Hypoglykämie

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Aktuelle und vegetative Anamnese
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun die Patientin 1. Erika Baumann vorstellen.
Sie ist 2. 61 Jahre alt, 3. 178 cm groß und wiegt etwa 4. 73 kg. Der Körpermassenindex (BMI) beträgt 23 und liegt damit im 5. Normalbereich.
Aktuelle Anamnese
Die Patientin mit bekanntem 6. Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) stellte sich vor etwa einer Stunde mit plötzlich aufgetretenem Schwindel, 7. Asthenie (Schwäche), 8. Visusminderung (Sehverschlechterung), 9. Palpitationen (Herzklopfen), 10. Parästhesien der Extremitäten (Kribbelgefühle in Armen/Beinen), Unruhe, 11. Hyperhidrose (Schwitzen), Lippenblässe sowie Verwirrtheit vor.
Begleitend berichtete die Patientin über 12. Heißhunger (starkes Hungergefühl).
Zudem berichtet sie über eine eingeschränkte Erinnerung (13. Gedächtnis) an das Ereignis.
Die Beschwerden traten nach 14. körperlicher Anstrengung auf und besserten sich im 15. Rettungswagen deutlich nach 16. oraler Glukosegabe (17. drei Stück Traubenzucker).
Es finden sich keine Hinweise auf 18. Emesis (Erbrechen), 19. Schädel-Hirn-Trauma (Kopfverletzung), 20. Tremor (Zittern), 21. Paresen (Lähmungserscheinungen) oder 22. Plegien (vollständige Lähmung), 23. Bewusstseinsverlust (Ohnmacht), 24. Konvulsionen (Krampfanfälle) und 25. Substanzabusus.
Die Patientin gab an, gestern Abend gegen 26. 21 Uhr 27. 20 Einheiten Insulin glargin (Toujeo®) injiziert zu haben.
Sie fügte hinzu, die letzte Mahlzeit sei am 28. gestrigen Abend gewesen.
Ereignishergang
Die Patientin berichtete, sie habe gestern 29. Geburtstag gefeiert, 30. drei Gläser Rotwein konsumiert und sei erst 31. spät zu Bett gegangen.
Als Geschenk habe sie von ihrem Sohn eine 32. Fahrradtour erhalten, da sie regelmäßig am Wochenende Rad fahre.
Am heutigen Morgen habe zwar 33. der Wecker geklingelt, sie habe jedoch 34. verschlafen und sei direkt zum Treffpunkt gefahren.
Daher habe sie lediglich 35. einen Kaffee, jedoch 36. kein Frühstück zu sich genommen.
Um 37. 9 Uhr habe die Tour begonnen.
Etwa 38. eine halbe Stunde nach Beginn der Tour habe sie sich unwohl gefühlt und über Übelkeit geklagt, sei jedoch zunächst weitergefahren.
Anschließend habe sie 39. eine Pause einlegen müssen; ein Freund habe ihr 40. ein Glas Cola gegeben, worunter es ihr kurzzeitig besser gegangen sei.
Nach etwa 41. zwei Stunden seien die Symptome aufgetreten.
Vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, mit Ausnahme einer stressbedingten 42. Insomnie (Schlafstörung) nach 43. dem Tod des Ehemannes sowie einer 44. Low-Carb-Diät (kohlenhydratarme Ernährung) mit daraus resultierender Gewichtsabnahme von 45. etwa 4–5 kg in 46. den letzten zwei Monaten.
Seit längerer Zeit besteht eine 47. Obstipation (Verstopfung), die sich zuletzt durch eine Umstellung des Lebensstils gebessert hat.
Vorgeschichte
Seit etwa 48. 3,5 Jahren besteht ein 49. Diabetes mellitus Typ 2.
Die 50. initiale Therapie erfolgte mit 51. Metformin (Blutzuckersenker); aufgrund erhöhter 52. HbA1c-Werte (Langzeitblutzucker) wurde zusätzlich eine 53. Insulintherapie begonnen.
Keine Hinweise auf diabetische Spätfolgen wie 54. Nephropathie (Nierenschädigung), 55. Retinopathie (Augenschädigung) oder 56. Neuropathie (Nervenschädigung).
Frühere 57. Mykosen (Pilzinfektionen) sowie eine 58. Tinea pedis (Fußpilz) sind bekannt.
Rest
An Vorerkrankungen sind bei ihr die folgenden bekannt:
Vor etwa einem Jahr berichtete die Patientin über gelegentliche 1. Palpitationen (Herzstolpern/Herzklopfen). Daraufhin erfolgte eine 2. kardiologische Vorstellung (Untersuchung beim Herzarzt) mit Durchführung eines 3. Langzeit-EKGs, das ohne 4. pathologischen Befund blieb.
Eine 5. Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinspiegel) ist ebenfalls bekannt.
Es besteht eine 6. Arthrose (Gelenkverschleiß) des rechten oberen Sprunggelenks, die konservativ behandelt wird.
Vor zwei Jahren kam es während eines Spanienaufenthalts nach einem Insektenstich zu einer 7. Phlebitis (Venenentzündung) der rechten Unterschenkelvene mit lokaler Schwellung, Rötung und Schmerzen. Die initiale Therapie mit Amoxicillin wurde aufgrund einer 8. urtikariellen Reaktion (allergischen Reaktion mit Nesselsucht) abgesetzt; anschließend erfolgte eine Behandlung mit 9. Azithromycin.
Voroperationen
Vor etwa 25 Jahren erlitt die Patientin nach einem Sturz aus circa drei Metern Höhe eine 10. Fraktur (Knochenbruch) des rechten oberen Sprunggelenks. Diese wurde operativ mittels 11. Schraubenosteosynthese (Stabilisierung mit Schrauben) versorgt.
Die Implantate wurden etwa ein Jahr 12. postoperativ (nach der Operation) entfernt. Einige Jahre später traten erneut Schmerzen auf; es wurde eine Arthrose des Sprunggelenks als mögliche Komplikation diagnostiziert.
Gynäkologie
Die Patientin hat 13. dreimal entbunden. Die ersten beiden Geburten erfolgten spontan, die dritte per 14. Sectio caesarea (Kaiserschnitt) aufgrund einer 15. Makrosomie (überdurchschnittlich großes Kind bei der Geburt).
Seit sieben Jahren befindet sie sich in der 16. Postmenopause (Zeit nach den Wechseljahren) und berichtet gelegentlich über 17. vasomotorische Symptome (Beschwerden wie Hitzewallungen) in Form von Hitzewallungen.
Medikamente
18. Metformin 500 mg 1-0-1
19. Acetylsalicylsäure 81 mg 1-0-0
20. Atorvastatin 20 mg abends
21. Diclofenac (Voltaren® Dolo) 25 mg bei Bedarf
22. Insulin glargin (Toujeo®) 20 Einheiten abends
23. Clotrimazol-Salbe (Canesten®) topisch (äußerlich auf die Haut aufgetragen)
Allergien
Es bestehen Allergien gegen Amoxicillin mit urtikarieller Reaktion, gegen 24. Krustentiere (Schalentiere wie Garnelen oder Krabben) mit 25. Angioödem (Schwellung der tieferen Hautschichten) im Gesicht sowie gegen Wespenstiche mit 26. Anaphylaxie (schwerer allergischer Schock), weshalb früher eine stationäre Behandlung erforderlich war und anschließend eine 27. Hyposensibilisierung (Allergie-Immuntherapie) als Basistherapie durchgeführt wurde.
Noxen
Die Patientin ist seit fast vier Jahren Nichtraucherin. Zuvor bestand über 35 Jahre ein Tabakkonsum von etwa einer halben Packung täglich, entsprechend ca. 28. 17,5 Packungsjahren (Pack Years).
Hinweise auf 29. Drogenabusus (Drogenmissbrauch) bestehen nicht.
Sozialanamnese
Die Patientin ist seit einem Jahr verwitwet, arbeitet als 30. Sachbearbeiterin im Wohnungsamt und hat 31. drei Kinder.
Die Tochter leidet an einer 32. Zwangsstörung (Erkrankung mit wiederkehrenden Zwängen) mit Handekzem und wird mit Sertralin sowie 33. topischen Externa (äußerlich anzuwendenden Medikamenten) behandelt.
Familienanamnese
Die Mutter der Patientin ist 34. 79 Jahre alt, leidet an einer 35. Demenz (fortschreitenden Gedächtnis- und Denkstörung) und lebt in einem Pflegeheim.
Seit zwei Tagen befindet sie sich aufgrund einer Verletzung des rechten Hüftgelenks nach einem Treppensturz 36. stationär (im Krankenhaus).
Der Vater verstarb vor 15 Jahren im Alter von 65 Jahren an einem 37. Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs).

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