🌍 Übersetzung Text markieren

Anamnese – Panzytopenie

Praxisnahes FaMed-Arzt-Patient-Gespräch zur Anamnese eines Patienten mit Fatigue und Verdacht auf eine Panzytopenie. Der Beitrag vermittelt eine strukturierte Anamnese mit Leitsymptomen, Blutungsneigung, Infektzeichen, B-Symptomatik sowie relevanter Vor-, Medikamenten-, Sozial- und Familienanamnese. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

Simulator (Transkript)

Anwendung

Instagram

YouTube

Transkript-Panzytopenie-FaMed

Fachleiter

Kategorie Inhalt
Patient Heinrich Schmidt, 63 Jahre (Geburtsdatum nicht erhoben), ca. 1,78 m, ca. 80 kg, Ingenieur im Ruhestand, lebt mit Ehefrau, 2 Kinder
Leitsymptom Seit 3–4 Wochen progrediente Müdigkeit und rezidivierendes Nasenbluten
Beschwerdecharakter Ausgeprägte Müdigkeit bereits bei geringer Belastung, 4–5 Epistaxis-Episoden innerhalb von 2 Wochen, spontane Hämatomneigung, einmalige Synkope vor wenigen Tagen mit Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen, keine relevante Verletzung
Begleitsymptome Fieber bis 38,5 °C, Belastungsdyspnoe, verminderter Appetit, unklarer Gewichtsverlust, starker Nachtschweiß, Blässe (von Angehörigen bemerkt), leichte Kopfschmerzen bei Fieber; keine relevanten Schmerzen
Verneint Kein Husten oder Erkältungssymptome, keine Diarrhö, kein Blut im Stuhl, urogenital unauffällig
Vegetative Anamnese Verminderter Appetit, vermutlich Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Stuhlgang und Miktion unauffällig
Vorerkrankungen Schlaganfall 2013 bei Herzrhythmusstörungen, keine relevanten Residuen
Medikation Apixaban (Eliquis), Antihypertensiva, regelmäßige morgendliche Einnahme
Allergien Keine bekannten Medikamenten- oder Lebensmittelallergien
Sozialanamnese Nichtraucher, seltener Alkoholkonsum, früher körperlich aktiv, aktuell deutlich reduzierte Belastbarkeit
Familienanamnese Vater: Herzerkrankung (verstorben >70 Jahre); Mutter: arterielle Hypertonie
Besonderheiten Keine Reisen, keine tastbaren Lymphknotenschwellungen, keine Infektzeichen außer Fieber

Fachleiter

Herr Heinrich Schmidt, (1) 63 Jahre alt, stellte sich auf Überweisung seines Hausarztes aufgrund seit etwa (2) drei bis vier Wochen bestehender (3) progredienter Fatigue und (4) Leistungsminderung vor.
Der Patient berichtet über eine ausgeprägte (5) Belastungsintoleranz, sodass bereits geringe körperliche Anstrengungen zu erheblicher Erschöpfung führen. Im Verlauf seien die Beschwerden deutlich (6) progredient gewesen.
Begleitend berichtet der Patient über (7) rezidivierende Epistaxis mit insgesamt (8) vier bis fünf Episoden innerhalb der vergangenen zwei Wochen sowie über eine erhöhte (9) Hämatomneigung mit spontan auftretenden (10) Ekchymosen an Armen und Beinen.
Vor wenigen Tagen sei es zu einer (11) Synkope gekommen. Prodromal hätten (12) Schwindel sowie ein (13) kurzzeitiges Schwarzwerden vor den Augen bestanden. Relevante Verletzungen infolge des Ereignisses werden verneint.
Ferner berichtet der Patient über (14) Fieber bis (15) 38,5 °C, (16) Appetitminderung, einen nicht genau quantifizierbaren (17) ungewollten Gewichtsverlust, (18) Belastungsdyspnoe, ausgeprägten (19) Nachtschweiß sowie eine von den Angehörigen bemerkte (20) Blässe. Gelegentlich bestehen leichte (21) Kopfschmerzen im Zusammenhang mit fieberhaften Episoden.
(22) Husten, (23) Halsschmerzen oder andere (24) Infektzeichen werden ebenso verneint wie (25) Diarrhö, (26) Hämatochezie, (27) Makrohämaturie, (28) Pollakisurie sowie tastbare (29) Lymphknotenschwellungen.
An Vorerkrankungen besteht ein (30) ischämischer Schlaganfall im Jahr (31) 2013 im Rahmen von (32) Herzrhythmusstörungen. Initial bestanden eine (33) rechtsseitige Armparese sowie (34) Sprachstörungen, die sich im Verlauf nahezu vollständig zurückgebildet haben. Relevante neurologische (35) Residuen bestehen aktuell nicht.
Als Dauermedikation nimmt der Patient (36) Apixaban (Eliquis) zur (37) Antikoagulation sowie (38) Antihypertensiva ein. Die Medikamente werden regelmäßig (39) morgens eingenommen.
Allergien gegen Medikamente oder Nahrungsmittel sind (40) nicht bekannt.
In der (41) Noxenanamnese verneint der Patient einen (42) Nikotinkonsum. Alkohol wird nur gelegentlich in Form eines (43) Glases Wein am Wochenende konsumiert.
Sozialanamnestisch ist der Patient (44) Ingenieur im Ruhestand. Er lebt gemeinsam mit seiner (45) Ehefrau und hat (46) zwei Kinder. Früher war er regelmäßig körperlich aktiv durch (47) Spaziergänge und (48) Radfahren, aktuell ist seine Belastbarkeit jedoch deutlich eingeschränkt.
Familienanamnestisch verstarb der Vater im Alter von über (49) 70 Jahren an einer (50) Herzerkrankung. Bei der Mutter besteht eine (51) arterielle Hypertonie.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top