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Akne

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Was ist Akne?

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen und betrifft vor allem Jugendliche, kann jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten. Sie entsteht durch eine Kombination aus erhöhter Talgproduktion, Verhornungsstörungen der Haarfollikel, einer Vermehrung von Hautbakterien (Cutibacterium acnes) und einer Entzündungsreaktion.

Die Erkrankung tritt bevorzugt in talgdrüsenreichen Hautarealen auf, insbesondere im Gesicht, am Rücken, auf der Brust und an den Schultern.

Typische Symptome

  • Mitesser (offene und geschlossene Komedonen)
  • Kleine rote Papeln
  • Eitrige Pusteln
  • Schmerzhafte Knoten (Noduli)
  • Zysten bei schweren Verläufen
  • Fettige Haut
  • Aknenarben nach Abheilung

Häufige Ursachen

Akne entsteht durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren:

  • Hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft, PCOS)
  • Genetische Veranlagung
  • Vermehrte Talgproduktion
  • Verstopfung der Haarfollikel
  • Entzündungsreaktionen
  • Bestimmte Medikamente (z. B. Kortikosteroide, Lithium)
  • Kosmetika mit komedogenen Inhaltsstoffen

Risikofaktoren

  • Pubertät
  • Positive Familienanamnese
  • Hormonelle Erkrankungen
  • Fettige Haut
  • Rauchen (insbesondere Acne inversa)
  • Komedogene Kosmetika
  • Mechanische Reizung der Haut
  • Einige Medikamente

Formen der Akne

Acne comedonica

Vorwiegend Mitesser, wenige Entzündungen.

Acne papulopustulosa

Mitesser sowie entzündliche Papeln und Pusteln.

Acne nodulocystica

Große schmerzhafte Knoten und Zysten mit hohem Narbenrisiko.

Acne conglobata

Schwerste Form mit tiefen Entzündungen, Fistelgängen und ausgeprägter Narbenbildung.

Acne tarda

Akne im Erwachsenenalter, häufig bei Frauen.

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Behandlung der Akne

Therapie Wirkstoff Bekannte Handelsnamen (Deutschland) Übliche Dosierung Hinweise
Benzoylperoxid (BPO) Benzoylperoxid Benzaknen®, Cordes® BPO 2,5–5 % Gel oder Creme, 1× täglich abends, ggf. Steigerung auf 2× täglich Antibakteriell, verhindert Resistenzen, kann Haut reizen und Textilien bleichen.
Topisches Retinoid Adapalen Differin®, Epiduo® (Adapalen + Benzoylperoxid) Adapalen 0,1 % Gel, 1× täglich abends Gegen Mitesser und Entzündungen. Nicht in der Schwangerschaft anwenden.
Topisches Retinoid Tretinoin Airol®, Cordes® VAS Creme 0,025–0,05 % Creme oder Gel, 1× täglich abends Zu Beginn sind Hautreizungen möglich.
Azelainsäure Azelainsäure Skinoren®, Skinoren® Gel 15–20 %, 2× täglich Gut verträglich, auch bei Hyperpigmentierung und in der Schwangerschaft geeignet.
Topisches Antibiotikum Clindamycin Dalacin® T, Clindacne® 1 % Gel oder Lösung, 1–2× täglich Nur in Kombination mit Benzoylperoxid anwenden, um Resistenzen zu vermeiden.
Orales Antibiotikum Doxycyclin Doxycyclin AL®, DoxyHEXAL® 100 mg 1× täglich für 8–12 Wochen Immer mit topischer Therapie kombinieren. Sonnenschutz beachten.
Orales Retinoid Isotretinoin Aknenormin®, Isotretinoin-ratiopharm® Initial 0,3–0,5 mg/kg/Tag, später 0,5–1 mg/kg/Tag Nur unter dermatologischer Kontrolle. Strenge Schwangerschaftsverhütung erforderlich.
Hormonelle Therapie (Frauen) Ethinylestradiol + Dienogest / Drospirenon Valette®, Yasmin® 1 Tablette täglich nach Einnahmeschema Geeignet bei hormonell bedingter Akne und bestehendem Verhütungswunsch.
Hormonelle Therapie (Off-Label) Spironolacton Aldactone®, Jenaspiron® 50–100 mg täglich Off-Label bei Frauen mit hormoneller Akne; regelmäßige Kaliumkontrollen empfohlen.

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Hautpflege

  • Gesicht zweimal täglich mit einem milden Reiniger waschen.
  • Nicht an Pickeln ausdrücken.
  • Nicht komedogene Pflegeprodukte verwenden.
  • Sonnenschutz verwenden.
  • Geduld haben – eine sichtbare Besserung tritt meist erst nach mehreren Wochen ein.

Mögliche Komplikationen

  • Dauerhafte Narben
  • Hyperpigmentierung
  • Psychische Belastung
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Selten bakterielle Superinfektion

Häufige Fragen (FAQ)

  1. Ist Akne ansteckend?
    Nein.
  2. Darf man Pickel ausdrücken?
    Nein. Dadurch steigt das Risiko für Entzündungen und Narben.
  3. Hilft Sonnenlicht gegen Akne?
    Kurzfristig kann sich das Hautbild verbessern, langfristig kann UV-Strahlung die Haut schädigen und Pigmentflecken fördern.
  4. Spielt Ernährung eine Rolle?
    Eine Ernährung mit hoher glykämischer Last sowie große Mengen Milchprodukte können bei manchen Betroffenen die Akne verschlechtern. Der Einfluss ist jedoch individuell unterschiedlich.
  5. Geht Akne von alleine weg?
    Bei vielen Jugendlichen bessert sich Akne mit zunehmendem Alter. Unbehandelte mittelschwere oder schwere Akne kann jedoch Narben hinterlassen.

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