Arzt-Arzt-Gespräch-NSTEMI

Praxisnahes FaMed-Arzt-Arzt-Gespräch zum Thema NSTEMI mit strukturierter Oberarztvorstellung, typischer Klinik, EKG-, Labor- und Therapieanalyse. Ideal zur Vorbereitung auf Fachsprachprüfung, FaMed und den klinischen Alltag in Deutschland.

Fachleiter

Nicht-ST-Hebungs-Myokardinfarkt – NSTEMI

Frau Brigitta Müller · 60 Jahre · Rettungsstelle

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Bereich Inhalt
(Verdachts-)Diagnose Nicht-ST-Hebungs-Myokardinfarkt (NSTEMI)
Patientin Brigitta Müller, 60 Jahre
Aufnahmegrund Notfallmäßige Vorstellung in der Rettungsstelle wegen seit gestern plötzlich aufgetretener Schmerzen in der Brust
Leitsymptome / Anamnese
  • Druckartiger Brustschmerz mit Ausstrahlung in linken Arm, Schulter und Kiefer
  • Atemnot
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Kaltschweißigkeit
  • Todesangst
Relevante Vorerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus Typ 2
Dauermedikation
  • Metformin 1000 mg zweimal täglich
  • Ramipril 5 mg einmal täglich
Familienanamnese Mutter mit Herzinfarkt
Vitalparameter bei Aufnahme
  • Blutdruck: 90/60 mmHg
  • Herzfrequenz: 130/min
  • Temperatur: 37,8 °C
  • Sauerstoffsättigung: 95 %
  • Kein Unterschied des Blutdrucks zwischen den Armen
Körperliche Untersuchung
  • Tachykard
  • Auskultatorisch vierter Herzton (S4) als Hinweis auf eine diastolische Funktionsstörung
  • Sonst kein pathologischer Befund
  • Kein neurologisches Defizit
EKG
  • Tachykardie mit Herzfrequenz 130/min
  • Keine ST-Hebungen oder ST-Senkungen
Labor
  • Leukozytose: 16.000/µl
  • Troponin I/T deutlich erhöht
Beurteilung Akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung bei typischer Klinik und positivem Troponin
Bisheriges Vorgehen
  • Stationäre Aufnahme
  • Akuttherapie nach modifiziertem MONA-Schema
  • Hämodynamische Stabilisierung
Verlauf Blutdruckanstieg nach Therapie, klinisch stabiler
Weiteres Vorgehen
  • Kardiologisches Konsil
  • Invasive Abklärung mittels Koronarangiographie innerhalb der nächsten 72 Stunden
  • Echokardiographie
Aufklärung Patientin über Verdachtsdiagnose, weitere Diagnostik und Therapie aufgeklärt

Begrüßung + Anamnese

Guten Tag, Herr Prof. Dr. Hofmann.

Ich möchte Ihnen Frau Müller, 60 Jahre alt, vorstellen, sich notfallmäßig in unserer Rettungsstelle eines akuten Koronarsyndroms vorgestellt hat.

Die Patientin über seit gestern plötzlich aufgetretene druckartige mit Ausstrahlung in den linken Arm, die linke Schulter sowie den Kiefer. Begleitend bestanden , Schwindel, , Kaltschweißigkeit sowie ausgeprägte Todesangst.

An relevanten Vorerkrankungen sind arterielle Hypertonie sowie ein Diabetes mellitus Typ 2 . Die Dauermedikation Metformin 1000 mg zweimal täglich sowie Ramipril 5 mg einmal täglich.

In der Familienanamnese gab die Patientin einen Myokardinfarkt der Mutter .

Körperliche Untersuchung

Bei Aufnahme sich Vitalparameter: Der Blutdruck 90/60 mmHg, die Herzfrequenz bei 130 Schlägen pro Minute, die Körpertemperatur bei 37,8 °C und die Sauerstoffsättigung bei 95 % unter Raumluft. Ein des Blutdrucks zwischen beiden Armen bestand .

In der körperlichen Untersuchung eine Tachykardie auf. Kardial war auskultatorisch ein vierter Herzton als auf eine Funktionsstörung feststellbar. Darüber zeigte sich kein weiterer pathologischer . Neurologische Ausfälle bestanden nicht.

Weiteres Vorgehen

Im EKG zeigte sich eine Tachykardie einer Herzfrequenz von 130/min ST-Strecken-Hebungen oder -Senkungen. bestanden eine Leukozytose von 16.000/µl im Sinne einer Akutphasenreaktion sowie deutlich erhöhte Troponinwerte als Hinweis auf eine .

Zusammenfassend besteht typischer Klinik und positivem Troponin der Verdacht auf akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung im Sinne .

Die Patientin wurde stationär und eine Akuttherapie nach modifiziertem MONA-Schema unter anderem mit Sauerstoffgabe, ASS, Heparin sowie Analgesie mit hämodynamischer Stabilisierung. zeigte sich ein Blutdruckanstieg, klinisch präsentierte sich die Patientin stabiler.

Geplant sind ein Konsil, eine invasive Abklärung Koronarangiographie der nächsten 72 Stunden sowie eine Echokardiographie. Die Patientin wurde über die Diagnose sowie die weiteren und therapeutischen Maßnahmen .

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