In diesem FSP-Fall geht es um einen Patienten mit akut einsetzendem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und dem Verdacht auf eine virale Gastroenteritis. Typische Symptome wie Bauchkrämpfe, Fieber, Flüssigkeitsverlust und allgemeines Krankheitsgefühl müssen gezielt erfragt und richtig eingeordnet werden. Im Mittelpunkt stehen die Beurteilung des Schweregrades, die Erkennung einer Dehydratation, die Abgrenzung wichtiger Differenzialdiagnosen sowie die Einleitung einer geeigneten Therapie.
Der Beitrag vermittelt alle prüfungsrelevanten Inhalte für die Fachsprachprüfung (FSP): strukturierte Anamnese, Arzt-Patient-Gespräch, Arzt-Arzt-Vorstellung, Verdachts- und Differenzialdiagnosen, diagnostisches Vorgehen mit körperlicher Untersuchung und Laboruntersuchungen, konservative Therapie mit Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich, typische Patientenfragen sowie wichtige Fachbegriffe und Formulierungen. Ergänzt wird der Fall durch Flashcards, Blueprint-Zusammenfassungen, ein Lernheft sowie interaktive KI-Trainings für eine realistische und praxisnahe Prüfungsvorbereitung.
Arzt-Patient-Gespräch
Arzt-Patient-Gespräch (fortgeschritten)
Royal Flash (Transkript + Simulator)
Arztbrief
Blueprint-Serie
Giftig-Serie
Lückentextübungen
Aktuelle und vegetative Anamnese
Sie ist 1. 75 Jahre alt, ein Meter 2. fünfundsechzig groß und wiegt etwa 3. 73 Kilogramm. Daraus ergibt sich ein Body-Mass-Index (BMI) von 26,8 kg/m², womit sie dem Bereich des 4. Übergewichts zuzuordnen ist.
Aktuelle Anamnese
Die Patientin stellte sich mit seit etwa 5. zehn Stunden bestehenden, plötzlich aufgetretenen 6. Diarrhöen (Durchfällen) vor.
Sie gab an, dass der Stuhlgang zu Beginn 7. wässrig und massig gewesen sei und im Verlauf 8. geringer, jedoch häufiger, 9. schleimig, ohne Nachweis von 10. Blut im Stuhl, geworden sei.
Zudem bestehen laut ihren Angaben 11. krampfartige abdominelle Schmerzen (Bauchschmerzen), die sich kurz nach dem 12. Stuhlgang besserten.
Begleitend liegen 13. Inappetenz (Appetitlosigkeit), 14. Nausea (Übelkeit), 15. Emesis (Erbrechen) von 16. Nahrungsresten mit daraus resultierendem 17. saurem Geschmack im Mund, Hinweise auf eine 18. Hypovolämie (Flüssigkeitsmangel) in Form von 19. Tachykardie (schnellem Herzschlag) und Durstgefühl, eine subjektiv 20. erhöhte Körpertemperatur (ohne Messung) sowie ausgeprägte 21. Energielosigkeit vor.
Verneint wurden 22. Hyperhidrose (vermehrtes Schwitzen), weitere Zeichen eines 23. viralen Infekts wie Halsschmerzen oder Exanthem, Hinweise auf eine 24. Hepatitis (Leberentzündung) wie Ikterus (25. Gelbsucht), Inkontinenz sowie Harn- und gynäkologische Beschwerden.
Die Patientin berichtete, dass im 26. Pflegeheim mehrere Personen ähnliche Beschwerden hätten.
In letzter Zeit bestanden weder 27. Reisen noch eine 28. auffällige Nahrungsaufnahme.
Sie gab an, in letzter Zeit keine 29. Antibiotika eingenommen zu haben.
Vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, abgesehen von einer 30. altersbedingten Insomnie, die gut auf 31. Baldrian-Dragees anspricht.
Als Folgekomplikation besteht eine chronische 32. Niereninsuffizienz, wobei die genaue 33. glomeruläre Filtrationsrate (GFR) derzeit nicht bekannt ist.
Es besteht zudem eine 34. Belastungsinkontinenz.
Rest
An Vorerkrankungen sind bei ihr die folgenden bekannt:
Bei der Patientin besteht seit etwa 30 Jahren eine 1. arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) mit durchschnittlichen Blutdruckwerten von 125/80 mmHg und damit guter Einstellung.
Die Diagnosestellung erfolgte mittels 2. 24-Stunden-Blutdruckmessung.
Gelegentlich kommt es infolge erhöhter Kochsalzzufuhr zu Blutdruckanstiegen bis 140 mmHg.
Eine stationäre Aufnahme war bislang nicht erforderlich.
Als Folgekomplikation besteht eine 3. chronische Niereninsuffizienz (dauerhafte Nierenschwäche), wobei die genaue 4. glomeruläre Filtrationsrate (Nierenfunktionswert) derzeit nicht bekannt ist.
Seit etwa 30 Jahren liegt eine 5. Hyperlipidämie (erhöhte Blutfettwerte) vor.
Vor etwa 20 Jahren wurde bei der Patientin nach einer 6. Synkope (kurzzeitigen Ohnmacht) ein 7. Vorhofflimmern (unregelmäßiger Herzrhythmus der Vorhöfe) diagnostiziert.
Seit etwa 15 Jahren bestehen eine 8. Gonarthrose (Kniegelenkverschleiß) sowie eine 9. Coxarthrose (Hüftgelenkverschleiß), die konservativ behandelt werden.
Die Schmerzen treten vor allem 10. unter Belastung auf, beispielsweise beim Treppensteigen.
Vor fünf Jahren kam es einmal zu einem 11. Sturz, ohne schwerwiegende Verletzungen; es bestand lediglich ein 12. Hämatom (Bluterguss) am Oberschenkel.
Im Alter von 13. 52 Jahren wurde eine 14. Routine-Koloskopie (vorsorgliche Darmspiegelung) durchgeführt, ohne pathologischen Befund.
Gynäkologie
Die Geburten erfolgten 15. spontan und komplikationslos.
Vor drei Jahren erfolgte eine 16. gynäkologische Vorstellung (Untersuchung beim Frauenarzt) ohne auffällige Befunde.
Medikamente
Folgende Medikamente stehen auf ihrem Rezept:
17. Baldrian-Dragees bei Bedarf
18. Bisoprolol 2,5 mg 1-0-0
19. Eliquis 2,5 mg 1-0-1
20. Paracetamol 500 mg bei Bedarf
21. Simvastatin
Sie ist gegen 22. COVID-19 (Coronavirus-Erkrankung) geimpft.
Allergien
Es besteht eine 23. Aprikosenintoleranz mit Bauchschmerzen und Blähungen sowie eine Allergie gegen Cotrimoxazol mit 24. Urtikaria (Nesselsucht).
25. Fosfomycin wurde anschließend gut vertragen.
Noxen
Sie ist 26. Nichtraucherin, trinkt keinen Alkohol und konsumiert keine Drogen.
Sozialanamnese
Sie ist derzeit 27. ledig und lebt in einem 28. Pflegeheim.
Sie hat 29. zwei gesunde Töchter sowie 30. Enkelkinder, zu denen aktuell kein Kontakt besteht.
Beruflich war sie als 31. Verkäuferin tätig und ist seit etwa 15 Jahren im Ruhestand.
Familienanamnese
Die Mutter litt an 32. Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) und arterieller Hypertonie und verstarb an den Folgen eines 33. Schlaganfalls (Apoplex).
Der Vater hatte eine chronische, rauchassoziierte Lungenerkrankung, wahrscheinlich 34. COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), und verstarb nach einem 35. grippalen Infekt.
Arztbrief- und Fallvorstellungsübung
Ordnen Sie die folgenden Kategorien zunächst in eine medizinisch sinnvolle Reihenfolge. Verfassen Sie anschließend anhand der Schlüsselwörter selbstständig einen vollständigen Arztbrief und stellen Sie den Fall mündlich vor.
Vorerkrankungen
- Arterielle Hypertonie seit ca. 30 Jahren, gut eingestellt
- Hyperlipidämie seit ca. 30 Jahren
- Vorhofflimmern seit ca. 20 Jahren, Diagnose nach Synkope
- Chronische Niereninsuffizienz
- GFR unbekannt
- Gonarthrose seit ca. 15 Jahren
- Coxarthrose seit ca. 15 Jahren
- Belastungsabhängige Gelenkschmerzen
- Konservative Behandlung, Physiotherapie
- Sturz vor 5 Jahren ohne relevante Verletzung
- Oberschenkelhämatom
Familienanamnese
- Mutter: Diabetes mellitus Typ 2
- Mutter: arterielle Hypertonie
- Mutter: Tod infolge Schlaganfalls
- Vater: chronische rauchassoziierte Lungenerkrankung, am ehesten COPD
- Vater: Tod nach grippalem Infekt
Persönliche Daten
- Nachname: Müller
- Vorname: Elisabeth
- Alter: 75 Jahre
- Geburtsdatum: 09.12.1945
- Gewicht: 73 kg
- Größe: 165 cm
Sozialanamnese
- Ledig
- Pflegeheimbewohnerin
- Verkäuferin
- Seit ca. 15 Jahren im Ruhestand
- Zwei gesunde Töchter
- Kein Kontakt zu den Töchtern
- Zwei Enkelkinder
- Keine Haustiere
Voroperationen
- Vorsorgekoloskopie mit 52 Jahren: unauffälliger Befund
Allergien
- Aprikosenintoleranz: Abdominalschmerzen, Flatulenz
- Cotrimoxazolallergie: Urtikaria
- Fosfomycin anschließend vertragen
Medikamente
- Baldrian-Dragees – 1–2 Dragees – abends bei Bedarf
- Bisoprolol – 2,5 mg – 1-0-0
- Eliquis – 2,5 mg – 1-0-1
- Paracetamol – 500 mg – bei Bedarf, höchstens 2- bis 3-mal täglich
- Simvastatin
Noxen
- Nichtraucherin
- Kein Alkoholkonsum
- Kein Drogenkonsum
Gynäkologische Anamnese
- Zwei spontane komplikationslose Geburten
- Keine Schwangerschaftskomplikationen
- Gynäkologische Kontrolle vor 3 Jahren: unauffälliger Befund
Aktuelle Anamnese
- Akute Diarrhö seit ca. 10 Stunden
- Plötzlicher Beginn
- Initial wässrig-massiger Stuhl
- Im Verlauf geringere Stuhlmenge, höhere Frequenz, schleimig
- Hämatochezie verneint
- Tenesmen
- Krampfartige diffuse Abdominalschmerzen
- Besserung nach Defäkation
- Verschlechterung bei Bewegung
- Keine Schmerzausstrahlung
- Inappetenz
- Nausea
- Dreimalige Emesis von Nahrungsresten und Magensäure
- Saurer Geschmack im Mund
- Durstgefühl
- Tachykardiegefühl
- Schwarzwerden vor Augen
- Subjektiv erhöhte Körpertemperatur, nicht gemessen
- Energielosigkeit
- Keine Halsschmerzen
- Kein Exanthem
- Kein Ikterus
- Keine aktuellen Harn- oder gynäkologischen Beschwerden
- Mehrere Betroffene im Pflegeheim, Bewohner und Personal
- Keine kürzliche Reise
- Keine auffällige Nahrungsaufnahme
- Keine kürzliche Antibiotikaeinnahme
Vegetative Anamnese
- Altersbedingte Einschlafstörung
- Besserung durch Baldrian-Dragees
- Keine auffällige Gewichtsveränderung
- Hyperhidrose verneint
- Schüttelfrost verneint
- Akute virale Gastroenteritis
- Differenzialdiagnose: bakterielle Gastroenteritis
- Clostridioides-difficile-assoziierte Diarrhö weniger wahrscheinlich
- Stationäre Aufnahme
- Engmaschige klinische Überwachung
- Kontrolle der Vitalparameter
- Kontrolle des Hydratationszustands
- Intravenöse Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution
- 12-Kanal-EKG
- Derzeit keine Indikation zur antibiotischen Therapie
- Stuhldiagnostik bei persistierender Symptomatik oder klinischer Verschlechterung
Auswertung Ihres Arztbriefs
Laden Sie Ihren selbst geschriebenen Arztbrief zusammen mit dem Fachleiter-Brief bei ChatGPT hoch.
Vergleiche meinen selbst geschriebenen Arztbrief mit dem Fachleiter-Brief. Zeige mir fehlende medizinische Informationen, inhaltlich falsche Angaben, Fehler in der medizinischen Fachsprache, grammatikalische Fehler, ungeeignete Formulierungen sowie Fehler in Struktur und Reihenfolge. Korrigiere anschließend meinen Arztbrief. Verwende ausschließlich die Informationen aus dem Fachleiter-Brief und erfinde keine neuen medizinischen Angaben.
Auswertung Ihrer Fallvorstellung
Nutzen Sie den Audiomodus von ChatGPT, stellen Sie den Fall vor und laden Sie anschließend den Fachleiter-Brief hoch.
Werte meine mündliche Fallvorstellung anhand des hochgeladenen Fachleiter-Briefs aus. Beurteile Struktur und Reihenfolge, Vollständigkeit, medizinische Fachsprache, aktuelle Anamnese, Vorerkrankungen, Voroperationen, Allergien, Medikamente mit Dosierung, Verdachtsdiagnose sowie das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen. Zeige konkret, welche Informationen fehlen, falsch oder unverständlich dargestellt wurden. Erfinde keine zusätzlichen medizinischen Angaben.
