Radiusfraktur

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Aktuelle und vegetative Anamnese
Guten Tag, sehr geehrter Herr Professor Doktor …,
ich möchte Ihnen nun den Patienten Benedikt Söder vorstellen.
Er ist 1. 53 Jahre alt, 2. 1,73 m groß und wiegt etwa 3. 71 kg. Sein 4. Körpermasseindex beträgt 5. 23,7 kg/m² und liegt damit im Bereich des 6. Normalgewichts.
Aktuelle Anamnese
Der Patient stellte sich 7. notfallmäßig nach einem Sturz vom 8. Motorrad vor.
Seit etwa 9. zwei Stunden bestehen zunehmende, 10. stechende Schmerzen im rechten 11. Handgelenk sowie im rechten 12. Brustkorb.
In Ruhe liegen die thorakalen Schmerzen bei 13. 3/10, bei tiefer Ein- und Ausatmung oder Husten steigen sie auf 14. 8/10.
Am rechten Handgelenk zeigte sich ein 15. Hämatom (Bluterguss), eine etwa 16. 3 cm große 17. Abrasion (Abschürfung) sowie eine schmerzbedingte 18. Bewegungseinschränkung.
Im Bereich des rechten 19. Hemithorax (Brustkorbseite) bestand ein circa 20. 8 cm großes Hämatom.
Folgende Auffälligkeiten wurden nicht berichtet:
Hinweise auf eine gestörte 21. ABC-Stabilität (Sicherung von Atemweg, Atmung und Kreislauf) wie z. B. 22. Dyspnoe (Atemnot), 23. Stridor (pfeifendes Atemgeräusch) oder 24. Hypotonie (niedriger Blutdruck);
Zeichen einer 25. Extremitätenischämie wie 26. Zyanose (Blaufärbung der Haut), Kältegefühl, 27. Parästhesien (Missempfindungen wie Kribbeln) oder 28. Hypästhesie (vermindertes Empfinden);
Auffälligkeiten im 29. Abdomen oder an den unteren 30. Extremitäten;
Hinweise auf eine 31. Schädel-Hirn-Verletzung, Bewusstseinsverlust, 32. Amnesie (Gedächtnisverlust), 33. Nackenschmerzen (Zervikalgien), 34. Nausea (Übelkeit), 35. Emesis (Erbrechen), 36. Lazeration (Risswunde), sichtbare Malpositionen oder 37. Frakturen (Knochenbrüche) sowie 38. Luxationen (Ausrenkungen).
Unfallhergang
Der Patient gab an, er sei mit dem 39. Motorrad auf dem Weg zur 40. Bäckerei gewesen, um dort 41. Semmeln zu holen.
Plötzlich habe es zu 42. regnen begonnen, wodurch die 43. Fahrbahn rutschig geworden sei.
In der Folge sei er auf der nassen Straße ins 44. Rutschen geraten und auf die rechte Seite gestürzt.
Dabei sei er hauptsächlich auf den 45. Brustkorb und das rechte 46. Handgelenk gefallen.
Vermutlich habe er sich reflexartig mit der ausgestreckten rechten 47. Hand abgestützt.
Zum Unfallzeitpunkt sei er nicht besonders schnell gewesen – seiner Schätzung nach etwa 48. 30 bis 49. 40 km/h –, da er ohnehin bereits habe langsamer werden wollen, um in Kürze 50. anzuhalten.
Er teilte mit, einen 51. Helm getragen zu haben.
Der Patient erschien in Begleitung seiner 52. Ehefrau.
Die letzte 53. Nahrungsaufnahme (Abendessen) erfolgte am Vortag.
Der 54. Tetanus-Impfstatus (Impfschutz gegen Wundstarrkrampf) ist nicht bekannt.
Vegetative Anamnese
Die vegetative Anamnese ist 55. unauffällig, mit Ausnahme von 56. Flatulenz (Blähungen) nach dem Verzehr von 57. Hülsenfrüchten, insbesondere Kichererbsen.
Rest
Vorerkrankungen
Anamnestisch sind folgende Vorerkrankungen bekannt:
– Der Patient berichtet über seit etwa 20 Jahren wiederkehrende Episoden einer 1. arteriellen Hypotonie (niedriger Blutdruck).
– Eine 2. Zöliakie (chronische Glutenunverträglichkeit) ist bekannt.
– Seit der Kindheit bestehen in den 3. Wintermonaten rezidivierende, juckende und schuppende 4. Ekzeme in der 5. retroaurikulären Region (Bereich hinter dem Ohr) sowie im 6. äußeren Meatus acusticus (äußerer Gehörgang).
Voroperationen
– Vor etwa drei Jahren erfolgte eine operative 7. Rekonstruktion (Wiederherstellung) der linken 8. Achillessehne (Sehne über der Ferse) nach traumatischer Ruptur im Rahmen der 9. beruflichen Tätigkeit.
Der Eingriff wurde 10. minimal-invasiv in 11. Regionalanästhesie durchgeführt.
Postoperativ waren eine längerfristige 12. Schienenruhigstellung sowie Physiotherapie erforderlich.
Die Beschwerden sind inzwischen 13. besser geworden.
– Vor etwa 14. fünf Jahren wurde aufgrund rezidivierender Schmerzen der 15. linken Schulter eine 16. Bursitis (Schleimbeutelentzündung unter dem Schulterdach) diagnostiziert, vermutlich 17. arbeitsbedingt.
Es erfolgte eine 18. Bursektomie in Lokalanästhesie mit gutem postoperativem Verlauf.
– Vor ca. 19. 30 Jahren wurde eine chirurgische Sanierung im Bereich des 20. Steißbeins durchgeführt – wahrscheinlich im Rahmen einer 21. Pilonidalsinus-Entzündung (Hautentzündung mit Fistelbildung in der 22. Gesäßfalte).
Medikamente
Derzeit nimmt der Patient folgende Medikamente ein:
– Effortil bei Bedarf (zur Kreislaufstabilisierung bei Hypotonie)
– 23. Kamillosan (pflanzliches Mittel mit Kamille zur äußeren Anwendung, z. B. hinter dem Ohr)
– 24. Panotile (Ohrentropfen bei Entzündungen des äußeren Gehörgangs)
Allergien
Bekannt ist eine ausgeprägte 25. Wespengiftallergie mit anamnestisch 26. anaphylaktischer Reaktion nach Insektenstich, die eine 27. intensivstationäre Behandlung erforderlich machte.
Noxen
Der Patient sei Nichtraucher.
Der Patient trinkt gelegentlich ein Glas Rotwein am Abend.
Drogenkonsum wurde verneint.
Sozialanamnese
Der Patient ist als Tierpfleger im Tiergarten Nürnberg tätig und lebt mit seiner Ehefrau sowie drei Kindern (Tochter, 18 Jahre; Söhne, 14 und 6 Jahre alt) gemeinsam in einem Haushalt.
Bei der Tochter besteht eine medikamentös behandelte Zwangsstörung.
Der jüngste Sohn zeigt eine Enuresis nocturna.
Familienanamnese
Der Vater verstarb vor etwa 30 Jahren infolge eines Verkehrsunfalls.
Bei der Mutter wurde vor ca. 10 Jahren ein 28. Basalzellkarzinom der linken 29. Regio temporalis diagnostiziert und erfolgreich operativ entfernt.
Die Schwester leidet seit etwa drei Jahren an einer medikamentös behandelten 30. Anorexia nervosa.

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