In diesem FSP-Fall geht es um einen Patienten mit Knieschmerzen nach einem Trauma und dem Verdacht auf eine Patellafraktur. Typische Symptome wie starke Schmerzen, Schwellung, Hämatombildung, Bewegungseinschränkung sowie die Unfähigkeit, das gestreckte Bein aktiv anzuheben, müssen gezielt erfragt und richtig eingeordnet werden. Im Mittelpunkt stehen die Beurteilung des Verletzungsausmaßes, die Abgrenzung wichtiger Differenzialdiagnosen sowie die Entscheidung zwischen konservativer und operativer Therapie.
Der Beitrag vermittelt alle prüfungsrelevanten Inhalte für die Fachsprachprüfung (FSP): strukturierte Anamnese, Arzt-Patient-Gespräch, Arzt-Arzt-Vorstellung, Verdachts- und Differenzialdiagnosen, diagnostisches Vorgehen mit körperlicher Untersuchung und Bildgebung, konservative und operative Therapie, typische Patientenfragen sowie wichtige Fachbegriffe und Formulierungen. Ergänzt wird der Fall durch Flashcards, Blueprint-Zusammenfassungen, ein Lernheft sowie interaktive KI-Trainings für eine realistische und praxisnahe Prüfungsvorbereitung.
Arzt-Patient-Gespräch
Arzt-Patient-Gespräch (fortgeschritten)
Royal Flash (Transkript + Simulator)
Arztbrief
Giftig-Serie
Lückentextübungen
Aktuelle und vegetative Anamnese
Die Knieschmerzen wurden in Ruhe mit einer Intensität von 8. 8 auf der Skala angegeben und als etwa 9. doppelt so stark wie die Hüftschmerzen beschrieben.
Der Patient klagte über 10. schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen im betroffenen Knie.
Am rechten Knie zeigte sich eine etwa 11. zwei Euro große 12. Abrasion sowie ein 13. handtellergroßes 14. Hämatom an der Vorderseite. Zusätzlich bestand ein 15. Kniegelenksödem.
Der Patient berichtete über ein 16. Krepitationsgefühl im Knie.
Folgende Auffälligkeiten wurden nicht berichtet: Hinweise auf eine 17. gestörte ABC-Stabilität wie z. B. Dyspnoe, Stridor oder Hypotonie; Zeichen einer 18. Extremitätenischämie (Durchblutungsstörung) wie Zyanose, Kältegefühl oder Parästhesien; Auffälligkeiten im Abdomen; Hinweise auf eine Schädel-Hirn-Verletzung, Bewusstseinsverlust, 19. Amnesie (Gedächtnisstörung), Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, 20. Nausea (Übelkeit), 21. Emesis (Erbrechen), 22. Lazeration (Platzwunde), sichtbare 23. Malpositionen (Fehlstellung) oder 24. Frakturen (Knochenbruch) sowie 25. Luxationen (Ausrenkung).
Unfallhergang:
Der Patient gab an, er sei 26. Beifahrer gewesen. Er und seine Frau seien mit dem Auto zum 27. Viktualienmarkt unterwegs gewesen. Plötzlich habe seine Frau bremsen müssen, da ein 28. Reh über die Straße gelaufen sei. Dabei 29. sei er 30. mit dem rechten Knie 31. gegen das Armaturenbrett gestoßen und habe sich an der linken Hüfte durch den 32. Sicherheitsgurt verletzt.
Zum Unfallzeitpunkt sei er nicht besonders schnell gewesen – seiner Schätzung nach etwa 33. 30–40 km/h.
Der Patient gab an, er sei 34. angeschnallt gewesen, jedoch habe der Gurt 35. nicht richtig funktioniert, da er sich nicht vollständig gesperrt habe. Das Auto sei bereits etwas älter, und er habe die notwendigen 36. Reparaturen nach eigener Aussage etwas 37. vernachlässigt.
Der Patient erschien in Begleitung 38. seiner Ehefrau.
Der Tetanus-Impfstatus wurde vor 39. zwei Jahren zuletzt aufgefrischt.
Die letzte Nahrungsaufnahme erfolgte vor 40. etwa drei Stunden.
Vegetative Anamnese:
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer seit 41. 4 Monaten 42. stressbedingten Insomnie mit Ein- und Durchschlafstörungen im Zusammenhang mit 44. beruflichen Belastungen sowie einer seit 45. 5 Jahren bestehenden 46. Obstipation.
Rest
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
Es besteht seit der 8. Kindheit ein 9. Husten im Rahmen einer 10. Hausstaubmilbenallergie (Allergie). Unter einer Allergen- 11. Immuntherapie hat sich die Symptomatik deutlich gebessert.
Der Patient gab an, seit etwa 12. 4 Jahren unter chronischen Schmerzen in der 13. rechten Schulter zu leiden, die ihn im Alltag teilweise einschränken.
Anamnestisch ist es damals zu einem 14. Reitunfall gekommen, bei dem er eine 15. Klavikulafraktur (Schlüsselbeinbruch) erlitten und die 16. Skapula (Schulterblatt) kontundiert hat.
Er ist damals für 17. einen Tag im Krankenhaus gewesen und hat eine 18. konservative Therapie erhalten. Eine durchgeführte 19. Physiotherapie hat zu einer deutlichen Besserung geführt.
Anamnestisch besteht eine 20. atopische Dermatitis (Ekzem) an den Händen, die sich bei 21. Stress oder nach Kontakt mit bestimmten 22. Waschmitteln verstärkt. Zudem entwickelt der Patient gelegentlich 23. Rhagaden (Schrunde) an den Fingern.
Anamnestisch hat vor etwa 24. 4 Wochen eine 25. Tonsillitis (Mandelentzündung) bestanden, die mit einer 26. Penicillin-Injektion behandelt wurde.
Voroperationen:
Zudem hat er sich vor rund 27. 10 Tagen eine 28. Schnittverletzung an der Fingerkuppe des 29. linken Zeigefingers zugezogen.
Im Anschluss daran ist eine antibiotische Therapie mit 28. Cephalexin 500 mg erfolgt.
Anamnestisch ist der Patient vor 29. 6 Jahren beim 30. Volleyballspielen mit dem 31. rechten Sprunggelenk umgeknickt. Zunächst hat er lediglich einen Verband getragen, die Schmerzen hätten sich jedoch progredient verstärkt. Daraufhin ist er ärztlich vorgestellt worden, wobei ein 32. Corpus liberum (freier Gelenkkörper) im Sprunggelenk diagnostiziert worden ist.
Dieser wurde später im Rahmen einer 33. Arthroskopie (Gelenkspiegelung) operativ entfernt.
Medikamente:
34. Hydrocortison-Salbe 0,5 % zur lokalen Therapie der Dermatitis
Einnahme von 35. Ibuprofen 600 mg bei Bedarf sowie Pantoprazol
36. Baldrian-Dragees 300 mg
Allergien:
Der Patient gab an, eine Unverträglichkeit gegenüber 37. Eiprodukten zu haben.
Zudem hat er eine 38. Laktoseintoleranz. In beiden Fällen treten 39. epigastrische Schmerzen auf.
Noxen:
Nikotinanamnese: Beginn mit 40. 20 Jahren, etwa 41. 10 Zigaretten/Tag. Seit 42. 8 Jahren nikotinabstinent. Entspricht ca. 5 (Packungsjahre).
Gelegentlicher Alkoholkonsum, vorwiegend 43. Likör, insbesondere im Rahmen gesellschaftlicher Anlässe.
Drogenkonsum wurde verneint.
Arztbrief- und Fallvorstellungsübung
Ordnen Sie die folgenden Kategorien zunächst in eine medizinisch sinnvolle Reihenfolge. Verfassen Sie anschließend anhand der Schlüsselwörter selbstständig einen vollständigen Arztbrief und stellen Sie den Fall mündlich vor.
- Patellafraktur rechts nach direktem Anpralltrauma
- Distorsion des linken Hüftgelenks
- Begleitverletzung des distalen Femurs
- Begleitverletzung der proximalen Tibia oder Fibula
- Kreuzbandläsion
- Meniskusläsion
- Kollateralbandläsion
- Analgesie
- Röntgen rechtes Knie in 2 Ebenen, a.-p. und seitlich
- Röntgen linkes Hüftgelenk in 2 Ebenen, a.-p. und seitlich
- CT bei unklarem Röntgenbefund
- orthopädisches Konsil
- Beurteilung möglicher Band- und Meniskusverletzungen
- konservative oder operative Therapie nach orthopädischer Beurteilung
Vegetative Anamnese
- stressbedingte Insomnie seit 4 Monaten
- nächtliches Erwachen 2–3-mal
- morgendliche Müdigkeit
- Obstipation seit 5 Jahren
- Pressen bei Defäkation
- keine Defäkationsschmerzen
- keine Übelkeit
- kein Erbrechen
- kein Fieber
- kein Schüttelfrost
- Gewicht konstant
- Appetit unauffällig
Aktuelle Anamnese
- Verkehrsunfall vor ca. 45 Min.
- Beifahrer
- plötzliche Bremsung
- direkter Anprall rechtes Knie am Armaturenbrett
- linke Hüftkontusion durch Sicherheitsgurt
- stechende Schmerzen rechtes Knie und linke Hüfte
- Knieschmerzen in Ruhe 8/10
- Knieschmerzen etwa doppelt so stark wie Hüftschmerzen
- keine Schmerzausstrahlung
- schmerzbedingte Bewegungseinschränkung rechtes Knie
- Belastungsunfähigkeit rechtes Bein
- Berührungsschmerz
- Abrasion rechtes Knie, ca. Zwei-Euro-Münze
- Hämatom ventral rechtes Knie, handtellergroß
- Kniegelenksödem rechts
- Krepitationsgefühl
- keine Zyanose
- kein Kältegefühl
- keine Parästhesien
- keine Lazeration
- keine sichtbare Malposition
- keine sichtbare Fraktur
- keine Luxation
- keine Rückenschmerzen
- kein Bewusstseinsverlust
Voroperationen
- Arthroskopie rechtes Sprunggelenk vor 6 Jahren
- Entfernung eines Corpus liberum nach Sprunggelenksdistorsion
- partielle Naht der Schnittverletzung linke Zeigefingerkuppe
Persönliche Daten
- Nachname: Winter
- Vorname: Reiner
- Alter: 36 Jahre
- Geburtsdatum: 17.08.1989
- Gewicht: 79 kg
- Größe: 178 cm
Familienanamnese
- Mutter, 58 Jahre: Kolonkarzinom mit 42 Jahren
- Mutter: partielle Kolektomie, Anus praeter
- Vater, 61 Jahre: Schwerhörigkeit nach Mumps im Kindesalter
- Vater: Apoplex vor 4 Jahren
- Vater: Dysphasie, Dysgraphie, Dyslexie
- Vater: partielle Okulomotoriusparese und Diplopie
Sozialanamnese
- Stromtarifberater bei den Stadtwerken
- Bürotätigkeit
- beruflicher Stress
- verheiratet
- Zusammenleben mit Familie
- 8-jährige Tochter
- Tochter vor einem Monat stationär wegen Laryngitis
- keine regelmäßige sportliche Aktivität
- keine Haustiere
Medikamente
- Hydrocortison-Salbe – 0,5 % – bei Bedarf bei Dermatitis
- Ibuprofen – 600 mg – bei Bedarf bei Schulterschmerzen
- Pantoprazol – bei Analgetikaeinnahme
- Baldrian-Dragees – 300 mg – bei Schlafstörungen
- Cephalexin – 500 mg – 1 Woche, abgeschlossen
- Penicillin – i.m. vor 4 Wochen
Allergien
- Eiproduktunverträglichkeit – epigastrische Schmerzen
- Laktoseintoleranz – epigastrische Schmerzen
- Hausstaubmilbenallergie – Husten, Besserung unter Immuntherapie
- keine bekannte Analgetikaallergie
Vorerkrankungen
- chronische rechte Schulterschmerzen nach Reitunfall
- Klavikulafraktur rechts
- Skapulakontusion rechts
- konservative Therapie und Physiotherapie
- atopische Dermatitis mit Rhagaden
- allergischer Husten bei Hausstaubmilbenallergie
- Tonsillitis vor 4 Wochen
- Schnittverletzung linke Zeigefingerkuppe vor 10 Tagen
- Tetanusimpfung vor 2 Jahren aufgefrischt
Noxen
- Nikotinbeginn mit 20 Jahren
- ca. 10 Zigaretten/Tag
- seit 8 Jahren nikotinabstinent
- ca. 5 Packungsjahre
- gelegentlicher Alkoholkonsum
- Likör bei gesellschaftlichen Anlässen
- kein Drogenkonsum
Auswertung Ihres Arztbriefs
Laden Sie Ihren selbst geschriebenen Arztbrief zusammen mit dem Fachleiter-Brief bei ChatGPT hoch.
Vergleiche meinen selbst geschriebenen Arztbrief mit dem Fachleiter-Brief. Zeige mir fehlende medizinische Informationen, inhaltlich falsche Angaben, Fehler in der medizinischen Fachsprache, grammatikalische Fehler, ungeeignete Formulierungen sowie Fehler in Struktur und Reihenfolge. Korrigiere anschließend meinen Arztbrief. Verwende ausschließlich die Informationen aus dem Fachleiter-Brief und erfinde keine neuen medizinischen Angaben.
Auswertung Ihrer Fallvorstellung
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Werte meine mündliche Fallvorstellung anhand des hochgeladenen Fachleiter-Briefs aus. Beurteile Struktur und Reihenfolge, Vollständigkeit, medizinische Fachsprache, aktuelle Anamnese, Vorerkrankungen, Voroperationen, Allergien, Medikamente mit Dosierung, Verdachtsdiagnose sowie das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen. Zeige konkret, welche Informationen fehlen, falsch oder unverständlich dargestellt wurden. Erfinde keine zusätzlichen medizinischen Angaben.
