Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zur akuten Exazerbation einer COPD GOLD III mit strukturierter Oberarztvorstellung, typischer Anamnese, körperlicher Untersuchung, Blutgasanalyse, Thoraxröntgen sowie leitliniengerechter Therapie. Zusätzlich enthält der Beitrag Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.
Fachleiter
Akute Exazerbation einer COPD GOLD III
Herr Kristoph Lehmann · 70 Jahre · Notaufnahme
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| Kategorie | Allgemein | Fachbegriff |
|---|---|---|
| (Verdachts-)Diagnose | Akute Exazerbation einer COPD GOLD III | |
| Patient | Herr Kristoph Lehmann, 70 Jahre | |
| Vorstellungsgrund | Notfallmäßige Vorstellung wegen zunehmender Atemnot | Notfallmäßige Vorstellung wegen progredienter Dyspnoe |
| Leitsymptome / Anamnese |
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| Vorerkrankungen |
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| Medikation bei Aufnahme |
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| Allergien | Keine bekannt | |
| Sozialanamnese |
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| Familienanamnese | Vater mit COPD; Mutter mit Herzschwäche | Vater mit COPD; Mutter mit Herzinsuffizienz |
| Vitalparameter bei Aufnahme |
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| Körperliche Untersuchung |
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| Herzbefund | Tachykarder Herzrhythmus, keine Herzgeräusche | |
| Bildgebung | Thoraxröntgen mit Zeichen der Überblähung, kein Infiltrat | |
| Labor / BGA |
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| Therapie |
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| Stationärer Verlauf | Klinische Stabilisierung innerhalb von 48 Stunden | |
| Entlassungsplanung | Entlassung mit optimierter Medikation, hausärztlicher Kontrolle sowie COPD-Schulung und Atemtherapie vorgesehen | |
Begrüßung + Anamnese
Guten Tag, Herr Prof. Dr. Hofmann.
Ich möchte Ihnen Herrn Lehmann, 70 Jahre alt, vorstellen, sich notfallmäßig einer progredienten Dyspnoe im einer akuten einer bekannten COPD GOLD III vorgestellt hat.
Der Patient berichtete über seit 4 Tagen Dyspnoe sowie produktiven Husten gelblich-grünlichem Sputum. Zusätzlich beklagte er eine reduzierte Belastbarkeit sowie orthopnoische Beschwerden der Nacht. Eine relevante Besserung die eigene inhalative Bedarfsmedikation habe nicht bestanden.
Vorerkrankungen sind eine COPD GOLD III seit 2018, eine arterielle Hypertonie, eine gastroösophageale Refluxkrankheit sowie eine Pneumonie Jahr 2022 bekannt.
Die Dauermedikation Tiotropium 18 µg einmal täglich, Salbutamol inhalativ Bedarf, Ramipril 5 mg einmal täglich sowie Pantoprazol 40 mg einmal täglich. Allergien nicht bekannt.
Sozialanamnestisch lebe der Patient seiner Lebensgefährtin . Er sei Ex-Raucher mit etwa 30 und habe früher als gearbeitet.
Familienanamnestisch seien eine COPD Vater sowie eine Herzinsuffizienz bei Mutter bekannt.
Körperliche Untersuchung
Bei Aufnahme sich der Patient tachydyspnoisch einer Atemfrequenz von 28/min. Die Sauerstoffsättigung betrug 89 % unter Raumluft. Der Blutdruck lag 145/85 mmHg, die Herzfrequenz bei 96/min, die Körpertemperatur bei 37,5 °C.
Bei der Untersuchung fanden eine Belastungsdyspnoe, Lippenzyanose, ein verlängertes Exspirium sowie beidseitiges exspiratorisches Giemen mit basalen Rasselgeräuschen.
Weiteres Vorgehen
zeigten sich Entzündungsparameter mit einem CRP von 85 mg/l sowie einer Leukozytose. In der Blutgasanalyse zeigte sich eine hypoxämische respiratorische sowie milde Hyperkapnie.
Im fanden sich Zeichen einer pulmonalen Überblähung Hinweis auf ein Infiltrat.
handelt es sich ehesten um eine infektexazerbierte COPD GOLD III mit hypoxämischer respiratorischer Insuffizienz.
erfolgten bereits eine kontrollierte Sauerstoffgabe mit Ziel-SpO₂ von 90–92 %, inhalative Bronchodilatation Salbutamol und Ipratropiumbromid, eine systemische Glukokortikoidtherapie mit Prednisolon sowie eine antibiotische Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure.
der bisherigen Therapie zeigte sich bereits eine klinische Stabilisierung mit Dyspnoe. Geplant sind die Fortführung der inhalativen Therapie, Atemtherapie, COPD-Schulung sowie die Entlassung mit optimierter Medikation und hausärztlicher Verlaufskontrolle.
