🌍 Übersetzung Text markieren

Arzt-Arzt-Vorhofflimmern

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zum Vorhofflimmern mit tachykarder Überleitung und hämodynamischer Instabilität. Der Beitrag vermittelt die strukturierte Oberarztvorstellung mit Anamnese, körperlicher Untersuchung, EKG-Befunden sowie dem therapeutischen Vorgehen mit Antikoagulation, transösophagealer Echokardiographie und geplanter elektrischer Kardioversion. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

Fachleiter

Kategorie Angaben
Patientin Frau Steurmann, 55 Jahre
Vorstellungsort Rettungsstelle
Leitsymptom / Vorstellungsgrund Wiederholte Attacken mit Schwindel, Herzklopfen und kurzzeitigem Bewusstseinsverlust; eine Attacke hielt etwa eine Stunde an. Sturzereignis im Rahmen einer Positionsunsicherheit.
Aktuelle Symptome • Schwindel • Palpitationen • Zittern • Schweißausbrüche • Übelkeit • Erbrechen
Verdachtsdiagnose Vorhofflimmern mit tachykarder Überleitung
Relevante Vorerkrankungen • Diabetes mellitus Typ 2 • Arterielle Hypertonie • Morbus Parkinson • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) Gold II
Sozialanamnese Nichtraucherin, geringer Alkoholkonsum
Dauermedikation • Metformin 1000 Milligramm einmal täglich • Salbutamol inhalativ bei Bedarf
Medikation bei Aufnahme Clexane (Antikoagulation)
Vitalparameter • Blutdruck: 90/65 Millimeter Quecksilbersäule • Puls: 140/min (tachykard, arrhythmisch) • Atemfrequenz: 26/min • Temperatur: 36,7 °C • Sauerstoffsättigung: 92 %
Körperliche Untersuchung • Herz, Lunge und Abdomen unauffällig • Abdomen weich • Kein auffälliger Lymphknotenstatus • Neurologisch kein fokales Defizit
Labor • Glykiertes Hämoglobin (HbA1c): 6,9 % • Übrige Laborparameter unauffällig
Elektrokardiogramm • Irregulärer Rhythmus • Tachykardie mit etwa 137 Schlägen pro Minute • Keine ST-Strecken-Veränderungen
Risikoeinschätzung Hämodynamische Instabilität mit Hypotonie und Synkope
CHA₂DS₂-VASc-Score 3 Punkte (arterielle Hypertonie = 1, Diabetes mellitus = 1, weibliches Geschlecht = 1) → Indikation zur langfristigen oralen Antikoagulation
Bisheriges Vorgehen • Stationäre Aufnahme • Therapeutische Antikoagulation mit Heparin
Weiteres geplantes Vorgehen • Transösophageale Echokardiographie zum Ausschluss eines intrakardialen Thrombus • Anschließend elektrische Kardioversion

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag Herr Oberarzt, ich möchte Ihnen Frau (1) Steurmann vorstellen.
Es handelt sich um eine (2) fünfundfünfzigjährige Patientin, die sich in der (3) Rettungsstelle aufgrund wiederholter Attacken mit (4) Schwindel, (5) Palpitationen und kurzzeitigem (6) Bewusstseinsverlust vorgestellt hat. Als Diagnose besteht ein (7) Vorhofflimmern mit (8) tachykarder Überleitung. Eine der Attacken hielt etwa (9) eine Stunde an. Im Rahmen der Beschwerden kam es zudem zu einem (10) Sturzereignis bei ausgeprägter (11) Positionsunsicherheit, jedoch ohne ernsthafte Verletzungen.
Aktuell berichtet die Patientin über (12) Schwindel, (13) Palpitationen, (14) Zittern, (15) Schweißausbrüche, (16) Übelkeit sowie (17) Erbrechen.
Als Verdachtsdiagnose besteht ein (18) Vorhofflimmern mit (19) tachykarder Überleitung.
An relevanten Vorerkrankungen sind ein (20) Diabetes mellitus Typ zwei, eine (21) arterielle Hypertonie, ein (22) Morbus Parkinson sowie eine (23) chronisch obstruktive Lungenerkrankung im Stadium (24) Gold zwei bekannt.
In der Sozialanamnese gibt die Patientin an, (25) Nichtraucherin zu sein und nur gelegentlich (26) Alkohol zu konsumieren.
An Dauermedikation nimmt sie (27) Metformin eintausend Milligramm einmal täglich sowie (28) Salbutamol inhalativ bei Bedarf ein. Bei Aufnahme erhielt sie zusätzlich eine Antikoagulation mit (29) Heparin.
Die Patientin ist (30) Rentnerin.
Bei einem Körpergewicht von etwa (31) fünfundsiebzig Kilogramm liegt ihr (32) Body-Mass-Index im leicht erhöhten Bereich.

Körperliche Untersuchung

Bei der Aufnahme zeigten sich folgende Vitalparameter: Der Blutdruck lag bei (33) neunzig zu fünfundsechzig Millimeter Quecksilbersäule, der Puls bei (34) einhundertvierzig Schlägen pro Minute, (35) tachykard und (36) arrhythmisch. Die Atemfrequenz betrug (37) sechsundzwanzig pro Minute, die Temperatur lag bei (38) sechsunddreißig Komma sieben Grad Celsius und die Sauerstoffsättigung bei (39) zweiundneunzig Prozent.
In der körperlichen Untersuchung zeigten sich Herz, Lunge und Abdomen (40) unauffällig. Das Abdomen war (41) weich und es fanden sich keine auffälligen (42) Lymphknoten. Neurologisch bestand kein (43) fokales Defizit.

Weiteres Vorgehen

Laborchemisch zeigte sich ein (44) glykiertes Hämoglobin von (45) sechs Komma neun Prozent, die übrigen Laborparameter waren unauffällig.
Im Elektrokardiogramm zeigte sich ein (46) irregulärer Rhythmus mit einer Tachykardie von etwa (47) einhundertsiebenunddreißig Schlägen pro Minute, ohne (48) ST-Strecken-Veränderungen.
Im weiteren Verlauf ist eine (49) transösophageale Echokardiographie zum Ausschluss intrakardialer Thromben geplant. Anschließend ist eine (50) elektrische Kardioversion vorgesehen.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top