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Anamnese-Kolorektales Karzinom

Praxisnahes FaMed-Arzt-Patient-Gespräch zur Anamnese eines Patienten mit Hämatochezie und Verdacht auf ein kolorektales Karzinom. Der Beitrag vermittelt eine strukturierte Anamnese mit Leitsymptomen, vegetativer, Medikamenten-, Sozial- und Familienanamnese sowie wichtigen Differenzialdiagnosen und Red Flags. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

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Transkript-Kolonkarzinom-FaMed

Fachleiter

Kategorie Inhalt
Patient Jürgen Weiß, 75 Jahre (geb. 11.06.1950), 1,82 m, 76 kg
Leitsymptom Seit ca. 2 Wochen Hämatochezie (hellrotes Blut im Stuhl)
Beschwerdecharakter Hellrotes Blut auf dem Stuhl und am Toilettenpapier, schmerzloser Stuhlgang, chronische zuletzt progrediente Obstipation, teilweise kaliberverminderter Stuhl, keine relevanten Bauchschmerzen
Begleitsymptome Schwindel, Müdigkeit, ungewollter Gewichtsverlust (7 kg in 2 Monaten), verminderter Appetit; kein Fieber, Nachtschweiß, Übelkeit, Erbrechen, Ikterus, Juckreiz oder vergrößerte Lymphknoten
Vegetative Anamnese Obstipation; Miktion und Schlaf unauffällig
Vorerkrankungen Arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
Medikation Captopril 10 mg 1-0-0, Atorvastatin 20 mg 1-0-0, nächtliche CPAP-Therapie
Allergien Penicillin (Hautausschlag)
Operationen Keine
Familienanamnese Vater: Schlaganfall; Mutter: Herzinfarkt
Sozialanamnese Ehemaliger Busfahrer, Rentner, verheiratet, keine Kinder, Nichtraucher, alle 2 Tage 1–2 Gläser Wein/Bier, keine Drogen
Verdachtsdiagnose Kolorektales Karzinom (DD: Hämorrhoiden, Divertikelblutung)
Weiteres Vorgehen Körperliche Untersuchung, Labor (u. a. Hb, Eisenstatus), Koloskopie, ggf. Bildgebung und weitere onkologische Abklärung

Fachleiter

Herr Jürgen Weiß, (1) 75 Jahre alt, stellte sich aufgrund seit etwa (2) zwei Wochen bestehender (3) Hämatochezie vor.
Der Patient berichtet über (4) hellrote Blutauflagerungen auf dem Stuhl sowie teilweise am Toilettenpapier. Eine (5) Blutbeimengung im Stuhl wird nicht beschrieben. Schmerzen beim Stuhlgang werden verneint.
Zudem besteht eine (6) chronische Obstipation, die sich in den letzten Wochen (7) progredient verschlechtert habe. Darüber hinaus berichtet der Patient über einen zeitweise (8) kaliberverminderten Stuhl. Relevante Bauchschmerzen werden verneint.
Begleitend bestehen (9) Schwindel, (10) Müdigkeit, ein (11) ungewollter Gewichtsverlust von etwa (12) 7 kg innerhalb von (13) zwei Monaten sowie (14) Appetitminderung. (15) Fieber, (16) Nachtschweiß, (17) Übelkeit, (18) Erbrechen, tastbare (19) Lymphknotenschwellungen, (20) Ikterus und (21) Pruritus werden verneint.
An Vorerkrankungen bestehen eine (22) arterielle Hypertonie, eine (23) Hyperlipidämie sowie ein (24) obstruktives Schlafapnoe-Syndrom.
Als Dauermedikation nimmt der Patient (25) Captopril (26) 10 mg einmal täglich sowie (27) Atorvastatin (28) 20 mg einmal täglich ein. Aufgrund des Schlafapnoe-Syndroms erfolgt nachts eine (29) CPAP-Therapie.
Operationen in der Vorgeschichte werden verneint.
Anamnestisch besteht eine (30) Penicillinallergie mit (31) Exanthem.
Familienanamnestisch erlitt der Vater einen (32) Schlaganfall, die Mutter einen (33) Myokardinfarkt.
Sozialanamnestisch ist der Patient ehemaliger (34) Busfahrer und inzwischen (35) Rentner. Er ist (36) verheiratet und (37) kinderlos. Ein (38) Nikotinkonsum sowie (39) Drogenkonsum werden verneint. Alkohol wird in Form von (40) ein bis zwei Gläsern Wein oder Bier alle zwei Tage konsumiert.

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