Scabies (Krätze)

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Beschreibung

Typisch sind:

  • kleine rote Papeln
  • Kratzspuren (Exkoriationen)
  • feine, geschlängelte Milbengänge („Bohrgänge“)
  • manchmal Bläschen oder verkrustete Hautstellen

Die Hautveränderungen entstehen vor allem durch die Immunreaktion auf die Milben.

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Lokalisation

Häufig betroffen sind:

  • Fingerzwischenräume
  • Handgelenke
  • Achselhöhlen
  • Bauchregion und Bauchnabel
  • Genitalbereich
  • Gesäß
  • Brustwarzenregion

Bei Säuglingen/Kleinkindern zusätzlich:

  • Kopfhaut
  • Gesicht
  • Handflächen und Fußsohlen

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Symptome und Verlauf

UmgangsspracheFachsprache
Starker Juckreiz, besonders nachtsausgeprägter nächtlicher Pruritus
Kleine rote Punkte oder Bläschenerythematöse Papeln/Vesikel
Haut ist aufgekratztExkoriationen
Andere Familienmitglieder jucken sich auchfamiliäre Häufung / Kontaktanamnese positiv
Beschwerden werden langsam stärkerprogredienter Verlauf
Inkubationszeit meist 2–6 Wochen
hoch ansteckend durch engen Hautkontakt

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Ursache

Verursacht durch die Krätzmilbe: Sarcoptes scabiei

Die Krätzmilbe heißt Sarcoptes scabiei und ist ein winziger Parasit, der in die oberste Hautschicht eindringt. Dort gräbt sie kleine Gänge und legt Eier ab. Dadurch entstehen starker Juckreiz und Hautausschläge.

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Behandlung

GenericGewerblichFormDosierung / Nutzung
Permethrin 5 %Infectoscab® 5% CremeCremeeinmalig auf den gesamten Körper auftragen, 8–12 Stunden einwirken lassen, danach abwaschen
IvermectinScabioral®Tabletten200 µg/kg oral einmalig, Wiederholung nach 7–14 Tagen möglich
Benzylbenzoat 10–25 %Antiscabiosum®Lotionan 3 aufeinanderfolgenden Tagen anwenden
CrotamitonCrotamitex®Creme/Lotion3–5 Tage anwenden
Scabioral: nicht immer als erste Wahl

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Wichtige Berücksichtigungen

  • alle engen Kontaktpersonen gleichzeitig behandeln
  • Kleidung, Bettwäsche und Handtücher bei mindestens 60 °C waschen
  • nicht waschbare Gegenstände für mindestens 72 Stunden luftdicht lagern
  • Juckreiz kann trotz erfolgreicher Therapie noch mehrere Wochen bestehen
  • erneute Behandlung bei Persistenz möglich
  • bei bakterieller Superinfektion ggf. Antibiotika notwendig
  • bei Säuglingen, Schwangeren oder immunsupprimierten Patienten Therapie individuell anpassen

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