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Anamnese
Eine 84-jährige Patientin stellt sich in Ihrer Praxis mit seit etwa 10 Stunden bestehenden, drückenden Schmerzen im Epigastrium vor. Die Beschwerden bestehen sowohl in Ruhe als auch unter Belastung und haben seit Beginn nicht nachgelassen. Zusätzlich berichtet sie über leichte Dyspnoe.
Wichtige Negationen
Die Patientin verneint:
- Retrosternale Schmerzen
- Ausstrahlung in den linken Arm, den Rücken oder den Unterkiefer
- Übelkeit oder Erbrechen
- Kaltschweißigkeit
- Fieber oder Schüttelfrost
- Husten oder Auswurf
- Synkope
- Palpitationen
- Hämatemesis oder Meläna
Vorerkrankungen
- Koronare Herzkrankheit
- Status nach Koronarangioplastie (PCI)
- Arterielle Hypertonie
- Hyperlipidämie
Dauermedikation
- ASS 100 mg 1-0-0
- Ramipril 5 mg 1-0-0
- Bisoprolol 2,5 mg 1-0-0
- Atorvastatin 40 mg 0-0-1
- Pantoprazol 40 mg 1-0-0
Körperliche Untersuchung
Allgemeinzustand
- Wach und vollständig orientiert
- Leicht reduzierter Allgemeinzustand
Vitalparameter
- Blutdruck: 145/85 mmHg
- Herzfrequenz: 150/min, regelmäßig
- Atemfrequenz: 20/min
- SpO₂: 95 % unter Raumluft
- Temperatur: 36,8 °C
Herz
- Regelmäßige Tachykardie
- Keine Herzgeräusche
Lunge
- Vesikuläres Atemgeräusch beidseits
- Keine Rasselgeräusche
- Keine Giemen
Abdomen
- Weich
- Leichter Druckschmerz im Epigastrium
- Keine Abwehrspannung
- Kein Loslassschmerz
- Normale Darmgeräusche
Extremitäten
- Keine Beinödeme
- Keine klinischen Zeichen einer tiefen Venenthrombose
EKGs
EKGs
❓ Quiz
Sie arbeiten in einer Einrichtung, in der lediglich ein 12-Kanal-EKG zur Verfügung steht.
Wie würden Sie vorgehen?
- Welche Verdachtsdiagnose steht für Sie im Vordergrund?
- Welche Differenzialdiagnosen dürfen Sie trotz der Tachykardie nicht übersehen?
- Würden Sie zunächst die Tachykardie behandeln oder die Patientin sofort in eine Klinik einweisen?
- Welche weiteren Untersuchungen sind dringend erforderlich?
- Werden Sie Akuttherapie vor dem Transport einleiten?


