In diesem FSP-Fall geht es um einen Patienten mit progredienten Schluckbeschwerden und dem Verdacht auf ein Ösophaguskarzinom. Typische Symptome wie Dysphagie, ungewollter Gewichtsverlust, retrosternale Schmerzen, Regurgitation oder Heiserkeit müssen gezielt erfragt und richtig eingeordnet werden. Im Mittelpunkt stehen die frühzeitige Erkennung einer malignen Erkrankung, die Abgrenzung wichtiger Differenzialdiagnosen sowie die Einleitung einer strukturierten Diagnostik und Therapie.
Der Beitrag vermittelt alle prüfungsrelevanten Inhalte für die Fachsprachprüfung (FSP): strukturierte Anamnese, Arzt-Patient-Gespräch, Arzt-Arzt-Vorstellung, Verdachts- und Differenzialdiagnosen, diagnostisches Vorgehen mit Endoskopie, Biopsie und Bildgebung, operative und onkologische Therapie, typische Patientenfragen sowie wichtige Fachbegriffe und Formulierungen. Ergänzt wird der Fall durch Flashcards, Blueprint-Zusammenfassungen, ein Lernheft sowie interaktive KI-Trainings für eine realistische und praxisnahe Prüfungsvorbereitung.
Arzt-Patient-Gespräch (einfach)
Arzt-Patient-Gespräch (fortgeschritten)
Arzt-Patient-Gespräch (fortgeschritten 2)
Royal Flash (Transkript + Simulator)
Arztbrief
Flashcards
Giftig-Serie
Blueprint-Serie
Lückentextübungen
Aktuelle und vegetative Anamnese
Er ist 2. 56 Jahre alt, 3. 182 cm groß und wiegt etwa 4. 84 kg. Der Körpermasseindex (BMI) beträgt 25,3 kg/m², was einem 5. Übergewicht entspricht.
Aktuelle Anamnese
Der Patient stellte sich aufgrund einer seit 6. drei Wochen bestehenden 7. Dysphagie (Schluckstörung) vor, die einen 8. langsam progredienten Verlauf zeigte.
Anfangs trat die Schluckstörung nur bei 9. fester Nahrung auf, später auch bei 10. weicher Nahrung und seit 11. zwei Tagen zusätzlich bei 12. Flüssigkeiten.
Zusätzlich klagte der Patient über eine 13. Odynophagie (Schmerzen beim Schlucken), die er mit einer Intensität von 14. 6/10 angab.
Als Begleitsymptome wurden folgende Beschwerden berichtet:
15. Pseudo-Hypersalivation (vermehrter Speichelfluss), insbesondere im 16. Liegen,
eine Hyperreflexie des 17. Würgereflexes,
ein 18. Globusgefühl (Kloßgefühl im Hals),
19. Regurgitation (Zurückfließen unverdauter Nahrung),
20. zweimalige 21. Meläna (schwarzer Teerstuhl),
22. Fatigue (anhaltende Müdigkeit),
Blässe,
Husten sowie
eine unbeabsichtigte 23. Gewichtsabnahme von 24. 3 kg innerhalb von 25. drei Wochen infolge einer 26. Inappetenz (Appetitlosigkeit).
Folgende Symptome wurden verneint:
27. orale Auffälligkeiten oder Beläge (Veränderungen im Mundraum),
28. Nausea (Übelkeit),
29. Emesis (Erbrechen),
30. Lymphadenopathie (geschwollene Lymphknoten),
31. Dysphonie (Heiserkeit),
32. Ikterus (Gelbsucht) und
33. Dyspnoe (Atemnot).
Der Patient erklärte, derartige Beschwerden bislang nicht gehabt zu haben.
Aufgrund des 34. Urlaubs seiner Hausärztin und eines kürzlich erfolgten 35. Umzugs (Wohnungswechsels) erfolgte bisher keine ärztliche Vorstellung.
Risikofaktoren
Seit 36. 30 Jahren täglicher Nikotinkonsum von 37. 15 bis 20 Zigaretten, entsprechend etwa 38. 26,25 Packungsjahren.
Täglicher Alkoholkonsum von 39. drei Flaschen 40. Bier seit 41. 15 Jahren.
Regelmäßiger Konsum von 42. heißem Tee.
Vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist bis auf eine 43. Insomnie (Schlafstörung) seit 44. fünf Tagen unauffällig.
Es handelt sich um eine Durchschlafstörung mit zwei- bis dreimaligem nächtlichen Erwachen, ausgelöst durch 45. Husten.
Außerdem klagt der Patient über eine 46. Obstipation (Verstopfung).
Rest
Seit 1. acht Jahren besteht ein 2. Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit), der bisher 3. unzureichend eingestellt ist. Der Patient nennt als Ursache den regelmäßigen Konsum von 4. Süßigkeiten. Er verwendet einen 5. Glukosesensor (Blutzuckermessgerät) am 6. Oberarm. Zuletzt lag der Glukosewert bei 7. 340 mg/dl. Eine diabetische 8. Retinopathie (Augenschädigung) oder 9. Neuropathie (Nervenschädigung) ist ihm bisher nicht bekannt.
Vor 10. zwei Jahren kam es zu einem 11. hyperosmolaren hyperglykämischen Zustand (schwere Zuckerentgleisung) mit einem Blutzuckerwert von 12. 650 mg/dl, der eine 13. zweitägige stationäre Behandlung erforderlich machte.
Seit 14. zwei Jahren besteht ein 15. Vorhofflimmern, das bei einer 16. Routineuntersuchung festgestellt wurde.
Seit 17. fünf Jahren leidet der Patient an einer 18. Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) im Rahmen einer 19. Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse).
Seit 20. Geburt besteht eine 21. Ohrmuscheldysplasie (Fehlbildung der Ohrmuschel), versorgt mit einem 22. Knochenleitungs-Hörgerät.
Vor 23. zwölf Jahren erlitt der Patient eine 24. Kontusion (Prellung) der 25. rechten Rippen bei einem 26. Handballtrauma; die Behandlung erfolgte 27. konservativ.
Seit 28. zehn Tagen bestehen 29. Verrucae vulgares (gewöhnliche Warzen) an den 30. Endphalangen des 31. rechten Zeige- und 32. Mittelfingers. Die bisherige 33. topische Therapie (äußerliche Behandlung) zeigt keine Besserung. Ein chirurgisches Konsil ist geplant.
Voroperationen
Vor 34. fünf Jahren wurde nach einer 35. Bursitis olecrani (Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen) eine 36. Bursektomie (operative Entfernung des Schleimbeutels) durchgeführt.
Vor 37. drei Jahren kam es zu einer erschwerten 38. Miktionseinleitung (Probleme beim Wasserlassen) infolge einer 39. benignen Prostatahyperplasie (gutartigen Prostatavergrößerung). Daraufhin wurde eine 40. transurethrale Resektion der Prostata (TURP) (operative Entfernung von Prostatagewebe durch die Harnröhre) durchgeführt.
Medikamente
Aktuell nimmt der Patient:
41. Icandra® 50/1000 mg, 42. zweimal täglich
43. Ozempic®, 44. einmal pro Woche, 45. subkutan (unter die Haut) am 46. Bauch
47. Marcumar®, täglich ¼ Tablette, sonntags 48. ½ Tablette bei einem INR von 49. 2,5; geplant ist eine Umstellung auf 50. Eliquis®
51. Euthyrox® 100 µg
52. Baldrian-Dragees (pflanzliches Beruhigungsmittel)
Ibuprofen 400 mg bei Bedarf
53. Laxoberal®-Tropfen bei Bedarf (bei Verstopfung)
Allergien
Es besteht eine 54. Kreuzallergie auf Gräserpollen und Tomaten, die sich in Form einer allergischen 55. Rhinitis äußert.
Unter 57. Novalgin® kommt es zu 58. urtikariellen Hautreaktionen.
Noxen
Der Patient raucht seit 59. 30 Jahren täglich 15 bis 20 Zigaretten, was einer Rauchlast von etwa 60. 26,25 Packungsjahren entspricht.
Er konsumiert seit 61. 15 Jahren täglich drei Flaschen Bier.
Einen Drogenkonsum verneint der Patient.
Sozialanamnese
Er arbeitet als 62. Pförtner an einer Hochschule und lebt mit seinen Kindern in einer Wohnung.
Seine Frau verstarb an einem 63. Mammakarzinom, weshalb er nun verwitwet ist.
Er hat eine leibliche Tochter (30 Jahre alt) sowie einen 64. Pflegesohn (19 Jahre alt), der an einer Cannabisabhängigkeit leidet. Ein Entzugsversuch blieb erfolglos.
Die körperliche Aktivität beschränkt sich auf etwa einmal wöchentliches Schwimmen.
Familienanamnese
Seine Mutter verstarb im Alter von 65 Jahren an einem 65. Endometriumkarzinom, das mit 63 Jahren diagnostiziert worden war. Sie wurde einer 66. Hysterektomie unterzogen und anschließend chemotherapeutisch behandelt.
Sein Vater ist 78 Jahre alt und litt in der Vergangenheit an 67. Adipositas. Aus diesem Grund wurde vor 25 Jahren eine 68. bariatrische Operation durchgeführt.
Sein Großvater ist laut Aussage seiner Mutter an einem 69. Larynxkarzinom verstorben.
Der Patient hat einen Hund und hat in letzter Zeit keine Reisen unternommen.
Arztbrief- und Fallvorstellungsübung
Ordnen Sie die folgenden Kategorien zunächst in eine medizinisch sinnvolle Reihenfolge. Verfassen Sie anschließend anhand der Schlüsselwörter selbstständig einen vollständigen Arztbrief und stellen Sie den Fall mündlich vor.
- Ösophaguskarzinom
- Differenzialdiagnose: Achalasie, weniger wahrscheinlich
- Differenzialdiagnose: Zenker-Divertikel
- kein klinischer Hinweis auf Larynxkarzinom
- kein klinischer Hinweis auf Pharynxkarzinom
- kein klinischer Hinweis auf Schilddrüsenkarzinom
- Ösophagogastroduodenoskopie mit Biopsie
- ggf. Endosonographie zur Beurteilung der Tumorausdehnung
- CT Thorax/Abdomen zum Staging
- Röntgen-Breischluck zur Abgrenzung eines Zenker-Divertikels
- diabetologische Mitbehandlung
- engmaschige Gerinnungskontrollen
- geplante Antikoagulationsumstellung von Marcumar® auf Eliquis®
- chirurgisches Konsil bei Verrucae vulgares
Allergien
- Kreuzallergie: Gräserpollen und Tomaten
- allergische Rhinitis
- urtikarielle Reaktion auf Novalgin
Sozialanamnese
- Pförtner an einer Hochschule
- verwitwet
- Ehefrau an Mammakarzinom verstorben
- leibliche Tochter, 30 Jahre
- Pflegesohn, 19 Jahre, cannabisabhängig
- Hundehaltung
- keine kürzliche Reise
- Schwimmen 1× wöchentlich
Vorerkrankungen
- Diabetes mellitus Typ 2 seit 8 Jahren
- unzureichende Diabeteseinstellung
- Sensorwert 340 mg/dl
- kein Anhalt für Retinopathie
- kein Anhalt für Neuropathie
- hyperosmolarer Zustand vor 2 Jahren, Glukose 650 mg/dl
- Vorhofflimmern seit 2 Jahren
- Hypothyreose bei Hashimoto-Thyreoiditis seit 5 Jahren
- angeborene aurikuläre Dysplasie
- Knochenleitungshörgerät
- Kontusion der rechten Rippen vor 12 Jahren
- Verrucae vulgares am rechten Zeige- und Mittelfinger seit 10 Tagen
- topische Warzentherapie ohne Besserung
- chronische Bursitis olecrani links
- benigne Prostatahyperplasie
- erschwerte Miktionseinleitung
Vegetative Anamnese
- Insomnie
- langanhaltende Obstipation
- kein Fieber
- kein Nachtschweiß
- kein Schüttelfrost
- keine Schweißausbrüche
Persönliche Daten
- Nachname: Lang
- Vorname: Hans
- Alter: 56 Jahre
- Geburtsdatum: 18.08.1968
- Gewicht: 84 kg
- Größe: 182 cm
Familienanamnese
- Mutter: Endometriumkarzinom, Diagnose mit 63 Jahren, verstorben mit 65 Jahren
- Vater: Adipositas, bariatrische Operation
- Großvater: Larynxkarzinom
Noxen
- Nikotin: 15–20 Zigaretten täglich seit 30 Jahren
- 26,25 Packungsjahre
- Alkohol: 3 Flaschen Bier täglich seit 15 Jahren
- kein Drogenkonsum
- sehr heiße Getränke
Voroperationen
- Bursektomie links vor 5 Jahren
- TURP vor 3 Jahren
Medikamente
- Icandra® – 50/1000 mg – 2× täglich
- Ozempic® – 1× wöchentlich s.c., sonntags
- Marcumar® – ¼ Tbl.; sonntags ½ Tbl. – täglich
- Euthyrox® – 100 µg – morgens
- Baldrian-Dragees – bei Bedarf
- Ibuprofen – 400 mg – bei Bedarf
- Laxoberal® Tropfen – bei Bedarf
Aktuelle Anamnese
- Dysphagie seit 3 Wochen
- langsam progredient
- initial feste Nahrung
- anschließend halbfeste Nahrung
- seit 2 Tagen Flüssigkeiten
- dauerhaft
- erstmalig
- Odynophagie
- drückender Schluckschmerz 6/10
- keine Schmerzausstrahlung
- Kräutertee wirkungslos
- Pseudohypersalivation, v. a. im Liegen
- gesteigerter Würgereflex
- Globusgefühl
- Regurgitation, teils unverdaut
- trockener Husten
- Fatigue
- Blässe
- 2 Melänaepisoden
- Inappetenz
- Gewichtsverlust 3 kg in 3 Wochen
- verminderte Belastungstoleranz
- Belastungsdyspnoe
- keine oralen Auffälligkeiten oder Beläge
- keine Nausea
- keine Emesis
- keine Lymphadenopathie
- keine Dysphonie
- kein Ikterus
Auswertung Ihres Arztbriefs
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Vergleiche meinen selbst geschriebenen Arztbrief mit dem Fachleiter-Brief. Zeige mir fehlende medizinische Informationen, inhaltlich falsche Angaben, Fehler in der medizinischen Fachsprache, grammatikalische Fehler, ungeeignete Formulierungen sowie Fehler in Struktur und Reihenfolge. Korrigiere anschließend meinen Arztbrief. Verwende ausschließlich die Informationen aus dem Fachleiter-Brief und erfinde keine neuen medizinischen Angaben.
Auswertung Ihrer Fallvorstellung
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Werte meine mündliche Fallvorstellung anhand des hochgeladenen Fachleiter-Briefs aus. Beurteile Struktur und Reihenfolge, Vollständigkeit, medizinische Fachsprache, aktuelle Anamnese, Vorerkrankungen, Voroperationen, Allergien, Medikamente mit Dosierung, Verdachtsdiagnose sowie das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen. Zeige konkret, welche Informationen fehlen, falsch oder unverständlich dargestellt wurden. Erfinde keine zusätzlichen medizinischen Angaben.
