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Anamnese – Asthma bronchiale

Praxisnahes FaMed-Arzt-Patient-Gespräch zur Anamnese einer Patientin mit anfallsartiger Atemnot und Verdacht auf allergisches Asthma bronchiale. Der Beitrag vermittelt eine strukturierte Anamnese mit Leitsymptomen, vegetativer, allergologischer, gynäkologischer, Sozial- und Familienanamnese sowie wichtigen Differenzialdiagnosen. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.

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Fachleiter

Kategorie Inhalt
Patientin Anna Schreiber, 36 Jahre (Geburtsdatum nicht genau bekannt; Geburtstag vor 2 Tagen), 1,72 m, 80 kg, selbstständige Umwelttechnikerin, in Partnerschaft, keine Kinder
Leitsymptom Seit ca. 4 Stunden anfallsartige Dyspnoe (Rezidiv seit gestern), episodischer Verlauf
Symptomcharakter Plötzlich einsetzende Dyspnoe, Anfallsdauer 15–20 Minuten, thorakales Engegefühl, trockener Husten (gelegentlich klarer Auswurf), exspiratorisches Giemen, Tachypnoe während der Anfälle, Besserung an frischer Luft, Auslöser unklar
Begleitsymptome Husten, Giemen, Angst während der Anfälle; kein Herzrasen, kein Fieber
Vegetative Anamnese Appetit gut, stressbedingte Einschlafstörungen, Stuhlgang und Miktion unauffällig
Vorerkrankungen Allergische Diathese (Heuschnupfen), trockene Haut und Juckreiz; respiratorische Beschwerden seit der Kindheit
Medikation Keine Dauermedikation; Cetirizin bei Bedarf
Allergien Nüsse (Hasel- und Walnüsse); keine Medikamentenallergien
Sozialanamnese Nichtraucherin, seltener Alkoholkonsum, gelegentlicher Cannabiskonsum (ca. 1×/Monat), selbstständig
Familienanamnese Mutter: Demenz; sonst keine relevanten Angaben
Gynäkologische Anamnese Letzte Menstruation vor 3 Tagen, Schwangerschaft ausgeschlossen, Fehlgeburt vor 6 Monaten
Besonderheiten Keine aktuellen Infektzeichen (Grippe vor 3 Wochen), Thoraxschmerz nur nach Husten, keine Reisen oder Tierkontakte, Impfstatus teilweise bekannt (COVID-19, FSME)
Verdachtsdiagnose Allergisches Asthma bronchiale mit anfallsartiger Symptomatik

Fachleiter

Frau Anna Schreiber, (1) 36 Jahre alt, stellte sich aufgrund seit etwa (2) vier Stunden bestehender (3) anfallsartiger Dyspnoe vor. Bereits am Vortag seien (4) zwei vergleichbare Episoden aufgetreten.
Die Patientin berichtet über plötzlich einsetzende (5) Atemnotattacken mit einer Dauer von jeweils etwa (6) 15 bis 20 Minuten. Begleitend bestehen ein ausgeprägtes (7) thorakales Engegefühl, (8) Husten, überwiegend (9) trocken, gelegentlich mit geringem (10) klarem Sputum, sowie (11) exspiratorisches Giemen. Während der Anfälle bestehe zudem eine (12) Tachypnoe. Eine Besserung der Beschwerden tritt an (13) frischer Luft ein. Thorakale Schmerzen bestehen ausschließlich (14) hustenassoziiert.
(15) Fieber, aktuelle (16) Infektzeichen sowie (17) Palpitationen werden verneint. Vor etwa (18) drei Wochen habe eine (19) grippale Infektion bestanden, die inzwischen vollständig abgeklungen sei.
Die Patientin berichtet, bereits seit der (20) Kindheit unter ähnlichen, insbesondere im (21) Frühjahr auftretenden respiratorischen Beschwerden zu leiden. Zudem besteht eine (22) allergische Rhinitis (Heuschnupfen). Während der Anfälle empfindet sie ausgeprägte (23) Angst und das Gefühl einer erschwerten (24) Exspiration.
Der Appetit ist unauffällig. An vegetativen Beschwerden bestehen lediglich (25) stressbedingte Einschlafstörungen. Miktion und Stuhlgang sind unauffällig.
An Vorerkrankungen bestehen eine (26) allergische Diathese mit (27) Heuschnupfen, rezidivierender (28) Pruritus des äußeren Gehörgangs, (29) Xerosis cutis sowie saisonal ausgeprägte trockene Haut an den Händen.
Eine (30) Dauermedikation besteht nicht. Bedarfsweise nimmt die Patientin (31) Cetirizin ein.
Als Allergien sind (32) Hasel- und Walnüsse bekannt. (33) Medikamentenallergien werden verneint.
Der Impfstatus ist hinsichtlich (34) COVID-19 und (35) FSME bekannt, im Übrigen unklar.
Die gynäkologische Anamnese ergibt eine letzte Menstruation vor (36) drei Tagen. Eine (37) Schwangerschaft wird ausgeschlossen. Zudem berichtet die Patientin über eine (38) Fehlgeburt vor sechs Monaten.
In der (39) Noxenanamnese verneint die Patientin einen (40) Nikotinkonsum. Alkohol wird nur selten zu besonderen Anlässen konsumiert. Gelegentlich besteht ein (41) Cannabiskonsum von etwa (42) einmal monatlich.
Sozialanamnestisch ist die Patientin selbstständig als (43) Umwelttechnikerin tätig. Sie lebt mit ihrem Partner in einer festen Partnerschaft und hat (44) keine Kinder.
Familienanamnestisch ist bei der Mutter eine (45) Demenz bekannt.

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