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Anamnese-Peptisches Ulkus

Praxisnahes FaMed-Arzt-Patient-Gespräch zur Anamnese eines Patienten mit epigastrischen Oberbauchschmerzen und Verdacht auf ein peptisches Ulkus. Der Beitrag vermittelt eine strukturierte Anamnese mit Leitsymptomen, vegetativer Anamnese, Medikamenten-, Noxen-, Sozial- und Familienanamnese sowie wichtigen Differenzialdiagnosen. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

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Transkript-Peptisches Ulkus-FaMed

Kategorie Inhalt
Patient Markus Becker, 38 Jahre (geb. 12.03.1988), 1,78 m, 82 kg
Leitsymptom Seit 3 Tagen brennende epigastrische Oberbauchschmerzen, Schmerzintensität 6/10, konstant, keine Ausstrahlung, Verschlechterung nach dem Essen
Begleitsymptome Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen (v. a. morgens), Appetit leicht vermindert
Verneint Hämatemesis, Kaffeesatzerbrechen, Meläna, Hämatochezie, Dyspnoe, kardiale Beschwerden, Fieber, Schüttelfrost, Gewichtsverlust
Frühere Beschwerden Ähnliche Beschwerden bereits früher, jedoch schwächer ausgeprägt
Akutmedikation Ibuprofen, mit Verschlechterung der Beschwerden
Vegetative Anamnese Appetit vermindert; Schlaf, Miktion und Stuhlgang unauffällig
Vorerkrankungen Migräne
Dauermedikation Ibuprofen 600 mg bei Bedarf (teils überdosiert), Cetirizin 10 mg bei Bedarf, kein Magenschutz
Allergien Heuschnupfen, keine Medikamentenallergien
Suchtanamnese Raucht ca. 15 Zigaretten/Tag, ca. 4–5 Bier/Woche, keine Drogen
Sozialanamnese Sachbearbeiter im Büro, erhöhter beruflicher Stress, verheiratet, keine Kinder, lebt mit Ehefrau
Familienanamnese Vater: arterielle Hypertonie; Mutter: Magenprobleme

Fachleiter

Herr Markus Becker, (1) 38 Jahre alt, stellte sich aufgrund seit etwa (2) drei Tagen bestehender (3) epigastrischer Oberbauchschmerzen vor.
Die Schmerzen werden als (4) brennend, epigastrisch lokalisiert, (5) nicht ausstrahlend und konstant beschrieben. Die Schmerzintensität betrage etwa (6) 6 von 10 auf der numerischen Ratingskala. Eine (7) Nahrungsaufnahme führe zu einer deutlichen Beschwerdezunahme.
Begleitend berichtet der Patient über (8) Sodbrennen, (9) Übelkeit sowie mehrfaches (10) Erbrechen, insbesondere in den Morgenstunden. (11) Hämatemesis beziehungsweise (12) Kaffeesatzerbrechen werden ebenso verneint wie (13) Meläna oder (14) Hämatochezie. Ferner bestehen keine (15) Dyspnoe, (16) Palpitationen, thorakale Schmerzen oder Engegefühle. (17) Fieber, (18) Schüttelfrost sowie ein ungewollter (19) Gewichtsverlust werden ebenfalls verneint. Der Appetit ist leicht vermindert.
Ähnliche Beschwerden seien bereits in der Vergangenheit aufgetreten, jedoch deutlich (20) schwächer ausgeprägt.
Zur Selbstmedikation nahm der Patient (21) Ibuprofen ein, worunter sich die Beschwerden eher (22) verschlechterten.
An Vorerkrankungen ist eine (23) Migräne bekannt.
An Dauermedikation nimmt der Patient (24) Ibuprofen (25) 600 mg bei Bedarf gegen Kopfschmerzen ein, wobei er nach eigenen Angaben die empfohlene (26) Dosierung gelegentlich überschreitet. Zusätzlich verwendet er (27) Cetirizin (28) 10 mg bei Bedarf aufgrund eines (29) Heuschnupfens. Eine (30) gastroprotektive Begleitmedikation besteht nicht.
Als Allergie ist ein (31) Heuschnupfen bekannt. (32) Medikamentenallergien werden verneint.
In der (33) Noxenanamnese berichtet der Patient über einen (34) Nikotinkonsum von etwa (35) 15 Zigaretten täglich sowie einen (36) Alkoholkonsum von (37) vier bis fünf Bier pro Woche. Ein (38) Drogenkonsum wird verneint.
Sozialanamnestisch arbeitet Herr Becker als (39) Sachbearbeiter im Büro und berichtet über eine erhöhte berufliche (40) Stressbelastung. Er ist (41) verheiratet, (42) kinderlos und lebt gemeinsam mit seiner (43) Ehefrau.
Familienanamnestisch besteht beim Vater eine (44) arterielle Hypertonie. Die Mutter litt an wiederkehrenden (45) Magenbeschwerden.

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