Aufklärungsgespräch-Gastroskopie

Praxisnahes FaMed-Aufklärungsgespräch zur Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) bei Verdacht auf Gastritis mit Erklärung des Untersuchungsablaufs, möglicher Risiken, Sedierung, Biopsieentnahme und postinterventioneller Überwachung. Ideal zur Vorbereitung auf Fachsprachprüfung, FaMed und den klinischen Alltag in Deutschland.

Fachleiter

FaMed – Aufklärungsgespräch – ÖGD

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Inhalt Allgemeinsprachlich Fachsprache
Situation Aufklärungsgespräch über eine geplante Magenspiegelung am nächsten Tag Aufklärung über eine Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD)
Patientin Frau Merkel, 58 Jahre alt
Geplanter Eingriff Magenspiegelung Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD)
Indikation Verdacht auf Magenschleimhautentzündung Verdacht auf Gastritis
Dauer Untersuchungsdauer ca. 10–15 Minuten
Ablauf der Untersuchung Örtliche Betäubung des Rachens oder kurze Beruhigung Lokalanästhesie bzw. Sedierung
Ablauf der Untersuchung Einführung eines flexiblen Schlauchs über den Mund
Ablauf der Untersuchung Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm Untersuchung von Ösophagus, Magen und Duodenum
Ablauf der Untersuchung Einblasen von Luft zur besseren Sicht
Ablauf der Untersuchung Entnahme von Gewebeproben bei Bedarf Biopsieentnahme bei Bedarf
Vorerkrankungen / Voroperationen Refluxkrankheit
Vorhofflimmern
Dauermedikation Phenprocoumon (Marcumar)
Rennie bei Bedarf
Allgemeine Risiken Unverträglichkeit von Medikamenten
Allgemeine Risiken Kreislaufprobleme wie Schwindel oder niedriger Blutdruck Kreislaufreaktionen wie Schwindel oder Hypotonie
Allgemeine Risiken Blutungen
Allgemeine Risiken Seltene Infektionen
Spezielle Risiken der ÖGD Vorübergehende Blähungen durch Luft im Bauch Meteorismus
Spezielle Risiken der ÖGD Reizung oder Verletzung der Schleimhaut
Spezielle Risiken der ÖGD Sehr selten Loch in der Wand von Speiseröhre oder Magen Perforation
Spezielle Risiken der ÖGD Im Ernstfall ist eine Notoperation notwendig Notfalloperation bei schwerer Perforation erforderlich
Vor der Untersuchung Mindestens 6 Stunden nichts essen oder trinken Nüchternheit für mindestens 6 Stunden
Vor der Untersuchung Klare Flüssigkeiten bis 2 Stunden vorher erlaubt
Vor der Untersuchung Rücksprache bei blutverdünnenden Medikamenten Rücksprache bei Antikoagulation erforderlich
Nach der Untersuchung (allgemein) Etwa 30 Minuten Überwachung Postinterventionelle Überwachung für ca. 30 Minuten
Nach Sedierung Am Untersuchungstag nicht Auto fahren Fahrverbot am Untersuchungstag nach Sedierung
Nach Sedierung Kein Alkohol Alkoholkarenz
Nach Sedierung Nicht rauchen Nikotinkarenz
Nach Sedierung Keine Maschinen bedienen
Nach Sedierung Begleitperson notwendig
Nach Sedierung Arbeitsunfähigkeit am Untersuchungstag

Begrüßung + Plan

Guten Tag, Frau Merkel.

Mein Name ist Dr. … Ich möchte heute mit Ihnen über die geplante sprechen, die morgen durchgeführt werden soll. Dabei erkläre ich Ihnen den der Untersuchung, mögliche Risiken und worauf Sie vorher und nachher achten müssen. Wenn etwas ist, können Sie jederzeit Fragen stellen.

Bei Ihnen besteht der Verdacht eine Magenschleimhautentzündung. Mit der Magenspiegelung können wir die Speiseröhre, den Magen und den oberen Teil des genau anschauen und mögliche Entzündungen oder andere Veränderungen erkennen.

Verlauf

Die Untersuchung dauert normalerweise 10 bis 15 Minuten.

Für die Untersuchung bekommen Sie entweder eine örtliche Betäubung den Rachen oder auf Wunsch ein kurzes Beruhigungsmittel, damit Sie entspannter sind und möglichst wenig von der Untersuchung .

Anschließend führen wir einen dünnen, flexiblen Schlauch vorsichtig den Mund ein. Über diesen Schlauch können wir die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm .

Während der Untersuchung wird etwas Luft , damit wir besser sehen können. Dadurch kann es später vorübergehend einem Druckgefühl oder Blähungen im Bauch kommen. Das ist normalerweise harmlos und verschwindet wieder von .

Falls nötig, können wir kleine Gewebeproben . Das nennt man Biopsie. Die Entnahme ist normalerweise nicht .

Komplikationen

Sie haben als Vorerkrankungen eine Refluxkrankheit und Vorhofflimmern. Außerdem nehmen Sie Marcumar . Da Marcumar das Blut verdünnt, müssen wir vorher genau , ob und wann das Medikament pausiert werden soll. Das entscheiden wir gemeinsam mit den behandelnden Ärzten, damit das Risiko Blutungen möglichst gering bleibt.

Wie bei jeder Untersuchung gibt es auch hier allgemeine Risiken und mögliche . Manche Menschen vertragen die Medikamente oder das Beruhigungsmittel nicht gut. Außerdem kann es zu Kreislaufproblemen wie Schwindel oder niedrigem Blutdruck . Blutungen oder Infektionen sind selten, aber grundsätzlich möglich.

Spezielle Risiken der Magenspiegelung sind Reizungen oder kleine Verletzungen der . Sehr selten kann es zu einem Loch in der Wand der Speiseröhre oder des Magens kommen. In so einem Fall wäre möglicherweise eine Notoperation . Insgesamt ist das Risiko aber sehr gering.

Berücksichtigungen

Wichtig ist, dass Sie vor der Untersuchung nüchtern . Das bedeutet: mindestens sechs Stunden vorher nichts essen und nichts trinken. Klare Flüssigkeiten wie Wasser dürfen Sie meistens bis zwei Stunden vorher .

Nach der Untersuchung bleiben Sie noch ungefähr 30 Minuten bei uns zur .

Falls Sie ein Beruhigungsmittel bekommen, dürfen Sie am selben Tag nicht selbst Auto fahren, keine Maschinen bedienen und keinen Alkohol trinken. Auch Rauchen sollten Sie . Außerdem brauchen Sie eine Begleitperson, die Sie nach Hause . Am Untersuchungstag sollten Sie außerdem nicht arbeiten.

Haben Sie im Moment noch Fragen oder gibt es etwas, das ich noch genauer soll?

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