Supraventrikuläre Tachykardien/Arrhythmien entstehen oberhalb der Herzkammern, meist im Vorhof oder im Bereich des AV-Knotens. Im EKG zeigen sie charakteristische Befunde:
• Sinustachykardie: regelmäßiger Rhythmus, Herzfrequenz > 100/min, normale P-Wellen vor jedem QRS-Komplex, schmale QRS-Komplexe.
• Vorhofflimmern: absolut unregelmäßiger Rhythmus, keine erkennbaren P-Wellen, stattdessen Flimmerwellen, meist schmale QRS-Komplexe.
• Vorhofflattern: regelmäßige Vorhofaktivität mit typischen „Sägezahnwellen“ (Flutterwellen), häufig Überleitung 2:1 oder 3:1.
• AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT): regelmäßige schmale Tachykardie, P-Wellen meist nicht sichtbar oder unmittelbar nach dem QRS-Komplex.
• AV-Reentry-Tachykardie (AVRT): regelmäßige schmale Tachykardie; bei Präexzitation im Sinusrhythmus oft verkürztes PR-Intervall und Deltawelle (z. B. beim Wolff-Parkinson-White-Syndrom).
Die meisten supraventrikulären Tachykardien sind durch schmale QRS-Komplexe gekennzeichnet. Breite QRS-Komplexe können jedoch bei Schenkelblock, aberranter Erregungsleitung oder Präexzitation auftreten.
