Begrüßung
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun den Patienten Reiner Winter vorstellen.
Er ist 36 Jahre alt, ein Meter achtundsiebzig groß und wiegt etwa 71 kg. Der Body-Mass-Index (BMI) beträgt 24,9 und liegt damit im Normbereich.
Aktuelle Anamnese
Der Patient kam als Notfall in unsere Einrichtung wegen seit etwa 45 Minuten bestehender, stechender Schmerzen im rechten Knie und in der linken Hüfte.
Die Beschwerden traten nach einem Anprall des rechten Knies gegen das Armaturenbrett auf.
Die Knieschmerzen wurden vom Patienten in Ruhe mit einer Intensität von 8/10 angegeben und als etwa doppelt so stark wie die Hüftschmerzen beschrieben.
Der Patient klagte über schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen im betroffenen Knie.
Am rechten Knie zeigte sich eine etwa zwei Euro große Abrasion sowie ein handtellergroßes Hämatom an der Vorderseite.
Zusätzlich bestand ein Kniegelenksödem.
Der Patient berichtete über ein Krepitationsgefühl im Knie während des Unfalls.
Folgende wurden verneint:
Zeichen einer Extremitätenischämie wie Zyanose, Kältegefühl oder Parästhesien, Lazeration, sichtbare Malpositionen oder Frakturen sowie Luxationen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen
(Weitere wurden verneint: Hinweise auf eine gestörte ABC-Stabilität wie Dyspnoe, Stridor oder Hypotonie, Auffälligkeiten im Abdomen sowie Hinweise auf eine Schädel-Hirn-Verletzung, Bewusstseinsverlust, Amnesie, Nausea oder Emesis.)
Unfallhergang:
Der Patient gab an, er sei Beifahrer gewesen. Er und seine Frau seien mit dem Auto zum Viktualienmarkt unterwegs gewesen.
Plötzlich habe seine Frau bremsen müssen, da ein Reh über die Straße gelaufen sei.
Dabei sei er mit dem rechten Knie gegen das Armaturenbrett gestoßen und habe sich an der linken Hüfte durch den Sicherheitsgurt verletzt.
Zum Unfallzeitpunkt sei er nicht besonders schnell gewesen – seiner Schätzung nach etwa 30 bis 40 km/h.
Der Sicherheitsgurt hat nach eigenen Angaben während des Unfalls nicht richtig funktioniert, da er sich nicht vollständig gesperrt hat.
Das ältere Fahrzeug war laut Aussage des Patienten reparaturbedürftig, und das Gurtschloss übte auf der rechten Seite Druck auf das Becken aus.
Der Patient erschien in Begleitung seiner Ehefrau.
Der Tetanus-Impfstatus wurde vor zwei Jahren zuletzt aufgefrischt.
Die letzte Nahrungsaufnahme (Frühstück) erfolgte vor etwa drei Stunden.
Die vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer seit 4 Monaten stressbedingten Insomnie mit Ein und Durchschlafstörungen im Zusammenhang mit beruflichen Belastungen sowie einer seit fünf Jahren bestehenden Obstipation.
Vorerkrankungen
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
Es besteht seit der Kindheit ein Husten im Rahmen einer Hausstaubmilbenallergie. Unter einer AllergenImmuntherapie habe sich die Symptomatik deutlich gebessert.
Er leidet seit etwa vier Jahren unter chronischen Schmerzen in der rechten Schulter, die ihn im Alltag teilweise einschränken.
Vor vier Jahren kam es zu einem Reitunfall, bei dem er sich eine Klavikulafraktur zuzog und die Skapula kontundierte.
Er war damals für einen Tag im Krankenhaus und erhielt eine konservative Therapie. Eine durchgeführte Physiotherapie führte zu einer deutlichen Besserung.
Anamnestisch besteht eine atopische Dermatitis an den Händen, die sich bei Stress oder nach Kontakt mit bestimmten Waschmitteln verstärke.
Zudem entwickle der Patient gelegentlich Rhagaden an den Fingern.
Anamnestisch hat vor etwa vier Wochen eine Tonsillitis bestanden, die mit einer Penicillin-Injektion behandelt wurde.
Voroperationen
Zudem hat er sich vor rund zehn Tagen eine Schnittverletzung an der Fingerkuppe des linken Zeigefingers zugezogen.
Im Anschluss daran ist eine antibiotische Therapie mit Cephalexin 500 mg erfolgt.
Anamnestisch ist der Patient vor sechs Jahren beim Volleyballspielen mit dem rechten Sprunggelenk umgeknickt.
Zunächst hat er lediglich einen Verband getragen, die Schmerzen verstärkten sich jedoch progredient.
Daraufhin ist er ärztlich vorgestellt worden, wobei einen freier Gelenkkörper (Corpus liberum) im Sprunggelenk diagnostiziert worden ist.
Diese wurde später im Rahmen einer Arthroskopie operativ entfernt.
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Untersuchung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel durch sichtbare Narben – ist der Indikativ angebracht. (In der Fachsprachprüfung findet keine körperliche Untersuchung statt.)
Gynäkologie
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Medikamente
Folgende Medikamente stehen auf seinem Rezept:
Hydrocortison-Salbe 0,5 % zur lokalen Therapie der Dermatitis
Einnahme von Ibuprofen 600 mg bei Bedarf sowie Pantoprazol
Baldrian-Dragees 300 mg
Hinweis: Wenn eine Aussage durch eine ärztliche Beobachtung objektiv bestätigt werden kann – zum Beispiel anhand eines Rezepts – ist der Indikativ angebracht.
Allergien
Der Patient gab an, eine Unverträglichkeit gegenüber Eiprodukten zu haben.
Zudem hat er eine Laktoseintoleranz.
In beiden Fällen treten epigastrische Schmerzen auf.
Noxen
Er begann im Alter von 20 Jahren mit dem Rauchen und konsumierte etwa 10 Zigaretten pro Tag.
Seit 8 Jahren ist er nikotinabstinent, was etwa 5 Packungsjahren entspricht.
Er trinkt gelegentlich Alkohol, vorwiegend Likör, insbesondere bei gesellschaftlichen Anlässen.
Drogen konsumiert er nicht.
Sozialanamnese
Der Patient ist bei den Stadtwerken fest als Stromtarifberater beschäftigt, verheiratet und hat eine achtjährige Tochter, die im vergangenen Monat aufgrund einer Laryngitis für drei Tage stationär behandelt wurde.
Familienanamnese
Die Mutter des Patienten ist 58 Jahre alt und erkrankte im Alter von 42 Jahren an einem Kolonkarzinom, das mittels partieller Kolektomie behandelt wurde; seitdem besteht ein Anus praeter.
Der Vater ist 61 Jahre alt, leidet seit einer Mumpsinfektion in der Kindheit an einer Schwerhörigkeit und erlitt vor vier Jahren einen Apoplex mit resultierender Dysphasie, Dysgraphie, Dyslexie sowie partieller Okulomotorikparese und Diplopie.
Verdachts- und Differentialdiagnose
Aufgrund der anamnestischen Angaben, insbesondere des direkten Traumas des rechten Knies durch den Aufprall am Armaturenbrett sowie der lokalen Schmerzsymptomatik, besteht der Verdacht auf eine Patellafraktur sowie eine mögliche Distorsion des linken Hüftgelenks.
Zur weiteren Abklärung sind Röntgenaufnahmen des rechten Knies und des linken Hüftgelenks in zwei Ebenen indiziert; ergänzend kann bei unklaren Befunden eine CT-Diagnostik erforderlich sein.
Im Rahmen der Röntgendiagnostik sollte zudem auf mögliche Begleitverletzungen der knöchernen Strukturen, insbesondere des distalen Femurs sowie der proximalen Tibia und Fibula, geachtet werden.
In diesem Fall sollten insbesondere auch Weichteilverletzungen, wie Läsionen der Kreuzbänder, Menisken oder der Kollateralbänder, mitbeurteilt werden.
Diagnostische Abklärung
Nach der Bildgebung und dem orthopädischen Konsil können wir die weitere Behandlung besser entscheiden.
körperliche Untersuchung
Nach Abschluss der Anamnese erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung. Zunächst werden die Vitalparameter erhoben (Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur). Im Anschluss wird eine gezielte Untersuchung mit Schwerpunkt auf der unteren Extremität durchgeführt, wobei stets ein Seitenvergleich zwischen rechts und links erfolgt.
Bei der Inspektion können Ödem, Hämatome, Abrasionen, Fehlstellungen sowie Hautverfärbungen (z. B. Zyanose als Hinweis auf eine drohende Ischämie) auffallen.
Bei der Palpation ist insbesondere auf Druckschmerzhaftigkeit, Krepitationen, Überwärmung, Stufenbildungen sowie Gelenkergüsse zu achten.
Zudem sollten die Durchblutung, Motorik und Sensibilität (DMS) überprüft werden. Hierbei erfolgt die Kontrolle der peripheren Durchblutung durch Palpation der Fußpulse (A. dorsalis pedis, A. tibialis posterior) sowie durch Beurteilung von Hauttemperatur, Kapillarfüllungszeit und Hautfarbe.
Die motorische Funktion wird durch Prüfung der aktiven Beweglichkeit der Zehen und des Sprunggelenks sowie durch Krafttests erfasst. In der akuten Phase kann die Schmerzsymptomatik diese Untersuchung jedoch häufig erschweren oder verhindern.
Die Sensibilität sollte durch Überprüfung des Berührungs- und Schmerzempfindens in den entsprechenden Versorgungsgebieten der N. peroneus und N. tibialis beurteilt werden.
Perkussion und Auskultation spielen bei der Diagnostik von Verletzungen im Bereich des Knies keine wesentliche Rolle.
Spezielle Untersuchungen des Knies:
• Bewegungsumfang (Range of Motion, ROM): aktive und passive Beweglichkeit prüfen. Ein Bewegungsblock kann auf eine Meniskusläsion (z. B. „bucket-handle“-Riss), freie Gelenkkörper oder eine Impingement-Symptomatik hindeuten. Bei einer Patellafraktur ist in der Regel eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung des Kniegelenks zu erwarten, insbesondere eine eingeschränkte aktive Streckung aufgrund der Beteiligung des Streckapparates.
• Lachman-Test: Untersuchung bei 30° Knieflexion; eine vermehrte anteriore Translation der Tibia im Vergleich zur Gegenseite weist auf eine Läsion des vorderen Kreuzbandes hin. Dieser Test gilt als der sensitivste klinische Test für eine vordere Kreuzbandruptur.
Laboruntersuchungen
In einem unkomplizierten Fall bei einem ansonsten gesunden 36-jährigen Patienten ohne Vorerkrankungen sind umfangreiche Laboruntersuchungen nicht zwingend erforderlich – zumindest nicht primär zur Diagnosesicherung.
• (Kleines Blutbild → zur Kontrolle von Anämie)
• (Blutgasanalyse (BGA) bei Pneumothorax)
• (Blutgruppe und Rhesusfaktor bei Blutverlust)
• (Urinanalyse)
Röntgenuntersuchung
Eine Röntgenuntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem innere Strukturen wie Knochen, die Lunge und andere Gewebe mithilfe von Röntgenstrahlen dargestellt werden. Der Patient entfernt Schmuck und Kleidung im Bereich der zu untersuchenden Körperregion. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und ist völlig schmerzfrei.
Es sollte eine Röntgenuntersuchung des rechten Knies sowie des linken Hüftgelenks in zwei Ebenen, jeweils anteroposterior (a.-p.) und laterolateral erfolgen.
CT
Die CT ist besonders hilfreich, wenn trotz unauffälligem Röntgenbefund der Verdacht auf eine Fraktur besteht, da manche Frakturen im Röntgenbild nicht sichtbar sind.
MRT
Hier ist die MRT besonders hilfreich, wenn der Verdacht auf Weichteilverletzungen wie zum Beispiel eine Ruptur des Retinaculums, eine Läsion des medialen patellofemoralen Ligaments (MPFL) oder eine Beteiligung des Knorpels bzw. Meniskus besteht.
Konsile
Orthopädie, Radiologie
Behandlung:
Konservative Therapie
Indiziert bei nicht dislozierten Frakturen mit erhaltenem Streckapparat. Behandlung mittels Extensionsschiene (hinged knee brace in Extension), anschließend schrittweiser Aufbau der Flexion nach 2–3 Wochen.
Operative Therapie:
Eine Unfähigkeit, das Knie zu strecken oder einen Straight-Leg-Raise durchzuführen, weist auf einen insuffizienten Streckapparat hin.
Zuggurtungsosteosynthese (Tension-Band-Wiring): Standardverfahren bei einfachen Frakturmustern; Durchführung mit Kirschner-Drähten oder kanülierten Schrauben möglich.
Weitere Verfahren je nach Frakturtyp (z. B. partielle/ totale Patellektomie, Schraubenosteosynthese).
Wichtiger Hinweis: Bei begleitenden Weichteilverletzungen, insbesondere bei Läsionen des vorderen oder hinteren Kreuzbandes, Meniskusverletzungen (innen oder außen) oder Schädigungen der medialen bzw. lateralen Kollateralbänder, sollte unbedingt ein orthopädisches Konsil erfolgen.
Komplikationen
Persistierende Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Malunion / Fehlstellung
[Bild 3 – im Hefteditor aus Medien auswählen][Bild 4 – im Hefteditor aus Medien auswählen]Anatomie
1. Oberschenkelknochen / Femur
2. Kniescheibe / Patella
3. Innerer Oberschenkelknochenknorren / Condylus medialis femoris
4. Äußerer Oberschenkelknochenknorren / Condylus lateralis femoris
5. Inneres Schienbeinplateau / Facies articularis superior medialis tibiae
6. Äußerer Schienbeinknochenknorren / Condylus lateralis tibiae
7. Vorderer und Hinterer Schienbeinstachel
8. Schienbein / Tibia
9. Wadenbein / Fibula
[Bild 5 – im Hefteditor aus Medien auswählen][Bild 6 – im Hefteditor aus Medien auswählen]
1. Oberschenkelknochen / Femur
2. Quadrizepssehne / Tendo quadriceps femoris
3. Kniescheibe / Patella
4. Patellaband (Kniescheibenband) / Ligamentum patellae
5. Schienbein / Tibia
6. Wadenbein / Fibula
7. Schienbeinplateau
Extra
Namen:
Frau Wolf, Monika Daumen, Susanne Walte
Einzelheiten:
Darüber hinaus erwähnte sie, dass sie 2 Ibuprofen 600mg Tabletten eingenommen habe, jedoch ohne Verbesserung.
Sie hat der Polizei angerufen und danach ins Krankenhaus mit dem Rettungswagen geliefert.
Seine Partnerin hat plötzlich am Zebrastreifen gebremst.
als sie plötzlich stark gebremst hat, um einem gestürzten E-Bike-Fahrer auszuweichen.
Er war mit seiner Verlobten als Beifahrer und es gab eine Radfahrerin die in der Straße gestürzt ist, die Freundin musste bremsen.
Ihr Ehemann fuhr das Auto, und plötzlich tauchte ein Dackel vor ihnen auf. Ihr Ehemann musste stark plötzlich bremsen, und dabei stieß ihr rechte Knie heftig gegen das Armaturenbrett des Autos.
Ein kleines Kind ist auf die Straße gelaufen
Ihr Ehemann brachte ihr einen Rollstuhl.
wir werden in 2 Monaten heiraten.
Sie sei mit ihrem Ehemann auf dem Weg zu Kunden gewesen, um eine Immobilie zu besichtigen, und sei angeschnallt. Der Ehemann bremste plötzlich, weil er E-Scooter auf dem Weg bemerkt habe. Die Patientin habe sich dabei das rechte Knie gegen das Armaturenbrett gestoßen und das linke Hüftgelenk verletzt.
infolge eines Fahrradunfalls
Diese Situation besteht seit vier Wochen. Das ist nach einem Fußballspiel passiert: Ich habe den Ball nicht richtig getroffen, bin dann mit dem rechten Bein umgeknickt und hingefallen. Dabei habe ich wieder dieselben Probleme bekommen – aber diesmal ist alles schlimmer geworden.
Haschisch gekifft für 2 Jahre. Seit 4 Jahren aufgehört
Berufe:
Schneiderin, Immobilienmaklerin
Vorerkrankungen:
Myomektomie vor 6 Jahren
Angina tonsillaris vor 3,5 Wochen
Mandelentzündung vor 3,5 Wochen, die mit Antibiotika (Amoxicillin) behandelt wurde.
Fahrradunfall beim Bergfahren (Mountainbike) mit Schlüsselbeinbruch (Klavikularfraktur) und Prellung der Schulter (Schulterkontusion)
Lumbalgie
Asthma bronchiale
Arterieller Hypertonie
Arthritis Rheumatica
Pyrosis seit 5 Jahren
Medikamente:
Flohsamenschalen
Loratadin
Familialanamnese:
Tochter (habe an Meningitis vor 3 Jahren gelitten, wurde mit Antibiotika behandelt)
Vater: Z.n Dissektion der A. carotis vor 8 Jahren (Halsschlagaderdissektion)
eine 4-jährige Tochter (stationäre Behandlung bekommt, V.a. Meningitis)
Mutter: leidet seit dem 42. Lebensjahr an einem chronischen Analprolaps, der sich in letzter Zeit verschlimmert hat; eine operative Behandlung ist geplant.
Mutter: Demenz, DM typ II
Allergie:
Hasselnusspollen Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis)
Hausstaubmilbenallergie mit Rhinorrhö (benutzt Anti Milben Bettdecken)
jeden Winter Ekzeme an Händen und Füßen
Birkenpollen: Heuschnupfen
Novalgin. Es äussert sich mit Exanthem
Fragen
1. Werden Sie den Patienten stationär aufnehmen?
Ja, zur Durchführung der weiteren diagnostischen Maßnahmen und zur Einleitung einer adäquaten Therapie sollte der Patient stationär aufgenommen werden. Nach Vorstellung im orthopädischen Konsil erfolgt die weitere Behandlung.
2. Was würden Sie machen, wenn die körperliche Untersuchung schmerzhaft ist?
Wenn die körperliche Untersuchung schmerzbedingt eingeschränkt ist, würde ich sie so vorsichtig wie möglich durchführen, unnötige Belastungen vermeiden und die wichtigsten Tests priorisieren. Zusätzlich würde ich eine adäquate Analgesie veranlassen, um eine bessere Untersuchungstoleranz zu ermöglichen.
3. Was ist ein Rucksackverband und warum braucht man bei einer Fraktur überhaupt einen Verband?
Ein Rucksackverband ist ein spezieller Verband zur Ruhigstellung einer Claviculafraktur, bei dem die Schultern nach hinten gezogen und fixiert werden. Dadurch werden die Bruchenden der Clavicula in eine möglichst anatomische Stellung gebracht und die Heilung begünstigt.
4. In welchen Organen können Myome auftreten?
Myome treten am häufigsten im Uterus auf, können aber auch in anderen Organen mit glatter Muskulatur vorkommen, z. B. im Gastrointestinaltrakt, in der Blase oder in Gefäßen.
5. Welche Schulterfraktur wird konservativ behandelt?
Claviculafrakturen (mittleres Drittel, nicht oder nur gering verschoben → Rucksackverband)
Proximale Humerusfrakturen, wenn sie nicht disloziert sind oder die Fragmente in akzeptabler Stellung stehen
6. Können Sie die Indikation zur Tetanus-Auffrischimpfung in verschiedenen Situationen erläutern?
Eine Auffrischimpfung ist alle 10 Jahre empfohlen.
Bei kontaminierten oder tiefen Wunden ist eine Auffrischung erforderlich, wenn die letzte Impfung länger als 5 Jahre zurückliegt.
Bei unklarem oder fehlendem Impfstatus sollte aktiv immunisiert und ggf. zusätzlich passiv (Tetanus-Immunglobulin) gegeben werden.
7. Gibt es Alternativen zur Koloskopie?
Die Koloskopie ist die Standardmethode zur Abklärung und Vorsorge im Kolon, da sie sowohl diagnostisch als auch therapeutisch (z. B. Polypenabtragung) eingesetzt werden kann.
Als Alternativen kommen in bestimmten Fällen infrage:
Stuhltests (z. B. immunologischer fäkaler Okkultbluttest, iFOBT)
CT-Kolonographie (virtuelle Koloskopie)
Kapselendoskopie (seltener, eher ergänzend)
Diese Methoden sind jedoch weniger sensitiv und ermöglichen keine direkte Therapie. Daher bleibt die Koloskopie der Goldstandard.
8. Der Patient möchte das Krankenhaus sofort verlassen, da er arbeiten muss, und bittet um eine Krankschreibung. Wie gehen Sie vor?
Zunächst wird der Patient über die medizinische Notwendigkeit des stationären Aufenthaltes sowie über mögliche Risiken bei einer vorzeitigen Entlassung aufgeklärt. Sollte er trotz Aufklärung auf einer Entlassung bestehen, ist dies als Entlassung gegen ärztlichen Rat zu dokumentieren. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann ausgestellt werden, sofern eine entsprechende medizinische Indikation vorliegt.
9. Was ist Parotitis?
Parotitis ist eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse, meist viral (Mumps) oder bakteriell (Staphylokokken) bedingt, die sich durch schmerzhafte Schwellung, Fieber und ggf. Kieferklemme äußert und symptomatisch bzw. mit Antibiotika behandelt wird.
10. Was ist Angina tonsillaris?
ngina tonsillaris bezeichnet eine akute Mandelentzündung, meist durch Streptokokken verursacht, mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber und eitrigen Belägen, die symptomatisch oder antibiotisch therapiert wird.
11. Was ist Epiglottitis?
Epiglottitis ist eine lebensbedrohliche Kehldeckelentzündung durch Haemophilus influenzae Typ B, die plötzlich mit hohem Fieber, starken Schluckschmerzen, Stridor und Speichelfluss einsetzt und sofortige Atemwegssicherung sowie i.v. Antibiotikatherapie erfordert.
12. Welche Strukturen bilden das Kniegelenk?
Das Kniegelenk wird hauptsächlich aus dem Oberschenkelknochen (Femur), dem Schienbein (Tibia) und der Kniescheibe (Patella) gebildet. Zusätzlich gehören Menisken, Kreuzbänder, Seitenbänder, Gelenkkapsel und Gelenkknorpel zu den wichtigen Strukturen des Kniegelenks.
Notizen
BMI
Body‑Mass‑Index (BMI)
Der BMI ist eine einfache Kenngröße zur Einschätzung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Er ergibt sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat (Einheit kg/m²) und dient zur groben Klassifizierung des Gewichtsstatus bei Erwachsenen.
Armaturenbrett
Armaturenbrett
Das Armaturenbrett ist die vordere Innenverkleidung eines Kraftfahrzeugs, in die Instrumente und Bedienelemente integriert sind. Es nimmt Tachometer, Kontrollleuchten, Schalter und oft Teile der Lenksäule auf und bildet eine strukturgebende Fläche im Fahrerraum; bei Unfällen kann es als Kontaktfläche zwischen Fahrzeuginsassen und Fahrzeug fungieren.
Abrasion
Abrasion
Eine Abrasion ist ein oberflächlicher Hautdefekt, der durch Reibung oder Schürfung entsteht. Typisch sind Verlust von obersten Hautschichten, lokale Schmerzhaftigkeit und gelegentlich geringe Blutung; bei freiliegenden Wundflächen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko und die Wunde sollte gereinigt und geschützt werden.
Hämatom
Hämatom
Ein Hämatom ist eine lokalisierte Ansammlung von Blut im Gewebe infolge von Gefäßverletzung. Klinisch zeigt es sich durch Schwellung, Druckschmerz und eine verfärbte Hautfläche, die sich im Verlauf verändern kann; Größenangaben (z. B. handtellergroß) beschreiben das Ausmaß des Blutergusses.
Krepitationsgefühl
Krepitationsgefühl
Unter einem Krepitationsgefühl versteht man das subjektiv wahrgenommene Knirschen oder Reiben im Gelenk. Ursache können glatte Knorpeldefekte, Gelenkerguss, freie Gelenkkörper oder Schädigungen der Gelenkstrukturen nach Trauma sein. Klinisch weist ein solches Geräusch oder Gefühl auf mögliche intraartikuläre Verletzungen hin und begründet eine weitergehende Untersuchung des Knies.
Zyanose
Zyanose
Zyanose ist die bläuliche Verfärbung von Haut und Schleimhäuten durch einen erhöhten Anteil nicht ausreichend oxygenierten Hämoglobins. Man unterscheidet periphere Zyanose (z. B. an Händen und Füßen bei Durchblutungsstörungen) von zentraler Zyanose (an Lippen und Zunge bei systemischer Hypoxie). Im Rahmen einer Extremitätenischämie kann eine bläuliche Verfärbung der betroffenen Gliedmaße ein Hinweis auf mangelnde Perfusion sein und sollte klinisch bewertet werden.
Parästhesien
Parästhesien
Parästhesien sind subjektive abnorme Empfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühle oder brennende Missempfindungen ohne adäquaten äußeren Reiz. Sie entstehen durch eine Fehlfunktion oder Reizung von Nerven, etwa durch Druck, Durchblutungsstörungen oder Verletzungen. Bei einer drohenden Extremitätenischämie können Parästhesien frühe Hinweise auf eine gestörte Nervenfunktion der betroffenen Region sein.
Lazeration
Lazeration
Eine Lazeration bezeichnet einen traumatisch verursachten Riss oder eine klaffende Wunde der Haut und gegebenenfalls des darunterliegenden Gewebes. Kennzeichen sind unregelmäßige Wundränder und häufig Kontamination; Lazerationen können bei Unfällen auftreten und Begleitverletzungen offenlegen. Wichtiger Hinweis: Eine Lazeration ist ein Weichteilverletzungstyp und stellt nicht per se ein typisches Zeichen einer Extremitätenischämie dar, kann aber bei Traumen zusammen mit Durchblutungsstörungen vorkommen.
Malpositionen
Malpositionen
Unter Malpositionen versteht man eine abnorme Lage oder Stellung einer Extremität nach einem Trauma, erkennbar durch sichtbare Deformierung oder ungewöhnliche Achsfehlstellung. Solche Fehlstellungen entstehen häufig durch Knochenbrüche oder Weichteilverletzungen.
Klinische Bedeutung: Offensichtliche Fehlstellungen können auf begleitende Gefäß- oder Nervenverletzungen hinweisen und erklären Symptome wie Zyanose, Kälte oder Parästhesien distal der Verletzung. Sie sind deshalb ein relevantes Befunddetail bei der initialen Untersuchung eines verletzten Gliedmaßes.
Frakturen
Frakturen
Als Fraktur wird ein vollständiger oder teilweiser Knochenbruch bezeichnet. Hinweise können sichtbare Deformität, Schwellung, Schmerzen oder eine gestörte Funktion der betroffenen Extremität sein.
Klinische Bedeutung: Frakturen können zu Durchblutungs- und Sensibilitätsstörungen führen und damit Symptome wie Zyanose, Kältegefühl oder Parästhesien verursachen; offene Frakturen erhöhen zusätzlich das Risiko für Weichteil- und Gefäßschäden.
Luxationen
Luxationen
Eine Luxation ist die vollständige Verschiebung eines Gelenkpartners aus der normalen Gelenkebucht, sichtbar durch Fehlstellung, Schiefstand oder ausgeprägte Gelenkdeformität. Typische Begleitsymptome sind starke Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit.
Klinische Bedeutung: Gelenkverrenkungen können Druck- oder Schädigungsmechanismen auf Gefäße und Nerven ausüben und dadurch zu Zeichen wie Kälte, Zyanose oder Sensibilitätsstörungen in der Peripherie führen.
Hypotonie
Hypotonie
Hypotonie bezeichnet einen erniedrigten arteriellen Blutdruck. Klinisch äußert sie sich oft durch Schwindel, Schwäche oder Zeichen einer verminderten Perfusion, kann aber variabel auftreten.
Klinische Bedeutung: Ein niedriger Blutdruck ist ein Zeichen für eine gestörte hämodynamische Stabilität und wird in der Einschätzung der ABC-Zustände berücksichtigt.
Dyspnoe
Dyspnoe
Kurzbeschreibung: Dyspnoe bezeichnet das subjektive Gefühl von Atemnot oder erschwerter Atmung.
Klinische Hinweise: Typische Begleitzeichen können eine beschleunigte Atmung, sichtbare Verwendung der Atemhilfsmuskulatur, Unruhe oder Zyanose sein. Bei neu aufgetretener oder progredienter Dyspnoe ist eine rasche Beurteilung von Atemwegen, Atmung und Kreislauf erforderlich, da verschiedene kardiale, pulmonale oder systemische Ursachen infrage kommen.
Amnesie
Amnesie
Kurzbeschreibung: Amnesie bedeutet einen teilweisen oder vollständigen Verlust von Gedächtnisinhalten; sie kann anterograd (keine neuen Erinnerungen bilden) oder retrograd (frühere Erinnerungen fehlen) auftreten.
Klinische Hinweise: Das Vorhandensein und die Art der Amnesie sind wichtig bei Verdacht auf Schädel-Hirn-Verletzungen, neurologische Erkrankungen oder intoxikative Zustände. Die Differenzierung und das zeitliche Auftreten helfen bei der Diagnostik.
Kontextbezug: In der vorliegenden Anamnese wurde Amnesie verneint.
Nausea
Nausea
Kurzbeschreibung: Nausea beschreibt das subjektive Empfinden von Übelkeit, das nicht zwangsläufig mit Erbrechen verbunden sein muss.
Klinische Hinweise: Ursachen reichen von gastrointestinalen Störungen über vestibuläre Probleme bis zu systemischen Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Begleitzeichen und Dauer sind wichtig für die Beurteilung und weitere Maßnahmen.
Emesis
Emesis
Kurzbeschreibung: Emesis bezeichnet das Erbrechen, also das aktive Ausstoßen von Mageninhalt.
Klinische Hinweise: Erbrechen kann zu Volumenverlust, Elektrolytverschiebungen und Aspiration führen; die Begleiterscheinungen sowie das Auftreten von blutigem Erbrochenem sind klinisch relevant und erfordern gezielte Abklärung.
Reh
Reh
Kurzbeschreibung: Das Reh ist ein in Europa häufig vorkommendes wildlebendes Huftier und gehört zur Familie der Hirsche.
Merkmale und Lebensraum: Rehe sind vergleichsweise kleine Hirsche, leben in Wäldern, Feldgehölzen und randständigen Kulturlandschaften und ernähren sich überwiegend von frischen Pflanzenteilen.
Obstipation
Obstipation
Definition: Obstipation beschreibt eine Störung der Darmentleerung mit selteneren, erschwerten oder unvollständigen Stuhlentleerungen.
Hausstaubmilbenallergie
Hausstaubmilbenallergie
Allgemeines: Eine Hausstaubmilbenallergie ist eine IgE-vermittelte Sensibilisierung gegenüber Proteinen aus dem Kot und den Körperteilen von Hausstaubmilben.
Biologie und Relevanz: Hausstaubmilben sind winzige Spinnentiere, die in angrenzenden Wohnbereichen wie Matratzen, Polstermöbeln und Teppichen gedeihen, vor allem bei hoher Luftfeuchte. Ihre Ausscheidungen enthalten die relevanten Allergene und können bei sensibilisierten Personen Allergiesymptome wie Husten, Rhinitis oder Asthma auslösen.
AllergenImmuntherapie
AllergenImmuntherapie
Ziel und Wirkprinzip: Die Allergenimmuntherapie zielt darauf ab, die allergische Reaktion auf ein spezifisches Allergen durch wiederholte, kontrollierte Exposition langfristig zu reduzieren und so die Krankheitsaktivität zu verringern.
Anwendung und Formen: Sie wird bei bestimmten IgE-vermittelten Allergien eingesetzt und kann in unterschiedlichen Applikationsformen erfolgen. Die Therapie wird über einen längeren Zeitraum durchgeführt und sollte individuell indikationsgerecht geplant werden.
Sicherheitsaspekte: Während der Behandlung können lokale Reaktionen an der Applikationsstelle auftreten; in seltenen Fällen sind systemische allergische Reaktionen möglich, weshalb Überwachung und geeignete Maßnahmen vorgesehen sein sollten.
Klavikulafraktur
Klavikulafraktur
Definition und Ursache: Bruch des Schlüsselbeins, typischerweise durch direkte oder indirekte Traumata wie Sturz vom Pferd oder Sturz auf die Schulter.
Klinik und Befund: Schmerzen an der betroffenen Schlüsselbeinregion, Schwellung, Tastdefekt oder Verschiebung der Knochenanteile; Bewegungsbeeinträchtigung der Schulter möglich.
Diagnostik: Röntgenaufnahmen zur Beurteilung der Frakturstellung und möglicher Begleitverletzungen.
Therapie und Verlauf: Viele Klavikulafrakturen lassen sich konservativ behandeln (Immobilisierung, schrittweise Mobilisierung). Physiotherapie zur Wiederherstellung von Beweglichkeit und Kraft ist ein zentraler Bestandteil der Rehabilitation und kann Funktionsverbesserungen und Schmerzreduktion unterstützen. Bei ausgeprägter Verschiebung, Weichteilproblemen oder nicht zufriedenstellendem Heilungsverlauf wird eine operative Versorgung erwogen.
Komplikationen: Verzögerte Heilung, Nichtvereinigung, Fehlstellung oder anhaltende Schulterschmerzen können auftreten und die Funktion beeinträchtigen.
Physiotherapie
Physiotherapie
Ziel: Wiederherstellung, Erhalt oder Verbesserung von Bewegung, Kraft, Koordination und Alltagsfunktion.
Methoden: Individuelle Übungsprogramme, manuelle Techniken, Anleitung zu Aktivitäts- und Haltungsmodifikation, funktionelles Training und gegebenenfalls physikalische Maßnahmen zur Schmerzlinderung.
Indikationen und Anwendung: Eingesetzt bei muskuloskelettalen Erkrankungen, nach Verletzungen oder Operationen sowie bei chronischen Schmerzsyndromen. Bei einer konservativen Behandlung von Knochenbrüchen und begleitenden Weichteilverletzungen unterstützt Physiotherapie die Rehabilitation und die Rückkehr in Alltag und Beruf.
Wirkung: Reduktion von Schmerzen, Verbesserung der Beweglichkeit und Muskelkraft sowie Förderung der Selbstständigkeit im Alltag.
atopische Dermatitis
Atopische Dermatitis
Definition: Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit genetischer Prädisposition und typischer Neigung zu trockener, juckender Haut.
Klinik und Auslöser: Typisch sind trockene, gerötete und oft ekzematöse Hautstellen; bei Handbeteiligung können schmerzhafte Hautrisse (Rhagaden) auftreten. Verschlechterungen werden häufig durch Stress, Kontakt mit reizenden Substanzen wie bestimmten Waschmitteln oder durch Allergene ausgelöst.
Behandlung: Basis ist konsequente Hautpflege mit rückfettenden Präparaten und Vermeidung bekannter Auslöser. Bei entzündlichen Schüben kommen topische antientzündliche Therapien zum Einsatz; bei schwerem oder therapieresistentem Verlauf sind weiterführende systemische Therapien möglich. Bei ausgeprägten Handekzemen oder häufigen Rhagaden sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen.
Prophylaxe: Hautschutzmaßnahmen, Schonung bei Kontakt mit Reizstoffen und Schulung zu Hautpflege sind wichtig, um Rezidive zu verhindern.
Tonsillitis
Tonsillitis
Definition und Ursachen: Entzündung der Gaumenmandeln, verursacht durch Viren oder bakterielle Erreger (häufig Streptokokken).
Klinik: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, gerötete und gegebenenfalls eitrig belegte Mandeln sowie vergrößerte Halslymphknoten; Fieber möglich.
Therapie: Die Behandlung richtet sich nach der vermuteten Ursache. Virale Formen werden symptomatisch behandelt; bei gesicherter bakterieller Infektion (z. B. Streptokokken) ist eine antibiotische Therapie indiziert. In bestimmten Fällen kann eine parenterale Antibiotikagabe erforderlich sein.
Follow-up: Bei wiederkehrenden oder schweren Verläufen ist eine weiterführende Abklärung und gegebenenfalls HNO-ärztliche Behandlung zu erwägen.
Penicillin
Penicillin
Gruppe
Penicillin gehört zu den β‑Laktam‑Antibiotika.
Wirkmechanismus
Es hemmt den Aufbau der bakteriellen Zellwand durch Blockade von Penicillin‑bindenden Proteinen, was zum Absterben empfindlicher Bakterien führt.
Einsatzgebiete
Penicilline werden bei verschiedenen bakteriellen Infektionen eingesetzt, insbesondere gegen viele grampositive Erreger; das Spektrum variiert je nach Substanz.
Wichtige Hinweise
Allergische Reaktionen auf Penicilline sind klinisch relevant. Bei Verdacht auf Penicillinallergie ist besondere Vorsicht geboten und die Medikation sollte entsprechend angepasst werden.
Cephalexin
Cephalexin
Gruppe
Cephalexin ist ein Vertreter der Cephalosporine der ersten Generation.
Wirkung
Es stört den bakteriellen Zellwandaufbau über das β‑Laktam‑Ring‑System und zeigt vor allem Wirkung gegen viele grampositive Erreger sowie gegen einige gramnegative Bakterien.
Anwendungsgebiete
Cephalexin kommt bei Haut‑ und Weichteilinfektionen sowie bei ausgewählten Atemwegs‑ und Harnwegsinfektionen zum Einsatz; die Indikation richtet sich nach Erregerempfindlichkeit und klinischem Befund.
Sicherheitsaspekte
Gastrointestinale Nebenwirkungen und allergische Reaktionen können auftreten; bei bekannter schwerer Penicillinallergie ist die Verträglichkeit individuell zu prüfen.
freier Gelenkkörper
Freier Gelenkkörper (Corpus liberum)
Definition
Ein freier Gelenkkörper ist ein freies Fragment aus Knorpel, Knochen oder Bindegewebe, das sich im Gelenkraum bewegt.
Ursachen
Solche Fragmente können nach Trauma, bei degenerativen Gelenkveränderungen oder als Folge von osteochondralen Läsionen entstehen.
Diagnostik
Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder MRT dienen der Darstellung und Bestätigung der Läsion.
Therapie
Wenn die freien Körper Beschwerden, Gelenkblockaden oder Schmerzen verursachen, wird häufig eine arthroskopische Entfernung erwogen.
Hydrocortison
Hydrocortison (topisch)
Wirkstoffklasse
Hydrocortison ist ein Kortikosteroid, das entzündungshemmende Eigenschaften hat.
Wirkung
Topisch angewendet reduziert es lokale Entzündungsreaktionen, lindert Juckreiz und hat vasokonstriktive Effekte in der Haut.
Anwendung
Als Salbe oder Creme wird es zur Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen wie Dermatitis eingesetzt; die Auswahl der Stärke und Anwendungsdauer richtet sich nach Ausprägung und Lokalisation.
Nebenwirkungen und Vorsicht
Bei kurzfristiger, lokaler Anwendung sind systemische Effekte selten. Längere oder großflächige Anwendung, Verwendung unter okklusiven Verbänden oder bei Kindern kann das Risiko für lokale Hautatrophie, Teleangiektasien, Pigmentveränderungen und in Einzelfällen systemische Effekte erhöhen. Die Anwendung sollte nach ärztlicher Empfehlung erfolgen.
Ibuprofen
Gruppe: Nichtsteroidales Antiphlogistikum (NSAID).
Wirkung: Hemmt die Cyclooxygenase-Enzyme mit folgender Reduktion der Prostaglandinbildung; dadurch treten schmerzlindernde, entzündungshemmende und fiebersenkende Effekte ein.
Anwendung: Wird zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen, entzündlichen Beschwerden und Fieber eingesetzt.
Wichtige Risiken: Häufige unerwünschte Wirkungen betreffen den Magen-Darm‑Trakt (z. B. Dyspepsie bis Ulzera und Blutungen). Es kann die Nierenfunktion beeinträchtigen und bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen bis hin zu bronchialen Reaktionen auslösen. Zudem sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (z. B. Antikoagulanzien, bestimmte Blutdruckmittel) möglich; bei längerem hoch dosiertem Einsatz besteht ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.
Baldrian
Beschreibung: Baldrian ist eine Heilpflanze, deren Wurzeln traditionell für beruhigende Zwecke genutzt werden.
Wirkung und Anwendung: Extrakte werden vor allem zur Unterstützung bei Ein‑ und Durchschlafstörungen sowie zur kurzfristigen Linderung leichter nervöser Unruhezustände eingesetzt.
Nebenwirkungen und Hinweise: Bei einigen Anwendern können Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden auftreten. Vorsicht ist bei gleichzeitiger Einnahme anderer dämpfender Mittel oder Alkohol geboten, da sich Wirkungen verstärken können.
Laktoseintoleranz
Definition: Laktoseintoleranz ist die Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker aufgrund eines Mangels an dem Enzym Laktase.
Pathophysiologie: Bei Laktasemangel wird Laktose im Dünndarm nicht ausreichend gespalten und gelangt in den Dickdarm, wo sie osmotisch wirkt und von Darmbakterien fermentiert wird.
Klinisches Bild und Management: Typische Beschwerden nach lactosehaltigen Mahlzeiten sind Blähungen, Bauchschmerzen, vermehrte Darmgeräusche und Durchfall. Die Diagnose erfolgt durch Anamnese, provokative Tests oder Atemtests; die Behandlung besteht primär in der Reduktion von Laktose in der Ernährung und gegebenenfalls in laktaseunterstützenden Maßnahmen.
Packungsjahren
Begriff: Packungsjahr(e) beschreiben die kumulative Tabakexposition.
Berechnung: Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag geteilt durch 20, multipliziert mit den Raucherjahren (Packungen/Tag × Jahre = Packungsjahre).
Bedeutung: Der Wert dient als grobe Abschätzung der Langzeitbelastung durch Zigarettenrauch, hat aber methodische Einschränkungen (z. B. Einfluss von Inhalationstiefe, Produkttyp und zeitlichen Schwankungen nicht berücksichtigt).
Likör
Kurzbeschreibung
Likör ist ein süßes, alkoholisches Genussmittel, das durch das Aromatisieren von Alkohol mit Früchten, Kräutern, Gewürzen oder anderen Aromen entsteht.
Zusammensetzung und Eigenschaften
Typisch für Liköre sind ein hoher Anteil an zugesetztem Zucker und intensive Geschmacksstoffe; der Alkoholgehalt kann variieren. Die Herstellungsweise umfasst meist das Einlegen oder Mazerieren aromatischer Zutaten in Alkohol und anschließendes Süßen.
Konsum und gesundheitliche Aspekte
Liköre werden häufig in kleinen Mengen zu geselligen Anlässen oder als Digestif gereicht. Wegen des Zuckergehalts und des Alkohols gelten sie nicht als Getränk für regelmäßigen, großen Konsum; bei bestimmten Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist Vorsicht geboten.
Stromtarifberater
Tätigkeitsprofil
Ein Stromtarifberater ist ein Berater im Energiesektor, der Privat- oder Geschäftskunden zu verfügbaren Stromtarifen informiert.
Aufgaben
Zu den Kernaufgaben gehören das Einholen und Vergleichen von Tarifangeboten, das Erklären von Vertragskonditionen sowie das Unterstützen bei der Auswahl eines wirtschaftlichen oder bedarfsgerechten Tarifs.
Nutzen für Kunden
Durch eine solche Beratung können Kundinnen und Kunden potenziell bessere Konditionen finden, Transparenz über Preisbestandteile gewinnen und Wechselprozesse erleichtert werden.
Laryngitis
Definition
Eine Laryngitis ist eine Entzündung des Kehlkopfes, die akut oder chronisch verlaufen kann.
Ursachen
Häufige Auslöser sind virale Infektionen, Stimmbelastung und reizende Stoffe wie Rauch; seltener liegen bakterielle Infektionen oder andere zugrunde liegende Erkrankungen vor.
Klinische Zeichen
Typische Symptome sind Heiserkeit oder Stimmverlust, Hals- oder Kehlkopfschmerz, oft begleitet von Husten oder einem trockenen Fremdkörpergefühl.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Schwere: Stimmschonung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Luftbefeuchtung sind grundlegende Maßnahmen. Bei nachgewiesener bakterieller Infektion kann eine gezielte medikamentöse Behandlung erwogen werden; generell ist eine ursachenorientierte Abklärung sinnvoll, wenn Symptome anhalten oder sich verschlechtern.
Kolonkarzinom
Definition
Als Kolonkarzinom bezeichnet man einen bösartigen Tumor des Dickdarms, der häufig aus gutartigen Darmpolypen (Adenomen) entstehen kann.
Risikofaktoren und Entstehung
Mehrere Faktoren sind mit einem erhöhten Risiko verbunden, darunter familiäre Veranlagungen, bestimmte chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Lebensstilfaktoren. Die Entstehung erfolgt typischerweise über entartende Schleimhautveränderungen.
Klinische Hinweise
Frühe Stadien können symptomarm sein; mögliche spätere Zeichen sind Blut im Stuhl, ungeklärter Gewichtsverlust, anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder Bauchbeschwerden.
Diagnose und Therapie
Die Abklärung umfasst endoskopische Untersuchung mit Gewebeentnahme und bildgebende Verfahren zur Stadieneinteilung. Die primäre Behandlungsmaßnahme ist in der Regel die chirurgische Entfernung des betroffenen Darmabschnitts; abhängig vom Befund kann eine ergänzende medikamentöse (adjuvante) Systemtherapie indiziert sein. Strahlentherapie wird beim Kolonkarzinom nicht routinemäßig eingesetzt und spielt eine größere Rolle beim Rektumkarzinom.
Prognose
Die Prognose richtet sich maßgeblich nach dem Tumorstadium zum Zeitpunkt der Diagnose und nach dem Erreichen einer vollständigen chirurgischen Entfernung.
Mumpsinfektion
Mumpsinfektion
Ursache: Die Mumpsinfektion wird durch das Mumpsvirus (ein Paramyxovirus) verursacht und ist eine systemische virale Erkrankung.
Klinisches Bild: Typisch ist eine schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen (Parotitis), die ein- oder beidseitig auftreten kann, begleitet von Allgemeinsymptomen wie Fieber und Unwohlsein. Andere Drüsen können ebenfalls betroffen sein.
Komplikationen: Bei Jugendlichen und Erwachsenen können sich Entzündungen anderer Organe entwickeln, etwa Orchitis bei postpubertären Männern, Oophoritis bei Frauen, aseptische Meningitis oder Pankreatitis. In seltenen Fällen kann eine einseitige sensorineurale Schwerhörigkeit auftreten.
Übertragung und Prävention: Die Infektion erfolgt überwiegend aerogen durch Tröpfchenkontakt; Schutz bietet die Impfung im Rahmen der Masern-Mumps-Röteln-Immunisierung.
Behandlung: Es existieren keine spezifischen antiviralen Therapien für Mumps; die Versorgung ist überwiegend symptomorientiert und umfasst Maßnahmen zur Linderung von Schmerzen und zur Unterstützung des Allgemeinzustands.
Blutdruck
Blutdruck — Messgerät und Funktion
Gerätebestandteile: Zur nichtinvasiven Blutdruckmessung gehört eine aufblasbare Manschette, ein Mittel zum Aufblasen (z. B. Ball oder integrierte Pumpe) sowie ein Messinstrument (aneroid- oder digitales Manometer). Häufig wird das Gerät zusammen mit einem Stethoskop bei der auskultatorischen Messung eingesetzt.
Funktionsprinzip und Varianten: Das Messgerät dient zur Bestimmung des arteriellen Drucks, der üblicherweise als systolischer und diastolischer Wert angegeben wird. Neben manuellen Auskultationsgeräten sind heute weit verbreitet auch automatische oszillometrische Messgeräte.
Atemfrequenz
Atemfrequenz
Definition und Normalbereich: Die Atemfrequenz ist die Anzahl der Atemzüge pro Minute; bei Erwachsenen liegt sie üblicherweise im Bereich von etwa 12 bis 20 Atemzügen pro Minute.
Abweichungen: Erhöhte Atemfrequenz (Tachypnoe) wird bei mehr als 20 Atemzügen pro Minute beschrieben, eine erniedrigte Frequenz (Bradypnoe) bei weniger als 12 Atemzügen pro Minute.
Klinische Bedeutung: Abweichungen der Atemfrequenz sind ein wichtiger Indikator für Störungen der Atmung, der Gasaustauschregulation oder des zentralen Nervensystems und sollten im klinischen Kontext beurteilt werden.
Sauerstoffsättigung
Sauerstoffsättigung (SpO2)
Messprinzip: Die Sauerstoffsättigung des Blutes wird nichtinvasiv mit einem Pulsoxymeter ermittelt und als Prozentsatz des mit Sauerstoff beladenen Hämoglobins angegeben (SpO2).
Anwendung und Einschränkungen: Die Messung dient der Verlaufsbeurteilung der arteriellen Oxygenierung im klinischen Alltag. Messwerte können durch periphere Durchblutungsstörungen, Bewegung, Nagellack oder bestimmte Hämoglobinvarianten beeinträchtigt werden und müssen im klinischen Zusammenhang interpretiert werden.
Körpertemperatur
Die Körpertemperatur kann rektal (im Enddarm), oral (unter der Zunge) oder axillär (in der Achselhöhle) gemessen werden
Patient/ inAnrede: Herr/Frau Oberarzt/Oberärztin ……….., Hiermit möchte ich Ihnen Herrn Reiner Winter vorstellen. |
Datum27/07/2025 |
| Alter36 Jahre | Gewicht79 kg | Größe178 cm |
Allergien (Stichwörter)
Unverträglichkeit gegenüber Eiprodukten → epigastrische Schmerzen
Laktoseintoleranz → epigastrische Schmerzen
Hausstaubmilbenallergie (Husten, Besserung unter Immuntherapie)
Genussmittel / Drogen (Stichwörter)
Nikotinanamnese: Beginn mit 20 J., ca. 10 Zigaretten/Tag, seit 8 J. nikotinabstinent (≈ 5 Packungsjahre)
Gelegentlicher Alkoholkonsum (Likör, gesellschaftliche Anlässe)
Kein Drogenkonsum
Sozialanamnese (Stichwörter)
Beschäftigt bei den Stadtwerken als Stromtarifberater
Verheiratet, eine 8jährige Tochter (vor einem Monat stationär wegen Laryngitis)
Familienanamnese (Stichwörter)
Mutter (58 J.): Kolonkarzinom mit 42 J., partielle Kolektomie, seither Anus praeter
Vater (61 J.): Schwerhörigkeit seit Mumps in der Kindheit; Apoplex vor 4 J. mit Dysphasie, Dysgraphie, Dyslexie, partieller Okulomotorikparese und Diplopie
Medikamente (Stichwörter)
Hydrocortison-Salbe 0,5 % bei Dermatitis
Ibuprofen 600 mg bei Bedarf
Pantoprazol
Baldrian-Dragees 300 mg
Anamnese (Vollsätze)
Der Patient kam als Notfall in unsere Einrichtung wegen seit etwa 45 Minuten bestehender, stechender Schmerzen im rechten Knie und in der linken Hüfte.
Die Beschwerden traten nach einem Anprall des rechten Knies gegen das Armaturenbrett auf.
Die Knieschmerzen wurden vom Patienten in Ruhe mit einer Intensität von 8/10 angegeben und als etwa doppelt so stark wie die Hüftschmerzen beschrieben.
Der Patient klagte über schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen im betroffenen Knie.
Am rechten Knie zeigte sich eine etwa zwei Euro große Abrasion sowie ein handtellergroßes Hämatom an der Vorderseite.
Zusätzlich bestand ein Kniegelenksödem.
Der Patient berichtete über ein Krepitationsgefühl im Knie während des Unfalls.
Folgende wurden verneint:
Zeichen einer Extremitätenischämie wie Zyanose, Kältegefühl oder Parästhesien, Lazeration, sichtbare Malpositionen oder Frakturen sowie Luxationen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen
Vegetative Anamnese: Unauffällig bis auf stressbedingte Insomnie seit 4 Monaten und Obstipation seit 5 Jahren.
Vorerkrankungen: Chronische Schulterschmerzen nach Reitunfall (Klavikulafraktur, Skapulakontusion, konservative Therapie, Physiotherapie mit Besserung), atopische Dermatitis mit Rhagaden, Husten bei Hausstauballergie (unter Immuntherapie gebessert), Tonsillitis vor 4 Wochen (Penicillin i.m.).
Voroperationen: Arthroskopie des rechten Sprunggelenks vor 6 J. (Corpus liberum nach Distorsion).
Zusätzlich: Schnittverletzung linke Zeigefingerkuppe vor 10 Tagen, antibiotisch mit Cephalexin behandelt.
Impfstatus: Tetanus vor 2 J. aufgefrischt.
Verdachtsdiagnose – Differentialdiagnose (Vollsätze)
Es besteht der Verdacht auf eine Patellafraktur nach direktem Anprall des rechten Knies am Armaturenbrett. Differenzialdiagnostisch ist eine Distorsion des linken Hüftgelenks in Betracht zu ziehen. Zudem sollten mögliche Begleitverletzungen, insbesondere am distalen Femur, an der proximalen Tibia und Fibula sowie Läsionen der Kreuzbänder, Menisken oder Kollateralbänder, mitbeurteilt werden.
Weiteres Vorgehen – Therapie (Vollsätze)
Zur Linderung der Beschwerden erhält der Patient Schmerzmittel.
Es werden Röntgenaufnahmen des rechten Knies sowie des linken Hüftgelenks in zwei Ebenen (a.-p. und seitlich) angefertigt.
Bei unklaren Befunden erfolgt eine ergänzende CT-Diagnostik.
Ein orthopädisches Konsil wird zur Mitbeurteilung möglicher Band- oder Meniskusverletzungen hinzugezogen.
Die weitere Behandlung erfolgt konservativ oder operativ, abhängig von der orthopädischen Beurteilung.
Unterschrift
Vorname Nachname
Mit freundlichen Grüßen
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ARZT: Guten Tag,
Mein Name ist Doktor Daumen.
Ich bin heute als Assistenzarzt auf der Station tätig.
Ich würde gerne ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen.
Falls Sie etwas nicht richtig verstanden haben oder Fragen haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
Zunächst benötige ich einige persönliche Informationen, danach können wir fortfahren.
Wie heißen Sie?
PATIENT: Ich heiße Reiner Winter.
ARZT: Ach so, Winter – wie die Jahreszeit?
PATIENT: Genau, stimmt!
ARZT: Zuallererst möchte ich gern in Erfahrung bringen, ob Sie die Schmerzen als erträglich empfinden.
PATIENT: Na ja, Zwar haben die Schmerzen etwas nachgelassen, bestehen jedoch weiterhin.
ARZT: Hm, alles klar. Wir schauen uns das gleich gemeinsam an, und ich stelle Ihnen ein paar Fragen.
Danach gebe ich Ihnen etwas zur Linderung.
PATIENT: Vielen Dank, Herr Doktor.
ARZT: Wie alt sind Sie, Herr Winter?
PATIENT: Ich bin sechsunddreißig Jahre alt.
ARZT: Wann genau sind Sie geboren?
PATIENT: Ich bin am siebzehnten August 1989 geboren.
ARZT: Wie groß sind Sie?
PATIENT: Ich bin eins achtundsiebzig groß.
ARZT: Wie viel wiegen Sie?
PATIENT: Ich wiege ungefähr neunundsiebzig Kilo.
ARZT: Wie heißt Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihre Hausärztin?
PATIENT: Meine Hausärztin heißt Doktor Karla Scholz.
ARZT: Was führt Sie heute zu uns?
PATIENT: Also, wir hatten vor ungefähr einer Dreiviertelstunde einen Unfall.
Ich saß auf dem Beifahrersitz, meine Frau ist gefahren.
Plötzlich musste sie stark bremsen, und dabei bin ich mit dem Knie gegen das Armaturenbrett gestoßen.
ARZT: Haben Sie sich dabei den Kopf verletzt?
PATIENT: Nein, den Kopf habe ich mir nicht gestoßen.
ARZT: Haben Sie starke Nackenschmerzen oder Schwierigkeiten, den Nacken zu bewegen?
PATIENT: Ich habe nur eine leichte Verspannung, aber es ist nicht so schlimm.
Wissen Sie, beim Bremsen war es ein bisschen wie ein Schleudertrauma.
ARZT: Aha, verstehe, haben Sie im betroffenen Bein Taubheitsgefühle, ein pelziges Gefühl oder eine bläuliche Verfärbung?
PATIENT: Nein, das habe ich nicht.
ARZT: Fühlen sich Ihr Fuß oder Ihre Zehen kälter an als sonst – oder im Vergleich zur anderen Seite?
PATIENT: Nein, eigentlich nicht.
ARZT: Haben Sie etwas zur Linderung eingenommen?
PATIENT: Zu Hause hatten wir noch Ibuprofen, aber die waren seit zwei Monaten abgelaufen.
Kann man die überhaupt nehmen?
ARZT: Nein, abgelaufene Medikamente sollten Sie nicht mehr einnehmen.
Die Wirkung ist unsicher und es können Nebenwirkungen auftreten.
Bitte geben Sie die Tabletten bei Ihrer Apotheke ab – dort können sie sicher entsorgt werden.
Haben Sie irgendwelche bekannten Allergien gegen Schmerzmittel – also zum Beispiel auf Naproxen, Paracetamol oder ähnliche Medikamente?
PATIENT: Nein, soweit ich weiß nicht.
ARZT: Gab es bei Ihnen in der Vergangenheit mal Magen- oder Darmgeschwüre?
Oder haben Sie Probleme mit den Nieren?
PATIENT: Nein, das ist bei mir bisher nie aufgetreten.
ARZT: Ist Ihnen übel?
Ich meine, könnten Sie ein Schmerzmittel einnehmen?
PATIENT: Ich kann schon was einnehmen, das ist kein Problem.
Aber ich brauche etwas, das schnell wirkt.
ARZT: Wir geben Ihnen ein starkes Schmerzmittel über die Vene, zum Beispiel Morphin.
PATIENT: Vielen Dank, Herr Doktor.
ARZT: Könnten Sie bitte die Schmerzen etwas genauer lokalisieren?
PATIENT: Ja, die sind im rechten Knie und auch in der linken Hüfte.
Am Knie spüre ich die Schmerzen fast doppelt so stark wie an der Hüfte.
ARZT: Wie würden Sie die Schmerzen beschreiben?
Sind die eher dumpf, ziehend, stechend oder drückend?
PATIENT: Die sind richtig stechend, so wie ein Stich.
ARZT: Strahlen die Schmerzen irgendwohin aus, also zum Beispiel in den Fuß?
PATIENT: Nein, die bleiben an den Stellen.
ARZT: Wie würden Sie die Intensität Ihrer Knieschmerzen auf einer Skala von 1 bis 10 einschätzen – wobei 1 ganz leichte und 10 kaum auszuhaltende Schmerzen bedeutet?
PATIENT: Auch in Ruhe sind die Schmerzen ziemlich heftig, so bei 8.
Ich kann das Knie gar nicht mehr bewegen und ich kann auch kein Gewicht mehr draufstellen.
Schon bei einer leichten Berührung tut’s weh.
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ARZT: Haben Sie irgendwo Schürfwunden oder Platzwunden?
Können Sie mir sagen, wo genau und wie groß die Verletzungen ungefähr sind?
PATIENT: Am betroffenen Knie habe ich eine Schürfwunde, ungefähr so groß wie eine Zwei-Euro-Münze.
ARZT: Haben Sie irgendwo blaue Flecken oder Blutergüsse?
Können Sie mir sagen, wo genau und wie groß die sind?
PATIENT: Ja, ich habe einen blauen Fleck direkt vorne am rechten Knie, etwa so groß wie eine Handfläche.
ARZT: Haben Sie Schwellungen?
PATIENT: Ja, ich hab am Knie eine Schwellung gesehen, da ist sogar so ’ne kleine Delle drin.
ARZT: Ist Ihnen irgendeine Schiefstellung, Verrenkung oder ein Bruch aufgefallen – besonders im Vergleich zur anderen Seite?
PATIENT: Ja, das rechte Knie sieht ganz anders aus als das linke, irgendwie geschwollen.
Ich kann es auch gar nicht mehr richtig bewegen.
ARZT: Haben Sie so ein Klicken oder Knirschen gespürt?
PATIENT: Ja, ich habe so ein Knirschen gemerkt.
ARZT: Könnten Sie mir bitte sagen, wie genau es zu dem Unfall gekommen ist?
PATIENT: Also, Ich war Beifahrer, wir waren mit meiner Frau mit dem Auto unterwegs zum Viktualienmarkt.
Plötzlich musste sie bremsen, weil ein Reh über die Straße gelaufen ist.
Dabei bin ich mit dem rechten Knie gegen das Armaturenbrett gestoßen und habe mir an der linken Hüfte durch den Sicherheitsgurt wehgetan.
ARZT: Was für ein Markt ist der Viktualienmarkt?
PATIENT: Das ist so ein großer Lebensmittelmarkt in München, direkt im Stadtzentrum.
ARZT: Interessant, da müssen wir nochmal genau schauen.
Haben Sie sich beim Unfall mit ausgestreckten Händen abgestützt?
Haben Sie Schmerzen in den Händen oder Armen?
PATIENT: Nein, gar nicht.
ARZT: Waren Sie angeschnallt?
PATIENT: Ja, aber der Gurt hat nicht richtig funktioniert, er hat sich nicht ganz gesperrt.
Das Auto ist schon etwas älter und, ehrlich gesagt, ich habe es mit den Reparaturen ein bisschen vernachlässigt.
ARZT: Aha, verstehe. Hat sich Ihre Frau auch verletzt?
PATIENT: Nein, ihr ist nichts passiert.
ARZT: Wie schnell war ungefähr die Geschwindigkeit beim Bremsen?
PATIENT: Ungefähr 30 bis 40 km/h, würde ich sagen.
ARZT: Sind Sie mit jemandem oder mit etwas zusammengestoßen?
PATIENT: Nein, wir sind mit nichts zusammengestoßen, es war nur das plötzliche Bremsen.
ARZT: Haben Sie nach dem Unfall den Notruf oder einen ärztlichen Notdienst angerufen?
PATIENT: Nein, niemanden.
Wir sind selbst hierhergekommen.
ARZT: Haben Sie das Bewusstsein verloren?
PATIENT: Nein, ich war die ganze Zeit bei Bewusstsein.
ARZT: Haben Sie Herzrasen, Herzklopfen, Atemnot oder ein Engegefühl in der Brust?
PATIENT: Nein, ich habe keine dieser Beschwerden.
ARZT: Wird Ihnen schwarz vor Augen?
PATIENT: Nein, das ist nicht der Fall.
ARZT: Haben Sie Husten oder atmen Sie schneller oder langsamer als sonst?
PATIENT: Nein, ich habe keine Atemprobleme.
ARZT: Haben Sie Rückenschmerzen?
PATIENT: Nein, überhaupt nicht.
ARZT: Wann haben Sie zuletzt etwas verzehrt?
PATIENT: Ich habe vor etwa drei Stunden gefrühstückt.
ARZT: Haben Sie sich erbrochen?
PATIENT: Nein, ich habe weder Übelkeit noch Erbrechen.
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ARZT: Haben Sie Beschwerden beim Stuhlgang oder Wasserlassen, zum Beispiel Schmerzen oder Blut?
PATIENT: Nein, nichts Neues.
Ich habe allerdings seit fünf Jahren immer wieder Probleme mit Verstopfung.
ARZT: Aha, Was meinten Sie mit der Verstopfung?
Gehen Sie seltener auf Toilette oder Müssen Sie Druck ausüben oder ist es schmerzhaft?
PATIENT: Ich muss meistens ziemlich drücken, damit überhaupt was kommt.
Schmerzen habe ich dabei aber keine.
ARZT: Was nehmen Sie gegen Verstopfung?
PATIENT: Nichts
ARZT: Hm, verstehe. Trinken Sie genug Wasser und essen Sie auch ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse?
PATIENT: Ich versuche es, aber manchmal klappt’s nicht so regelmäßig.
Und was heißt eigentlich ‚genug‘?
Können Sie mir das mit einem Beispiel erklären?
ARZT: Na ja, Mit ‚genug‘ meinen wir: mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit am Tag – das sind ungefähr 8 bis 10 Gläser.
Am besten trinken Sie Wasser oder ungesüßten Tee.
Bei der Ernährung heißt das: etwa zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich.
Eine Portion entspricht ungefähr einer Handvoll.
Außerdem sollten Sie regelmäßig Vollkornprodukte essen.
Das alles zusammen hilft dem Darm, besser zu arbeiten.
Wann haben Sie Ihre letzte Tetanus-Impfung erhalten?
PATIENT: Ich glaube, vor 2 Jahren.
ARZT: Gut, alles klar. Haben Sie Fieber oder Schüttelfrost?
PATIENT: Nichts
ARZT: Wie ist Ihr Appetit?
PATIENT: Ich esse gerne fast alles.
ARZT: Wie ernähren Sie sich?
Veganer, Vegetarier oder Allesfresser?
PATIENT: Wissen Sie, Herr Doktor, ich esse eigentlich alles.
Aber ich habe eine Unverträglichkeit gegenüber Eiprodukten, zum Beispiel gekochten Eiern oder Mayonnaise.
Bei Milch ist es ähnlich.
ARZT: Wie äußert sich die Unverträglichkeit gegenüber Eiprodukten und Milch?
PATIENT: Ich bekomme bei beidem Magenschmerzen, wenn ich etwas esse, das Ei oder Milch enthält.
ARZT: Haben Sie in letzter Zeit ungewollt abgenommen oder zugenommen?
PATIENT: Nein, mein Gewicht ist gleich geblieben.
ARZT: Haben Sie Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen?
PATIENT: Ja, ich schlafe unruhig – wache nachts zwei- bis dreimal auf und bin morgens dann oft müde.
ARZT: Warum leiden Sie unter Schlafstörungen?
Und seit wann?
PATIENT: Seit etwa vier Monaten.
Ich arbeite bei den Stadtwerken, und neulich wurde dort eine neue Software für die Kunden eingeführt.
Seitdem bin ich fest als Stromtarifberater eingesetzt, was mit viel Verantwortung und Stress verbunden ist.
Alles ist neu für mich, und ich habe stets Angst, etwas falsch zu machen.
ARZT: Na ja, Das klingt nach einer großen Umstellung und viel Belastung.
Es ist völlig verständlich, dass Sie sich Sorgen machen.
So etwas passiert vielen Menschen, wenn sie sich bei der Arbeit mit etwas Neuem auseinandersetzen müssen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich: Mit der Zeit wird es besser – Übung macht den Meister.
Haben Sie denn schon etwas gegen die Schlafstörungen unternommen?
PATIENT: Ja, ich habe 300 Baldrian-Dragees genommen, aber die haben keine Wirkung gezeigt.
ARZT: Verstehe, aha, die Baldrian-Dragees haben also nicht geholfen.
Dann können wir jetzt nach einer anderen Möglichkeit schauen.
Leiden Sie an chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder erhöhte Blutfettwerte?
PATIENT: Ich habe seit meiner Kindheit häufig Husten aufgrund einer Hausstaubmilbenallergie.
ARZT: Welche Behandlungen haben Sie schon dagegen gemacht?
PATIENT: Ich habe mal eine Therapie mit Spritzen gemacht – da wurde mein Körper langsam an Hausstaubmilben gewöhnt, damit die Allergie schwächer wird.
ARZT: Hat die Allergen-Immuntherapie bei Ihnen etwas gebracht?
PATIENT: Ja, auf jeden Fall. Es ist deutlich besser geworden – ich habe jetzt viel weniger Symptome als früher.
Außerdem habe ich seit etwa vier Jahren ständig Schmerzen in der rechten Schulter.
Manchmal sind die echt belastend und schränken mich im Alltag ein.
ARZT: Wissen Sie, was die Ursache für die Schulterschmerzen ist?
PATIENT: Ja, vor vier Jahren hatte ich einen Reitunfall.
Dabei habe ich mir das rechte Schlüsselbein gebrochen und das Schulterblatt geprellt.
Ich war einen Tag im Krankenhaus, wurde aber nur ruhiggestellt und bekam Schmerzmittel.
Seitdem habe ich immer wieder Schmerzen in der Schulter.
Ich habe auch schon Physiotherapie ausprobiert – das hilft einigermaßen.
ARZT: Aha, verstehe. Gibt es sonst noch irgendwelche Vorerkrankungen, von denen Sie wissen?
PATIENT: Ich krieg immer mal wieder trockene, juckende Haut, besonders an den Händen – vor allem bei Stress oder wenn ich bestimmte Waschmittel benutze.
Außerdem bekomme ich manchmal auch Einrisse, sogenannte Schrunden, an den Fingern.
ARZT: Was nehmen Sie dagegen?
PATIENT: Ich benutze eine Hydrocortisonsalbe 0,5 %, wenn es schlimmer wird.
Die hilft meistens ganz gut gegen den Juckreiz und die Entzündung.
ARZT: Hm hm, alles klar. Haben Sie möglicherweise auch Asthma?
PATIENT: Nein
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ARZT: Hatten Sie in der Vergangenheit noch andere Erkrankungen oder Verletzungen?
PATIENT: Ja, vor etwa vier Wochen hatte ich eine eitrige Mandelentzündung.
Die wurde mit einer Penicillin-Spritze behandelt.
Und vor rund zehn Tagen habe ich mir beim Schneiden einer Wassermelone in die Fingerkuppe am linken Zeigefinger geschnitten.
Die Wunde wurde genäht, und weil sie sich entzündet hatte, habe ich eine Woche lang Cephalex 500 eingenommen.
ARZT: Aha, verstehe. Haben Sie sich schon einmal eine Operation oder einem medizinischen Eingriff unterzugehen?
PATIENT: Vor sechs Jahren bin ich beim Volleyballspielen mit dem rechten Sprunggelenk umgeknickt.
Zuerst habe ich nur einen Verband getragen, aber die Schmerzen wurden schlimmer.
Dann bin ich zum Arzt gegangen – dort wurde eine Gelenkmaus im Sprunggelenk festgestellt.
Das wurde später operativ im Rahmen einer Gelenkspiegelung entfernt.
ARZT: Alles klar, hm. Nehmen Sie noch andere Medikamente?
PATIENT: Ja, gegen die Schulterschmerzen nehme ich gelegentlich Ibuprofen 600.
Und weil ich Schmerzmittel nehme, hat mir meine Hausärztin Pantoprazol empfohlen – das nehme ich dann dazu.
ARZT: Haben Sie ein Rezept für Ihre Medikamente?
PATIENT: Ja, habe ich.
ARZT: Sind Sie vollständig geimpft, also haben Sie alle Impfungen seit Ihrer Kindheit erhalten?
PATIENT: Interessant, den Impfpass habe ich letzte Woche im Keller gefunden. Ja, der ist komplett, also alle Impfungen sind drin.
ARZT: Haben Sie – abgesehen von den bereits genannten – noch weitere bekannte Allergien, zum Beispiel gegen Lebensmittel, Medikamente, Tiere oder andere Substanzen?
PATIENT: Nein, soweit ich weiß, nicht.
ARZT: Rauchen Sie?
Wie viele Zigaretten rauchen Sie täglich und seit wann?
PATIENT: Seit acht Jahren rauche ich nicht mehr.
Aber ich habe mit 20 angefangen und damals etwa eine halbe Schachtel pro Tag geraucht.
ARZT: Super, das war eine tolle Entscheidung.
Was hat Sie damals motiviert?
Haben Sie Medikamente eingenommen, um mit dem Rauchen aufzuhören?
PATIENT: Die Geburt meiner Tochter war meine größte Motivation.
Medikamente habe ich keine genommen.
ARZT: Trinken Sie Alkohol?
Welche Art?
Wie viel?
PATIENT: Ja, zum Beispiel bei Festen und auf Partys trinke ich gelegentlich Alkohol – meistens Likör.
ARZT: Darf ich Sie fragen, ob Sie schon einmal Drogen konsumiert haben?
PATIENT: Niemals.
ARZT: Treiben Sie regelmäßig Sport?
Welche Art und wie häufig?
PATIENT: Leider nicht.
Ich sitze meistens im Büro und komme kaum dazu, mich regelmäßig zu bewegen.
ARZT: Mit wem wohnen Sie zusammen?
PATIENT: Ich wohne mit meiner Familie zusammen.
ARZT: Haben Sie Kinder?
PATIENT: Ja, ich habe eine achtjährige Tochter.
ARZT: Ist sie Gesund?
PATIENT: Ja, grundsätzlich schon.
Aber letzten Monat war sie für drei Tage im Krankenhaus wegen einer Kehlkopfentzündung.
Sie hatte starke Atemnot.
Aber jetzt ist zum Glück alles wieder in Ordnung.
ARZT: Gibt es in Ihrer Familie wichtige Erkrankungen, beispielsweise bei Ihren Eltern, Geschwistern oder anderen nahen Verwandten?
PATIENT: Meine Mutter ist 58 Jahre alt.
Bei ihr wurde mit 42 Jahren Darmkrebs festgestellt, und damals musste ein Teil des Darms operativ entfernt werden.
Sie hat seitdem einen künstlichen Darmausgang.
Jetzt würde ich gerne wissen, warum mir meine Hausärztin empfohlen hat, regelmäßig eine Darmspiegelung machen zu lassen.
ARZT: Regelmäßige Darmspiegelungen helfen uns, mögliche Veränderungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln, bevor sich daraus etwas Ernstes entwickelt.
PATIENT: Vielen Dank Herr Doktor. Mein Vater ist 61 Jahre alt und schwerhörig.
Das hat er schon seit seiner Kindheit, wegen einer Mumps-Infektion.
Außerdem hatte er vor vier Jahren einen Schlaganfall.
Seitdem kann er nicht mehr richtig schreiben, sprechen und lesen.
Außerdem sind seine Augenmuskeln teilweise gelähmt – er kann die Augen nicht mehr richtig bewegen und hat manchmal Doppelbilder.
ARZT: Haben Sie Haustiere?
PATIENT: Ich habe keine Haustiere.
ARZT: Wir sind mit der Anamnese fertig.
Haben Sie noch Fragen?
PATIENT: Muss ich operiert werden?
ARZT: Das kann ich ohne weitere Untersuchungen noch nicht genau sagen.
Wir brauchen zuerst Röntgenaufnahmen, um den Knochen und das Gelenk genauer beurteilen zu können.
Danach können wir gemeinsam über die passende Behandlung sprechen.
Jetzt werde ich eine körperliche Untersuchung durchführen, um Ihren aktuellen Gesundheitszustand genauer zu beurteilen.


