Arzt-Patient-Gespräch
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Aktuelle und vegetative Anamnese
ich möchte Ihnen nun die Patientin 1. Susanne Holst vorstellen.
Sie ist 2. 63 Jahre alt, 3. 1,70 m groß und wiegt etwa 4. 88 kg. Der Body-Mass-Index (BMI) beträgt 30,4 und liegt damit im Bereich der 5. Adipositas.
Die Patientin stellte sich aufgrund einer seit zwei Monaten bestehenden, belastungsabhängigen 6. Dyspnoe (Atemnot) sowie eines thorakalen Enge- und Druckgefühls (Brustenge und Druck auf der Brust) vor.
Sie gab an, der Verlauf sei langsam 7. progredient (zunehmend) gewesen und habe sich insbesondere in den letzten vier Tagen verschlechtert.
Zusätzlich träten laut ihren Angaben 8. retrosternale (hinter dem Brustbein gelegene), stechende sowie drückende Schmerzen auf, die in den linken Arm und in den Nacken ausstrahlten.
Des Weiteren habe sie über eine 9. Orthopnoe (Atemnot im Liegen, Schlafen mit erhöhtem Oberkörper bzw. zwei Kissen) sowie über ein seit vier Tagen bestehendes beidseitiges 10. Beinödem (Wassereinlagerungen in den Beinen) geklagt.
Als Begleitsymptome seien ihr folgende aufgefallen:
11. Fatigue (ausgeprägte Müdigkeit/Erschöpfung)
Antriebslosigkeit (fehlende Energie und Motivation)
12. Tachypnoe (beschleunigte Atmung)
13. Reizhusten (trockener Husten)
Schwindel bei Lagewechsel (Schwindel beim Aufstehen oder Umlagern)
14. Hyperhidrose (vermehrtes Schwitzen)
15. Nykturie (nächtliches Wasserlassen) mit zwei bis drei nächtlichen Toilettengängen
nächtliches Schnarchen (16. Schlafapnoe [Atemaussetzer im Schlaf]?)
Fragen nach 17. Nausea (Übelkeit), 18. Emesis (Erbrechen), 19. Tachykardie (Herzrasen), Bewusstseinsverlust (Ohnmacht), Panikattacken, Blässe (blasser Hautfarbe) und Beinschmerzen wurden verneint.
Die vegetative Anamnese zeigte folgende Auffälligkeiten:
Seit etwa zwei Monaten besteht eine 20. Inappetenz (Appetitlosigkeit), dennoch kam es zu einer ungewollten Gewichtszunahme.
Zudem berichtete die Patientin über 21. Insomnie (Schlafstörungen), bedingt durch beruflichen Stress sowie durch nächtliche Nykturie und Orthopnoe.
Weiterhin leidet sie seit längerer Zeit an 22. Obstipation (Verstopfung).
Rest
Gelegentlich leide sie an 1. Herpes labialis (Lippenherpes/Fieberbläschen) an der Unterlippe, der typischerweise in Phasen von Stress oder bei Fieber auftrete.
Die Patientin erleidet seit etwa vier Jahren einen 2. zervikalen Diskusprolaps (Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule) auf Höhe zwischen dem fünften und sechsten Halswirbel. Gelegentlich habe sie seither 3. Zervikalgien (Nackenschmerzen), die in die rechte Schulter ausstrahlen.
Außerdem hatte sie vor etwa fünf Jahren infolge eines Autounfalls eine 4. Rippenkontusion (Rippenprellung) rechts, welche konservativ behandelt worden ist.
Voroperationen
In der Anamnese der Patientin finden sich folgende Voroperationen:
Vor etwa 20 Jahren wurde bei ihr aufgrund einer 5. perforierten Appendizitis (durchgebrochenen Blinddarmentzündung) mit nachfolgender 6. Peritonitis (Bauchfellentzündung) eine 7. Appendektomie (operative Entfernung des Blinddarms) durchgeführt.
Zudem hat sie sich vor zehn Jahren aufgrund einer 8. Ovarialzyste (Eierstockzyste) einer 9. Ovarektomie (operative Entfernung eines Eierstocks) rechts unterzogen.
Beide Eingriffe erfolgten 10. laparoskopisch (mittels Schlüssellochchirurgie).
Gynäkologie
Die Patientin gab an, einen regelmäßigen 11. Zyklus (Menstruationszyklus) zu haben; die letzte 12. Menstruation (Regelblutung) sei vor einer Woche aufgetreten.
Aktuell hat sie keine gynäkologischen Beschwerden.
Die letzte 13. Vorsorgeuntersuchung (präventive ärztliche Untersuchung) sei vor einem Jahr erfolgt und unauffällig gewesen.
Medikamente
Derzeit nimmt die Patientin laut eigenen Angaben folgende Medikamente ein:
Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
Aciclovir-Salbe
Salbutamol
ein Pflaster gegen Zervikalgien
Allergien und Unverträglichkeiten
Die Patientin hat folgende Allergien und Unverträglichkeiten angegeben:
Haselnüsse und Walnüsse mit 14. Meteorismus (Blähungen).
15. Fruktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Fruchtzucker) gegenüber Weintrauben und reifen Birnen, mit 16. abdominellen Schmerzen (Bauchschmerzen) und 17. Diarrhö (Durchfall).
18. Nickelallergie (Allergie gegen Nickel) mit 19. Erythem (Hautrötung) und 20. Pruritus (Juckreiz).
Noxen
In der Noxenanamnese gab die Patientin an, seit zehn Jahren Nichtraucherin zu sein, zuvor jedoch über einen Zeitraum von drei Jahren täglich etwa zehn Zigaretten geraucht zu haben, entsprechend 21. 1,5 Packungsjahren [Pack Years] (Maß für die Raucherbelastung).
Außerdem trinke sie gelegentlich Wein; einen Drogenkonsum habe sie verneint.
Sozialanamnese
In der Sozialanamnese teilte die Patientin mit, sie sei als Moderatorin beim ZDF tätig. Sie sei verheiratet und lebe mit ihrem Ehemann zusammen. Sie habe keine Kinder.
Familienanamnese
Bei ihrem Vater im Alter von 70 Jahren wurde ein 22. Hirntumor (Tumor des Gehirns) diagnostiziert, an dem er neun Monate später verstorben sei.
Ihre Mutter hat im Alter von 60 Jahren aufgrund einer fortgeschrittenen 23. Arthrose (Gelenkverschleiß) eine 24. Hüft-Totalendoprothese (künstliches Hüftgelenk) rechts erhalten.
Zudem leide eine Tante der Patientin an 25. Migräne (anfallsartigen Kopfschmerzen).
