Arzt-Arzt-Hämorrhoiden

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zu Hämorrhoiden zweiten Grades mit strukturierter Oberarztvorstellung, typischer Anamnese, körperlicher Untersuchung, digital-rektaler Untersuchung und Rektoskopie. Der Beitrag behandelt die Differenzialdiagnose rektaler Blutungen sowie die konservative Therapie und das weitere Vorgehen. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

Fachleiter

Hämorrhoiden Grad II

Herr Markus Schneider · 48 Jahre · Notaufnahme

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Kategorie Inhalt
Patient Herr Markus Schneider, 48 Jahre
Vorstellungsgrund Vorstellung in der Notaufnahme wegen hellroter Blutungen am Toilettenpapier bzw. im Toilettenbecken und Juckreiz am After
Verdachtsdiagnose Hämorrhoiden Grad II
Leitsymptom Hellrote Blutung beim Stuhlgang
Hauptsymptomatik Seit ca. einem Monat hellrote Blutungen beim Stuhlgang (ca. 3×/Woche, wenige Tropfen); kein Schmerz beim Stuhlgang; gelegentlicher Juckreiz am After
Stuhlverhalten Normal geformter Stuhl; kein Durchfall; keine regelmäßige Verstopfung
B-Symptomatik Keine Gewichtsabnahme; kein Fieber; kein Nachtschweiß
Weitere Beschwerden Keine abdominalen Schmerzen
Vorerkrankungen Keine bekannt
Voroperationen Keine
Allergien Keine bekannt
Medikation Keine Dauermedikation
Risikofaktoren
  • Sitzende Tätigkeit (Büroarbeit)
  • Gelegentliche Verstopfung
  • Raucher: ca. 10 Zigaretten/Tag
  • Alkohol: 2–3 Bier am Wochenende
Sozialanamnese Geschieden, zwei Kinder; arbeitet als Bürokaufmann
Familienanamnese Keine relevanten Erkrankungen bekannt
Vitalparameter
  • Blutdruck: 130/85 mmHg
  • Puls: 84/min, regelmäßig
  • Temperatur: 36,3 °C
Inspektion Anus Sichtbare, leicht geschwollene Hämorrhoiden; keine Thrombose
Digital-rektale Untersuchung Kein schmerzhaftes Areal; kein Knoten tastbar
Labor
  • Hb: 14 g/dl (normal)
  • CRP: 3 mg/l (normal)
  • Leukozyten im Normbereich
Rektoskopie Hämorrhoiden Grad II bestätigt; kein Tumorverdacht; keine Analfissur
Therapie Lokale Behandlung mit Zinkoxid-Salbe; ballaststoffreiche Ernährung
Aufklärung Vermeidung von Pressen; Anpassung der Stuhlgewohnheiten
Verlauf Kontrolltermin in 2 Wochen
Weiteres Vorgehen Bei Verschlechterung (stärkere Blutung, Schmerzen): erneute Vorstellung; ggf. proktologische Intervention

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag, Herr Professor Doktor Müller.

Ich möchte Ihnen Herrn vorstellen.

Bei dem Patienten besteht der Verdacht auf mit .

Herr Schneider ist Jahre alt und stellte sich in der Notaufnahme im Sinne einer vor. Die Blutungen traten sowohl am als auch im auf. Zusätzlich berichtete der Patient über gelegentlichen im Bereich des .

Die Beschwerden bestehen seit etwa und treten ungefähr auf. Dabei handelt es sich jeweils um wenige Tropfen . Schmerzen beim werden vom Patienten verneint.

Der Stuhlgang ist . Durchfall oder anhaltende werden nicht angegeben, wobei gelegentlich eine leichte besteht.

Allgemeinsymptome wie , oder ungewollter werden verneint. Ebenso bestehen keine .

Relevante sind nicht bekannt. Der Patient wurde bisher nicht . Allergien sind ebenfalls nicht bekannt. Eine regelmäßige besteht nicht.

In der Sozialanamnese ist der Patient , hat Kinder und arbeitet als . Er übt eine überwiegend Tätigkeit aus. Zudem raucht er etwa Zigaretten täglich und konsumiert am Wochenende Bier.

Die ist unauffällig.

Körperliche Untersuchung

Bei Aufnahme zeigte sich der Patient in stabilem . Der Blutdruck lag bei Millimeter Quecksilbersäule, der Puls bei Schlägen pro Minute und die Körpertemperatur bei Grad Celsius.

In der körperlichen Untersuchung zeigten sich bei der des Afters sichtbare, leicht geschwollene ohne Hinweis auf eine . In der Untersuchung zeigte sich kein schmerzhaftes Areal und kein tastbarer .

Weiteres Vorgehen

Die ergab einen normalen von Gramm pro Deziliter sowie unauffällige .

In der Untersuchung konnten Hämorrhoiden zweiten Grades bestätigt werden. Es ergaben sich keine Hinweise auf eine Veränderung und keine .

Zusammenfassend gehen wir von als Ursache der Blutung aus.

Therapeutisch wurde eine Behandlung eingeleitet. Es wurde eine lokale Therapie mit einer empfohlen sowie eine ballaststoffreiche Ernährung.

Eine Verlaufskontrolle ist in geplant.

Damit schließe ich meine Vorstellung ab. Vielen Dank.

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