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Anamnese-Pyelonephritis (Flankenschmerzen)

Praxisnahes FaMed-Arzt-Patient-GesprĂ€ch zur Anamnese einer Patientin mit Fieber, Flankenschmerzen und Verdacht auf eine akute Pyelonephritis. Der Beitrag vermittelt eine strukturierte Anamnese mit Leitsymptomen, vegetativer, gynĂ€kologischer, Sozial- und Familienanamnese sowie wichtigen Differenzialdiagnosen. ZusĂ€tzlich enthĂ€lt er LĂŒckentextĂŒbungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-PrĂŒfung.

Simulator (Transkript)

Transkript-Pyelonephritis-FaMed

Fachleiter

Kategorie Inhalt
Patientin Anna Becker, 32 Jahre (geb. 23.07.1995), 1,72 m, 73 kg, Gymnasiallehrerin, verheiratet, keine Kinder
Leitsymptom Seit ca. 3 Tagen progredientes Fieber und rechtsseitige Flankenschmerzen
Schmerzcharakter Rechte Flanke, Ausstrahlung in den Unterbauch, stechend, SchmerzintensitÀt 7/10, verstÀrkt durch Bewegung, Liegen und Klopfschmerz, keine lindernden Faktoren angegeben
Begleitsymptome Hohes Fieber, SchĂŒttelfrost, Dysurie, Pollakisurie, verminderte Urinmenge, trĂŒber Urin, einmalige HĂ€maturie, Übelkeit ohne Erbrechen; gynĂ€kologisch unauffĂ€llig
Vegetative Anamnese Schmerzhafte und hÀufige Miktion, Stuhlgang unauffÀllig, keine Angaben zu Appetit oder Gewichtsverlust
Vorerkrankungen Rezidivierende Harnwegsinfekte; letzte Episode vor ca. 2 Monaten, damals einmalige Antibiotikatherapie (Pulver, vermutlich Fosfomycin)
Medikation Keine Dauermedikation
Allergien Keine bekannten Medikamenten- oder Lebensmittelallergien
Sozialanamnese Nichtraucherin, gelegentlicher Alkoholkonsum am Wochenende
Familienanamnese Keine relevanten Erkrankungen bekannt
GynĂ€kologische Anamnese RegelmĂ€ĂŸige Menstruation, letzte Periode vor ca. 5 Tagen, Schwangerschaft ausgeschlossen
Verneint Vaginaler Ausfluss, Durchfall, Erbrechen
Verdachtsdiagnose Akute Pyelonephritis (aufsteigende Harnwegsinfektion)

Fachleiter

Frau Anna Becker, (1) 32 Jahre alt, stellte sich aufgrund seit etwa (2) drei Tagen bestehender (3) progredienter rechtsseitiger Flankenschmerzen in Kombination mit (4) hohem Fieber und (5) SchĂŒttelfrost vor.
Die Beschwerden begannen vor etwa drei Tagen zunÀchst mit geringer IntensitÀt und nahmen im Verlauf deutlich zu. Die Patientin beschreibt die Schmerzen als (6) stechend, mit einer SchmerzintensitÀt von (7) 7/10 auf der numerischen Ratingskala. Die Schmerzen sind in der (8) rechten Flanke lokalisiert und strahlen intermittierend in den (9) Unterbauch aus. Eine Zunahme der Beschwerden besteht insbesondere bei (10) Bewegung sowie im (11) Liegen.
Begleitend berichtet die Patientin ĂŒber (12) Dysurie, (13) Pollakisurie sowie eine verminderte (14) Urinmenge. Zudem sei der Urin zeitweise (15) trĂŒb gewesen; einmal habe sie eine (16) MakrohĂ€maturie bemerkt. Ferner bestehen (17) Übelkeit ohne Erbrechen. (18) Diarrhö sowie (19) vaginaler Ausfluss werden verneint.
An Vorerkrankungen bestehen (20) rezidivierende Harnwegsinfektionen. Die letzte Episode trat vor etwa (21) zwei Monaten auf und wurde mit einer einmaligen oralen (22) Antibiotikatherapie in Pulverform, vermutlich (23) Fosfomycin, behandelt.
Eine (24) Dauermedikation besteht nicht.
Allergien gegen Medikamente oder Nahrungsmittel sind (25) nicht bekannt.
Die (26) gynĂ€kologische Anamnese ist unauffĂ€llig. Die Menstruation ist (27) regelmĂ€ĂŸig, die letzte Menstruation erfolgte vor etwa (28) fĂŒnf Tagen. Eine (29) Schwangerschaft wird ausgeschlossen.
In der (30) Noxenanamnese verneint die Patientin einen (31) Nikotinkonsum. Alkohol wird (32) gelegentlich am Wochenende konsumiert.
Sozialanamnestisch arbeitet die Patientin als (33) Gymnasiallehrerin. Sie ist (34) verheiratet und (35) kinderlos.
Familienanamnestisch sind (36) keine relevanten Erkrankungen bekannt.

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