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Beschreibung
Typisch sind:
- kleine rote Papeln
- Kratzspuren (Exkoriationen)
- feine, geschlängelte Milbengänge („Bohrgänge“)
- manchmal Bläschen oder verkrustete Hautstellen
Die Hautveränderungen entstehen vor allem durch die Immunreaktion auf die Milben.
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Lokalisation
Häufig betroffen sind:
- Fingerzwischenräume
- Handgelenke
- Achselhöhlen
- Bauchregion und Bauchnabel
- Genitalbereich
- Gesäß
- Brustwarzenregion
Bei Säuglingen/Kleinkindern zusätzlich:
- Kopfhaut
- Gesicht
- Handflächen und Fußsohlen
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Symptome und Verlauf
| Umgangssprache | Fachsprache |
|---|---|
| Starker Juckreiz, besonders nachts | ausgeprägter nächtlicher Pruritus |
| Kleine rote Punkte oder Bläschen | erythematöse Papeln/Vesikel |
| Haut ist aufgekratzt | Exkoriationen |
| Andere Familienmitglieder jucken sich auch | familiäre Häufung / Kontaktanamnese positiv |
| Beschwerden werden langsam stärker | progredienter Verlauf |
hoch ansteckend durch engen Hautkontakt
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Ursache
Verursacht durch die Krätzmilbe: Sarcoptes scabiei
Die Krätzmilbe heißt Sarcoptes scabiei und ist ein winziger Parasit, der in die oberste Hautschicht eindringt. Dort gräbt sie kleine Gänge und legt Eier ab. Dadurch entstehen starker Juckreiz und Hautausschläge.
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Behandlung
| Generic | Gewerblich | Form | Dosierung / Nutzung |
|---|---|---|---|
| Permethrin 5 % | Infectoscab® 5% Creme | Creme | einmalig auf den gesamten Körper auftragen, 8–12 Stunden einwirken lassen, danach abwaschen |
| Ivermectin | Scabioral® | Tabletten | 200 µg/kg oral einmalig, Wiederholung nach 7–14 Tagen möglich |
| Benzylbenzoat 10–25 % | Antiscabiosum® | Lotion | an 3 aufeinanderfolgenden Tagen anwenden |
| Crotamiton | Crotamitex® | Creme/Lotion | 3–5 Tage anwenden |
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Wichtige Berücksichtigungen
- alle engen Kontaktpersonen gleichzeitig behandeln
- Kleidung, Bettwäsche und Handtücher bei mindestens 60 °C waschen
- nicht waschbare Gegenstände für mindestens 72 Stunden luftdicht lagern
- Juckreiz kann trotz erfolgreicher Therapie noch mehrere Wochen bestehen
- erneute Behandlung bei Persistenz möglich
- bei bakterieller Superinfektion ggf. Antibiotika notwendig
- bei Säuglingen, Schwangeren oder immunsupprimierten Patienten Therapie individuell anpassen
