Arzt-Arzt-Gespräch-Sigmadivertikulitis

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zur akuten Sigmadivertikulitis mit strukturierter Oberarztvorstellung, klinischer Untersuchung, Laboranalyse und therapeutischem Vorgehen. Ideal zur Vorbereitung auf Fachsprachprüfung, FaMed und den klinischen Alltag in Deutschland.

Fachleiter

Akute Sigmadivertikulitis

Frau Steurmann · 66 Jahre · Notaufnahme

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Kategorie Allgemein Fachsprache
Name / Alter Frau Steurmann, 66 Jahre
Aufnahmeart Überweisung durch den Hausarzt, Vorstellung in der Notaufnahme
Verdachtsdiagnose Akute Sigmadivertikulitis
Leitsymptome
  • Bauchschmerzen links unten
  • Zunehmende Beschwerden
  • Kolikartige / krampfartige Schmerzen
  • Subfebrile Temperaturen
  • Reduzierter Allgemeinzustand
  • Linksseitige Unterbauchschmerzen
  • Progrediente Symptomatik
  • Kolikartige / krampfartige Schmerzen
  • Subfebrile Temperaturen
  • Reduzierter Allgemeinzustand
Begleitsymptome Appetitlosigkeit, Übelkeit ohne Erbrechen Inappetenz, Nausea ohne Emesis
Ausschluss Kein Hinweis auf Blutungen im Magen-Darm-Bereich Kein Hinweis auf obere oder untere gastrointestinale Blutung
Stuhlverhalten Früher normaler Stuhlgang, aktuell Verstopfung Zuvor regelrechter Stuhlgang, aktuell Obstipation
Reiseanamnese Unauffällig
Vorerkrankungen Zuckerkrankheit Typ 2 seit 15 Jahren Diabetes mellitus Typ 2 seit 15 Jahren
Medikation Metformin
Noxen / Lebensstil
  • Nichtraucherin
  • Mäßiger Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel
Risikofaktoren Übergewicht
Sozialanamnese Verheiratet, lebt mit ihrem Ehemann zusammen, nicht berufstätig
Familienanamnese Keine Darmkrankheiten in der Familie bekannt Familienanamnese hinsichtlich gastrointestinaler Erkrankungen unauffällig
Befund beim Hausarzt Subfebrile Temperatur
Allgemeinzustand Reduzierter Allgemeinzustand
Vitalparameter Stabil
Abdomen
  • Druckdolenz im linken Unterbauch
  • Lokale Abwehrspannung
  • Ggf. palpable Resistenz
Darmgeräusche Hypoaktive Darmgeräusche
Weitere Untersuchung Übrige körperliche Untersuchung unauffällig
Labor Erhöhte Entzündungsparameter, Leukozytose
Zusammenfassung Klinisches Bild vereinbar mit akuter Sigmadivertikulitis
Diagnostik – geplant CT-Abdomen mit Kontrastmittel
Therapie – geplant
  • Intravenöse antibiotische Therapie
  • Analgesie
  • Volumentherapie
Überwachung Engmaschige klinische Überwachung
Operative Option Operative Therapie bei progredientem Verlauf
Weiteres Vorgehen Intervall-Koloskopie zum Ausschluss einer Malignität

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag, Herr Prof. Dr. Hofmann.

Ich möchte Ihnen Frau Steurmann, 66 Jahre alt, vorstellen, die sich nach Überweisung im Rahmen einer Divertikulitis in unserer Notaufnahme .

Die Patientin berichtete seit mehreren Tagen bestehende progrediente, krampfartige linksseitige . Zusätzlich bestünden Temperaturen sowie ein Allgemeinzustand. habe die Patientin über Inappetenz und Nausea Emesis geklagt.

Eine obere oder untere Blutung wurde verneint. Das Stuhlverhalten sei zuvor gewesen, aktuell bestehe eine Obstipation. Die Reiseanamnese sei .

relevanten Vorerkrankungen ist ein Diabetes mellitus Typ 2 seit etwa 15 Jahren bekannt. Die Dauermedikation umfasst Metformin.

Die Patientin sei , konsumiere gelegentlich Alkohol und sich wenig. Als Risikofaktor besteht eine .

Die hinsichtlich gastrointestinaler Erkrankungen sei unauffällig. Die Patientin sei verheiratet, lebe ihrem Ehemann zusammen und sei derzeit nicht berufstätig.

Körperliche Untersuchung

Bei Aufnahme zeigte sich ein reduzierter Allgemeinzustand bei adipösem . Die Vitalparameter waren , allerdings bestand eine subfebrile .

Abdomen zeigte sich eine im linken Unterbauch mit lokaler Abwehrspannung. Gegebenenfalls war eine Resistenz . Die Darmgeräusche waren .

Die körperliche Untersuchung, insbesondere Herz-, Lungen- und neurologischer Befund, war unauffällig.

zeigten sich erhöhte sowie eine Leukozytose.

sich das klinische Bild einer Sigmadivertikulitis.

Weiteres Vorgehen

Geplant ist ein CT-Abdomen mit zur Diagnosesicherung sowie zum von Komplikationen Abszess oder .

erhält die Patientin eine intravenöse antibiotische Therapie, Analgesie sowie Volumentherapie. Zusätzlich engmaschige klinische Kontrollen.

progredientem Verlauf oder Auftreten Komplikationen müsste eine operative Therapie erwogen werden.

Nach der Akutsymptomatik ist eine Intervall-Koloskopie zum Ausschluss einer vorgesehen.

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