Arzt-Arzt-Gespräch-Asthma

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zur akuten Exazerbation eines allergischen Asthma bronchiale mit strukturierter Oberarztvorstellung, typischer Anamnese, körperlicher Untersuchung, Lungenfunktionsdiagnostik sowie leitliniengerechter Therapie. Zusätzlich enthält der Beitrag Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

Fachleiter

Akute Exazerbation eines allergischen Asthma bronchiale

Frau Alexa Frank · 32 Jahre · Notaufnahme

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Kategorie Allgemein Fachbegriff
(Verdachts-)Diagnose Asthma bronchiale allergischer Genese, akute Exazerbation
Patientin Alexa Frank, 32 Jahre
Vorstellungsgrund Notfallmäßige Vorstellung wegen nächtlicher Atemnot Notfallmäßige Vorstellung wegen nächtlicher Dyspnoe
Leitsymptome / Anamnese
  • Nächtliche Atemnot
  • Pfeifende Atmung
  • Engegefühl in der Brust
  • Wiederkehrende Hustenattacken
  • Beschwerden vor allem morgens und bei Belastung im Winter
  • Anfälle dauern einige Minuten und verschwinden von selbst
  • Kein Fieber oder Schleimhusten
  • Nächtliche Dyspnoe
  • Exspiratorisches Giemen
  • Thorakales Engegefühl
  • Rezidivierende Hustenattacken
  • Belastungsabhängige und saisonale Symptomatik
  • Minutenlange, spontan regrediente Anfälle
  • Keine Infektzeichen wie Fieber oder produktiver Husten
Vorerkrankungen
  • Heuschnupfen seit 15 Jahren
  • Neurodermitis in der Kindheit
  • Hautveränderungen besonders in den Arm- und Kniebeugen
  • Allergische Rhinitis seit 15 Jahren
  • Atopische Dermatitis in der Kindheit
  • Ekzematische Veränderungen vor allem in den Beugeregionen
Allergien Allergie gegen Pollen: Gräser und Birke Pollenallergie gegen Gräser und Birke
Risikofaktoren / Trigger
  • Nichtraucherin
  • Alkohol selten
  • Keine Drogen
  • Katze zu Hause
Sozialanamnese Lehrerin, verheiratet, zwei gesunde Kinder
Familienanamnese
  • Mutter hat Asthma
  • Vater hat Heuschnupfen
Vitalparameter bei Aufnahme
  • Blutdruck: 120/80 mmHg
  • Herzfrequenz: 88/min
  • Atemfrequenz: 20/min
  • Sauerstoffsättigung: 92 % unter Raumluft
  • Temperatur: 36,8 °C
Körperliche Untersuchung
  • Pulmonal: verlängertes Exspirium, beidseitiges exspiratorisches Giemen
  • Herz, Abdomen und Neurologie unauffällig
Labor
  • Blutbild ansonsten unauffällig
  • CRP normal
  • Leber- und Nierenwerte unauffällig
  • Eosinophilie: 6 %
Apparative Diagnostik
  • FEV₁: 68 %
  • Tiffeneau-Index: 65 %
  • Peak-Flow: 250 l/min
  • Reversible Obstruktion mit erniedrigtem FEV₁, Tiffeneau-Index und Peak-Flow
  • Nach Bronchodilatation: Anstieg des FEV₁ um > 12 % und > 200 ml
Vormedikation Cetirizin 10 mg einmal täglich
Therapie – neu
  • Budesonid/Formoterol inhalativ 2–0–2
  • Salbutamol 200 µg inhalativ bei Bedarf
Stationärer Verlauf Sauerstoffgabe 2 l/min mit Stabilisierung der Sauerstoffsättigung auf 96 %; keine weiteren Asthmaanfälle
Beurteilung Akute Asthmaexazerbation bei bislang nicht ausreichend behandeltem Asthma bronchiale
Procedere / Behandlungsplan
  • Fortführung der inhalativen ICS/LABA-Kombination mit Budesonid/Formoterol
  • Patientenschulung zu Inhalationstechnik und Peak-Flow-Monitoring
  • Termin zur allergologischen Abklärung und Asthmaschulung
Entlassungsplanung Entlassung bei stabiler Symptomatik voraussichtlich innerhalb von 48 Stunden

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag, Herr Prof. Dr. Hofmann.

Ich möchte Ihnen Frau Frank, 32 Jahre alt, vorstellen, sich aufgrund nächtlicher Dyspnoe im Rahmen eines Asthmaanfalls bei uns vorgestellt hat.

Die Patientin berichtete über rezidivierende Episoden nächtlicher Atemnot exspiratorischem Giemen sowie Engegefühl.

Zusätzlich bestehen seit Zeit anfallsartige Hustenattacken, insbesondere morgens sowie körperlicher Belastung Winter. Die Beschwerden dauern jeweils einige Minuten an und bilden sich spontan zurück.

Infektzeichen wie Fieber, Schüttelfrost oder produktiver Husten wurden verneint.

An Vorerkrankungen bestehen eine Rhinitis seit etwa 15 Jahren sowie eine atopische Dermatitis der Kindheit. ist außerdem eine Pollenallergie Gräser und Birke mit Heuschnupfensymptomatik.

Die Patientin sei , konsumiere Alkohol nur gelegentlich und verneine Drogenkonsum. Als möglicher Trigger eine Katzenhaltung .

der Familienanamnese seien ein Asthma bronchiale bei der Mutter sowie eine allergische Rhinitis beim Vater bekannt.

Körperliche Untersuchung

Bei Aufnahme zeigte die Patientin kreislaufstabil einem Blutdruck 120/80 mmHg und einer Herzfrequenz von 88/min. Die Atemfrequenz bei 20/min, die Sauerstoffsättigung betrug 92 % unter Raumluft, die Körpertemperatur 36,8 °C.

Pulmonal fiel ein Exspirium mit exspiratorischem Giemen auf.

Kardiale, abdominale sowie neurologische Untersuchungsbefunde waren .

Laborchemisch zeigten sich erhöhten Entzündungsparameter. Auffällig war lediglich eine Eosinophilie.

In Lungenfunktionsprüfung zeigte sich eine Ventilationsstörung mit FEV₁, reduziertem Tiffeneau-Index sowie Peak-Flow. Nach Bronchodilatation zeigte sich eine signifikante der Obstruktion.

Weiteres Vorgehen

handelt es sich am ehesten eine akute Exazerbation eines allergischen Asthma bronchiale bei bislang unzureichender Basistherapie.

Therapeutisch eine Sauerstoffgabe mit Stabilisierung der Sauerstoffsättigung auf 96 %. Zusätzlich wurde eine inhalative Therapie Budesonid/Formoterol eingeleitet sowie Salbutamol Bedarfsmedikation verordnet.

sind die Fortführung der inhalativen ICS/LABA-Kombination, strukturierte Patientenschulung hinsichtlich Inhalationstechnik und Peak-Flow-Monitoring sowie eine allergologische Mitbetreuung mit Asthmaschulung.

stabilem klinischem Verlauf ist die Entlassung voraussichtlich der nächsten 48 Stunden vorgesehen.

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