Arzt-Arzt-Pneumonie

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zur ambulant erworbenen Pneumonie mit strukturierter Oberarztvorstellung, typischer Anamnese, körperlicher Untersuchung, Labor- und Röntgenbefunden sowie leitliniengerechter Therapie. Der Beitrag behandelt die Besonderheiten bei Penicillinallergie und enthält Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

Fachleiter

Pneumonie

Frau Mayer · 88 Jahre · Notaufnahme

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Kategorie Angaben
Patientin Frau Mayer, 88 Jahre
Aufnahmeort Notaufnahme
Aufnahmegrund
  • Fieber
  • Produktiver Husten mit gelblich-grünlichem Auswurf
  • Dyspnoe
  • Ausgeprägte Abgeschlagenheit
  • Pleuritische thorakale Schmerzen bei Husten
Verdachtsdiagnose Pneumonie
Vegetative Anamnese Obstipation
Relevante Vorerkrankungen
  • Diabetes mellitus Typ 2, unzureichend eingestellt (HbA1c 8,9 %)
  • Arterielle Hypertonie
Pulmonale Vorerkrankungen Keine bekannt
Medikamente
  • Metformin 500 mg zweimal täglich
  • Ramipril 5 mg einmal täglich
  • Atorvastatin 20 mg abends
  • Acetylsalicylsäure 100 mg einmal täglich

Seit gestern keine Medikamenteneinnahme.

Gegen COVID-19 geimpft.

Allergien Penicillin
Allgemeinzustand Deutlich reduziert, orientiert
Vitalparameter bei Aufnahme
  • Blutdruck: 110/85 mmHg
  • Puls: 90/min
  • Körpertemperatur: 39 °C
  • Sauerstoffsättigung: 91 %
Körperliche Untersuchung
  • Linksseitig feuchte Rasselgeräusche
  • Zeichen einer respiratorischen Beeinträchtigung mit Dyspnoe, Tachypnoe und Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Laborbefunde Entzündungsparameter erhöht:
  • C-reaktives Protein: 86 mg/L
  • Leukozytose: 16.000/µL
Bildgebung Röntgen-Thorax: Lokal begrenztes Infiltrat im linken Oberlappen
Bisheriges Vorgehen
  • Stationäre Aufnahme
  • Sauerstoffgabe: 1 L/min über Nasenbrille
  • Flüssigkeitssubstitution
  • Antipyretische Therapie
Antibiotische Therapie Levofloxacin intravenös
Weiteres therapeutisches Vorgehen
  • Atemtherapie angemeldet
  • Klinische und laborchemische Verlaufskontrolle
  • Endokrinologisches Konsil
Weiteres Vorgehen bei Besserung Bei klinischer Stabilisierung und Fieberrückgang Umstellung beziehungsweise Fortführung der antibiotischen Therapie nach etwa 48 Stunden.

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag, Herr Oberarzt, ich möchte Ihnen Frau vorstellen.

Es handelt sich um eine Patientin, die sich mit dem Verdacht auf eine Pneumonie in unserer vorgestellt hat.

Aufnahmegrund waren bis , ein mit , , eine ausgeprägte sowie stechende beim Husten im Sinne .

In der vegetativen Anamnese berichtete die Patientin über .

An relevanten Vorerkrankungen bestehen ein , derzeit unzureichend eingestellt mit einem von , sowie eine . Erkrankungen der Lunge sind nicht bekannt.

Die Dauermedikation umfasst , , sowie .

Seit gestern wurden keine mehr eingenommen.

Allergologisch besteht eine Allergie gegen .

Körperliche Untersuchung

Bei Aufnahme zeigte sich ein deutlich reduzierter , die Patientin war jedoch wach und zeitlich, örtlich und zur Person .

Die Vitalparameter bei Aufnahme waren wie folgt:

Der Blutdruck lag bei , der Puls bei , die Körpertemperatur bei und die Sauerstoffsättigung bei unter Raumluft.

In der körperlichen Untersuchung fanden sich linksseitig sowie Zeichen einer mit , erhöhter und Einsatz der .

Weiteres Vorgehen

Laborchemisch zeigten sich deutlich erhöhte mit einem von sowie eine erhöhte Anzahl weißer von .

Im Röntgenbild des zeigte sich ein umschriebenes im linken oberen .

Zusammenfassend gehen wir von einer aus.

Therapeutisch wurde bereits eine veranlasst. Es erfolgte eine mit einem Liter pro Minute über eine , eine sowie eine .

Aufgrund der Penicillinallergie wurde eine antibiotische Therapie mit über die begonnen.

Damit schließe ich meine Vorstellung ab. Vielen Dank.

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