Arzt-Arzt-Niereninsuffizienz

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zur inkarzerierten linksseitigen Leistenhernie mit strukturierter Oberarztvorstellung, typischer Anamnese, körperlicher Untersuchung sowie sonographischer und radiologischer Diagnostik. Der Beitrag behandelt die notfallmäßige operative Versorgung mittels transabd

Fachleiter

Akut-auf-chronische Niereninsuffizienz

Herr Hegel · 75 Jahre · Notaufnahme

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Kategorie Inhalt
Patient Herr Hegel, 75 Jahre
Aufnahmeanlass Vorstellung in der Notaufnahme wegen seit drei Tagen zunehmender Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit sowie seit einem Tag bestehender Verwirrtheit und Schwindel bei deutlich reduzierter Urinproduktion.
Aktuelle Anamnese
  • Seit drei Tagen Oligurie (Diurese < 400 ml/Tag).
  • Progrediente Allgemeinsymptomatik mit Müdigkeit, Inappetenz und Übelkeit.
  • Seit gestern kognitive Einschränkung mit Verwirrtheit.
  • Kein Fieber, kein Thoraxschmerz, kein Erbrechen, keine Diarrhö.
Relevante Vorerkrankungen
  • Arterielle Hypertonie seit 15 Jahren.
  • Diabetes mellitus Typ 2 seit 10 Jahren.
  • Chronische Niereninsuffizienz (CKD Stadium 3).
Sozialanamnese
  • Nichtraucher.
  • Gelegentlicher Alkoholkonsum.
Allergien Keine bekannt.
Medikation
  • Lisinopril 5 mg (1–0–0).
  • Metformin 850 mg (1–0–1).
  • ASS 100 mg (0–1–0).
Vitalparameter
  • Blutdruck: 160/100 mmHg.
  • Puls: 88/min.
  • Temperatur: 36,8 °C.
  • Gewicht: 85 kg.
Körperliche Untersuchung
  • Blasse Haut.
  • Leichte beidseitige Unterschenkelödeme.
  • Herz- und Lungenbefund unauffällig.
  • Abdomen weich und nicht druckschmerzhaft.
Neurologischer Status
  • Mäßig eingeschränkte Vigilanz.
  • Verwirrtheit.
EKG Unauffälliger Befund.
Laborbefunde
  • Kreatinin: 4,8 mg/dl.
  • Harnstoff: 85 mg/dl.
  • Kalium: 5,9 mmol/l (Hyperkaliämie).
  • Natrium: 133 mmol/l (leichte Hyponatriämie).
  • Hämoglobin: 11,5 g/dl.
Nierenfunktion Geschätzte GFR < 15 ml/min.
(Verdachts-)Diagnose Akut-auf-chronische Niereninsuffizienz (akutes Nierenversagen auf dem Boden einer chronischen Niereninsuffizienz).
Differenzialdiagnosen
  • Prärenale Genese (z. B. Exsikkose oder Medikamenteneffekt) möglich.
  • Postrenale Ursache (Harnabflussstörung) auszuschließen.
Akute Maßnahmen
  • Intravenöse Volumentherapie mit 0,9 % Natriumchloridlösung.
  • Pausieren nierenwirksamer bzw. potenziell nephrotoxischer Medikation (ACE-Hemmer, Metformin).
Weiterführende Diagnostik
  • Nierensonographie.
  • Urinsediment.
  • Blutgasanalyse.
Überwachung
  • Engmaschige Kontrolle von Elektrolyten.
  • Verlaufskontrolle der Retentionsparameter und Nierenfunktion.
  • Überwachung des Säure-Basen-Status.
  • Kontrolle der Diurese.
Weiteres Vorgehen
  • Prüfung der Dialyseindikation.
  • Frühzeitige nephrologische Konsiliarvorstellung bzw. Mitbeurteilung.

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag, Herr Doktor,

ich möchte Ihnen Herrn , Jahre alt, mit der Verdachtsdiagnose einer vorstellen.

Der Patient stellte sich in der Notaufnahme aufgrund seit progredienter , und vor. Seit einem Tag besteht zusätzlich eine akute im Sinne einer sowie . Zudem berichtet der Patient über eine ausgeprägte mit einer eingeschätzten von unter Millilitern pro Tag.

In der aktuellen Anamnese bestehen keine Hinweise auf , , oder .

An relevanten Vorerkrankungen sind eine seit , ein seit sowie eine im bekannt.

Der Patient ist und gibt einen gelegentlichen an. Allergien sind nicht bekannt.

Die Dauermedikation umfasst , sowie .

Körperliche Untersuchung

Bei Aufnahme zeigte sich ein Blutdruck von Millimeter Quecksilber bei Herzfrequenz von pro Minute, Körpertemperatur von Grad Celsius sowie einem Körpergewicht von Kilogramm.

In der klinischen Untersuchung imponierten eine Haut sowie diskrete . Der war unauffällig. Das Abdomen zeigte sich weich und .

Neurologisch bestand eine mäßige .

Weiteres Vorgehen

Laborchemisch zeigten sich deutlich erhöhte mit einem Kreatinin von Milligramm pro Deziliter und einem Harnstoff von Milligramm pro Deziliter. Zudem bestand eine mit Millimol pro Liter sowie eine milde mit Millimol pro Liter. Die geschätzte lag unter Milliliter pro Minute.

Weiterführend sind eine , eine Urinsedimentanalyse sowie eine Blutgasanalyse geplant.

Damit schließe ich meine Vorstellung ab. Vielen Dank.

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