Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zum Vorhofflimmern mit tachykarder Überleitung. Der Beitrag vermittelt eine strukturierte Oberarztvorstellung mit Anamnese, körperlicher Untersuchung, EKG-Befunden, Risikoeinschätzung sowie therapeutischem Vorgehen einschließlich Antikoagulation und geplanter elektrischer Kardioversion. Zusätzlich enthält er Lückentextübungen zur gezielten Vorbereitung auf die FaMed-Prüfung.
Fachleiter
Vorhofflimmern mit tachykarder Überleitung
Frau Beate Steurmann · 55 Jahre · Rettungsstelle
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| Kategorie | Allgemeinsprache | Fachsprache |
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| Patientin | Beate Steurmann, 55 Jahre | |
| Vorstellungsort | Rettungsstelle | |
| Leitsymptom / Vorstellungsgrund | Wiederholte Anfälle mit Schwindel, Herzrasen und kurzzeitigem Bewusstseinsverlust; eine Episode dauerte etwa eine Stunde. Sturz im Rahmen von Unsicherheit beim Gehen bzw. Lagewechsel. | Rezidivierende Attacken mit Schwindel, Palpitationen und passagerer Synkope; eine Episode persistierte über ca. 1 Stunde. Sturzereignis bei Positionsunsicherheit. |
| Aktuelle Symptome |
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| Verdachtsdiagnose | Vorhofflimmern mit tachykarder Überleitung | |
| Relevante Vorerkrankungen |
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| Sozialanamnese | Nichtraucherin, geringer Alkoholkonsum | |
| Dauermedikation |
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| Medikation bei Aufnahme | Clexane (Antikoagulation) | |
| Vitalparameter |
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| Körperliche Untersuchung |
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| Labor |
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| EKG |
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| Risikoeinschätzung | Hämodynamische Instabilität: Hypotonie, Synkope | |
| Bisheriges Vorgehen |
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| Weiteres geplantes Vorgehen |
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Begrüßung + Anamnese
Guten Tag, Herr Prof. Dr. Hofmann.
Ich möchte Ihnen Frau Steurmann, 55 Jahre alt, vorstellen, die sich notfallmäßig rezidivierender Attacken Schwindel, Palpitationen sowie Synkopen im Rahmen eines Vorhofflimmerns unserer Rettungsstelle vorgestellt hat. Eine Episode persistierte etwa eine Stunde. Zudem kam es im Rahmen Positionsunsicherheit einem Sturzereignis.
berichtete die Patientin Tremor, Diaphorese, Nausea sowie Emesis. Thorakale Schmerzen, Dyspnoe oder fokal-neurologische Defizite verneint.
relevanten Vorerkrankungen ein Diabetes mellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie, ein Morbus Parkinson sowie eine COPD GOLD II bekannt.
Die Dauermedikation Metformin 1000 mg 1–0–0 sowie Salbutamol bei Bedarf.
Die Patientin sei und konsumiere nur Alkohol.
Körperliche Untersuchung
Bei zeigte sich die Patientin kreislaufinstabil einem Blutdruck von 90/65 mmHg, einer tachykarden arrhythmischen Herzfrequenz von 140/min, einer Atemfrequenz von 26/min sowie einer Sauerstoffsättigung von 92 % einer Temperatur von 36,7 °C.
Die Untersuchung Herz, Lunge und Abdomen war weitgehend unauffällig. Neurologisch zeigte sich kein Defizit.
Weiteres Vorgehen
Im Labor zeigte sich ein HbA1c von 6,9 %, die Laborparameter waren unauffällig.
EKG zeigte sich ein absolut Rhythmus im Sinne eines mit tachykarder Überleitung bei einer Herzfrequenz von etwa 137/min ischämietypische ST-Strecken-Veränderungen.
handelt es sich am um ein hämodynamisch relevantes Vorhofflimmern mit tachykarder Überleitung und passageren Synkopen.
Die Patientin wurde aufgenommen und bereits mit Heparin antikoaguliert. Geplant sind eine transösophageale Echokardiographie zum Ausschluss intrakardialer Thromben sowie anschließend eine elektrische Kardioversion.
