Einleitung
Das Röntgen der Hand gehört zu den häufigsten Untersuchungen nach Sturz, Trauma, Schmerzen oder Schwellung. Um Frakturen, Luxationen und andere Verletzungen sicher erkennen zu können, sollte zunächst die normale knöcherne Anatomie der Hand und des Handgelenks bekannt sein.
Besonderheit des Daumens: Der Daumen besitzt nur zwei Phalangen – das Grundglied und das Endglied – und kein Mittelglied.
| Parameter | Aufnahme | Normalwert / Normalbefund | Wofür wichtig? |
|---|---|---|---|
| Radialinklination (Radial inclination) | p.-a./d.-p. | ca. 21–25° | distale Radiusfraktur |
| Palmare Neigung (Volar tilt / Palmar tilt) | seitlich | ca. 10–15° nach palmar | distale Radiusfraktur |
5 häufige Verletzungen und Frakturen
1. Distale Radiusfraktur
Eine der häufigsten Frakturen nach einem Sturz auf die ausgestreckte Hand.
2. Skaphoidfraktur
Klinisch besonders wichtig, da die Fraktur im ersten Röntgenbild nicht immer sicher sichtbar sein muss.
3. Mittelhandfraktur
Typisches Beispiel ist die Fraktur des 5. Mittelhandknochens, insbesondere im Bereich des Halses („Boxerfraktur“).
4. Fingerfraktur
Kann Grund-, Mittel- oder Endglied betreffen.
5. Luxation eines Fingergelenks
Neben Frakturen sollte bei einem Trauma immer auch auf Fehlstellungen und Gelenkluxationen geachtet werden.


