungen zu erwarten.
Die Palpation dient der Überprüfung der peripheren Pulse und der Kapillarfüllungszeit.
• Arterie femoralis: in der Leiste, etwa auf halbem Weg zwischen Spina iliaca anterior superior und Symphyse
• Arterie poplitea: in der Kniekehle bei leicht gebeugtem Knie, schwer tastbar
• Arterie tibialis posterior: hinter dem Innenknöchel (medialer Malleolus)
• Arterie dorsalis pedis: auf dem Fußrücken, lateral der Sehne des M. extensor hallucis longus (Sie ist am besten tastbar, wenn der Patient die große Zehe nach oben streckt bzw. dorsal extendiert.)
Zusätzlich sollten Sensibilität und Motorik der betroffenen Region beurteilt werden. Bei vorhandenen Ödemen ist zu überprüfen, ob diese eindrückbar sind. Eine Auskultation über den Gefäßen kann pathologische Strömungsgeräusche (z. B. über der A. femoralis) aufzeigen.
Bei bekanntem Diabetes mellitus sollten ergänzend eine diabetische Fußuntersuchung sowie eine Funduskopie durchgeführt werden.
Zur weiteren Abklärung bei Verdacht auf pAVK sind funktionelle Tests wie die Ratschow-Lagerungsprobe und die Messung des Knöchel-Arm-Index (ABI) obligat.
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Fontaine-Klassifikation |
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Stadium |
Bezeichnung |
Beschreibung |
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I |
Asymptomatisch |
Keine Beschwerden trotz nachweisbarer Durchblutungsstörung |
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II |
a |
Schmerzfreie Gehstrecke > 200 m |
Claudicatio intermittens, aber mit längerer Gehstrecke |
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b |
Schmerzfreie Gehstrecke < 200 m |
Claudicatio intermittens mit kurzer Gehstrecke |
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III |
Ruheschmerz / nächtlicher Schmerz |
Schmerzen in Ruhe, meist im Liegen (z. B. nachts) |
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IV |
Nekrose / Gangrän |
Gewebeuntergang, Ulzera, Schwarzfärbung, evtl. Infektion |
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Laboruntersuchungen
Zur weiteren Abklärung sollten ein kleines Blutbild, CRP, BSG, D-Dimere, Nüchternblutzucker (FBS), HbA1c, ein Lipidprofil (Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyzeride), Nierenparameter (Kreatinin, Harnstoff, GFR) sowie ein Proteinurietest durchgeführt werden.
EKG
Farbduplexsonographie (Routine)
Die Farbduplexsonographie ist eine nichtinvasive Ultraschallmethode, die Gefäßstrukturen und den Blutfluss farbcodiert darstellt. So lassen sich Gefäßverengungen, Verschlüsse und Thrombosen zuverlässig erkennen. Gleichzeitig können Blutflussrichtung und -geschwindigkeit beurteilt werden: Rot zeigt einen Fluss zur Sonde hin, Blau einen Fluss von ihr weg. Helle Farbtöne stehen für einen schnellen, dunkle für einen langsamen Fluss. Bei turbulentem Blutfluss, etwa im Bereich einer Stenose, entstehen bunte Mischfarben. Grundlage dieses Prinzips ist der Dopplereffekt, bei dem sich die reflektierte Ultraschallfrequenz in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung der Blutzellen verändert.
Zu Beginn wird ein spezielles Kontaktgel auf die Haut aufgetragen, um die Schallwellenübertragung zu verbessern. Anschließend wird die Ultraschallsonde über die betroffenen Gefäßabschnitte geführt. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert in der Regel etwa 20 Minuten.
Angiographie
Die Angiographie ist ein minimalinvasives bildgebendes Verfahren, das zur Diagnose und ggf. auch zur interventionellen Behandlung von Gefäßerkrankungen eingesetzt wird.
Bei pAVK wird unter lokaler Betäubung ein dünner Katheter über die Arteria femoralis bis zur stenosierten Gefäßregion vorgeschoben. Anschließend wird ein jodhaltiges Kontrastmittel injiziert, das mithilfe von Röntgenstrahlen (Digitale Subtraktionsangiographie) oder Magnetfeldern (MR-Angiographie) sichtbar gemacht wird.
Die Untersuchung dauert je nach Befund und eventueller therapeutischer Intervention (z. B. Ballondilatation, Stentimplantation) zwischen 30 Minuten und 2 Stunden.
Vor der Angiographie sollte der Patient nüchtern sein, eine mögliche Kontrastmittelallergie sowie die Nierenfunktion (z. B. GFR) müssen überprüft werden. Bei Diabetikern ist eine Metforminpause zu erwägen.
Mögliche Komplikationen sind lokale Hämatome, Nachblutungen an der Punktionsstelle, Kontrastmittelallergien, eine vorübergehende Nierenfunktionsstörung sowie – sehr selten – vaskuläre Komplikationen wie Embolien.
Die konventionelle Kontrastangiographie bleibt der Goldstandard,
doch Duplexsonographie, CT-Angiographie (CTA) und MR-Angiographie (MRA) haben die Katheterangiographie bei der anatomischen Beurteilung vor Revaskularisation weitgehend ersetzt.
Indikationen für eine CT– oder MR-Angiographie bei pAVK bestehen bei unklaren Befunden in der Duplexsonographie – etwa bei adipösen Patienten oder tiefliegenden Gefäßen – sowie im Rahmen der präoperativen Planung vor einer geplanten Revaskularisation.
Konsile
Gefäßchirurgie, Radiologie / interventionelle Radiologie, Anästhesiologie, Innere Medizin / Kardiologie, Diabetologie / Endokrinologie
Behandlung:
Maßnahmen zur Senkung kardiovaskulärer Risikofaktoren bei pAVK:
• Gewichtsreduktion bei Übergewicht
• Regelmäßige körperliche Aktivität (Gehtraining, mindestens 3×/Woche)
• Rauchstopp (ggf. Nikotinersatztherapie oder Verhaltenstherapie)
• Diabetes mellitus:
FBS < 130 mg/dl
HbA1c < 7 %
• Arterielle Hypertonie:
Zielwert: < 130/80 mmHg oder < 120/80 mmHg
• Hypercholesterinämie:
LDL-Zielwert < 70 mg/dl bei hohem kardiovaskulären Risiko
• Konsequente Fußpflege:
Tägliche Kontrolle, Vermeidung von Druckstellen und Infektionen
Patienten mit irreversibler Extremitätenischämie sollen keine Angiographie mehr erhalten, sondern direkt zur Amputation eingeplant werden.
Die häufigsten Ursachen der akuten Extremitätenischämie sind Thrombose oder Embolie.
Alle anderen Patienten mit akuter Ischämie, deren Extremität noch vital erscheint, sollten notfallmäßig angiographiert werden, um die Ursache zu identifizieren und wenn möglich endovaskulär zu behandeln.
Medikamentöse Therapie
• Thrombozytenaggregationshemmung
Aspirin: 75–325 mg/Tag
Clopidogrel: 75 mg/Tag (wenn ASS nicht vertragen wird)
• Cilostazol (Phosphodiesterase-III-Hemmer):
50–100 mg zweimal täglich
verbessert die maximale Gehstrecke bei Claudicatio
Komplikationen:
Ruheschmerzen, Ulzera, Nekrosen, chronische Wundheilungsstörungen, Gangrän / Nekrose, Infektionen, Amputation
Extra
Namen:
Renate Wirthmann, Paul Breitner, Stephan Baum, Edeltraut Böhm, Richard Wagner, Ferdinand Sauerbruch, Reiner Obermaier, Annemarie Spiegelberg, Frau Lessing, Sophia Mayer, Susanne Krämer, Waltraud Böhm, Anna Füffler, Leopold Henkel, Alfons Böhmermann, Rosa Bier, Petra Henkelmann, Martin Löffler
Einzelheiten:
Insomnie in Form von Ein- (wegen Stress nach dem Tod seiner Frau).
Zusätzlich berichtet die Patientin über frühere Krampfepisoden, gegen die sie Magnesium eingenommen habe.
Er hat als Hilfskoch gearbeitet.
Kneipenleiterin
Floristin
Tierpflegerin
in der Metzgerei
Vorerkrankungen:
Atrial fibrillation
Pilonidalsinus vor 20 Jahren
Asthma bronchiale mit 49 Jahren !!!
Perforierte Appendizitis
Zöliakie seit dem 20. Lebensjahr.
Kahnbeinfraktur
Im Kindesalter habe sie sich einer Tonsillektomie und vor 13 Jahren einer Sectio caesarea unterzogen.
Hundebiss vor drei Jahren am linken Bein.
Familialanamnese:
Meine Mutter ist an einem geplatzten Gefäß im Gehirn gestorben.
Ihr Sohn hat vor drei Jahren Suizid begangen.
Der Enkelsohn leidet an einer kongenitalen Anämie, mögliche Diagnose: Thalassämie oder hereditäre Sphärozytose. Der Vater hat eine Niereninsuffizienz. Die Mutter verstarb vor 40 Jahren an einer Aortendissektion.
Der Vater ist an Myokardinfarkt verstorben.
Vater an Larynxkarzinom verstorben
Medikamente:
Hexal 20 mg
Statin morgens!!!!
Candesartan
Allergie:
Krustentierenallergie (Pruritus im Mund, Hypästhesie an der Zunge, Abdominalgie)
Laktoseintoleranz mit Diarrhö und Bauchschmerzen.
Fragen
1. Muss ich denn wirklich im Krankenhaus bleiben? Ich muss mich um meine Frau kümmern.
Ich verstehe, dass Sie schnell wieder nach Hause möchten und Ihre Frau versorgen müssen. Wir wollen nur sicherstellen, dass bei Ihnen nichts Ernstes übersehen wird – es besteht der Verdacht auf eine gerinnung, und das sollten wir vorsichtshalber genauer abklären.
2. Was bedeutet trophische Störungen?
Trophische Störungen sind Veränderungen der Haut, Nägel oder Haare, die durch eine gestörte Durchblutung oder Nervenschädigung entstehen. Dazu gehören trockene, dünne Haut, schlecht heilende Wunden, Ulzera, brüchige Nägel und Haarausfall an den betroffenen Körperstellen.
3. Muss mein Bein amputiert werden?
Im Moment können wir das noch nicht sicher sagen. Wir tun alles, um die Durchblutung zu verbessern – dafür brauchen wir aber noch weitere Untersuchungen
4. Mein Nachbar hat Diabetes und bekommt Insulin. Mein Hausarzt hat mir so etwas nicht verschrieben – ist das normal?
Das ist durchaus normal. Nicht jeder Diabetiker braucht Insulin. Bei Ihnen reicht derzeit eine Behandlung mit Tabletten aus, weil Ihre Bauchspeicheldrüse noch ausreichend Insulin produziert. Wir beobachten regelmäßig, ob sich das verändert.
5. Meine Mutter ist an einem geplatzten Gefäß im Gehirn gestorben – ist mein Zustand vergleichbar?
Es tut mir leid, das zu hören. Ein geplatztes Gefäß im Gehirn – also eine Hirnblutung – ist meist eine andere Erkrankung als das, was Sie gerade haben. Nach dem, was wir bisher wissen, sieht es bei Ihnen nicht nach einer ähnlichen Situation aus. Wir werden alles genau untersuchen, um sicherzugehen.
6. Was sind die Symptome einer Hirnblutung?
Typische Symptome einer Hirnblutung sind plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungen oder Bewusstseinsveränderungen. In manchen Fällen kann es auch zu Krampfanfällen kommen.
7. Wie nennt man eine Lähmung nur auf einer Körperseite? Wie heißt es, wenn beide Beine gelähmt sind? Gibt es einen Fachbegriff für eine Lähmung aller vier Gliedmaßen?
Halbseitige Lähmung:
→ Hemiparese (unvollständige Lähmung)
→ Hemiplegie (vollständige Lähmung einer Körperhälfte)
Lähmung beider unteren Extremitäten:
→ Paraparese (unvollständig)
→ Paraplegie (vollständig)
Lähmung aller vier Extremitäten:
→ Tetraparese (unvollständig)
→ Tetraplegie (vollständig)
8. Was sind typische Symptome einer Prostatahyperplasie?
Typische Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) sind: abgeschwächter Harnstrahl, Startschwierigkeiten beim Wasserlassen, Nachträufeln, das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung, häufiges Wasserlassen (besonders nachts) und plötzlicher Harndrang
9. Was ist der Unterschied zwischen Polakisurie, Oligurie und Anurie?
Polakisurie bedeutet häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen.
Oligurie ist eine deutlich verminderte Urinmenge, also weniger als 500 ml pro Tag.
Anurie bezeichnet eine fast vollständige Harnverhaltung – weniger als 100 ml Urin pro Tag.
10. Warum bessern sich die Schmerzen bei pAVK durch Tieflagerung und bei TVT durch Hochlagerung?
Bei pAVK verbessert die Tieflagerung die Durchblutung durch die Schwerkraft. Bei TVT reduziert die Hochlagerung die venöse Stauung und somit die Schwellung und den Schmerz.
11. Welche Medikamente sind für Diabetiker mit Risiko für Hypoglykämie geeignet?
Medikamente mit geringem Hypoglykämierisiko sind z. B. Metformin, DPP-4-Hemmer, GLP-1-Analoga und SGLT2-Hemmer. Sulfonylharnstoffe und Insulin erhöhen das Risiko.
12. Was ist der Unterschied zwischen einem Konditor und einem Bäcker?
Ein Bäcker stellt hauptsächlich Brot, Brötchen und andere Backwaren aus Teig her.
Ein Konditor hingegen ist auf Süßwaren spezialisiert – z. B. Torten, Kuchen, Pralinen, Desserts und feine Backwaren.
13. Was sind Gemüse und warum verbessern sie die Verdauung
Gemüse sind essbare Pflanzenteile wie Blätter, Wurzeln oder Früchte. Sie enthalten viele Ballaststoffe, die den Darm anregen, die Verdauung fördern und Verstopfung vorbeugen.
14. Wie nennt man eine Gefäßausstülpung, wenn das Gefäß nicht gerissen ist?
Ein Aneurysma ist eine umschriebene Erweiterung oder Ausstülpung eines Blutgefäßes – meist einer Arterie – ohne direkten Einriss der Gefäßwand.
15. Welche Komplikationen bei Diabetes zählen zu den mikro- und welche zu den makroangiopathischen Läsionen?
Zu den Mikroangiopathien zählen diabetische Retinopathie (Auge), Nephropathie (Niere) und Neuropathie (Nerven).
Makroangiopathien betreffen große Gefäße und äußern sich z. B. als KHK, pAVK oder Schlaganfall.
16. Für welche Krankheiten ist übermäßiger Alkoholkonsum ein Risikofaktor?
Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Lebererkrankungen (z. B. Fettleber, Leberzirrhose), Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, bestimmte Krebserkrankungen (z. B. Mund, Speiseröhre, Leber), Pankreatitis sowie psychische Störungen und Abhängigkeit.
17. kurz über Hyperthyreose
Notizen
BMI
Begriff und Berechnung
Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein Maß zur Abschätzung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße. Er ergibt sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.
Unterschenkels
Anatomische Bezeichnung
Unterschenkel (Crus) bezeichnet den Abschnitt des Beins zwischen Kniegelenk und Sprunggelenk.
Lokalisation und klinische Relevanz
Klinisch betrifft der Begriff die knöcherne und muskuläre Struktur dieses Abschnitts sowie die oberflächlichen und tiefen Weichteile. Schmerzen oder Beschwerden in diesem Bereich können von Muskulatur, Sehnen, Haut oder Gefäßen herrühren und sollten entsprechend lokal untersucht werden.
Wade
Region und Struktur
Die Wade (Regio suralis) bezeichnet die hintere Fläche des Unterschenkels. Sie umfasst vor allem die Wadenmuskulatur, insbesondere den Musculus gastrocnemius und Musculus soleus.
heute Morgen
Zeitpunkt und Warnhinweis
Wenn sich eine bestehende periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) plötzlich verschlechtert — zum Beispiel nach Beginn der Beschwerden heute Morgen — kann dies auf ein akutes arterielles Ereignis wie Embolie oder Thrombose hindeuten.
Pause
Pause (bei Belastungsabhängiger Claudicatio)
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit im Stadium II treten belastungsabhängige Schmerzen der Beine auf, die das Gehen nur über kurze Strecken erlauben. Betroffene müssen deshalb immer wieder stehen bleiben, um die Beschwerden abklingen zu lassen; dieses Verhalten hat der Erkrankung die umgangssprachliche Bezeichnung „Schaufensterkrankheit“ eingebracht.
Der medizinische Terminus für dieses Erscheinungsbild ist Claudicatio intermittens.
keine
Keine entzündliche oder mechanische Ursache (pAVK)
Bei einer pAVK beruhen belastungsabhängige Schmerzen in der Regel auf einer verminderten arteriellen Durchblutung des Beins und nicht primär auf entzündlichen oder degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrose oder reinen Muskelbeschwerden. Damit kann eine Therapie, die vorrangig auf Entzündungs- oder mechanische Ursachen abzielt, bei ischämischen Claudicatio-Beschwerden häufig wenig Wirkung zeigen.
kühl
Kühl (Poikilothermie)
Poikilothermie beschreibt das Symptom, dass eine Extremität die Temperatur der Umgebung annimmt und sich kühl anfühlt. Bei ausgeprägter arterieller Minderdurchblutung ist die betroffene Haut häufig blass und kalt, oft zudem trocken und schuppig — Befunde, die zu dieser Beschreibung passen.
Malleolus
Malleolus (Knöchel)
Der Malleolus bezeichnet die knöcherne knöchelnahe Region des Sprunggelenks; klinisch dient dieser Bereich als Orientierungs- und Untersuchungsstelle. Eine Beschreibung wie „oberhalb des Malleolus“ bezieht sich demnach auf die unmittelbar proximal gelegene Haut- und Gewebspartie am unteren Unterschenkel bzw. über dem Knöchel.
Effluvium
Effluvium — Haarausfall
Unter einem Effluvium versteht man den vermehrten Ausfall von Haaren, der diffus oder lokal auftreten kann. Klinisch äußert sich dies durch eine sichtbare Verminderung der Haardichte oder vermehrte Haare beim Kämmen und Waschen. Lokalisationen können variieren; in der ärztlichen Beschreibung kann ein Effluvium auch an den Unterschenkeln oberhalb des Malleolus gefunden werden.
Onychorrhexis
Onychorrhexis — Nagelbrüchigkeit
Onychorrhexis bezeichnet eine vermehrte Brüchigkeit und Rissbildung der Nagelplatte, häufig mit Längsrillen und Spliss. Betroffen können einzelne oder mehrere Nägel sein; klinisch fällt die veränderte Nagelstruktur und erhöhte Fragilität auf. Die genaue Ursache lässt sich nur durch weitere Untersuchung klären.
Hallux
Hallux — Großzehe
Der Begriff Hallux bezeichnet die erste Zehe des Fußes, also die Großzehe. Anatomisch ist sie für die Abrollbewegung und Lastverteilung des Vorfußes wichtig. In der klinischen Dokumentation wird der Begriff zur präzisen Lokalisation von Befunden an der Großzehe verwendet.
Parästhesien
Parästhesien
Definition: Abnorme Empfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühle, Brennen oder Ameisenlaufen, die ohne entsprechende äußere Reize auftreten.
Ursachen: Solche Sensibilitätsstörungen können durch Schädigungen peripherer Nerven oder zentraler Nervenbahnen entstehen. Mögliche Ursachen sind unter anderem metabolische Polyneuropathien (z. B. bei Diabetes), Nervenkompressionen, toxische oder entzündliche Nervenschäden.
Hypotonie
Hypotonie
Definition: Ein Blutdruck, der für die betroffene Person klinisch relevant zu niedrig ist; dazu zählt auch die orthostatische Form mit Blutdruckabfall beim Aufrichten.
Ursachen und Risikofaktoren: Häufige Auslöser sind Volumenmangel (z. B. durch Dehydratation), reduzierte Herzleistung, Medikamente oder Störungen des autonomen Nervensystems. Höheres Lebensalter erhöht die Anfälligkeit für symptomatische Blutdruckabfälle, ist jedoch eher ein Risikofaktor als eine direkte Ursache.
Pyrexie
Pyrexie
Definition: Erhöhte Körpertemperatur als klinisches Zeichen, meist infolge einer Erhöhung des Sollwerts im Temperaturregelzentrum.
Bedeutung: Fieber ist ein unspezifisches Symptom, das bei Infektionen, entzündlichen Prozessen oder seltener bei medikamentösen Reaktionen und anderen systemischen Erkrankungen auftreten kann.
Zyanose
Zyanose
Definition: Bläuliche bis violette Verfärbung von Haut und/oder Schleimhäuten infolge eines erhöhten Anteils reduzierten Hämoglobins oder gestörter peripherer Durchblutung.
Ursachen: Zyanose kann durch zentrale oder periphere Hypoxie, schwere respiratorische oder kardiovaskuläre Störungen sowie durch lokale Perfusionsstörungen entstehen.
Ödeme
Ödeme
Ödeme sind sicht- oder tastbare Schwellungen, die durch Ansammlung von Flüssigkeit im Interstitium entstehen. Sie können lokal begrenzt oder generalisiert auftreten. Häufige Ursachen sind Störungen des venösen oder lymphatischen Rückflusses, erhöhte Kapillarpermeabilität sowie systemische Erkrankungen wie Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz. Klinisch fallen Asymmetrien zwischen Extremitäten, Druckdolenz und eindrückbare Vertiefungen (in bestimmten Formen) auf. Die Bedeutung eines Ödems richtet sich nach Verteilung, Beginn und begleitenden Symptomen.
Tachykardie
Tachykardie
Tachykardie bezeichnet eine Erhöhung der Herzfrequenz über den altersüblichen Bereich. Sie kann als normale physiologische Reaktion (z. B. bei körperlicher Belastung oder Stress) oder als Ausdruck einer pathologischen Rhythmusstörung auftreten. Differenzialdiagnostisch sind Sinustachykardie, supraventrikuläre oder ventrikuläre Tachykardien zu unterscheiden; Begleitsymptome können Herzklopfen, Schwindel oder Synkopen sein. Die klinische Relevanz hängt von Rhythmus, Häufigkeit und hämodynamischer Stabilität ab.
Tachypnoe
Tachypnoe
Tachypnoe ist eine gesteigerte Atemfrequenz im Vergleich zum altersüblichen Normalbereich und zeigt eine erhöhte ventilatorische Tätigkeit an. Bei Erwachsenen wird häufig von einer Beschleunigung der Atmung gesprochen, die verschiedene Ursachen haben kann, etwa pulmonale Erkrankungen, metabolische Störungen, Schmerzen, Fieber oder Angst. Die klinische Bewertung richtet sich nach Atemmuster, Begleitsymptomen und der Allgemeinsituation des Patienten.
TVT
Tiefe Venenthrombose (TVT)
Die tiefe Venenthrombose bezeichnet die Bildung eines Blutgerinnsels in den tiefen Beinvenen. Typische klinische Hinweise sind unilaterale Schwellung, einseitiger Umfangsanstieg der betroffenen Extremität, Schmerzen oder Druckempfindlichkeit, seltener Rötung und Überwärmung. Ein Umfangsunterschied zwischen den Beinen kann ein Hinweis auf eine TVT sein, ist jedoch nicht spezifisch und bedarf weiterer diagnostischer Abklärung.
Radikulopathie
Definition:
Radikulopathie bezeichnet die Funktionseinschränkung einer spinalen Nervenwurzel durch Druck oder Entzündung.
Klinik:
Typisch sind brennende oder einschießende Schmerzen, die von der Wirbelsäule in das entsprechende Segmentgebiet des Arms oder Beins ausstrahlen; zusätzlich können Sensibilitätsstörungen, Muskelschwäche oder Reflexminderungen auftreten.
Ursachen und Diagnostik:
Auslöser sind unter anderem Bandscheibenvorfall, Foraminalstenosen oder entzündliche Prozesse; die Abklärung erfolgt über neurologische Untersuchung und bildgebende Verfahren.
Kanalstenose
Kurzbeschreibung:
Spinale Kanalstenose bezeichnet die Einengung des Wirbelkanals mit Raumverlust für Rückenmark oder Nervenwurzeln.
Klinische Charakteristika:
Bei lumbaler Ausprägung treten oft belastungsabhängige Beinschmerzen bzw. eine neurogene Claudicatio auf, die sich beim Vorbeugen (Flexion) bessern und beim längeren Gehen oder Stehen zunehmen können.
Ursachen und Diagnostik:
Degenerative Veränderungen der Bandscheiben, Facettengelenke oder Bindegewebe sind häufige Ursachen; die Diagnosesicherung erfolgt klinisch und mittels Bildgebung.
Polyphagie
Begriffserklärung:
Polyphagie bezeichnet ein anhaltend erhöhtes Hungergefühl und vermehrte Nahrungsaufnahme.
Pathophysiologischer Zusammenhang (Beispiel bei Insulinmangel):
Bei unzureichender Insulinwirkung kann Glukose nicht in ausreichendem Maß in die Körperzellen gelangen, wodurch trotz erhöhter Blutglukosewerte ein zellulärer Energiemangel entsteht; dieser Zustand kann das Hungergefühl verstärken und so zu Polyphagie führen.
Begleitbefunde:
Unkontrollierter Zuckerstoffwechsel kann zugleich Gewichtsverlust und vermehrte Ausscheidung von Glukose im Urin begünstigen.
Obstipation
Definition:
Obstipation beschreibt anhaltende Schwierigkeiten beim Stuhlgang, zum Beispiel seltener oder harter Stuhl sowie ein Gefühl unvollständiger Entleerung.
Mögliche Folgeprobleme:
Chronische Verstopfung kann zu Komplikationen wie Analfissuren und Hämorrhoiden sowie weiteren lokalen Veränderungen führen.
Insomnie
Insomnie — Schlafstörung
Definition: Insomnie bezeichnet eine gestörte Schlafqualität oder -dauer, die zu Tagesbeeinträchtigungen führt. Typische Formen sind Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen.
Diabetes mellitus Typ 2
Diabetes mellitus Typ 2 — chronische Stoffwechselerkrankung
Definition und Pathophysiologie: Beim Typ-2-Diabetes liegen in der Regel eine verminderte Empfindlichkeit der peripheren Gewebe gegenüber Insulin (Insulinresistenz) und eine gestörte insulinsekretorische Antwort der Betazellen vor, was zu anhaltender Hyperglykämie führt.
Klinisches Bild und Komplikationen: Langjährig schlecht eingestellter Typ-2-Diabetes erhöht das Risiko für mikro- und makrovaskuläre Folgeerkrankungen; eine diabetische Polyneuropathie ist eine häufige Komplikation.
Hypercholesterinämie
Hypercholesterinämie — erhöhter Cholesterinspiegel
Definition: Hypercholesterinämie bezeichnet eine erhöhte Konzentration von Cholesterin im Blut, wobei vorrangig eine Erhöhung des LDL-Cholesterins klinisch relevant ist.
Bedeutung und Risiken: Ein dauerhaft erhöhter Cholesterinspiegel fördert die Entstehung von Atherosklerose und erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.
Klinische Relevanz: Bei bekannter Hypercholesterinämie sind regelmäßige Kontrollen und Risikobewertungen wichtig, um Folgeerkrankungen zu erkennen und zu überwachen.
Rückenschmerzen
Chronische Lumbalgie
Definition: Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, die über Monate bestehen können.
Ursachen und Differenzialdiagnosen: Häufige Ursachen sind degenerative Veränderungen der Wirbelsäule und muskuläre Schwäche. Bei akutem Beginn mit Ausstrahlung, Gefühlsstörungen oder neurologischen Ausfällen ist ein Bandscheibenvorfall denkbar. Belastungsabhängige, schrittweise zunehmende Schmerzen und röntgenologische Verschleißzeichen sprechen eher für Spondylarthrose. Entzündliche Erkrankungen wie die axiale Spondyloarthritis (Morbus Bechterew) treten typischerweise mit Schmerzen und bewegungsbedingter Besserung sowie fortschreitender Versteifung auf.
Diagnostik: Klinische Untersuchung steht an erster Stelle; bei Verdacht auf strukturelle Ursachen oder neurologische Befunde ergänzende Bildgebung (z. B. MRT) und gegebenenfalls spezifische Laborbefunde. Der Nachweis von HLA‑B27 kann bei Verdacht auf eine axiale Spondyloarthritis hilfreich sein.
Therapieprinzipien: Bewegungstherapie, gezielter Muskelaufbau, Physiotherapie und multimodale Schmerztherapie sind zentrale Maßnahmen. Gewichtsreduktion bei Übergewicht kann die Belastung reduzieren. Operative oder interventionelle Verfahren sind bei spezifischen strukturellen Befunden indiziert.
COPD
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Kernaspekt: COPD ist eine progressive Erkrankung mit persistierender Luftstrombehinderung, die vor allem das Ausatmen beeinträchtigt.
Ätiologie und Symptome: Hauptursache ist Tabakrauch; auch berufsbedingte Schadstoffexpositionen (z. B. Feinstaub, Stäube, chemische Dämpfe) tragen bei. Klinisch zeigen sich Belastungsdyspnoe, chronischer Husten und vermehrte Schleimbildung.
Diagnose und Verlauf: Die Erkrankung wird mittels Spirometrie beurteilt. Akute Verschlechterungen (Exazerbationen) werden häufig durch respiratorische Infekte ausgelöst; im vorliegenden Kontext treten solche Episoden selten auf.
Icandra
Icandra ist ein Kombinationsmedikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und enthält die Wirkstoffe Vildagliptin und Metformin. Es verbessert die Blutzuckerkontrolle, wenn Diät und Bewegung allein nicht ausreichen. Vildagliptin verstärkt die Insulinausschüttung, während Metformin die Glukoseproduktion in der Leber reduziert. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und Schwindel. In seltenen Fällen kann es zu Leberfunktionsstörungen oder einer Laktatazidose kommen.
Metoprolol
Metoprolol
Wirkstoffgruppe und Wirkung: Metoprolol gehört zu den selektiven Beta‑1‑Adrenergika‑Blockern. Es reduziert die Herzaktion und den Sauerstoffbedarf des Myokards durch Senkung von Herzfrequenz und Kontraktilität.
Anwendungsgebiete: Eingesetzt bei arterieller Hypertonie, bestimmten Herzrhythmusstörungen und zur Stabilisierung bei ischämischen Herzbeschwerden beziehungsweise zur Sekundärprophylaxe in geeigneten klinischen Situationen.
Wichtige Risiken und Hinweise: Häufige Begleiterscheinungen sind Müdigkeit, Schwindel und Bradykardie. Bei ausgeprägter Bradykardie, kardiogenem Schock oder klinisch relevanter Dekompensation des Herzzeitvolumens ist Metoprolol kontraindiziert bzw. mit großer Vorsicht zu verwenden. Bei Asthma, Diabetes und peripheren Durchblutungsstörungen ist besondere Vorsicht geboten, da Beta‑Blocker unerwünschte Effekte verstärken oder Symptome überdecken können. Spezifische Dosierungsangaben wurden nicht übernommen.
Lisinopril
Gruppe: ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer).
Wirkmechanismus: Hemmt das Enzym, das Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt, sodass die Bildung des vasokonstriktiven Hormons reduziert wird und die Gefäße sich erweitern.
Anwendung: Eingesetzt bei Bluthochdruck und zur Unterstützung bei Herzschwäche, um die Nachlast zu senken und die kardiale Belastung zu verringern.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Kann Schwindel und Kopfschmerzen verursachen; typischerweise tritt bei manchen Patientinnen und Patienten ein trockener Reizhusten auf. Erhöhte Kaliumwerte im Blut sind möglich. In seltenen Fällen kann es zu lebensbedrohlichen Schwellungen des Gesichts oder der Atemwege (Angioödem) kommen.
Atorvastatin
Gruppe: Statine (HMG‑CoA‑Reduktase‑Hemmer).
Wirkmechanismus: Dämpft das Schlüsselenzym der Cholesterinbiosynthese in der Leber, was zu einer Verminderung der körpereigenen Cholesterinproduktion und insbesondere des LDL-Cholesterins führt.
Anwendung: Verwendet zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte und zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos im Rahmen von Risikoreduktionstherapien.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Muskelschmerzen bis hin zu muskelschädigenden Erkrankungen sind möglich; bei einigen Patientinnen und Patienten werden Leberenzyme erhöht gefunden, was eine Verlaufskontrolle erfordert.
Tamsulosin
Gruppe: Selektive Alpha‑1‑Adrenergblocker.
Wirkmechanismus: Blockiert Alpha‑1‑Rezeptoren in der glatten Muskulatur von Prostata und Harnröhre, wodurch sich diese Muskelzellen entspannen und der Harnfluss erleichtert wird.
Anwendung: Eingesetzt bei gutartiger Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) zur Linderung störender Harntraktsymptome wie schwachem Strahl oder erschwertem Beginn des Wasserlassens.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Kann Schwindel und Kopfschmerzen verursachen; beim Lagewechsel kann ein Blutdruckabfall auftreten. Störungen der Ejakulation, etwa verminderter oder fehlender Samenerguss, sind berichtete Effekte.
Symbicort
Symbicort — Kombinationstherapie
Gruppe: Inhalatives Kombinationspräparat aus einem inhalativen Kortikosteroid und einem langwirksamen Beta-2-Agonisten.
Wirkung: Budesonid wirkt entzündungshemmend in den Atemwegen; Formoterol erweitert die Bronchien durch Beta-2-Rezeptorstimulation und verbessert dadurch die Luftströmung.
Anwendung: Zur Erhaltungstherapie bei Asthma bronchiale und zur symptomatischen Behandlung bei COPD; regelmäßige Inhalation zur Kontrolle von Entzündung und Bronchokonstriktion.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Häufig sind Heiserkeit, Halsreizungen, lokale Pilzinfektionen im Mund (orale Candidose) und Kopfschmerzen. Systemische Effekte inhalativer Kortikosteroide sind bei korrekter Anwendung weniger ausgeprägt, können aber auftreten.
Salbutamol
Salbutamol — kurzwirksames Bronchodilatator
Gruppe: Kurzwirksames Beta-2-Sympathomimetikum (SABA).
Wirkung: Führt rasch zur Erschlaffung der Bronchialmuskulatur durch Stimulation von Beta-2-Rezeptoren und damit zu einer Bronchodilatation.
Anwendung: Akute Symptomlinderung bei bronchospastischen Beschwerden wie bei Asthmaanfällen und zur kurzfristigen Erleichterung bei COPD-bedingter Atemnot; Einsatz bei Bedarf zur schnellen Bronchienerweiterung.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Typische unerwünschte Wirkungen sind Tremor, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), innere Unruhe und gelegentlich Kopfschmerzen. Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb weniger Minuten ein.
Nitrolingual
Nitrolingual — akutes Nitratpräparat
Gruppe: Organisches Nitrat (Glyceryltrinitrat) als gefäßerweiternder Wirkstoff.
Wirkung: Erzeugt eine venöse und arterielle Gefäßerweiterung, reduziert dadurch Vorlast und verbessert die myokardiale Durchblutung; schnelle Wirkung nach sublingualer Applikation.
Anwendung: Verwendung zur akuten Behandlung von Angina-pectoris-Anfällen und zur kurzfristigen Vermeidung solcher Anfälle im Zusammenhang mit vorhersehbarer Belastung.
Wichtige Risiken und Nebenwirkungen: Häufige Effekte sind Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckabfall mit möglicher Synkope und Gesichtsrötung. Vorsicht bei Kombination mit bestimmten anderen Vasodilatatoren und bei ausgeprägter Hypotonie.
Packungsjahren
Begriff und Berechnung:
Packungsjahre sind ein Maß für die kumulative Tabakexposition. Zur Ermittlung wird die durchschnittliche Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten durch 20 geteilt und das Ergebnis mit den Jahren des Rauchens multipliziert.
Beispiel aus dem Kontext:
Bei einem früheren Konsum von im Mittel 12,5 Zigaretten pro Tag über 20 Jahre ergibt sich (12,5/20) × 20 = 12,5 Packungsjahre.
Demenzerkrankung
Kurzbeschreibung:
Demenzerkrankungen sind progressive Störungen, die Gedächtnis, Denkvermögen, Orientierung und Alltagsfähigkeiten zunehmend beeinträchtigen. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form.
Therapiehinweis:
Eine vollständige Heilung existiert derzeit nicht; es stehen jedoch pharmakologische und nicht-pharmakologische Maßnahmen zur Symptomkontrolle und zur Verzögerung des Progresses zur Verfügung. Zu den medikamentösen Optionen zählen Acetylcholinesterase-Hemmer (z. B. Donepezil) und NMDA-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Memantin), die bei bestimmten Demenzformen eingesetzt werden können.
Pflegeheim
Definition und Zweck:
Ein Pflegeheim ist eine stationäre Einrichtung für Menschen, die dauerhafte Unterstützung bei der täglichen Versorgung, pflegerische Maßnahmen oder medizinische Betreuung benötigen. Dort werden Hilfe bei der Körperpflege, der Mobilität, der Medikamentengabe sowie soziale Betreuung angeboten.
Apoplex
Begriffserklärung:
Apoplex, im heutigen Sprachgebrauch meist als Schlaganfall bezeichnet, ist ein plötzlich auftretender neurologischer Ausfall infolge einer gestörten zerebralen Durchblutung. Man unterscheidet vor allem ischämische Schlaganfälle (Durchblutungsunterbrechung durch Thrombose oder Embolie) und hämorrhagische Schlaganfälle.
Unterscheidung der Blutungsformen:
Hämorrhagische Schlaganfälle umfassen intrazerebrale Blutungen und subarachnoidale Blutungen. Subdurale und epidurale Blutungen sind dagegen häufig traumatisch bedingt und werden in der Regel nicht als „Apoplex“ im engeren Sinne klassifiziert.
Blutdruck
Blutdruckmessung
Geräteübersicht: Für die manuelle Blutdruckmessung werden eine passende Blutdruckmanschette, ein Handaufblasegerät (Gummibalg) und ein Manometer sowie ein Stethoskop benötigt. Alternativ kommen automatische, oszillometrische Messgeräte zum Einsatz, die ohne Stethoskop arbeiten.
Wichtige Hinweise: Die Manschettengröße muss zum Armumfang passen, da eine ungeeignete Manschette zu fehlerhaften Messwerten führt. Bei der auskultatorischen Methode werden Korotkow-Geräusche mit dem Stethoskop beurteilt; das Manometer zeigt gleichzeitig den Druck an.
Atemfrequenz
Atemfrequenz
Definition und Messung: Die Atemfrequenz ist die Anzahl der Atemzüge pro Minute und wird in Ruhe durch Beobachtung der Brust- oder Bauchbewegungen gezählt (z. B. über 60 Sekunden oder 30 Sekunden mal zwei).
Klinische Einordnung: Eine Atemfrequenz über 20/min gilt als Tachypnoe, eine unter 12/min wird als Bradypnoe bezeichnet. Veränderungen der Atemfrequenz sind ein früh sichtbarer Parameter für respiratorische oder systemische Störungen und sollten im Kontext weiterer Vitalzeichen bewertet werden.
Sauerstoffsättigung
Sauerstoffsättigung (SpO2)
Messprinzip und Anwendung: Die periphere Sauerstoffsättigung wird noninvasiv mit einem Pulsoxymeter bestimmt; das Gerät misst die prozentuale Sättigung des Hämoglobins mit Sauerstoff an peripheren Messstellen wie Finger, Zeh oder Ohrläppchen.
Temperatur
Körpertemperatur — Messstellen und Unterschiede
Grundsatz: Die gemessene Körpertemperatur variiert je nach Messstelle. Als näher am zentralen Körperkern gilt die rektale Messung.
Axillär: +0,5 °C dazurechnen,
Oral: also +0,3–0,5 °C dazurechnen
Rektal: gilt als Referenzwert
Ratschow-Lagerungsprobe
Zweck
Die Ratschow-Lagerungsprobe ist ein klinischer Funktionstest zur weiteren Beurteilung arterieller Durchblutungsstörungen der unteren Extremität.
Durchführung
Der Patient liegt flach auf dem Rücken. Die Beine werden angehoben (etwa rechtwinklig zur Körperachse) und für circa zwei Minuten durch wiederholte Bewegungen im Sprunggelenk aktiviert (z. B. kreisende oder dorsi-/plantarflexorische Bewegungen). Anschließend setzt sich der Patient auf und lässt die Beine frei über den Rand der Liege hängen.
Beurteilung
Nach dem Aufrichten wird die Hautfarbe und die Zeit bis zur sichtbaren venösen Zufüllung beurteilt. Anhaltende Blässe bei Elevation und verzögerte venöse Füllung oder ein verzögertes Auftreten der reaktiven Rötung sprechen für eine arterielle Minderdurchblutung der untersuchten Extremität.
Knöchel-Arm-Index (ABI)
Zweck
Der Knöchel‑Arm‑Index (ABI) dient der objektiven Abschätzung der arteriellen Perfusion der Beine und unterstützt die Diagnose einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.
Durchführung
Der Patient liegt mindestens fünf Minuten ruhig in Rückenlage. An beiden Oberarmen und an den Knöcheln (zumeist Posterior tibial- und/oder Dorsalis-pedis-Arterie) wird der systolische Druck mit Blutdruckmanschette und Doppler-Sonde gemessen.
Berechnung und Interpretation
Der ABI wird als Verhältnis des höheren systolischen Knöchelwerts zum höheren systolischen Armwert berechnet. Werte im Bereich von etwa 0,9 bis 1,3 gelten als normal. Ein ABI < 0,9 spricht für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit; ein ABI > 1,3 kann auf nicht komprimierbare, kalzifizierte Gefäße hinweisen und die Interpretierbarkeit einschränken.
Blutbild
Zweck
Das kleine Blutbild dient primär dem Nachweis oder Ausschluss einer Anämie und liefert zusätzlich Informationen zu Leukozyten- und Thrombozytenzahlen.
CRP
Zweck
Das C‑reaktive Protein (CRP) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der im Akutgeschehen ansteigt.
Herkunft und Einsatz
CRP wird überwiegend in der Leber gebildet und erhöht sich bei entzündlichen Prozessen und Infektionen. Laborwerte des CRP werden zur Erkennung und Verlaufskontrolle entzündlicher Reaktionen genutzt, sind aber nicht spezifisch für die Ursache.
BSG
Bezeichnung und Messgröße
Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) bezeichnet die in einer Stunde gemessene Fallstrecke der Erythrozyten in Blut, das mit einem Antikoagulans versetzt ist; das Ergebnis wird üblicherweise in Millimeter pro Stunde (mm/h) angegeben.
Patient/ inAnrede: Herr/Frau Oberarzt/Oberärztin ……….., Hiermit möchte ich Ihnen Herrn Alfons Ziegler vorstellen. |
Datum14/07/2025 |
| Alter 69 Jahre | Gewicht 89 kg | Größe 173 cm |
Allergien (Stichwörter)
Latex (vesikuläres, nässendes Exanthem)
Gräser- und Birkenpollen (Rhinokonjunktivitis)
Genussmittel / Drogen (Stichwörter)
Ex-Raucher (12,5 Packungsjahre), seit 5 Jahren abstinent
2–3×/Woche Weinschorle
Drogenkonsum: verneint
Sozialanamnese (Stichwörter)
Rentner, früher Chefkoch
lebt mit paraplegischer Ehefrau
1 Sohn, 1 Tochter, 4 Enkelkinder
Familienanamnese (Stichwörter)
Vater: 93 Jahre, Demenz, Pflegeheim
Mutter: Apoplex im Alter von 63 Jahren (verstorben vor 25 Jahren)
Medikamente (Stichwörter)
Icandra 1-0-1
Metoprolol 50 mg morgens
Lisinopril 10 mg 1× täglich
Atorvastatin 40 mg abends
Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
Kap. Tamsulosin
Aspirin 81 mg
Symbicort Spray
Salbutamol Spray bei Bedarf
Nitrolingual Spray
Betaisodona Salbe
Anamnese (Vollsätze)
Der Patient stellte sich heute bei uns aufgrund seit etwa vier Wochen, progredienter, belastungsabhängiger, ziehender Schmerzen im Bereich des rechten Unterschenkels, insbesondere an der dorsalen Wade, vor.
Nach seinen Angaben haben sich die Beschwerden seit heute Morgen deutlich verstärkt. Die Schmerzen strahlen vom Unterschenkel distal bis in den Fuß aus.
Die Schmerzintensität ist unter Belastung nahezu doppelt so stark wie in Ruhe.
Er berichtete, dass er nach etwa 100 Metern Gehen oder nach dem Treppensteigen über eine Etage in der Regel eine Pause von mehreren Minuten einlegen müsse. Heute habe diese Belastungsgrenze bereits nach etwa 50 Metern bestanden.
Der Patient berichtete, dass sich die Beschwerden besserten, wenn er sich in einen Sessel setze und die Beine herunterhängen lasse.
Der Patient gab an, dass Ibuprofen 400 mg keine Wirkung gezeigt habe.
Die Haut ist blass und kühl, die Oberfläche trocken und schuppig. Oberhalb des Malleolus zeigt sich ein Effluvium. Außerdem besteht eine Onychorrhexis, insbesondere am Hallux.
Im Interdigitalraum zwischen Digitus I und II ist es beim Barfußgehen im Garten zur Ausbildung eines schlecht heilenden Ulcus gekommen.
Zudem hat er über Parästhesien an beiden Füßen sowie über eine orthostatische Hypotonie berichtet.
Folgende Symptome wurden verneint: Pyrexie, Zyanose, Ödeme, Tachykardie, Tachypnoe, Traumaereignisse
Aufgrund langer Wartezeiten stellte sich der Patient direkt bei uns vor.
In der vegetativen Anamnese bestehen Polyphagie, leichte Gewichtsschwankungen, chronische Obstipation sowie eine Insomnie infolge pflegerischer Belastung.
Bezüglich der Vorerkrankungen bestehen ein schlecht eingestellter Typ-2-Diabetes mellitus mit Polyneuropathie, eine arterielle Hypertonie, eine Hypercholesterinämie, eine Angina pectoris (Stent rechts), eine COPD (selten exazerbierend) sowie chronische Rückenschmerzen ohne bisherige Abklärung.
Verdachtsdiagnose – Differentialdiagnose (Vollsätze)
Die Klinik spricht am ehesten für eine pAVK, unterstützt durch Lokalisation, Schmerzcharakter und Risikofaktoren.
TVT erscheint unwahrscheinlich, da kein Umfangsunterschied oder typischer Auslöser vorliegt.
Eine chronisch-venöse Insuffizienz ist ebenfalls wenig wahrscheinlich, da kein Schweregefühl oder posturale Besserung besteht. Der Patient weist jedoch Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Übergewicht und höheres Alter auf.
Fontaine-Stadium: IIb-III
Weiteres Vorgehen – Therapie (Vollsätze)
Es erfolgt eine stationäre Aufnahme zur weiteren Abklärung und Therapie mit Durchführung eines ABI und einer Farbduplexsonographie zum Ausschluss einer akuten Ischämie. Ein gefäßchirurgisches Konsil wird veranlasst. Zudem sollen die Diabeteseinstellung optimiert und eine Schulung zur Fußpflege durchgeführt werden. Laborchemisch werden Entzündungsparameter (CRP, BSG), kleines Blutbild, D-Dimer, Nierenwerte, HbA1c sowie das Lipidprofil bestimmt. Die Wundversorgung ist fortzusetzen, gegebenenfalls unter Abnahme eines Abstrichs. Eine Optimierung der Schmerztherapie wird angestrebt.
Unterschrift
Vorname Nachname
Mit freundlichen Grüßen
1. Alter
2. Hauptbeschwerde
1. In der Regel über 50 Jahre
2. seit ein paar Wochen
progrediente (zunehmende) Schmerzen
belastungsabhängig
(ziehender) Charakter
Lokalisation: Unterschenkel (einseitig oder beidseitig)
Schwerpunkt: dorsale Wade
3. Toleranz / Verlauf
Schmerzintensität unter Belastung ≈ doppelt so stark wie in Ruhe
nach ca. 200 m Gehen oder 1 Etage Treppensteigen: Pause erforderlich (mehrere Minuten)
aktuell: Belastungsgrenze bereits nach kürzerer Strecke
4. Begleitsymptome
4.
Haut: blass, kühl
Hautoberfläche: trocken, schuppig
oberhalb des Malleolus: Effluvium (Haarausfall)
Nägel: Onychorrhexis (brüchige Nägel), v. a. am Hallux
5. Risikofaktoren
6. Mögliche
Folgekomplikationen
5. Adipositas
Bewegungsmangel
Rauchen
Diabetes mellitus
arterielle Hypertonie
Hypercholesterinämie
6. Angina pectoris, Apoplex (Schlaganfall), Retinopathie, Nephropathie, Ulcus (z. B. cruris)
7. Therapieresistenz
8. Körperliche Untersuchung
7. übliche Analgetika ohne ausreichende Wirkung
8. immer Seitenvergleich
akuter arterieller Verschluss (stationär):
• blasse, kühle Haut
• fehlende periphere Pulse
• Zyanose
• Parästhesien
• motorische Einschränkungen
9. Körperliche Untersuchung
9. Gewichtsschwankungen
Hautveränderungen: Blässe, Zyanose, Schwellungen
trophische Störungen
Ulzera: Lokalisation, Größe, Ränder, Sekretion, Geruch
Hinweise auf Mykose: z. B. Interdigitalmykose
Sensibilität, Motorik
10. Periphere Pulse
A. femoralis: Leiste, mittig zwischen Spina iliaca anterior superior und Symphyse
A. poplitea: Kniekehle, bei leicht gebeugtem Knie, schwer tastbar
A. tibialis posterior: hinter dem Innenknöchel (medialer Malleolus)
A. dorsalis pedis: Fußrücken, lateral der Sehne des M. extensor hallucis longus, am besten tastbar bei Dorsalextension der Großzehe
11. Kapillarfüllungszeit
Durchführung:
Fingernagel oder Zehenkuppe kurz (ca. 5 Sekunden) komprimieren
anschließend Druck lösen
Beobachtung: Zeit bis zur Wiederfüllung der Kapillaren (Farbwiedereintritt)
Beurteilung:
normal: < 2 Sekunden
verlängert: > 2 Sekunden → Hinweis auf gestörte periphere Durchblutung
12. Ratschow-Lagerungsprobe
Patient in Rückenlage
Beine 1–2 Minuten ca. 45° anheben → Beobachtung auf Blässe
danach Beine herabhängen lassen
Beurteilung:
normale Reperfusionszeit < 10 Sekunden
pathologisch: verzögerte Wiedererfüllung, reaktive Hyperämie
13. Knöchel-Arm-Index (ABI)
Messung systolischer Blutdruck an Arm und Knöchel (A. brachialis / A. dorsalis pedis / A. tibialis posterior)
Berechnung: ABI = Knöcheldruck / Armdruck
Interpretation:
normal: 0,9 – 1,3
pathologisch: < 0,9 → pAVK
> 1,3: Hinweis auf Mediasklerose (z. B. bei Diabetes)
14. Fontaine-Klassifikation
Stadium I: keine Beschwerden
Stadium II: intermittierende Claudicatio
IIa: Gehstrecke > 200 m
IIb: Gehstrecke < 200 m
Stadium III:
Schmerzen in Ruhe (v. a. nachts, in horizontaler Lage)
Stadium IV:
trophische Störungen
15. Differentialdiagnose
TVT (tiefe Venenthrombose): kein Umfangsunterschied, kein auslösender Faktor
chronisch-venöse Insuffizienz (CVI): typisches Symptom: Schweregefühl nach längerem Stehen, keine bekannten Varizen, Hyperpigmentierung, Varizen
Cellulitis / superfizielle Phlebitis: Rötung, akuter Verlauf
spinale Stenose/ Bandscheibenprolaps: keine Rückenschmerzen, radikulären Beschwerden, neurologischen Ausfälle
16. Farbduplexsonographie
I
nichtinvasive Ultraschallmethode
Darstellung: Gefäßstrukturen + Blutfluss farbcodiert
Erkennung: Stenosen, Verschlüsse, Thrombosen
Beurteilung: Blutflussrichtung und -geschwindigkeit
Rot: Fluss zur Sonde
Blau: Fluss von der Sonde weg
helle Farben: schneller Fluss
dunkle Farben: langsamer Fluss
bunte Mischfarben: turbulenter Fluss (z. B. bei Stenose)
16. Farbduplexsonographie
II
Prinzip: Dopplereffekt (Frequenzänderung durch Bewegung der Blutzellen)
Durchführung:
Kontaktgel auftragen
Sonde über betroffene Gefäße führen
Dauer: ca. 20 Minuten
Eigenschaften: schmerzfrei, zuverlässig
17. Therapie
kardiovaskuläre Risikofaktoren
Senkung kardiovaskulärer Risikofaktoren:
Gewichtsreduktion, regelmäßige körperliche Aktivität, Rauchstopp
Diabetes: FBS < 130 mg/dl, HbA1c < 7 %
Hypertonie: Zielwert < 130/80 mmHg
Hypercholesterinämie: LDL < 70 mg/dl
konsequente Fußpflege (tägliche Kontrolle, Druckstellen vermeiden)
17. Therapie
Akute Extremitätenischämie
Akute Extremitätenischämie:
häufigste Ursachen: Thrombose, Embolie
irreversible Extremitätenischämie: keine Angiographie mehr → direkte Amputationsplanung
vital erscheinende Extremität:
notfallmäßige Angiographie
Ziel: Identifikation der Ursache
ggf. endovaskuläre Therapie (z. B. Thrombektomie, Lyse, Stent)
17. Therapie
Cilostazol
Cilostazol (Phosphodiesterase-III-Hemmer):
50–100 mg zweimal täglich
verbessert die maximale Gehstrecke bei Claudicatio
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Palpitationen / Tachykardie, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit
Ödeme (v. a. an den Beinen)
selten: Blutungen, Thrombozytopenie
Kontraindikation: Herzinsuffizienz
18. Komplikationen
Ruheschmerzen, Ulzera, Nekrosen, chronische Wundheilungsstörungen, Gangrän / Nekrose, Infektionen, Amputation
19. Wie würden Sie typischerweise eine Patientin bzw. einen Patienten mit pAVK vorstellen?
I
Der Patient stellte sich heute bei uns aufgrund seit etwa vier Wochen, progredienter, belastungsabhängiger, ziehender Schmerzen im Bereich des rechten Unterschenkels, insbesondere an der dorsalen Wade, vor. Nach seinen Angaben haben sich die Beschwerden seit heute Morgen deutlich verstärkt. Die Schmerzen strahlen vom Unterschenkel distal bis in den Fuß aus.
Die Schmerzintensität ist unter Belastung nahezu doppelt so stark wie in Ruhe.
19. Wie würden Sie typischerweise eine Patientin bzw. einen Patienten mit pAVK vorstellen?
II
Er berichtete, dass er nach etwa 100 Metern Gehen oder nach dem Treppensteigen über eine Etage in der Regel eine Pause von mehreren Minuten einlegen müsse. Heute habe diese Belastungsgrenze bereits nach etwa 50 Metern bestanden.
Der Patient berichtete, dass sich die Beschwerden besserten, wenn er sich in einen Sessel setze und die Beine herunterhängen lasse.
1. die Arterienverkalkung
2. die Gefäßverengung
3. der Gefäßverschluss
4. die Schaufensterkrankheit
5. das Geschwür
6. das Absterben des Gewebes
7. die Amputation
8. die Schlagader
9. der Bluthochdruck
1. die Arteriosklerose
2. die Stenosierung
3. die Okklusion
4. die Claudicatio intermittens
5. das Ulkus
6. das Gangrän
7. die Amputation
8. die Arterie
9. die Hypertonie
10. die Vene
11. die Pilzinfektion
12. der Zeh
13. der Unterschenkel
14. der Innenknöchel
15. der Außenknöchel
16. der Zwischenzehenraum
17. die Zuckerkrankheit
18. die Gefäßdarstellung
10. die Vene
11. die Mykose
12. der Digitus
13. das Crus
14. der Malleolus internus
15. der Malleolus externus
16. der Interdigitalraum
17. der Diabetes mellitus
18. die Angiographie
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ARZT: Guten Tag,
Mein Name ist Doktor Breitner.
Ich bin heute als Assistenzarzt auf der Station tätig.
Ich würde gerne ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen.
Falls Sie etwas nicht richtig verstanden haben oder Fragen haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
PATIENT: Ja, klar, kein Problem.
ARZT: Super, Zunächst benötige ich einige persönliche Informationen, danach können wir fortfahren.
Wie heißen Sie?
PATIENT: Ich heiße Alfons Ziegler.
ARZT: Könnten Sie bitte Ihren Vornamen und Nachnamen langsam buchstabieren?
PATIENT: Natürlich,
mein Vorname: A, L, F, O, N, S
und mein Nachname: Z, I, E, G, L, E, R
ARZT: Danke schön, als Erstes würde ich gern wissen, ob Sie die Schmerzen oder Beschwerden einigermaßen aushalten können.
PATIENT: Zurzeit sind sie nicht allzu schlimm – wenn ich mich ausruhe, geht es einigermaßen.
ARZT: Verstehe, Ich werde sofort abklären, welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist.
Wie alt sind Sie, Herr Winter?
PATIENT: Ich bin neunundsechzig Jahre alt.
ARZT: Wann genau sind Sie geboren?
PATIENT: Ich habe morgen Geburtstag.
ARZT: Ach so, das heißt, Sie sind am 10. Februar 1957 geboren?
PATIENT: Ja, genau.
ARZT: Wie groß sind Sie?
PATIENT: Ich bin eins dreiundsiebzig.
ARZT: Wie viel wiegen Sie?
PATIENT: Ich wiege ungefähr neunundachtzig Kilogramm.
ARZT: Alles klar, wie heißt Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihre Hausärztin?
PATIENT: Meine Hausärztin heißt Doktor Karla Scholz.
ARZT: Was führt Sie heute zu uns, Herr Ziegler?
PATIENT: Seit einiger Zeit habe ich Schmerzen im rechten Unterschenkel.
ARZT: Hm, okay. Wo genau tut es denn weh?
PATIENT: Vor allem an der Rückseite der Wade, so etwa in der Mitte des Unterschenkels.
ARZT: Seit wann genau bestehen die Schmerzen?
PATIENT: So seit vier Wochen ungefähr. Am Anfang war es leicht, dann wurde es nach und nach stärker.
ARZT: Verstehe, haben Sie in den letzten Tagen irgendwas gemerkt, also spürbare Veränderungen?
PATIENT: Ja, besonders seit heute Morgen — es ist deutlich schlimmer geworden.
ARZT: Aha, sind die Schmerzen dauerhaft oder treten sie phasenweise auf?
PATIENT: Die Schmerzen treten vor allem beim Laufen oder Gehen auf. In Ruhe sind sie nur leicht und bereiten mir keine größeren Probleme.
ARZT: Wie stark sind die Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10 – einmal in Ruhe und einmal bei Belastung?
PATIENT: In Ruhe würde ich die Schmerzen mit 4 angeben.
Unter Belastung, also beim Gehen oder Treppensteigen, eher 8.
ARZT: Oh ja, wie weit können Sie ungefähr gehen, ohne eine Pause machen zu müssen? Und wie ist es mit Treppen?
PATIENT: Hm, Die Schmerzen werden nach etwa 100 Metern stärker, sodass ich eine Pause machen muss – meistens für ein paar Minuten. Heute war es aber schon nach 50 Metern so weit.
Beim Treppensteigen ist es noch schlimmer. Meistens muss ich schon nach einer Etage oder ein paar Stufen kurz stehen bleiben, weil die Schmerzen deutlich zunehmen.
ARZT: Wie würden Sie die Schmerzen beschreiben?
Sind sie eher dumpf, ziehend, brennend oder krampfartig?
PATIENT: Wie ein Ziehen oder Spannungsgefühl – das Bein wird schwer.
ARZT: Strahlen die Schmerzen Irgendwohin aus?
PATIENT: Ja, der Schmerz zieht vom Unterschenkel bis runter in den Fuß.
ARZT: Gibt es eine bestimmte Position oder Bewegung, die die Schmerzen lindert?
PATIENT: Wenn ich mich in den Sessel setze und die Beine runterhängen lasse, wird es besser.
ARZT: Was haben Sie gemacht, als die Schmerzen aufgetreten sind?
PATIENT: Ich war im Supermarkt, um ein paar Sachen für meine Geburtstagsfeier zu besorgen. Nach dem Einkauf haben die Schmerzen nach ein paar Metern begonnen – ich hatte die Einkäufe (etwa 5 kg) in der Hand – und musste kurz stehen bleiben.
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ARZT: Verstehe, haben Sie etwas dagegen ausprobiert? Zum Beispiel ein Schmerzmittel?
PATIENT: Ja, ich habe Ibuprofen 400 genommen, aber die hat nicht viel geholfen.
ARZT: Ist Ihnen aufgefallen, ob das betroffene Bein manchmal blasser aussieht als das andere?
PATIENT: Ja, ich habe das Gefühl, es ist tatsächlich blasser als das andere.
ARZT: Ist Ihnen aufgefallen, ob das Bein manchmal eine bläuliche Verfärbung hat?
PATIENT: Nein, das habe ich bisher nicht bemerkt.
ARZT: Haben Sie den Eindruck, dass das betroffene Bein manchmal kälter ist als das andere?
PATIENT: Ja, das habe ich schon öfter bemerkt – es fühlt sich kälter an als das gesunde Bein.
ARZT: Sind Ihnen Hautveränderungen wie trockene und schuppige Haut oder Haarausfall aufgefallen?
PATIENT: Ja, insbesondere im Bereich des rechten Unterschenkels – genauer gesagt vorne und außen, knapp oberhalb des Knöchels. Die Haut ist dort sehr trocken und schuppig, und es wachsen kaum noch Haare.
ARZT: Ist Ihnen an den Zehennägeln etwas aufgefallen – zum Beispiel, dass sie brüchig sind oder längs einreißen?
PATIENT: Ja, das habe ich tatsächlich bemerkt – besonders am großen Zeh. Der Nagel ist rissig, hat so feine Längsrillen und splittert leicht ab, wenn ich ihn schneiden will. Außerdem wächst er langsamer als auf der linken Seite.
ARZT: Haben Sie derzeit irgendwo eine Wunde oder Verletzung am Fuß bemerkt?
PATIENT: Ja, zwischen der großen Zehe und der zweiten habe ich eine wunde Stelle – die ist beim Barfußgehen im Garten entstanden, als ich hinter meinem Hund hergelaufen bin. Die heilt einfach nicht richtig ab.
ARZT: Seit wann haben Sie die Wunde?
PATIENT: Die ist vor etwa drei Wochen entstanden – genau genommen an einem Sonntag, als ich barfuß im Garten war.
ARZT: Welche Behandlungen wurden bisher durchgeführt?
PATIENT: Meine Hausärztin hat sie ernst genommen und mich dann wegen meines Gesundheitszustands ins Krankenhaus eingewiesen. Dort wurden einige Untersuchungen gemacht, die Wunde wurde versorgt, regelmäßig verbunden und ich habe Medikamente bekommen.
ARZT: Welche Medikamente haben Sie bekommen? Und wissen Sie noch die Dosierung?
PATIENT: Ich habe ein Antibiotikum bekommen – Amoxicillin 1000 Milligramm, dreimal täglich. Außerdem noch ein Schmerzmittel, Ibuprofen 400, bei Bedarf. Für die Wunde sollte ich eine Salbe nämlich Betaisodona zweimal am Tag auftragen.
ARZT: Haben Sie eine Schwellung bemerkt?
PATIENT: Nein, da ist mir nichts aufgefallen.
ARZT: Treten bei Ihnen zusätzlich Kribbeln, Taubheitsgefühle, Schwäche oder Bewegungseinschränkungen auf?
PATIENT: Ja, manchmal habe ich so ein Kribbeln im Fuß, als ob Ameisen drüber laufen würden. Meine Hausärztin meinte, das könnte von meiner Blutzuckerkrankheit kommen.
ARZT: Okay, Haben Sie den Eindruck, dass eines der Beine dicker ist als das andere?
PATIENT: Nein, ist mir nichts aufgefallen – die sehen eigentlich gleich aus.
ARZT: Haben Sie bekannte Gerinnungsstörungen?
PATIENT: Nein, bei mir wurden bisher keine Gerinnungsprobleme diagnostiziert.
ARZT: Bekommen Sie auch schlecht Luft?
PATIENT: Derzeit nicht, aber vor etwa fünf Jahren hatte ich nachts oft Husten mit Auswurf. Deshalb war ich damals beim Internisten. Nach ein paar Untersuchungen, unter anderem einem Lungenfunktionstest, meinte er, das Ganze sei auf das Rauchen zurückzuführen.
ARZT: Rauchen Sie zurzeit?
PATIENT: Nein, ich habe vor fünf Jahren aufgehört.
ARZT: Und wie lange und wie viel haben Sie früher geraucht?
PATIENT: Ich habe etwa 20 Jahre lang geraucht – meistens so 10 bis 15 Zigaretten am Tag.
ARZT: Wie oft verstärken sich Husten oder Atemnot?
PATIENT: Kaum – eigentlich nur, wenn ich eine Erkältung habe oder stark erkältet bin.
ARZT: Welche Behandlungen bekommen Sie aktuell dafür?
PATIENT: Ich habe einen blauen Spray für den Notfall, den nehme ich bei Bedarf. Außerdem benutze ich regelmäßig einen anderen Spray – der heißt Symbicort.
ARZT: Waschen Sie Ihren Mund nach der Anwendung vom Spray?
PATIENT: Ja, das mache ich meistens direkt danach.
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ARZT: Haben Sie irgendetwas Auffälliges im Mundraum bemerkt – zum Beispiel Rötung, Beläge oder ein komisches Gefühl?
PATIENT: Nein, da ist mir bisher nichts aufgefallen.
ARZT: Haben Sie zusätzlich auch Brustschmerzen?
PATIENT: Nein, im Moment nicht. Aber vor etwa vier Jahren hatte ich Brustschmerzen – besonders bei körperlicher Anstrengung oder nach dem Essen. Damals wurde bei mir das verengte Blutgefäß mit einem Ballon erweitert, und es wurde ein Stent eingesetzt.
ARZT: Wissen Sie, welche Herzkranzarterie betroffen war?
PATIENT: Ich glaube, es war die rechte – aber ganz sicher bin ich mir nicht mehr.
ARZT: Wissen Sie, ob damals ein Herzinfarkt festgestellt wurde?
PATIENT: Nein, ein Infarkt wurde nicht festgestellt – es war wohl rechtzeitig behandelt worden.
ARZT: Welche Medikamente haben Sie nach dem Eingriff bekommen?
PATIENT: Da ich schon vorher Aspirin genommen habe, wurde mir zusätzlich Clopidogrel verschrieben – das sollte ich für ein Jahr einnehmen. Danach habe ich nur noch mit Aspirin weitergemacht.
ARZT: Haben Sie bemerkt, dass Sie schlechter Luft bekommen, wenn Sie flach liegen?
Müssen Sie den Oberkörper höher lagern, um besser atmen zu können?
PATIENT: Nein, das ist mir nicht aufgefallen. Ich kann ganz normal flach liegen.
ARZT: Hatten Sie Ohnmachtsanfälle oder das Gefühl, dass Ihnen schwarz vor Augen wird?
PATIENT: Nein, richtig ohnmächtig wurde ich nicht, aber schwindelig war mir schon.
ARZT: Wann tritt der Schwindel bei Ihnen besonders auf?
PATIENT: Der Schwindel tritt vor allem dann auf, wenn ich plötzlich aufstehe – zum Beispiel, wenn die Tür klingelt und ich schnell vom Sofa aufstehe, wird mir schwarz vor Augen.
ARZT: Haben Sie Herzrasen, Herzklopfen oder unregelmäßige Herzschläge verspürt?
PATIENT: Nein, gar nichts – ist mir nicht aufgefallen.
ARZT: Haben Sie das Gefühl, dass das Bein manchmal kraftlos ist oder wegsackt?
PATIENT: Nein, das habe ich nicht.
ARZT: Haben Sie Rückenschmerzen oder Verspannungen im unteren Rücken?
PATIENT: Meine Frau hatte vor einem Jahr einen Schlaganfall. Wir bekommen zwar Unterstützung zu Hause, aber ich helfe auch viel mit. Und ja, manchmal habe ich Rückenschmerzen – aber nur, wenn ich mich körperlich stark belaste. Die Schmerzen kommen dann meistens nach solchen Anstrengungen, nicht einfach so.
ARZT: Hat sie eine Lähmung an einer Körperhälfte oder an den Beinen oder Armen?
PATIENT: Ja, sie ist an beiden Beinen gelähmt. Sie ist jetzt auf den Rollstuhl angewiesen.
ARZT: Das verstehe ich gut. Wegen der Rückenschmerzen behalten wir das im Blick. Wenn es häufiger oder stärker wird, sollten wir uns das gezielt anschauen.
Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Ihre Beine schwer oder müde sind – besonders abends oder nach längerem Stehen?
PATIENT: Nein, das habe ich eigentlich nicht.
ARZT: Haben Sie sichtbare Adern an den Beinen bemerkt?
PATIENT: Nein, ist mir nichts aufgefallen.
ARZT: Gab es in letzter Zeit irgendeinen Unfall oder eine Verletzung am Bein oder Fuß?
PATIENT: Nein, da war nichts – ich kann mich an keinen Unfall oder an eine Verletzung erinnern.
ARZT: Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihre Haut oder die Schleimhäute blasser wirken als sonst?
PATIENT: Nein, das habe ich nicht bemerkt.
ARZT: Haben Sie während des Schlafs Atemaussetzer bemerkt oder wurde Ihnen gesagt, dass Sie schnarchen?
PATIENT: Nein, davon weiß ich nichts.
ARZT: Warum haben Sie in den letzten sechs Wochen keine ärztliche Hilfe aufgesucht?
PATIENT: Ich wollte erst mal abwarten und schauen, ob es besser wird. Wissen Sie, man bekommt nicht so einfach einen Termin – deshalb bin ich direkt zu Ihnen gekommen.
ARZT: Mit wem und wie sind Sie heute gekommen?
PATIENT: Mein Nachbar hat mich mit dem Auto hergebracht.
ARZT: Haben Sie Fieber, Nachtschweiß oder Schüttelfrost?
PATIENT: Nichts
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ARZT: Haben Sie Übelkeit oder Erbrechen bemerkt?
PATIENT: Nein.
ARZT: Wie ist Ihr Appetit?
PATIENT: Ich esse mehr als früher – ich habe öfter Hunger, vor allem auf Süßigkeiten.
ARZT: Messen Sie regelmäßig zu Hause? Sind Ihre Blutzuckerwerte unter Kontrolle?
PATIENT: die Blutzuckerwerte schwanken etwas. Morgens habe ich manchmal um die 130 mg/dl, manchmal aber auch über 160. Nach dem Essen geht’s manchmal bis 200 hoch.
Aber mein Blutdruck ist gut eingestellt – meistens so um die 130 zu 80.
ARZT: Wissen Sie, woran das liegen könnte?
PATIENT: Ehrlich gesagt vergesse ich, mein Medikament einzunehmen.
Das passiert mir leider öfter.
ARZT: Verstehe, es ist wichtig, dass Sie Ihre Medikamente regelmäßig einnehmen, um Folgeschäden vorzubeugen.
Eine Handy-Erinnerung oder eine Medikamenten-Checkliste kann Ihnen dabei helfen.
Wie und wann wurde denn der Blutzucker und der Blutdruck festgestellt?
PATIENT: Bei einer Vorsorgeuntersuchung, so vor ungefähr 15 Jahren.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit ungewollt ab- oder zugenommen?
PATIENT: Naja, Mein Gewicht ist nicht wirklich stabil. In den letzten sechs Monaten habe ich erst etwas abgenommen und dann in drei Monaten wieder etwa drei Kilo zugenommen.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen?
PATIENT: Ja, schon. Ich habe ziemlich viel Stress – wie ich schon gesagt habe, meine Frau hatte einen Schlaganfall, und ich muss mich um sie kümmern. Das beschäftigt mich oft, auch nachts.
ARZT: Was unternehmen Sie gegen Ihre Schlafstörungen?
PATIENT: Manchmal trinke ich abends eine Weinschorle – das hilft mir, etwas runterzukommen.
ARZT: Wie oft machen Sie das in der Woche?
PATIENT: So zwei- bis dreimal die Woche, je nachdem, wie stressig der Tag war.
ARZT: Zwar wirkt Alkohol zunächst beruhigend, stellt jedoch keine geeignete Option dar, da er sowohl gesundheitsschädlich ist als auch ein hohes Abhängigkeitspotenzial birgt.
Gerne können wir in einem Gespräch näher darauf eingehen – ich stehe Ihnen jederzeit zur Verfügung.
PATIENT: Vielen Dank Herr Doktor.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Stuhlgang oder Wasserlassen?
PATIENT: Ja, ich habe seit etwa vier Jahren Verstopfung.
Und was das Wasserlassen betrifft: Vor drei Jahren musste ich nachts regelmäßig aufstehen, um zur Toilette zu gehen. Deshalb war ich damals beim Urologen.
Der Urologe meinte, meine Vorsteherdrüse sei vergrößert.
Er hat mir zwei Möglichkeiten vorgeschlagen – entweder eine medikamentöse Behandlung oder eine Operation. Da ich Angst vor einer Operation habe, nehme ich seitdem Kapseln.
ARZT: Es wird eine ballaststoffreiche Ernährung mit reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukten empfohlen. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (etwa 6–8 Gläser täglich) geachtet werden. Jegliche regelmäßige körperliche Aktivität kann die Darmtätigkeit zusätzlich fördern.
Wie heißen die Kapseln?
PATIENT: Sie heißen Tamsulosin.
ARZT: Nehmen Sie zusätzlich auch Finasterid oder Dutasterid ein?
PATIENT: Nein, die nehme ich nicht.
ARZT: Wie effektiv war die Behandlung?
PATIENT: Damit bin ich ehrlich gesagt sehr zufrieden.
ARZT: Was nehmen Sie gegen Verstopfung?
PATIENT: Nichts
ARZT: Trinken Sie genug Wasser und essen Sie auch ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse?
PATIENT: Ich versuche es, aber manchmal klappt’s nicht so regelmäßig.
ARZT: Haben Sie beim Stuhlgang Blut oder Schmerzen bemerkt?
PATIENT: Nein, das nicht – keine besonderen Beschwerden.
ARZT: Was nehmen Sie gegen Ihren Blutzucker und Blutdruck?
PATIENT: Gegen den Blutzucker nehme ich Icandra – das sind Tabletten. Und für den Blutdruck nehme ich Metoprolol und Lisinopril.
ARZT: Wie oft nehmen Sie die und in welcher Dosierung?
PATIENT: Ich nehme Icandra morgens und abends je eine Tablette, Metoprolol 50 Milligramm morgens und Lisinopril 10 Milligramm einmal täglich.
ARZT: Wie und wann wurden die Diagnosen gestellt?
PATIENT: Vor etwa 15 Jahren – damals hat mein Hausarzt das bei einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt.
ARZT: Liegen Komplikationen wie Nierenprobleme oder Sehstörungen vor?
PATIENT: Nein, soweit ich weiß, habe ich keine solchen Beschwerden oder Folgeerkrankungen.
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ARZT: Waren Sie schon einmal aufgrund zu hoher oder zu niedriger Blutdruck- oder Blutzuckerwerte im Krankenhaus?
PATIENT: Nein, bisher musste ich deswegen nicht stationär behandelt werden.
ARZT: Wann haben Sie zuletzt einen Augenarzt aufgesucht?
PATIENT: Ich war vor 2 Jahren beim Augenarzt.
ARZT: Gibt es sonst noch irgendwelche Vorerkrankungen, von denen Sie wissen?
PATIENT: Ja, ich habe seit 15 Jahren erhöhte Blutfettwerte – deshalb nehme ich abends Atorvastatin, 40 Milligramm.
ARZT: Haben sie sich bereits einer Operation oder einem medizinischen Verfahren unterzogen?
PATIENT: Nein, ich wurde noch nie operiert.
ARZT: Nehmen Sie noch andere Medikamente?
PATIENT: Ich habe Nitrolingual-Spray, das ich bei Bedarf benutze.
ARZT: Haben Sie kein Medikament zum Magenschutz auf Ihrem Rezept, zum Beispiel Famotidin oder Pantoprazol?
PATIENT: Nein, so etwas wurde mir bisher nicht verschrieben.
ARZT: Haben Sie ein Rezept für Ihre Medikamente?
PATIENT: Ja, habe ich.
ARZT: Sind Sie vollständig geimpft, also haben Sie alle Impfungen seit Ihrer Kindheit erhalten?
PATIENT: Ach so… das kann ich ehrlich gesagt nicht genau sagen – ist schon ewig her. Aber gegen Corona bin ich geimpft.
ARZT: Haben Sie bekannte Allergien, zum Beispiel gegen Lebensmittel, Medikamente, Tiere oder andere Substanzen?
PATIENT: Ja, Latex macht bei mir Probleme – ich bekomme davon einen Ausschlag mit kleinen Bläschen, die manchmal auch nässen. Außerdem habe ich eine Pollenallergie – genauer gesagt gegen Gräser- und Birkenpollen.
Da jucken mir die Augen, die Nase läuft, und ich muss oft niesen.
ARZT: Kam es schon einmal vor, dass Sie aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums Symptome einer Vergiftung hatten?
PATIENT: Nein, das ist bisher nie vorgekommen.
ARZT: Darf ich Sie fragen, ob Sie schon einmal Drogen konsumiert haben?
PATIENT: Niemals
ARZT: Treiben Sie regelmäßig Sport?
Welche Art und wie häufig?
PATIENT: Ehrlich gesagt: fast gar nichts.
ARZT: Was sind Sie von Beruf?
PATIENT: Ich bin jetzt Rentner, aber früher war ich Chefkoch in einer italienischen Großküche in der Altstadt von Nürnberg.
ARZT: Mit wem wohnen Sie zusammen?
Wo wohnen Sie?
PATIENT: Ich wohne mit meiner Frau in einer Wohnung.
ARZT: In welcher Etage wohnen Sie?
Gibt es in Ihrem Haus einen Aufzug?
PATIENT: Ich wohne im ersten Stock, und es gibt einen Aufzug.
Mein Sohn wohnt eine Etage über mir – also im zweiten Stock.
ARZT: Wie viele Kinder haben Sie und sind es Jungen oder Mädchen?
PATIENT: Ich habe zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter, und vier Enkelkinder.
ARZT: Sind sie gesund?
PATIENT: Sie sind gesund.
ARZT: Gibt es in Ihrer Familie wichtige Erkrankungen, beispielsweise bei Ihren Eltern, Geschwistern oder anderen nahen Verwandten?
PATIENT: Mein Vater ist 93 und hat Demenz – er lebt im Pflegeheim.
Meine Mutter ist vor etwa 25 Jahren im Alter von 63 an einer Hirnblutung gestorben.
ARZT: Herzliches Beileid.
Haben Sie in letzter Zeit eine Reise gemacht?
PATIENT: Nein, ich habe in letzter Zeit keine Reise unternommen.
ARZT: Haben Sie Haustiere?
PATIENT: Ich habe keine Haustiere.
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ARZT: Wir sind mit der Anamnese fertig.
Haben Sie noch Fragen?
PATIENT: Muss ich operiert werden?
ARZT: Keine Sorge, zuerst machen wir eine gründliche körperliche Untersuchung, dann eventuell einen Gefäßultraschall oder eine andere bildgebende Untersuchung.
In vielen Fällen reicht eine gute medikamentöse Behandlung und Lebensstiländerung völlig aus – eine Operation ist nur dann nötig, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.

