Arzt-Arzt-Eisenmangelanämie

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zur Eisenmangelanämie mit strukturierter Oberarztvorstellung, typischer Anamnese, körperlicher Untersuchung, Laborbefunden und sonographischer Diagnostik. Der Beitrag behandelt die Ursachenabklärung, insbesondere Menorrhagie bei Uterusmyom, sowie die leitliniengerechte Therapie und Nachsorge. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

Fachleiter

Eisenmangelanämie

Frau Lisa Müller · 27 Jahre · Notaufnahme

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Kategorie Inhalt
(Verdachts-)Diagnose / Leitsymptom Eisenmangelanämie
Name, Alter Frau Lisa Müller, 27 Jahre
Aufnahmegrund Vorstellung in der Notaufnahme wegen zunehmender Müdigkeit und Schwindel
Hauptsymptomatik / Anamnese
  • Seit Wochen Leistungsminderung, Blässe, Konzentrationsstörung und Palpitationen
  • Hypermenorrhoe seit ca. 6 Monaten, Blutungsdauer bis 8 Tage, hoher Tamponverbrauch
  • Keine gastrointestinalen Blutungen
  • Kein Gewichtsverlust
  • Vegetarische Ernährung seit 3 Jahren
Vorerkrankungen
  • Dysmenorrhoe seit 2020
  • Allergische Rhinitis seit 2012
Allergien
  • Pollenallergie gegen Frühblüher
  • Keine Medikamentenallergien
Risikofaktoren
  • Vegetarische Ernährung
  • Starke Menstruationsblutungen
Sozialanamnese
  • Studentin der Biologie
  • Ledig
  • Nichtraucherin
Familienanamnese
  • Mutter: Uterusmyome
  • Vater: arterielle Hypertonie
Vitalparameter
  • Blutdruck: 105/65 mmHg
  • Herzfrequenz: 92/min
  • Atemfrequenz: 16/min
  • Sauerstoffsättigung: 98 % unter Raumluft
  • Temperatur: 36,8 °C
Körperliche Untersuchung
  • Unauffällig: Herz, Lunge, Abdomen und Neurologie
  • Auffällig: Blässe, spröde Nägel und kalte Extremitäten
Labor – unauffällig
  • Leberwerte
  • Nierenparameter
  • Elektrolyte
  • CRP
  • Blutzucker
Labor – pathologisch
  • Hb: 9,8 g/dl ↓
  • Hämatokrit: 29 % ↓
  • MCV: 72 fl, mikrozytär
  • MCH: 23 pg, hypochrom
  • Ferritin: 8 µg/l ↓
  • Transferrinsättigung: 9 % ↓
Apparative Diagnostik Sonographie: Vergrößerter Uterus, intramurales Myom von 2,8 cm, sonst unauffällig
Medikation bisher
  • Ibuprofen 400 mg p.o. bei Bedarf
  • Cetirizin 10 mg p.o. bei Bedarf
Neue Medikation
  • Eisen(II)-sulfat 100 mg 1–0–1 p.o.
  • Folsäure 5 mg 1–0–0 p.o.
  • Vitamin C empfohlen
Stationärer Verlauf
  • Orale Eisentherapie begonnen und gut vertragen
  • Hb-Anstieg um 0,5 g/dl
  • Gynäkologisches Konsil: Myom als Blutungsquelle
Procedere
  • Eisentherapie für 3 Monate fortführen
  • Kontrolle von Hb und Ferritin in 6 Wochen
  • Ggf. intravenöses Eisen bei Unverträglichkeit
  • Gynäkologische Vorstellung zur Zyklusregulation
  • Ernährungsberatung zu eisenreicher Kost

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag, Herr Professor.

Ich möchte Ihnen eine Patientin mit einer vorstellen.

Es handelt sich um Frau , Jahre alt, die sich in unserer Notaufnahme aufgrund von seit mehreren Wochen zunehmender und vorgestellt hat.

Die Patientin berichtet über eine ausgeprägte , , sowie . Besonders auffällig ist eine seit etwa sechs Monaten bestehende mit einer Blutungsdauer von bis zu Tagen und erhöhtem .

Gastrointestinale Blutungen sowie ein ungewollter werden verneint. Zudem ernährt sich die Patientin seit Jahren .

An Vorerkrankungen bestehen eine seit 2020 sowie eine allergische Rhinitis seit . Es liegt eine gegen Frühblüher vor, Medikamentenallergien sind nicht bekannt.

In der Familienanamnese finden sich bei der Mutter und beim Vater eine .

Die Patientin ist , und .

Körperliche Untersuchung

Bei Aufnahme zeigte sich die Patientin mit einem Blutdruck von Millimeter Quecksilbersäule, einer Herzfrequenz von pro Minute, einer Atemfrequenz von pro Minute, einer Sauerstoffsättigung von unter Raumluft sowie einer Körpertemperatur von Grad Celsius.

In der körperlichen Untersuchung zeigten sich Haut- und Schleimhäute, Nägel sowie Extremitäten. Herz, Lunge, Abdomen und neurologischer Status waren .

Weiteres Vorgehen

Laborchemisch zeigte sich eine , Anämie mit einem Hämoglobinwert von Gramm pro Deziliter, einem erniedrigten , einem verminderten sowie einem erniedrigten und einer reduzierten . Die übrigen Laborparameter waren unauffällig.

In der Sonographie zeigte sich ein Uterus mit einem Myom von Zentimetern als mögliche Blutungsquelle.

Therapeutisch wurde eine orale Eisentherapie mit sowie eingeleitet. Zusätzlich wurde die Einnahme von zur Verbesserung der Eisenresorption empfohlen.

Zusammenfassend gehen wir von einer aus, am ehesten bedingt durch eine chronische Blutung im Rahmen der bei sowie begünstigt durch die Ernährung.

Damit schließe ich meine Vorstellung ab. Vielen Dank.

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